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I


ICT: Intensivierte konventionelle Insulintherapie. Insulineinstellung, die der natürlichen Insulinsekretion von Gesunden möglichst nahe kommen soll. Zu den Mahlzeiten wird Normal- oder Lispor-Insulin gespritzt (Bolus). Der Basisinsulinbedarf wird durch eine 2-4 malige Injektion eines Verzögeruns-Insulins erreicht. Eine ICT wird bei Typ-1-Diabetikern empfohlen, aber auch bei jüngeren Typ-2-Diabetikern, um eine möglichst normnahe Einstellung zu erreichen. Voraussetzungen sind eine intensive Schulung und mehrmals täglich Blutzuckermessungen zur Anpassung der Insulinmenge. Eine andere Form der ICT ist die Insulinpumpentherapie.
IDDM: Insulinpflichtiger Diabetes mellitus. ("insulin dependent diabetes melliuts"). Insulinpflichtig ist grundsätzlich der Typ-1-Diabetes, aber auch der Typ-2-Diabetes, der nach einer gewissen Dauer nicht mehr auf Tabletten und Diät anspricht.
Idealgewicht: Unter Idealgewicht versteht man dasjenige Körpergewicht, da statistisch gesehen die längste Lebenserwartung verspricht. Es entspricht in etwa demjenigen Körpergewicht in kg das man erhält, wenn man vom Sollgewicht (errechnet nach der Broca-Formel: Sollgewicht in kg = Körpergewicht in cm minus 100) bei Männern 10%, bei Frauen 15 % des errechneten Wertes abzieht. Bsp.: Das Idealgewicht eines 175 cm großen Mannes errechnet sich wie folgt: 175 - 100 = 75  (dieser Wert entspricht dem Sollgewicht in kg): das Idealgewicht ergibt sich folgendermaßen: Idealgewicht = Sollgewicht -10% also: 75 -7,5= 67,5 kg.
Im-Ohr-Geräte, IO-Geräte (auch IdO-Geräte)
Durch die Verlegung des Hörgerätes in den Gehörgang wird der Weg des verstärkten Schalles bis zum Trommelfell entscheidend verkürzt. Meist wird dadurch die Akzeptanz der Hörhilfe durch den Schwerhörigen sehr vergrößert. Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal hat man mit einem HdO-Gerät (Hinter-dem-Ohr) mehr Erfolg. So sollte immer eine vergleichende Anpassung erfolgen, d. h. es müssen mehrere Geräte in bezug auf ihre Effektivität am Ohr des Schwerhörigen verglichen werden.
Implantierbare Hörgeräte
Hörgeräte oder andere technische Hörhilfen werden durch Operation "eingepflanzt" (implantiert). Sie lassen im Gegensatz zu konventionellen Geräten den Gehörgang frei. Eine Voruntersuchung bei einem Spezialisten ist dringend anzuraten. Das Implantat nützt nur dann, wenn im Innenohr noch intakte Sinneshärchen agieren. Wenn diese feinen Antennen vollständig durch Infektionen, Dauerlärm, Knalltraumen oder laute Discomusik zerstört sind, nützt auch ein teures High-Tech-Gerät im Kopf nichts.
Impotenz: = Sexualstörung des Mannes. Beim Vorliegen einer Impotentia coeundi besteht Unvermögen, einen Geschlechtsverkehr durchzuführen. Ursache hierfür ist die fehlende oder unzureichende Steifigkeit des männlichen Gliedes. Hervorgerufen wird die Impotentia coeundi wesentlich häufiger durch psychische, als durch organische Ursachen. Organische Ursachen sind z. B. diabetesbedingte Veränderungen der Muskulatur des Gliedes, autonome Neuropathie, Durchblutungsstörungen, Hormon- mangel oder Missbildungen am Geschlechtsorgan. Eine Methode, die durch den Diabetes bedingte Impotenz zu behandeln, ist die SKAT-Therapie. Unter einer Impotentia generandi versteht man die Unfähigkeit des Mannes Kinder zu zeugen. Bei dieser Störung kann der Mann zwar den Geschlechtsakt durchführen, aufgrund von Veränderungen seines Samens oder seiner samenbildenden Organe ist er aber zeugungsunfähig.
Indikation: = Grund für das Ergreifen ärztlicher Maßnahmen hinsichtlich Abklärung bzw. Behandlung eines Patienten. Bsp.: Ein Diabetiker, bislang mit Tabletten eingestellt, hat zunehmend höhere Blutzuckerwerte trotz diätetischer Disziplin. Er neigt zunehmend auch zur Acetonbildung. Der Arzt diagnostiziert einen Insulinmangel und sieht  darin die Indikation zur Weiterbehandlung mit Insulin.
Infarkt: Rasches Zugrundegehen von lebendem Gewebe als Teil eines Organs oder ganzer Organe durch plötzlich eintretenden Sauerstoffmangel. Der Sauerstoffmangel ist in der Regel Folge eines plötzlichen Gefäßverschlusses (z. B. durch einen Thrombus = Blutgerinsel). Bekanntestes Infarktereignis ist der Herzinfarkt (Myokardinfarkt). Hierbei führt ein Verschluss eines Herzkranzgefäßes (= Coronar-Arterie) zu einem abrupten Abbruch der Blutversorgung bestimmter Herzmuskelanteile, die damit völlig ohne Sauerstoff sind und somit zugrunde gehen. Infarkte gibt es auch an anderen Organen, z. B. Niere, Lunge, Milz.
Infekt: Dieser Begriff steht i. d. R. für eine meist harmlose, oft ohne besondere Maßnahmen abklingende Ansteckungserkrankung, meist er Verdauungs- oder der Atem- organe (z. B. Durchfallerkrankung, Schnupfen).
Infektion: Erste Phase einer ansteckenden Krankheit, wobei die Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze) in einen anderen Organismus eindringen. Der Zeitpunkt der Infektion fällt nicht immer mit dem Zeitpunkt des Ausbruches der Erkrankung zusammen (zwischen Infektion und Erkrankung liegt die Inkubationszeit).
Infertialität: Unfruchtbarkeit. Unfähigkeit des Mannes, Kinder zu zeugen, bzw. der Frau, schwanger zu werden.
Infusionen
Um allgemein Durchblutungsstörungen zu bekämpfen, wurden eine ganze Reihe von Mitteln entwickelt, die die Blutgefäße erweitern sollen. Ob diese gefäßerweiternden Mittel am Innenohr ausreichend wirken, ist bislang nicht bewiesen. Bei heute gängiger Infusionsbehandlung wird meist eine Kombination von gefäßerweiternden Mitteln und solchen gewählt, die die Fließeigenschaft des Blutes verbessern. Je nach Art und Ausmaß des Hörschadens wird auch Kortison verwendet.
Injektion: Einspritzen einer Flüssigkeit in den Körper. Es werden verschiedene Injektionsarten unterschieden, je nachdem wo hingespritzt wird: subkutane Injektionen werden in das Unterhautfettgewebe, intramuskuläre in den Muskel, intravenöse in die Vene und intraarterielle in die Arterie verabreicht. Injektionen werden i. d. R.  mit Spritze und Kanüle (Nadel) vorgenommen.
Inkubationszeit: Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch einer ansteckenden Erkrankung. Die Inkubationszeiten sind von Krankheit zu Krankheit verschieden und schwanken von wenigen Stunden bis mehrere Jahre.
Innenohr
Das Innenohr enthält das Hörorgan und die Gleichgewichtsorgane. Es ist sehr kompliziert aufgebaut und heißt deshalb auch Labyrinth. Es besteht aus drei Teilen:
Schnecke (Cochlea), Vorhof (Vestibulum), Bogengänge.
Inselzell-Antikörper: = Antikörper gegen Inselzellen. Nach bisher vorliegenden Untersuchungsergebnissen ist anzunehmen, dass die Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Inselzellen eine wichtige Rolle in der Entstehung des Diabetes mellitus Typ-1 spielt. Durch die Antikörperbildung und durch ihre Reaktion mit den Inselzellen kommt es zu einer Schädigung der Inselzellen, sodass diese für die Insulinbildung ausfallen. Warum aber der Organismus die Antikörperbildung, die normalerweise zur Abwehr körperfremder Stoffe dient, auch gegen körpereigene Strukturen (hier die Inselzelle) einsetzt und sich damit selbst schädigt, ist unklar. Man nennt diesen Vorgang der Selbstschädigung Autoaggression. Krankheitsbilder, die mit Antikörperbildung gegen körpereigene Organe einhergehen heißen Autoaggressionskrankheiten.
Inselzelle: Einzelbestandteil der Langerhans`schen Inseln. Hierbei handelt es sich um Zellverbände die wie Inseln im Meer in die Bauchspeicheldrüse eingelagert sind und der Hormonbildung dienen. Innerhalb der einzelnen Inseln, von denen eine große Anzahl existiert, lassen sich verschiedene Zelltypen unterscheiden, die unterschiedliche Funktionen haben. Zur Unterscheidung voneinander werden sie mit Buchstaben belegt (A, B, D-Zellen). Die zahlenmäßig überlegenen B-Zellen (50- 70 % des Inselzellapparates) dienen der Insulinbildung. Zerstörung und Ausfall der B-Zelle führt aufgrund des dann resultierenden Insulinmangels zu Diabetes. Die A-Zellen produzieren Glukagon, den Wirkstoff, der als Insulingegenspieler in der Lage ist, den Blutzucker zu erhöhen.
Insuffienz: = ungenügende Funktion. Von der Insuffienz eines Organs spricht man dann, wenn es nicht mehr in der Lage ist, die erforderliche Leistung zu erbringen. Bsp.: Herzschwäche nennt man Herzinsuffizienz. Eine Niereninsuffizienz liegt dann vor, wenn aufgrund einer ungenügenden Funktion der Nieren harnpflichtige Substanzen im Körper zurückbleiben. Der Begriff Insuffizienz beschreibt nur die (mangelhafte) Funktion eines Organs, nicht die Ursache, die der Störung zugrunde liegt.
Insulin: = Hormon, das in den B-Zellen der Langerhans`schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Die bei Stoffwechselgesunden täglich von der Bauch- speicheldrüse produzierte Insulinmenge liegt zwischen 25 und 40 E. Insulin besteht aus zwei Eiweißketten, die über Doppeschwefelbrücken miteinander verbunden sind. Wichtigste Wirkung des Insulins ist die Blutzuckersenkung. Daneben bewirkt Insulin unter anderem eine Hemmung des Zuckerneuaufbaues aus Bruchstücken von Zuckerbausteinen (z. B. bestimmte Eiweißanteile, Lactat) in der Leber sowie eine Hemmung des Zuckerneuaufbaues. Zur Behandlung des Diabetes mellitus steht Insulin in verschiedenen Zubereitungen von verschiedenen Herstellern zur Verfügung, Hinsichtlich der Herkunft wird Schweine-, Rinder- und Humaninsulin unterschieden. Die weitere Unterscheidung erfolgt nach der Schnelligkeit des Wirkungseintritts und nach der Wirkdauer. Den Depot-Insulinen sind Verzögerungs- stoffe zugemischt, die eine Wirkungsverlängerung hervorrufen. Depot-Insuline haben in der Regel einen trägen Wirkungseintritt.
Insulin-Analoga: Insulin, das gentechnologisch oder chemisch verändert ist. Dadurch soll z. B. eine schnellere Resorption und damit eine früher einsetzende Wirkung im Blut erreicht werden. Bsp.: Lispro-Insulin: schnellerer Wirkeintritt und kürzere Wirkdauer wie Altinsulin.
Insulinallergie: Bei Allergien handelt es sich um Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Stoffe, im Falle der Insulinallergie also um Überempfindlichkeitsre- aktionen auf Insulin. Vom zeitlichen Ablauf werden zwei Formen unterschieden: allergische Reaktionen vom Sofort-Typ, sowie Allergien vom verzögerten Typ. Sofort- reaktionen entstehen durch im Körper bereits vorhandene Antikörper und führen innerhalb kurzer Zeit nach Insulininjektion zu allergischen Erscheinungen. Ist die Reaktion örtlich begrenzt, so entstehen im Injektionsort Schmerzen. Schwellung und Rötung, gelegentlich Gewebsuntergang. Seltener sind Kreislaufreaktionen. Die Reaktion vom verzögerten Typ setzt mit "Wartezeit" meist erst nach 2-4 Tagen ein. Hierbei entstehen um die Injektionsstelle schmerzende, derbe und gerötete Schwellungen, die sich in 4-5 Tagen von selbst zurückbilden. Der Begriff der Insulinallergie wird meist ungenau verwendet. Gemeint ist in der Regel die allergische Reaktion auf das verwendete Insulinpräparat. Diese Insulinpräparat enthält aber neben Insulin auch zahlreiche andere Substanzen, wie Verzögerungsstoffe, Stabi- lisatoren, Desinfektionsmittel. Grundsätzlich sind allergische Reaktionen gegen alle diese Substanzen möglich, sodass es erforderlich ist, Tests durchzuführen, um die "schuldige Substanz" zu identifizieren.
Insulinantikörper: Antikörper sind Eiweiße, die der Organismus zur Abwehr von Substanzen oder Mikroorganismen bildet, die er als fremd empfindet. Antikörper- bildung ist somit eine wichtige Schutzmaßnahme zur Krankheitsabwehr. Da der Organismus aber nicht nur gegen Bakterien und Viren Antikörper bildet, sondern gegen alles was ihm fremd erscheint, bildet er auch Antikörper gegen von außen zugeführtes (und damit fremdes Insulin). Die Antikörperbildung gegen Insuline ist umso stärker, je mehr das verwendete Insulin sich vom menschlichen Insulin unterscheidet. Somit wird verständlich, dass Rinderinsulin zwangsläufig zu einer stärkeren Antikörperbildung führen muss als Humaninsulin. Antikörper haben die Eigenart sich mit der Substanz, gegen die sie gebildet werden, zu einem Komplex zu vereinen. Im Falle des Insulins kann daraus eine Verminderung der Wirkung (Insulinresistenz) resultieren. Erfolgt diese Komplexbildung überschießend, so kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien).
Insulinbedarf: = diejenige Menge an Insulin, die ein insulinpflichtiger Diabetiker pro Tag spritzen muss, um eine gute Diabeteseinstellung zu haben. Der Insulinbedarf ist eine veränderlich Größe, die von verschiedenen Faktoren wie Körpergewicht, Diabetesdauer, Gesundheitszustand (z. B. Fieber) und Ausmaß körperlicher Aktivität beeinflusst wird.
Insulinödeme: Meist zu Beginn einer Insulinbehandlung zu beobachtende Wassereinlagerung (=Ödeme) an den abhängenden Körperpartien (z. B. Beine), aber auch im Gesicht. Die Ursache der Ödembildung ist nicht eindeutig bekannt. Sie liegt in einer durch Insulin verminderten Kochsalzausscheidung. Durch den dadurch erhöhten Kochsalzgehalt des Körpers wird vermehrt Wasser zurückbehalten. Insulinmöglicherweiseödeme bilden sich meist ohne besondere Maßnahmen trotz Fortsetzung der Insulinbehandlung von selbst zurück.
Insulinom: = Insulinproduzierendes Inselzellgeschwulst. 80-90% dieser Geschwulste sind gutartig, der Rest bösartig (d.h., es werden Tochtergeschwülste gesetzt). Klinisches Hauptmerkmal der Insulinome ist die Unterzuckerung als Folge einer unnatürlich gesteigerten nicht bedarfsangepassten Insulinproduktion.
Insulinpumpe: Kleines Gerät, das kontinuierlich über 24 Stunden (Basalrate) sowie auf Knopfdruch´k (Bolus) Normalinsulin abgibt. Die Abgabe sowohl der Basalrate als auch des Bolus erfolgt über einen im Unterhautfettgewebe liegenden dünnen Katheter, wodurch die bei der ICT mit Spritze oder Pen üblichen häufigen Injektionen entfallen. Seltene andere Zugangswege für das Insulin sind die Vene (=intravenös) bzw. die Bauchhöhle (=intraperitoneal). Die weit überwiegende Anzahl der heute verwendeten Insulinpumpen werden an beliebiger Stelle in bzw. unter der Kleidung getragen. Sogenannte implantierbare Pumpen, die nach Art von Herzschrittmachern in das Körpergewebe eingepflanzt werden, kommen selten zur Anwendung. Da alle derzeit zur Verfügung stehenden Pumpenmodelle nicht in der Lage sind, den Blut- zucker zu messen, nimmt der Pumpenträger die Blutzuckerbestimmung wie auch die Wahl der Insulindosis selber vor. Voraussetzung für eine Insulinpumpen- behandlung ist neben dem sicheren Beherrschen der ICT auch eine spezielle Pumpenschulung.
Insulinresistenz: resistance = Widerstand. Normalerweise bedeutet Resistenz Widerstandskraft (z. B. gegen Infekte). Unter Insulinresistenz versteht man im übertragenen Sinne Widerstand des Körpers gegen Insulin. Dies führt dazu, dass erst mit einer größeren Insulinmenge Wirkungen erzielt werden, die bei fehlender Insulinresistenz schon von kleineren Mengen erreicht werden. So ist die Insulinresistenz dann anzunehmen, wenn nach mindestens 2 Tagen der Insulinbedarft 200 IE pro Tag beträgt. Ursache der Insulinresistenz ist häufig die Bildung von Insulinantikörpern. In diesem Falle hängen sich die Antikörper an die Insulinteilchen an, wodurch Insulin hinsichtlich seiner Wirkung neutralisiert wird. So wird verständlich, warum erst hohe Insulinmengen eine Wirkung entfalten können.
Einen etwas anderen Mechanismus hat die Insulinresistenz des übergewichtigen Diabetikers (Diabetes mellitus Typ-2-b). Hier liegt die Ursache für die verminderte Insulinwirkung in einer Störung der Insulinbindungsstellen (=Insulinrezptoren). Insulin wird zwar an die Bindungsstelle angelager, aber die Signalweitergabe zur Glukoseaufnahme in die Zelle unterbleibt. Dies bedeutet, dass Insulin in seiner Wirksamkeit erheblich eingeschränkt wird. Diesen Mangel versucht die Bauchspei- cheldrüse durch eine Mehrproduktion an Insulin auszugleichen. Dies führt dazu, dass sehr viele übergewichtige Diabetiker überhöhte Blutinsulinspiegel haben (Hyperinsulinismus). Die überhöhten Insulinspiegel bewirken aber eine Abnahme der Insulinbindungsstellen und somit eine weitere Einschränkung der Insulin- wirkung. Über diesen Mechanismus (fehlende Signalantwort auf Insulin an der Insulinbindungsstelle, vermehrte Insulinausschüttung durch die Bauchspeichledrüse, Abnahme der Zahl von Insulinbindungsstellen) erklärt sich die paradoxe Tatsache, dass der Typ-2b-Diabetiker zwar höhere Blutinsulinspiegel hat als der Gesunde, aber dennoch erhöhte Blutzuckerwerte bietet. Die genaue Ursache der geschilderten Störung ist bislang nicht ausreichend erforscht. Jedenfalls weiß man, dass sie sich unter Gewichtsabnahme erheblich bessern kann. Das wichtigste Behandlungsprinzip bei Typ-2b-Diabetikern ist somit die Gewichtsabnahme.
Insulinrezeptor: = Bindungsstelle für Insulin. Insulinrezeptoren finden sich sowohl an Zellen von Organen an denen Insulin Wirkung entfaltet (z. B. Blutzellen). Chemisch handelt es sich bei Insulinrezeptoren um Zuckereiweißkörper, die der Außenhaut der Zelle aufsitzen. Bildlich gesprochen kann man den Insulinrezeptor als Schloß bezeichnen, das durch den "Schlüssel" Insulin aufgeschlossen wird, um der Glucose den Weg in die Zelle zu ermöglichen. Insulin kann (wie übrigens alle Hormone) seine Wirkung nur über eine Bindung an den Rezeptor entfalten.
Intelligenzquotient (IQ):
Bei einer Reihe von Intelligenztests kann das Ergebnis in Zahlen ausgedrückt werden. Die Bewertungen der Lösungen aus den verschiedenen Aufgabenreihen werden mithilfe von Tabellen zum Intelligenzquotienten zusammengefasst. Ein normal-durchschittliches Ergebnis liegt etwa zwischen IQ 90 und 110.
Eine Lernbehinderung wird meist angenommen bei einem IQ zwischen 70 und 65, eine geistige Behinderung bei einem IQ unter 65. Da bei Tests auch subjektive und situative Gegenbenheiten für das Ergebnis eine Rolle spielen, werden solche Zuordnungen heute immer stärker problematisiert, In einigen Intelligenztests werden Testergebnisse nicht zu einem Intelligenzquotienten zusammengefasst sondern als Prozentrang ausgedrückt. Dabei entspricht ein Prozentrang von 50 einer durchschnittlichen Intelligenz, ein Prozentrang von 25 einer unterdurchschnittlichen, ein Prozentrang von 75 einer überdurchschnittlichen Intelligenz. Es gibt Tests, bei denen Prozentränge von 25 und weniger nicht mehr interpretiert werden können, da es verschiedene Gründe geben kann, warum ein Kind die Aufgaben nicht lösen konnte. Die Bedeutung des Intelligenzquotienten wird gerade bei Kindern mit Behinderungen oft überschätzt. Lebensqualität, Selbstwertbewusstsein seelische Stabilität, Durchhaltevermögen, Motivation spielen für schulische Leistungen, für Berufs- und Lebensbewährung eine mindestens ebenso große Rolle.
Integration:
Die Lexika sprechen bei diesem Begriff u.a. von Eingliederung. Dieser Aspekt vor allem hat sich mehr und mehr zur Zielrichtung behindertenpolitischer AkInttivitäten entwickelt. Ist Integration auch kein Zaubermittel, so steht es bei angemessener Nutzung doch für eine entschiedene Hinwendung zu mehr Selbstbestimmung und gleichberechtigter Teilhabe behinderter Menschen am Leben in unserer Gesellschaft. Integration meint ein Konzept der Eingliederung ohne Selbstaufgabe und Assimilation, ohne Verlust der eigenen Identität und ohne bedingungslose Anpassung an die mehrheitliche Welt der Nichtbehinderten.Das gilt für die Schule ebenso wie für den Arbeitsmarkt, für ehrenamtliches Wirken ebenso wie für den privaten Bereich.
Gegenseitige Achtung und Anerkennung der Leistungen und Bedürfnisse behinderter wie nichtbehinderter Menschen schaffen das Klima, in dem soziale Beziehungen gedeihen. Integration darf nie als Einbahnstraße begriffen werden. Sie ist weder einseitig noch kurzzeitig realisierbar. Integration kann als Zielorientierung dienen, ihre Verwirklichung jedoch stellt einen Prozess dar, dessen Mittel und Methoden immer wieder neu entwickelt und erprobt werden müssen.
Dafür mögen die nachstehenden Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung zum Themenkomplex berufliche Eingliederung behinderter Menschen als Beispiel dienen:
Ein Teil der arbeitslosen Schwerbehinderten kann - auch unter Ausschöpfung der schon bestehenden Fördermöglichkeiten - nur dann in das Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingegliedert werden, wenn besondere externe Fachdienste (Integrationsfachdienste) zur Unterstützung der Arbeitsverwaltung bei der Vermittlung und zur Unterstützung der Hauptfürsorgestellen bei der nachgehenden arbeitsbegleitenden Betreuung zur Verfügung stehen; dies gilt insbesondere für Ältere, Langzeitarbeitslose, unzureichend beruflich qualifizierte oder wegen Art oder Schwere der Behinderung besonders Betroffene.
Ein anderer Teil dieses Personenkreises hat nur dann eine Chance, wenn der Wiedereingliederung eine längere Phase der Beschäftigung und Qualifizierung in einem hierfür besonders geeigneten Beschäftigungs-/Integrationsprojekt vorausgeht.
Um nähere Erkenntnisse über die notwendige Ausstattung , den Finanzierungsaufwand und die Effizienz solcher Dienste und Projekte zu gewinnen, werden in einer Modellphase seit 1998 bis 2001 pro Bundesland ein Integrationsfachdienst und ein Integrationsprojekt aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. Die Modellvorhaben werden wissenschaftlich begleitet.
Auch das Eckpunktepapier zum SGB IX der Koalitionsarbeitsgruppe Behindertenpolitik arbeitet die zukunftsweisende Bedeutung von Integrationsfachdiensten, -projekten und Integrationsfirmen heraus.
Intermediärinsuline: Sehr häufig verwendete Insulinpräparate mit mittellanger Wirkung. Inermediärinsuline gehören zu den Verzögerunsinsulinen, also zu den Insulinen mit verlängerter Wirkung. Sie nehmen eine Mittelstellung zwischen den kurzwirkenden Alt-Insulinen und den ultralang wirkenden Insulinen ein.
Intermittierend
Nicht dauerhaft, sondern in Intervallen auftretend
ISAAC: = ist ein Informations-, Forschungs- und Austauschforum für Fragen unterstützender Kommunikationssysteme für Nichtsprechende. Kernpunkt der Arbeit ist das Bemühen darum, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die normal hören, aber nicht oder nur sehr begrenzt lautsprachlich kommunizieren können, Alternativen bzw. Ergänzungen zur lautsprachlichen Kommunikation zu erschließen. Der merkwürdig erscheinende Name bezeichnet den deutschsprachigen Teil einer internationalen Vereinigung, nämlich der International Society für Augmentative (=die Lautsprache ergänzend) and Alternative (= die Lautsprache ersetzend) Communication, die ihren Sitz in Toronto, Kanada, hat. ISAAC führt regelmäßige Fortbildungs-Veranstaltungen zur Thematik der Unterstützten Kommunikation durch, gibt zweimal jährlich die Informationsschrift "ISAACs Zeitung" heraus und steht für individuelle Beratungen offen. ISAAC arbeitet eng mit dem Bundesverbandfür Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. zusammen.

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