Bild-Handicap-Glossar
Zur Startseite
Zu den News
behinderungen von A-Z
Online-Shop für Behinderte
wir über uns
Behindertensport-Wettbewerbe-Termine
Unser Gästebuch
Die Jobbörse-Angebote-Gesuche
Zur Rechtsabteilung
Technische Besonderheiten
Lexikon
Reistipps für Behinderte
Zu Glossar A
Zu Glossar B
Zu Glossar C
Zu Glossar D
Zu Glossar E
Zu Glossar F
Zu Glossar G
Zu Glossar H
 
handicap:network+++handicap:network+++handicap:network+++handicap:network+++

 

  K

Kapillar: (lat. capillus = das Haar) Die Kapillare gehört als ganz feines ("haarfeines") Gefäß zu einem Netzwerk von vielen kleinen Gefäßen, die den gesamten Körper durchziehen. Dieses Kapillarnetz ist als die Endstrombahn des blutzuführenden (= artiellen) Systems zu betrachten. Hier finden alle lebenswichtigen Austauschvorgänge zwischen Blut und Gewebe statt (z. B. Sauerstoffabgabe von Blut an Gewebe, Abgabe von Stoffwechselabfallprodukten von Gewebe an Blut). Nach Passage desKapillarbettes sammelt sich das Blut im venösen System und wird dem Herzen und der Lunge zur "Wiederaufbereitung" zugeführt.
Kapillaroskopie: Betrachtung oberflächlich gelegener Blutkapillaren (z. B. im Nagelbett) durch ein Vergrößerungsglas. Die Kapillaroskopie gestattet mögliche Gefäß- veränderungen des Diabetikers im Rahmen diabetischer Spätschäden ohne großen Aufwand frühzeitig zu erkennen.
Karbunkel: = eitrige Entzündung mehrere Haarwurzeln mit entzündlicher Mitreaktion der umgebenen Haut und Unterhaut.
Katarkakt, diabetisch: Die Katarakt ist dem medizinischen Laien besser als "grauer Star" bekannt. Dem Krankheitsbild liegt eine Verminderung des Sehvermögens durch Trübung der Linse oder der Linsenkapsel zugrunde. Die Katarakt ist bei Diabetikern häufiger anzutreffen als bei Stoffwechselgesunden, wobei die echte diabetische Katarakt allerdings ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen anzutreffen ist. Hierbei kommt es im Rahmen von Stoffwechselentgleisungen innerhalb kurzer Zeit zu einer Linsentrübung. Bei älteren Menschen ist eine Unterscheidung zwischen diabetisch bedingter oder durch natürlich Alterungsprozess hervorgerufener Katarakt nicht möglich. Auffällig ist aber, dass der prozentuale Anteil der Diabetiker in der Gesamtzahl der Patienten mit Katarakt recht hoch liegt (etwa um 20%). Als Ursache der diabetischen Katarakt ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand die Hyperglykämie, also die Blutzuckererhöhung, bei schlecht eingestelltem Diabetes anzusehen.
Katecholamine: wichtige Hormone, die größtenteils im Mark der Nebenniere, aber auch in anderen Nervengeflechten gebildet werden. Bekanntester Vertreter der Gruppe ist Adrenalin. Dieses Hormon wird in Stresssituationen verstärkt freigesetzt und führt u. a. zu einer Beschleunigung des Herzschlages. Auch Unterzuckerungen, die vom Ablauf her letztendlich auch Stresssituationen darstellen, führen zur Freisetzung größerer Adrenalinmengen, wodurch die typische Hypoglykämiesymptomatik (Zittern, Herzklopfen, Unruhe) hervorgerufen wird.
Kehlkopf-Tumoren (Neue Laserchirurgie)
Eine Studie im Auftrag der Deutschen Krebshilfe ergab, dass Tumoren der oberen Luft- und Speisewege mit Hilfe der organerhaltenden Laserchirurgie genauso zuverlässig operiert werden können wie bei der herkömmlichen Radikaloperation. Der Tumor wird unter mikroskopischer Kontrolle mit einem CO2-Laser aus dem gesunden Gewebe herausgelöst. Die Studie der Göttinger HNO-Klinik beweist, dass Patienten auch die Jahre nach einem laserchirurgischen Eingriff nicht öfter Rückfälle erleiden als nach einer Totaloperation. Im Gegensatz zur herkömmlichen Methode können die Kranken weiterhin ohne Beschwerden sprechen und schlucken. 07/99

Kernspin-Tomografie (KST) oder Magnetresonanz-Tomografie (MRT)
Im Gegensatz zu tomografischen Röntgenverfahren erfolgt dabei keine Strahlenbelastung des Organismus, sondern es wird diejenige Energie gemessen, die unter dem Einfluss eines von außen angelegten, starken Magnetfeldes und den durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls angeregten Kernspin der Atome des Organismus aus dem Körper in Form elektromagnetischer Wellen austritt. Geringe Veränderungen am Gehirn und an den Kopfnerven können sichtbar gemacht werden, z.B. ein kleines Akustikus-Neurinom, Schäden am Innenohr oder im Mittelohr.
Kernspintomograph - (bei Bandscheibenvorfall, Herzinfarkt, Krebs.)
Es gibt eine Klinik in Deutschland, zu der kommen selbst die Ärzte der berühmten amerikanischen Mayo-Klinik, um noch etwas zu lernen: Das Radiologie-Institut der Universität Witten-Herdecke in Mühlheim. Den beiden Direktoren, Dr. Rainer Seibel und Dr. Dietrich Grönemeyer, ist auf dem Gebiet der Sichtbarmachung innerer Körperregionen eine weltweit einmalige Entwicklung gelungen. Sie erfanden den offenen Kernspintomographen und den ultraschnellen Computertomographen. Sie liefern nicht nur perfekte "Röntgen"-Bilder, sondern damit sind unter Monitorkontrolle sogar schwierige Eingriffe möglich - wie etwa Bandscheiben- und Tumoroperationen oder Untersuchungen der Herzkranzgefäße ohne Kathetereinsatz.
Bislang waren Kernspintomographen geschlossene Geräte. Der Patient wird in einen Tunnel gefahren und darf sich während des Abbildungsvorganges nicht bewegen. Arbeitet das Gerät, knallt u. kracht es wie bei einem Gewitter.
"Viele Patienten bekommen in der engen Röhre heftige Platzangst", erklärt Dr. Grönemeyer. "Also kamen wir auf die Idee, ein offenes Gerät zu bauen." Was kein Techniker für möglich hielt, gelang den Ärzten. Die Neuentwicklung steht wie ein griechischer Tempel auf vier Säulen und ist an den Seiten offen.. Ein weiterer Vorteil ist, daß der Patient sogar operiert werden kann, während er im "Tempel" liegt.
"Ein Problem war allerdings anfangs, daß wir kein herkömmliches Operationsbesteck verwenden können", erklärt Dr. Grönemeyer. Um ein gutes Bild zu erhalten, baut der Kernspintomograph um den Patienten ein Magnetfeld auf, , das etwa 30000mal so stark ist wie das der Erde. Würden die Ärzte mit eisenhaltigen Instrumenten in diesen Bereich greifen - die Magnetkräfte rissen den Operateuren die Instrumente sofort aus der Hand. Die Lösung: Operationsbestecke aus Titan. Dieses Metall aus der Raumfahrt- und Flugzeugtechnik reagiert nicht auf Magnetfelder.
Die zweite Konstruktion, der ultraschnelle Computertomograph, liefert 34 Schnittbilder des Patienten pro Sekunde. Herkömmliche Geräte - Weiterentwicklungen des "alten" Röntgenapparates mit geringerer Strahlenbelastung, - schaffen gerade ein einziges Bild pro Sekunde. Die Patienten mußten also 34mal länger ruhig liegen, um zur gleichen Anzahl von Bildern zu kommen. "Das neue Gerät hat den Vorteil, daß Organe, die sich bewegen, nicht mehr verwischt wiedergegeben", hebt Dr. Seibel hervor. "Außerdem können in dem Gerät auch Kinder untersucht werden, die unruhig sind. Früher mußte man sie, um exakte Aufnahmen zu erhalten, mit starken Mitteln ruhigstellen oder sogar betäuben.
Da beide Geräte - Kernspintomograhph und ultraschneller Computertomograph - haarscharfe Abbildungen sogar von Gewebeteilen wie Muskeln oder Nerven liefern, können unter Sichtkontrolle Eingriffe mit winzigen Instrumenten vorgenommen werden. "Wir sind damit in der Lage mit Endoskopen, die lediglich einen Durchmesser von 0,2 bis 0,6 Millimeter haben, bis direkt an die Operationsstelle vorzudringen", erklärt Dr. Seibel. Vorteil für den Patienten: Es müssen lediglich winzige Schnitte gemacht werden, durch die die Instrumente in das Körperinnere geschoben werden. Jeder Eingriff ist so sanft und schonend wie nur möglich.
Ketoazidose: = Übersäuerung des Blutes als Folge einer erhöhten Konzentration an Ketonkörpern. Ursache der gesteigerten Bildung von Ketonkörpern (=Ketongenese) ist beim Diabetiker der Insulinmangel.
Ketogenese: = Bildung bzw. Entstehung von Ketonkörpern. Ketonkörper stellen an sich normale Stoffwechselprodukte dar. Ihre Konzentration im Blut ist normalerweise sehr niedrig, da anfallende Ketonkörper rasch weiterverstoffwechselt werden. Ketonkörper als Abbauprodukte der Fettsäuren fallen naturgemäß dann verstärkt an, wenn vermehrt Fett abgebaut wird. Zu einem gesteigerten Fettabbau kommt es zum Beispiel im Hungerzustand (Fastenkur), wobei der Organismus auf seine Depots als Energieträger zurückgreifen muss. Somit geht jeder Hungerzustand immer auch mit einer Steigerung der Ketogenese einher, was letztlich auch am positiven Nachweis von Aceton im Urin beweisbar wird. Beim Diabetiker ist für eine verstärkte Ketogenese in aller erster Linie der Insulinmangel verantwortlich. Eine der zahlreichen Wirkungen des Insulins ist die Hemmung des Fettabbaus. Fällt infolge Insulinmangel diese Bremse weg, kommt es zwangsläufig über den gesteigerten Fettabbau zu einer erhöhten Konzentration an Fettsäuren, die weiter zu Ketonkörpern abgebaut werden. Ist der Insulinmangel sehr ausgeprägt und hält länger an, so kommt es zu sehr hohen Konzentrationen an Ketonkörpern im Blut. Die damit verbundene Übersäuerung des Blutes (Azidose) ist ein wesentliches Merkmal des (ketoazidotischen) Koma diabetikum. Grundsätzlich kann es auch nach einer Unterzuckerung zu einer gesteigerten Ketogenese kommen. Ursache hierfür sind die im Rahmen einer Gegenregulation freiwerdenden Hormone, die zu einem verstärkten Fettabbau führen.
Ketonkörper: Übergeordneter Begriff für mehrere Substanzen (Acet-Essigsäure, Aceton und Beta-Hydoxy-Buttersäure), die beim Abbau von Fettsäuren als Zwischen- produkt entstehen und im Stoffwechsel weiter verarbeitet werden, sodass sie normalerweise im Blut nur in geringen Mengen anfallen. Über die Entstehung der Ketonkörper, siehe Ketongenese.
Kimmelstiel-Wilson-Syndrom: Im Spätstadium des Diabetes mellittus auftrentende Nierenerkrankung, die durch Veränderungen der kleinen und kleinsten Nieren- gefäße (Kapillare) gekennzeichnet ist . Während anfangs nur eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin nachweisbar ist, zeigen spätere Stadien eine mehr oder minder ausgeprägte Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz). Wie alle Spätschäden des Diabetes mellitus ist auch das Kimmelstiel-Wilson-Syndrom durch eine gute Diabeteseinstellung hinauszuschieben, bzw. vollkommen zu verhindern.
Kinderlähmung (Spätfolgen)
Das Wort "Kinderlähmung" ist irreführend, da sich auch Erwachsene mit dem Polio-Virus infizieren können, das eine Entzündung des Rückenmarks verursacht. In letzter Zeit wurden auch in Deutschland wieder vermehrt Polio-Infektionen registriert. In einigen Fällen hatten sich Urlauber in bestimmten Gebieten Afrikas und Osteuropas, in Indien, China und sogar in Holland angesteckt.
Übertragen werden die Viren durch Tröpfcheninfektion: Nießen, Husten, Händeschütteln. So gelangen sie in den Darm, wo sie sich vermehren. Nach drei bis 14 Tagen kann es - muß aber nicht - zu unterschiedlichen Krankheitsphasen kommen. Das Tückische: Zwar verlaufen etwa 90 % der Infektionen symptomlos, aber die Betroffenen können die Viren auf andere Menschen übertragen. Bricht Polio aus, entwickeln sich grippale Symptome mit leichtem Fieber, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen, starkem Schwitzen und / oder Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis). Oder Lähmungen der Arm- und Beinmuskeln treten auf, führen zu körperlicher Behinderung. Zum Glück klingt die Infektion vor diesem Stadium meist ab - dennoch: Nach 20 oder 30 Jahren können Spätfolgen auftreten: schnelle Ermüdbarkeit, Kreislauf- und Schlafstörungen, Gelenk-und Kopfschmerzen, Muskelschmerzen -schwäche- und -schwund.
Diese Spätfolgen werden unter dem Begriff Post-Polio-Syndrom (PPS) zusammengefaßt. Da es bei uns recht unbekannt ist, haben nicht wenige Patienten unzählige Arztbesuche und langjährige Therapien mit Schmerz-u. Schlafmitteln hinter sich, bevor das PPS endlich diagnostiziert wird. Der Grund: Einen Zusammenhang mit der Polio von einst vermutet man nach so vielen Jahren nur selten, und zudem sind viele andere Ursachen denkbar.
Folgende Anhaltspunkte führen auf die richtige Spur:
® Es muß eine akute Poliomyelitis mit anschließenden Lähmungen gegeben haben.
®An mindestens einem Körperteil muß Muskelschwund zurückgeblieben sein.
Die PPS-Beschwerden lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern. So ist es wichtig, daß die Betroffenen auf Körpersignale achten, Überanstrengung vermeiden. Auch ausgewogenen Ernährung kann helfen. Einige Wirkstoffe, z.B. hohe Dosen Vitamin C und E, können die Leistungsfähigkeit der Nerven verbessern. Als Ursache des PPS wird nämlich vermutet, daß bestimmte Nervenzellen stark überbeansprucht werden und deshalb zu früh sterben. Dagegen gibt es keine Medikamente. Anders ausgedrückt: Kinderlähmung und PPS sind nicht heilbar.

Kinesiologie: Wenn Muskeln sprechen (Umstrittene Methode zur Diagnose und Therapie) Muskeln lügen nicht: Ihre Kraft oder Schwäche sind ein untrüglicher Hinweis für geregelte oder gestörte Verhältnisse im Organismus - die Psyche eingeschlossen. Geht´s uns gut, bleiben die Muskeln bei einem Muskeltest (vorzugsweise am Deltamuskel des Oberarms) - stark und gespannt. Störungen im Stoffwechsel, Streß oder Konflikte bewirken dagegen eine Blockade des Energieflusses und damit ein Nachlassen der Spannung. Beheben lassen sich die Störungen mit speziellen Bewegungen und Stimulation diverser Körperpartien.
Soweit das Grundprinzip eines Verfahrens, das seit etwa 30 Jahren existiert und auf Beobachtungen eines US-Chiropraktikers zurückgeht: Die Rede ist von der Kinesiologie. Der Begriff leitet sich vom griechischen kinein
(bewegen) und logos (Lehre) ab und heißt Bewegungslehre. Vertreter des diagnostisch-therapeutischen Systems versprechen schnelle Heilung u.a. bei Lerrn-, Leistungs-, Verhaltensstörungen. So sollen simple Gymnastikübungen (z.B. "Cross-Crowl": Überkreuzen der Arme/Beine) Denk-, Gefühls-, und Körperblockaden auflösen und eine Verbindung der beiden Gehirnhälften herstellen.
Der Berufsverband Deutscher Psychologen warnt jedoch davor, dieser Methode unkritisch zu begegnen. Veränderungen im Gehirn und Nervensystem seien wissenschaftlich ebensowenig haltbar wie die Aussagekraft des Muskeltests. Nach Überprüfung dieses Diagnose-Instruments am Lehrstuhl für Sonderpädagogik der Uni Würzburg stellte sich die Frage: Wenn bereits eine Diagnose verkehrt ist, was soll dann eine auf ihr basierende Behandlung taugen?
Kloß im Hals
Fast jeder zweite Erwachsene verspürt gelegentlich oder ständig einen Kloß im Hals. (medizinisch:Globus-Gefühl) Meist stellt sich das unangenehme Gefühl bei Streß, Angst oder Aufregung ein, und es kann ohne erkennbaren Grund chronisch werden.
Natürlich kommen organische Ursachen wie eine vergrößerte Schilddrüse, Funktionsstörungen der Halswirbelsäule, Ausstülpungen der Speiseröhre (Divertikel), Bewegungsstörungen des Rachens und der Speiseröhre oder in seltenen Fällen auch Speiseröhren-Krebs für das Kloß-Gefühl in Frage.
Trotzdem raten Mediziner dazu , vor der gründlichen ärztlichen Untersuchung erst einmal zwei Monate abzuwarten. Denn nicht selten verschwindet der Kloß innerhalb dieses Zeitraumes von ganz allein. Anhaltender seelischer Streß ist wohl der häufigste Auslöser für dieses Kloßgefühl. Die Betroffenen reagieren darauf mit verstärkten Anspannung der Schlundmuskulatur.
Durch zwanghaftes Schlucken geht der Kloß im Hals nicht weg, wohl aber durch gezielte Entspannungsübungen. Entsprechende Techniken kann jeder unter fachgerechter Anleitung erlernen. In manchen Fällen kann auch eine psychothrapeutische Behandlung hilfreich sein, bei der die emotionalen Ursachen für die Beschwerden aufgedeckt und aufgearbeitet werden.
Knochenschwund ( Wirkstoff hemmt Wirbelbrüche)
Ein neues Medikament stoppt den fortschreitenden Knochenabbau (Osteoporose) und verstärkt die Knochendichte von Frauen in den Wechseljahren.
Bei einer internationalen Studie mit Frauen zwischen 45 und 80 Jahren wurde mit dem Wirkstoff Alendronate fast jeder zweite Knochenbruch der Wirbelsäule (48%) verhütet.
Auch andere Brüche, vor allem des Oberschenkelhalses, waren damit seltener. Das Mittel wurde gut vertragen.
Alendronate ist eine Weiterentwicklung der Substanz Etidronat, die zu einer Zunahme der Knochendichte führt, aber mehr als tausendmal wirksamer, berichtet die Forschergruppe. Das Medikament ist bislang nicht auf dem Markt. Doch nach dem Erfolg der internationalen Studie rechnet man mit einer weltweiten Zulassung "in absehbarer Zeit", was für Deutschland allerdings noch Jahre bedeuten kann.

Kohlenhydrat-Austauschtabelle: Grundlage der Diabetesdiät ist nach wie vor die Verteilung der Kohlenhydrate auf die einzelnen Mahlzeiten. Um den Gehalt der einzelnen Nahrungsmittel an Kohlenhydraten einschätzen zu können, wurde der Begriff Broteinheit (BE) geschaffen. Einer Broteinheit entsprechen 12 g Kohlenhydrate.
Kohlenhydrat-Austauschtabellen enthalten Angaben über diejenige Menge in Gramm eines Nahrungsmittels., die einer BE entspricht. Solche Tabellen erlauben die Ernährung variabler zu gestalten, da man verschiedene Nahrungsmittel gegeneinander austauschen kann, ohne den Überblick über die dabei konsumierte Menge zu verlieren. Grundsätzlich sollte man aber wissen, dass nicht alle Nahrungsmittel gegeneinander austauschbar sind.
Kohlenhydrate (Kh): = große Gruppe von Substanzen, die alle unter dem Sammelbegriff "Zucker" zusammengefasst werden. Chemisch sind Kohlenhydrate Verbindungen, die aus Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff bestehen. Kohlenhydrate sind wichtige Energieträger in der menschlichen Nahrung. Einfache Zucker sind die sog. Monosaccharide (z. B. Glukose). Lagern sich mehrere Zuckermoleküle zusammen, so entstehen Mehrfach-Zucker (Polisaccaride). Bekanntestes Polysaccarid und gleichzeitig  wichtigstes Kohlenhydrat ist die Stärke, die in zahlreichen Nahrungsmitteln vorkommt (z. B. Kartoffel).
Kohlenhydrateinheit: Abkürzung KE, entspricht 10 g Kohlenhydrate.
Kombinationsinsulin: Mischinsulin. Besteht aus einem Anteil Altinsulin und einem Anteil Verzögerungs-Insulin. Mischungen mit einem Altinsulinanteil von 10-50 % sind erhältlich.
Kombinationstherapie: Kombination eines oralen Antidiabetikums mit Insulin. Oder Kombination der verschiedenen oralen Antidiabetika untereinander. Je nach Bedarf können die unterschiedlichsten Kombinationen angewandt werden.
Kommunikationstraining
Erarbeitung von Vorgehensweisen mit Hörbehinderten, um sich auch in akustisch schwierigen Situationen lautsprachlich-kommunikativ behaupten zu können.
Kontrazeptiva: = Mittel zur Empfängnisverhütung. Bekannteste Kontrazeptiva sind die Ovulationshemmer (=Pille) sowie die mechanischen Verhütungsmittel wie Kondome und Intrauterinpessare (= Spirale).
Korrekturfaktor: Begriff aus der intensivierten Insulineinstellung. Hierbei wird zu den Mahlzeiten je nach Menge der zu essenden BE`s  eine gewisse Menge Insulin gespritzt. Liegt der Blutzucker vor dem Essen über einem Zielwert, der jeweils definiert werden muss, so wird eine bestimmte Menge Insulin zusätzlich injiziert. Diese zusätzlich Menge Insulin, die genau berechnet wird, nennt man Korrekturfaktor.
Kraftfahrzeughilfe: Die Kraftfahrzeughilfe ist ein wesentliches Instrument zur Wiedereingliederung behinderter Mitbürger in Arbeit und Beruf. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt sie im Rahmen der medizinischen Rehabilitation in Betracht, ggf. kann sie auch zur allgemeinen sozialen Rehabilitation gewährt werden.
Die folgende Kurzdarstellung kann nur einen groben Überblick vermitteln. Weitergehende Informationen enthalten die einschlägigen Gesetze, die am Ende der Darstellung aufgelistet sind. Auskünfte erteilen je nach Art und Ursache der Behinderung.
zur beruflichen Rehabilitation die gesetzliche Unfallversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung, die Versorgungsämter, die Arbeitsämter, die Hauptfürsorgestellen
zur medizinischen Integration die Unfallversicherung, die Versorgungsämter, ggf. die Sozialämter
zur allgemeinen sozialen Integration die Sozialämter, ggf. die Versorgungsämter

Die wichtigste Grundlage zur vorliegenden Thematik ist die Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (Kfz-HV), die die Wiedereingliederung Behinderter in das Arbeitsleben regelt. Danach gilt: Gemäß § 2 werden die Leistungen (Zuschüsse oder Darlehen) erbracht
1. zur Beschaffung eines Kraftfahrzeugs
2.
für eine behinderungsgerechte Zusatzausstattung

3.
zur Erlangung einer Fahrerlaubnis
Auch Behinderte mit einem GdB unter 50 kommen als Anspruchsberechtigte in Frage. Entscheidend ist, dass der Behinderte infolge seiner Behinderung nicht nur vorübergehend auf die Benutzung eines Kfz angewiesen ist, um seinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz oder den Ort einer sonstigen Maßnahme der beruflichen Bildung zu erreichen, und dass er nur auf diese Weise dauerhaft eingegliedert werden kann. Dabei ist in jedem Fall zu prüfen, ob keine andere Möglichkeit besteht, den Arbeitsplatz zu erreichen (etwa mit Fahrrad, Werksbus, öffentlichen Verkehrsmitteln, usw.).Lehrlinge können Kfz-Hilfe erhalten, soweit ihr Arbeitsentgelt über der Versicherungspflichtgrenze liegt (derzeit 630.- DM pro Monat).Beschäftigte in einer Werkstatt für Behinderte (WfB) erhalten keine Leistungen nach der Kfz-HV. Die WfB's haben in der Regel einen Beförderungsdienst, so dass der Behinderte zum Erreichen seines Arbeitsplatzes nicht auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist Für Sonderfälle ist der überörtliche Träger der Sozialhilfe zuständig.Schüler allgemeinbildender Schulen sind ebenfalls von der Kfz-Hilfe ausgenommen.Für Rentner gilt das Gleiche, da sie nicht mehr in das Berufsleben integriert werden. Anders ist es bei EU- und BU-Rentnern. Sie sind berechtigt, wenn durch die Kfz-Hilfe die Erwerbs- oder die Berufsunfähigkeit beseitigt wird.Die Höhe des Zuschusses zur Anschaffung eines Kfz ist abhängig vom Einkommen des Behinderten. Im Höchstfall beträgt er 18.000 DM. § 6 der Kfz-HV enthält eine Tabelle zu dem Verhältnis von Einkommen und Höhe des Zuschusses. Die Kosten der behinderungsbedingten Zusatzausstattung werden gesondert berücksichtigt und fallen bei der Festsetzung des Zuschusses zur Anschaffung des Kfz nicht ins Gewicht.Das Gesetz sieht keine Einschränkung bei der Wahl des Kfz vor. Der Behinderte kann jedes geeignete Fahrzeug erwerben. An der Höhe des Zuschusses, den der Reha-Träger leistet, ändert sich auch durch die Anschaffung eines Luxusautos nichts. Falls der Behinderte bereits ein geeignetes Fahrzeug besitzt, dessen weitere Benutzung ihm zumutbar ist, hat er keinen Anspruch.Für eine Zusatzausstattung, die wegen der Behinderung erforderlich ist, ihren Einbau, ihre technische Überprüfung und die Wiederherstellung ihrer technischen Funktionsfähigkeit werden die Kosten in vollem Umfang übernommen, § 7 Kfz-HV. Hier ist die Förderung unabhängig vom Einkommen oder Vermögen des Antragstellers.Zu den Kosten, die für die Erlangung einer Fahrerlaubnis notwendigerweise entstehen, wird ein Zuschuss geleistet, dessen Höhe einkommensabhängig ist. Die Einzelheiten sind in § 8 Kfz-HV geregelt.Kosten für behinderungsbedingte Untersuchungen, Ergänzungsprüfungen und Eintragungen in vorhandene Führerscheine werden in vollem Umfang übernommen.In besonderen Härtefällen sind Ausnahmen bei der Überschreitung der 18.000 DM Grenze zur Kfz-Beschaffung und bei der Übernahme der Führerscheinkosten denkbar. Genaueres ist in § 9 Kfz-HV geregelt.Dort wird allerdings auch bestimmt, dass anstelle von Kfz-Hilfe ein Zuschuss für die Beförderung des Behinderten, insbesondere durch Beförderungsdienste, geleistet werden kann, wenn dies wirtschaftlicher und dem Behinderten zumutbar ist. Das gleiche gilt auch für den Fall, dass der Behinderte das Kfz nicht selbst führen kann und auch nicht gewährleistet ist, dass ein Dritter das Fahrzeug für ihn führt.Wichtige Rechtsgrundlagen:
    1. Verordnung über Kraftfahrzeughilfe zur beruflichen Rehabilitation, (Kraftfahrzeughilfe-Verordnung Kfz-HV)
    2. Gesetz über die Versorgung für Opfer des Krieges, (Bundesversorgungsgesetz BVG)
    3. Bundessozialhilfegesetz, (BSHG) und die "Verordnung nach § 47 BSHG, (Eingliederungshilfe-Verordnung)
 
Krampfadern
Weg - Neue Hilfe - ohne Operation! Dr. Otto Lauf (Mosel-Eifel-Klinik, Bad Bertrich) hat eine neue verblüffende Methode entwickelt, mit der (ohne Operation) häßliche u. lästige Krampfadern schnell verschwinden.
Auf einer Kipp-Liege werden dem Patienten durch winzige Spezial-Kanülen Verödungsmittel gespritzt. Der besondere Effekt: Die Krampfadern entzünden sich, verkleben, schrumpfen. Heilung oft schon nach zwei Wochen sagt Dr. Lauff.
Die Beinvenen müssen täglich ca. 4500 Ltr. Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen pumpen. Venenklappen verhindern dabei wie bei einer Schleuse, daß das Blut wieder nach unten sackt. Schließen aber die Venenklappen aufgrund einer Gewebeschwäche oder Überbelastung - etwa durch Schwangerschaft oder vieles Stehen, - nicht mehr richtig, staut sich das Blut in den Beinen. Der Druck in den Venen steigt an, sie beulen aus - häßliche, schmerzhafte Krampfadern entstehen. Diese sind eine ernsthafte Gefahr. Sie können offene Beine, Venenentzündungen und sogar lebensgefährliche Thrombosen verursachen.
Es gibt eine neue schonende Therapie, mit der jetzt auch die Neubildung von Krampfadern erfolgreich verhindert werden kann lt. Aussage Dr .Michael Jugenheimer, Oberarzt der Chirurgie am Aachener Marienhospital.
Bei der herkömmlichen Entfernung der Krampfadern, dem sog. Venen-Stripping, entstehen in der Hälfte aller Fälle nach zwei Jahren wieder neue Krampfadern. Der Grund: Die oberflächlichen Beinvenen sind durch Querverbindungen mit der großen sog. tiefen Beinvene verbunden. Diese Querverbindungen werden jedoch normalerweise beim Strippen nicht entfernt, woraus dann wieder neue Krampfadern entstehen können.
Durch die neue Methode wird dies verhindert: Die Ärzte entfernen nicht nur die oberflächlichen Krampfadern, sondern auch die kranken Venen, die weit hinunter zur tiefen Beinvene führen. Bei 90 % der so operierten Patienten waren die Krampfadern endgültig beseitigt. Weitere Vorteile: Die Behandlung kann ambulant unter lokaler Betäubung vorgenommen werden. Zunächst wird ein 2 ½ cm langer Schnitt in die Mitte des Unterschenkels vorgenommen, durch den das Endoskop mit Minikamera eingeführt wird. Über einen Monitor kann man so die zahlreichen, nur 0,3 cm dicken Verbindungsvenen zwischen der oberflächlichen und der tiefen Beinvene kontrollieren. Trifft man dabei auf eine krankhafte Erweiterung, führt man durch das Sehrohr eine Spezialzange ein, mit der die Krampfader direkt an der tiefen Vene elektrisch verschweißt u. danach abgetrennt wird. Sind alle Verbindungen kontrolliert, beginnt der normale Teil der Krampfadern-Operation, das Venen-Stripping. Über einen winzigen Schnitt am Fußende wird ein kleiner Draht in die Vene eingeführt u. vorsichtig durch das Gefäß hochgeschoben. Ist das Ende der Krampfader erreicht, wird wieder ein kleiner Schnitt gemacht. Am Drahtende wird eine kleine Kugel befestigt, über die die Vene nicht herüberpasst. Dann wird der Draht einfach mitsamt der Krampfader herausgezogen
Kreatinin: =Abfallprodukt aus dem Muskelstoffwechsel. Als harnpflichtige Substanz wird Kreatinin bis auf geringe Mengen über die Nieren ausgeschieden. Kommt es zu einer Funktionsstörung der Nieren (Niereninsuffizienz), so werden die harnpflichtigen Substanzen zu denen das Kreatinin zählt, vermindert ausgeschieden, d. h. ihre Konzentration im Blut steigt zwangsläufig an. Im Falle des Kreatinins verläuft der Anstieg der Konzentration im Blut ziemlich genau parallel zu dem Nachlassen der Nierenfunktion, d. h. je höher der Kreatininwert im Blut, desto schlechter die Nierenfunktion.
Krebswucherungen
Spritze stoppt Krebs! Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover haben ein neues Medikament entwickelt, das Krebswucherungen in Schach halten kann. Das Medikament wird, - ähnlich wie Insulin - , vom Patienten selbst unter die Haut gespritzt. Die Erfolge sind erstaunlich. So wurde ein Patient, bei dem alle herkömmlichen Therapien wirkungslos geblieben waren, von seinem Nierenkrebs befreit. Vier weitere Krebspatienten überleben mit der Selbstbehandlung schon über 2 Jahre, obwohl bei allen Metastasen festgestellt worden waren. Die Nebenwirkungen: grippeähnliche Erscheinungen.
Kurzsichtigkeit (Myopie): = der Augapfel ist zu lang und die Strahlen, die aus der Ferne kommen treffen sich vor der Netzhaut. Dinge in der Ferne werden schlecht oder gar nicht erkannt.
Kussmaul-Atmung: Rhythmische, abnorm tiefe Atmung mit normaler oder erniedrigter Frequenz. Kommt z. B. beim ketoazidotischen Coma diabeticum mit Über- säuerung des Blutes durch Ketonkörper vor. Durch die vertiefte Atmung versucht der Körper, Säure in Form von Kohlensäure abzuatmen, um der Übersäuerung entgegenzuwirken.
Kyphose: = buckelförmige Verformung der Wirbelsäule.

 

home / news / handicap a-z / shop / sport / über uns / gaestebuch /
jobboerse / recht / technik / glossar / reisen / sexualität /
mobilität / terminkalender / archiv / impressum / linkliste


Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesen Themen? Dann wenden Sie sich an uns:
Fragen und Anmerkungen für den Webmaster:
redaktion@online-und-service.de
 © 2002 - 2005 by online & service GmbH


 

 
     

 

 

 

 

 

 
Zu ArchivImpressumTerminkalender

 

 

 

 

 

 

 

Zu Glossar I
Zu Glossar J
Zu Glossar K
Zu Glossar L
Zu Glossar M
Zu Glossar N
Zu Glossar O
Zu Glossar P
Zu Glossar Q
Zu Glossar R
Zu Glossar S
Zu Glossar T
Zu Glossar U
Zu Glossar V
Zu Glossar W
Zu Glossar X
Zu Glossar Y
Zu Glossar Z