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G

Gangrän: (="Brand"): Meist an Händen oder Füßen entstehendes Absterben von Gewebe. Ursache ist in der Regel eine schlechte Blut- versorgung im Sinne von Durchblutungsstörungen. Manchmal mumifiziert absterbendes Gewebe (trockene Gangrän), es kann aber auch feucht und schmierig sein, insbesondere wenn bakterielle Infektionen vorliegen (feuchte Gangrän). Bei Diabetikern mit längerer Diabetesdauer ist die Gangrän keine seltene Komplikation. Oft entstehen, vor allem an den Füßen, gangränöse Veränderungen aus banalem Anlass, z. B. infolge Blasenbildung, hervorgerufen durch schlechtsitzendes Schuhwerk. Daher ist gutes Schuhwerk die beste Vorbeugung zur Vermeidung von Gangrän. Abgestorbenes Gewebe kann nicht erhalten, sondern muss vom Chirurgen abgetragen werden. Das Ziel jeder Behandlung muss es daher zunächst sein, die gangränöse Veränderung so klein wie möglich zu halten, um weitere Ausbreitung, die dann unter Umständen zur Amputation eines Unterschenkels führen kann, zu vermeiden. Die internistischen Behandlungsmöglichkeiten bestehen in einer sehr scharfen Einstellung des Blutzuckers sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung und Vermeidung von Infektionen. Wichtig ist immer ein sehr frühzeitiger Behandlungsbeginn.

Gastritis:
Magenschleimhautentzündung. Meist harmloses Krankheitsbild mit gelegentlichen Druckbeschwerden im Oberbauch.

Gastroparese:
Magenlähmung. Störung der Magenfunktion bei autonomer diabetischer Neuropathie. Symptome sind Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Reflux, verlangsamte Magenentleerung.

Gebärdensprache:
"Gebärdensprachen sind eigenständige, vollwertige Sprachsysteme, die Gehörlose in ihren verschiedenen nationalen und regionalen Gehörlosengemeinschaften untereinander ausgebildet haben. Anders als die akustisch-auditiv verfahrenden Lautsprachen werden die Gebärdensprachen visuell-motorisch realisiert. Sie sind nicht mit den nonverbalen Kommunikationsmitteln Hörender identisch (Körpersprache), sondern ausdifferenzierte Zeichensysteme, die über ein umfassendes Lexikon und eine komplexe Grammatik verfügen."

"Für die Kommunikation unter Gehörlosen gelten die folgenden allgemeinen Bedingungen:
  • Die Verständigung folgt anderen als den in der Lautsprache üblichen Konventionen bzw. grammatischen Regeln.
  • Das gesamte sichtbare Ausdrucksrepertoire des Körpers (Hände, Arme, Oberkörper, Kopf, Gesicht) wird ausgeschöpft.
Mitteilungen sind vorzugsweise visuell eindeutig und prägnant. Die räumliche Dimension der körperlichen Darstellung spielt dabei eine besondere Rolle.

Häufig wird fälschlicherweise angenommen, Gebärdensprache sei eine universale Sprache und meistens geht dies mit der irrigen Vorstellung einher, bei der Gebärdensprache handele es sich um eine bewusst konstruierte und eingeführte Sprache.

Tatsächlich jedoch sind die verschiedenen Gebärdensprachen wie gesprochene Sprachen auch in bestimmten Benutzergemeinschaften naturwüchsig entstanden und unterscheiden sich von Land zu Land. Mit der Bezeichnung "Deutsche Gebärdensprache" (DGS) grenzen die Gehörlosen Deutschlands ihre Gebärdensprache von anderen Gebärdensprachen wie etwa der Französischen, Britischen oder Amerikanischen Gebärdensprache ab. Zwischen den verschiedenen nationalen Gebärdensprachen bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Form und Verwendung von Gebärden. Angesichts der nonverbalen Basis aller Gebärdensprachen können andererseits gewisse grundsätzliche Ähnlichkeiten nicht überraschen. Wie bereits erwähnt, ist die Deutsche Gebärdensprache dialektal gegliedert, d.h., in unterschiedlichen Regionen Deutschlands werden gleiche Inhalte zum Teil mit unterschiedlichen Gebärden bezeichnet.

Die innerhalb der deutschen Gehörlosengemeinschaft gewachsene Gebärdensprache folgt eigenen Regeln, die sich von den Regeln der gesprochenen deutschen Sprache deutlich unterscheiden. Im Mittelpunkt der gebärdensprachlichen Verständigung stehen die Gebärden, die konventionellen Handzeichen Gehörloser also, aber auch Mimik, Körperausdruck und tonlos gesprochene Wörter sind von großer Bedeutung. Gebärden werden zu Folgen und Sätzen verknüpft, die eine ganz andere Reihenfolge und einen ganz andern Aufbau haben als bedeutungsgleiche Sätze der Lautsprache. Satzarten (Aussagesätze, Fragen, Befehlssätze) werden mimisch markiert. Beziehungen zwischen Satzteilen (Subjekt, Objekt) werden durch die Ausführungsrichtung der Verbgebärde gekennzeichnet. Personen und Objekte werden im Gebärdenraum platziert und stehen für weitere Bezugnahmen zur Verfügung. Räumliche Verhältnisse werden durch eine analog räumliche Darstellung der Hände wiedergegeben. Der Bewegungsaspekt vieler vorgangsbezeichnender Gebärden kann modifiziert werden, um die Verlaufsweise eines bestimmten Vorgangs zu charakterisieren."

Die Zitate wurden den Informationsschriften des SIGNUM-Verlages "Eine Minderheit verschafft sich Gehör" und "Hörgeschädigte Kinder-gehörlose Erwachsene" entnommen.

Gebärmutter-Myom
Bei jeder dritten Frau über 30 beginnen eines Tages einzelne Zellen in der Gebärmutterwand zu wuchern. Sie bilden knollenartig runde, manchmal auf dünnen Stielen wachsende Geschwülste, sog. Myome, die in den Uterus (Gebärmutter) hinein, aber auch außen in die Bauchhöhle wachsen. Myome gehören zu den häufigsten gynäkologischen Problemen überhaupt.
Myome sind fast immer gutartig (0,2 bis 0,5 % werden bösartig) . Solange sie klein bleiben, spürt man nichts davon. Man entdeckt sie meist nur durch Zufall. Sobald sie größer werden - manche können Kindskopfgröße erreichen, - verursachen die Knoten Schmerzen und verlängerte Regelblutungen. Außerdem drückt die so vergrößerte Gebärmutter auf Blase oder Darm u. führt zu erheblichen Rückenschmerzen.
Oft sind die Wucherungen auch schuld daran, wenn eine Frau nicht schwanger wird. Denn Knoten, die nahe an Verbindungsstelle von Eileiter und Gebärmutter wuchern, können Spermien auf ihrem Weg in den Eileiter stören und damit eine Befruchtung verhindern.
Wenn die Myome klein bleiben, sind sie in der Schwangerschaft oft gar nicht zu spüren. Doch das größere Östrogen-Angebot in dieser Zeit kann auch bei den Myomen einen Wachstumsschub auslösen, der dem ungeborenen Baby Platzprobleme bereitet. So zwingen weit unten sitzende, große Muskelknoten das Kind in die Beckenendlage, weil es nur so genug Platz für seinen Kopf findet. Und vor dem Muttermund liegende Geschwülste versperren den natürlichen Geburtsweg und machen einen Kaiserschnitt nötig.
Myome kann man sowohl operativ als auch mit Hilfe sog. Anti-Östrogene bremsen. Diese myomhemmenden Hormone werden den Frauen injiziert. Sie lassen die Knoten schrumpfen. Denn je kleiner die Geschwülste sind
desto schonender u. unblutiger lassen sie sich ausschälen. Studien belegen, daß sich das Myomvolumen in etwa drei Monaten um etwa 40 Prozent reduzieren läßt. Auf diese Weise kann man häufig eine Totaloperation vermeiden.
Allerdings ist diese hormonelle Vorbehandlung nicht ohne Nebenwirkungen. Durch die künstlich hervorgerufenen Wechseljahre leiden die Frauen an Hitzewallungen und Depressionen; außerdem besteht die Gefahr von Knochenschwund.
Der Chirurg kann Myome operativ durch einen Bauchschnitt oder endoskopisch entfernen. Dabei werden durch mehrere kleine Löcher in der Bauchdecke stabförmige Instrumente in das Körperinnere geschoben und die kugeligen Geschwülste vorsichtig herausgeschält.
Sich in die Gebärmutter hineinwölbende Myome entfernt der Gynäkologe meist durch die Scheide.
Jeder Arzt wird immer versuchen, den Uterus zu erhalten. Wenn aber keine Therapie auf Dauer hilft, und die Myome beunruhigend zu wachsen beginnen, muß die Gebärmutter herausgenommen werden. Trotzdem sollten Frauen sich nicht scheuen, noch die Meinung eines anderen Gynäkologen einzuholen.

Unblutige Alternative zum Skalpell.

Mit einem neuartigen Verfahren kann man Myome in der Gebärmutter auch ohne Operation oder Medikamente verkleinern, indem man die Blutzufuhr zu diesen gutartigen Muskelgeschwüren blockiert. Gynäkologen der Uni Paris schieben durch die Leistenarterie der Patientinnen einen Katheter bis in die Gefäße vor, die das Myom mit Blut versorgen. Dann placieren sie durch die Sonde Kunststoff-Kügelchen in die Adern, bis der Blutfluss gestoppt ist. Die Folge: Das Tumorgewebe stirbt ab, und die Beschwerden wie Schmerzen, Blutungen sowie Regelstörungen verschwinden. Bei 14 der 16 behandelten Frauen im Alter von 34 bis 48 Jahren schrumpften die Myome innerhalb von drei Monaten um 20 bis 80 Prozent.

Gedächtnis
An das Kennzeichen Ihres ersten Autos können Sie sich heute noch erinnern - aber Ihre neue Tel.-Nr. vergessen Sie ständig. An den Geburtstag Ihrer Mutter denken Sie jedes Jahr - aber den Hochzeitstag Ihrer Eltern merken Sie sich einfach nicht. Woran das liegt? An den Gefühlen! Der Bielefelder Gehirnforscher Hans Markowitsch stellte jetzt fest: Wird eine Erinnerung mit einem Bild, einer Farbe, Form oder einem Geruch zusammen wahrgenommen, bleibt sie lebenslänglich im Gedächtnis gespeichert.
Faszinierend: Vier verschiedene Bereiche sind für den Empfang und die Steuerung aller Erinnerungen zuständig - sie sorgen für die richtige Speicherung. Ein Prozeß, der auch Experten in Erstaunen versetzt:

Kurzzeitgedächtnis :
Der Erstempfang
Tausende von Eindrücken nimmt der Mensch pro Minute wahr. Das Kurzzeitgedächtnis ist nur fünf bis sechs Sekunden lang in der Lage, sie sich zu merken. Experten sagen jetzt: Das Tor zum Gedächtnis kann wie ein Muskel trainiert und seine Aufnahmefähigkeit um bis zum 15 Prozent gesteigert werden. (Siehe Anhang)

Limbisches System:
Das Sekretariat
Haben die Eindrücke das Kurzzeitgedächtnis passiert, werden alle Eindrücke im limbischen System nach Fakten und Emotionen getrennt verarbeitet. Sagenhaft, was dann passiert: Ist eine Wahrnehmung emotional beladen (z.B. ein schmerzhafter Zahnarzttermin) wird sie vom limbischen System in die rechte Gehirnhälfte transportiert - ist sie eher gefühlsneutral (Der Zahnarzt hat nicht gebohrt) landet sie in der linken Gehirnhälfte. Experten sind der Überzeugung, dass das der Grund ist, warum stur eingepauktes Prüfungswissen nach kurzer Zeit wieder verlorengeht: Ohne ein Bild oder ein Gefühl bleibt die Erinnerung in der linken Hirnhälfte verborgen und wird nach kurzer Zeit wieder vergessen.

Hippocampus: Der Manager
Für den Abruf einer Erinnerung ist der winzige, seepferdchenförmige Hippocampus zuständig. Er bringt die verschiedenen Informationen, aus denen der ursprüngliche Eindruck bestand, wieder zu der authentischen Erinnerung zusammen. Studien an hirngeschädigten Patienten ergaben: Die Fähigkeit, sich Eindrücke länger als für ein paar Augenblicke zu merken, geht jedoch verloren, wenn der Hippocampus durch einen Schlaganfall massiv beeinträchtigt wurde.

Großhirnrinde:
Der Langzeitspeicher
Faszinierend, dass in der Großhirnrinde gespeichertes Wissen je nach Gefühlslage hin- und herwandert (siehe auch nachfolgend Gedächtnisspeicher). Beispiel: Liebeskummer. Die Erinnerung daran lagert in der rechten Hirnhälfte im autobiographischen Gedächtnis. Schaut man sich nach Jahren Fotos aus dieser Zeit an, findet die jetzt gefühlsneutrale Erinnerung anschließend im Wissens-Speicher auf der linken Hirnhälfte seinen Platz und kann dort sogar vergessen werden.
3 Wege, um das Gedächtnis zu stärken
(a) Ernährung
Zucker (Glukose) aus Kohlenhydraten, z.B. Hülsenfrüchten, Vollkorn, ist der Treibstoff fürs Gedächtnis.
B-Vitamine (Milch, Eier, Bananen) steigern die Nerventätigkeit. Zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag sorgen dafür, dass das Blut ausreichend Sauerstoff ins Hirngewebe transportieren kann.
(b) Bewegung
Schon ein halbstündiger Spaziergang reicht aus: Körperliche Bewegung und frische Luft steigern das Erinnerungsvermögen um bis zu 20 %. Erstaunlich, was Forscher herausfanden: Im Stehen ist das Gehirn bis zu 10 % aktiver als im Liegen.
(c) Training
Schon zehn Minuten Gehirnjogging täglich machen müde Zellen wieder richtig munter, z.B. Auswendiglernen (Einkaufszettel oder Geburtstage) Noch effektiver: Straßennamen rückwärts buchstabieren - das

Die Gedächtnisspeicher

Wissens-Speicher: Der Fakten-Sammler in der Großhirnrinde speichert Allgemeinwissen wie Verkehrsregeln oder Telefonnummern.
Emotion-Speicher: Der autobiografische Speicher sammelt Eindrücke, an die man sich auch nach Jahrzehnten; noch erinnert.
Priming-Speicher: Alle Sinneseindrücke wie Farben, Gerüche, Formen und Gefühle werden hier getrennt von den Fakten gehütet.
Lern-Speicher: Der episodische Speicher bewahrt Handlungswissen auf, für das keine speziellen Kenntnisse nötig sind.


Gefäße:
Im medizinischen Sprachgebrauch sind die Blutgefäße gemeint. Es gibt 2 Arten: die Arterien, die das Blut vom Herzen weg in die einzelnen Organe und Gewebe führen und die Venen, die das Blut zum Herzen zurückbringen.

Gefäßverkalkung:
Kalkablagerungen in den Wänden der Arterien. Den Verkalkungsprozess der Gefäße nennt man auch Arteriosklerose. Er wird gefördert durch sogenannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (insbesondere Erhöhung des Cholesterins), Zigarettenrauchen, Bewegungsmangel und schlecht eingestellten Diabetes mellitus. Als Folge der Gefäßverkalkung entsteht eine Verkleinerung des Gefäßquerschnittes und somit eine Verminderung des Blutdurchflusses ("Durchblutunngsstörung"").

Gegenregulation:
Wichtiger Regulationsmechanismus mit dem Ziel, bei Auftreten von Unterzuckerung (Hypoglykämie) einen möglichst raschen Wiederanstieg des Blutzuckers zu erzielen. Unterzuckerung ist für den Organismus ein gefährlicher Zustand, den er so rasch wie möglich zu beenden sucht. Die Gegenregulationsmaßnahmen bestehen im wesentlichen im Freisetzen mehrere Hormone, die verschieden wirken, aber alle das Ziel haben, den Blutzucker anzuheben. Das wichtigste Hormon ist Glucagon, das über eine Spaltung von Glykogen (Glykogenolyse) Glukose freisetzt. Ansonsten sind an der Gegenregulation noch Wachstumshormon, Cortisol sowie Adrenalin beteiligt. Die letzteren beiden Hormone sorgen auch für die subjektiven Nebenwirkungen der Unterzuckerung wie Herzklopfen, Zittern, Schweißausbruch. Die Gegenregulation ist eine "ungezielte Maßnahme". Für den Organismus ist allein entscheidend, dass der Blutzucker ansteigt, eine Begrenzung nach oben ist aber nicht vorgesehen. So kann es durchaus vorkommen, dass nach Hypo- glykämien als Folge der Gegenregulation sehr hohe Blutzuckerwerte erreicht werden (Somogyi-Effekt). In einigen Fällen reichen die gegenregulatorischen Maßnahmen aber nicht aus, eine schwere Unterzuckerung mit Bewusstseinsverlust zu vermeiden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn durch mehrere vorangegangene Unterzuckerungen die "Zuckervorräte" (Glykogenspeicher) auf- gebraucht wurden.

Gehirnzellen
Gehirnzellen erneuern sich auch bei Erwachsenen. Medizinstudenten können sicher sein, daß ihre Lehrbücher für Neurologie nun veraltet sind. Unumstößliche Lehrmeinung war bisher: Einmal zerstörte Hirnzellen wachsen nie mehr nach. Ein schwedischer und ein amerikanischer Forscher des Instituts für Biologische Forschung in San Diego, Kalifornien, haben jetzt nachgewiesen, daß auch Nervenzellen sich erneuern können, und zwar bis ins hohe Alter. Bei Obduktionen an Verstorbenen im Alter zwischen 50 und 72 Jahren fanden Peter Eriksson und Fred Gage neue, regenerierte Zellen im Hirn. Die Forschungsergebnisse eröffnen neue Wege bei der Behandlung von Alzheimer, Parkinson und Schlaganfall.

Gehörlosigkeit
Gehörlos sind Menschen, die hochgradig schwerhörig (nur geringe Resthörigkeit) oder taub (gehörlos) geboren sind. Durch ein Neugeborenen-Hörscreening könnten Hörschäden bereits kurz nach der Geburt aufgedeckt werden. Nur durch eine früh einsetzende Therapie hat später eine gezielte Versorgung mit Hörgeräten oder sogar mit einem >Cochlear-Implantat den gewünschten Erfolg.

Gelähmte
Hoffnung für Gelähmte. Eine neue Therapie macht es möglich, daß durchtrennte Nerven wieder zusammenwachsen. Das haben amerikanische Wissenschaftler der Universität von Georgetown nachgewiesen.
Der medizinische Hintergrund: Während verletzte Muskeln und gebrochene Knochen meist ganz problemlos heilen, wird die Regeneration durchtrennter Nervenfasern von einem körpereigenen Protein verhindert.
Bei der neuen Therapie wird dieses Protein mit Antikörpern ausgeschaltet.
Das Ergebnis im Tierexperiment: Durchtrennte Nerven wuchsen wieder zusammen. Jetzt sollen auch gelähmte Menschen mit der Therapie behandelt werden.

Gelenkentzündung
Gegen chronische rheumatische Knieschmerzen werden häufig Injektionen mit Cortison eingesetzt. Eine Untersuchung an der Orthopädischen Uni-Klinik in Düsseldorf hat ergeben, dass man diese Beschwerden auch mit verschiedenen Heilkräuter-Extrakten wie Schafgarbe zum Einnehmen lindern kann. Die Heilkräuter wirken ähnlich entzündungshemmend wie das Cortison. Täglich bekamen die Patienten dreimal 20 Tropfen der Urtinktur der Kräuter.

Gelenkschmerzen - Was ist die Ursache?
Wenn die Gelenke schmerzen - liegt das an einer Entzündung (Arthritis) oder an Abnutzungserscheinungen (Arthrose)? Bei Gelenkverschleiß treten Beschwerden meist erst jenseits der 50 auf, sie verstärken sich bei Belastung und lassen in Ruhe nach; nach dem Sitzen z.B. muß man sich erst mal "einlaufen". Arthritis zeigt sich oft schon vor dem 40. Lebensjahr, bereits mit leichtem Druck kann man Schmerzen auslösen; Steife u. Anlaufsschmerz halten häufig länger als eine Stunde an u. treten vor allem morgens auf; nachts einsetzende Beschwerden deuten auf eine Entzündung hin. Heftiger Schmerz u. Rötung des Grundgelenks der großen Zehe sprechen für einen Gichtanfall.

Genetik:
(lat.: genere = erzeugen) Lehre von Vererbung bzw. der Vererbbarkeit bestimmter Merkmale wie auch Krankheiten.

Gentechnik (Sternstunden der Gentechnik)
1944
Oswald Avery und seine Mitarbeiter entdecken, daß die Erbinformation in allen lebenden Zellen in einem Riesenmolekül mit dem Namen Desoxyribonukleinsäure (DNS) gespeichert wird.
1953 Watson und Crick entdecken, daß DNS ein Doppelfaden ist, der aus vier verschiedenen, milliardenfach aneinandergehängten Bausteinen besteht, die man als Nukleotidbasen bezeichnet. Sie entschlüsseln das Geheimnis der Weitergabe von Erbinformation: Die Basenfolge eines Stranges bedingt die Basenfolge des anderen. Dieses Prinzip der Basenpaarung ermöglicht die Verdopplung des Erbgutes bei der Zellteilung.
1973 Den Forschern Boyer und Cohen gelingt es als ersten, fremdes Erbgut in eine Bakterienzelle einzubringen.
1976 Herbert Boyer und der Geschäftsmann Robert Swanson gründen das erste Unternehmen für gentechnische Produkte, die Firma Genentech. Am Tag des Börsenganges der Firma Genentech steigen die Aktien innerhalb von 20 Minuten von 50 auf 89 Dollar.
1977 Das Hormon Somatostatin wird als erstes therapeutisch verwendbares Eiweiß gentechnisch hergestellt. Anwendungsgebiete sind Blutungen im Magen-Darm-Bereich und Riesenwuchs.
1979-1985 Es folgen das Insulin, das Interferon Gamma, das eine wichtige Rolle in der Regulation der körpereigenen Abwehr spielt, und das menschliche Wachstumshormon Somatotropin.
1983 Der Biochemiker Kary Mullis erfindet ein Verfahren, mit dem sich winzige Mengen an DNS nachweisen lassen. Die als Polymerase-Kettenraktion bezeichnete Methode kann zur Diagnose von Infektionen eingesetzt werden und in der Gerichtsmedizin, etwa um durch die Analyse von Blutspuren Verbrecher zu überführen.
1984 Präparate mit gentechnisch hergestelltem Gerinnungsfaktor VII weden zur Behandlung der Bluterkrankheit zugelassen.
1987 In Deutschland wird ein neuer gentechnisch hergestellter Stoff namens tPA zur Akutbehandlung des Herzinfarktes zugelassen.
1993 Gentechnisch hergestelltes Interferon beta-1b wird erstmals in den USA zur Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose eingesetzt.

Gentherapie bei Herzkranken
Mit gentherapeutischen Methoden kann offensichtlich auch den bis jetzt unheilbar herzkranken Menschen geholfen werden. Jüngste Forschungsergebnisse wurden jetzt auf dem weltgrößten Herzkongress des amerikanischen Kardiologenverbandes (AHA) in Dallas vorgestellt. Demnach reicht eine einzige Injektion mit dem VGEF-Gen, damit der Patient wieder ein normales Leben führen kann. VGEF ist ein Wachstumsfaktor für Arterien. Einmal injiziert, ist das Gen im Durchschnitt zwei Wochen lang aktiv lang genug, um das unterversorgte Herz mit neuen Blutgefäßen anzureichern, wie der Forscher Jeffrey Isner in Dallas erklärte.

Gerstenkorn
Ein Gerstenkorn am Augenlid ist schmerzhaft. Ein Versuch, den Eiterherd auszudrücken, kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen, denn leicht kommt es dadurch zu schweren Infektionen. Warme Augenbäder mit Fencheltee dagegen beschleunigen den Heilungsprozeß: Tee aufbrühen, durchziehen und abkühlen lassen. Wenn der Tee am Handgelenk als noch sehr warm empfunden wird, die Augen darin baden oder mit Tee getränkte Wattepads auflegen.

Gestations-Diabetes:
= Schwangerschaftsdiabetes. Gemeint ist die Erkrankung an Diabetes mellitus, die während einer Schwanger- schaft auftritt und vorher nicht bestanden hatte. Für die Schwangerschaft einer Frau bei der bereits Diabetes bekannt ist, wird der Begriff Gestations-Diabetes nicht verwendet. Die Ursache des Gestations-Diabetes ist darin zu suchen, dass mehrere, der während einer Schwangerschaft natürlicherweise gebildeten Hormone die Wirkung von Insulingegenspielern haben und so die Glukose- toleranz verschlechtern. So kommt es während einer Schwangerschaft nicht selten zu Glukosetoleranzstörungen bzw. zu manifestem Diabetes mellitus, eben dem Gestations-Diabetes. In der Regel bildet sich die diabetische Störung nach der Entbindung wieder zurück. Ein Teil der Frauen mit Gestations-Diabetes (ungefähr 30 %) entwickeln aber in späteren Jahren auch außerhalb der Schwangerschaft eine diabetische Stoffwechsellage.

Gestose:
= Krankheiten, die durch eine Schwangerschaft hervorgerufen werden und nur während einer Schwangerschaft auftreten. Je nach dem zeitlichen Auftreten im Verlauf der Schwangerschaft werden Frühgestosen (z. B. Schwangerschaftserbrechen) und Spätgestosen (z. B. Anstieg des Blutdruckes, Wasseransammlung in den Beinen, Eiweißausscheidung im Urin) unterschieden. Die Schwangerschaft einer Diabetikerin ist häufiger von Gestosen bedroht als die einer stoffwechselgesunden Frau, vor allem wenn eine längere Diabetesdauer vorliegt.

Glasknochenkrankheit
(Osteoganesis imperfecta): = erbliche, intrautering oder im Kindesalter auftretende, verschiedengradige Störungen der Knochenbildung - Instabilität der Knochen führt zu Brüchen und Verbiegungen, diese zu Deformitäten und Bewegungseinschränkungen.

Glaukom:
(=grüner Star) Augenerkrankung, die mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergeht. Ein Zustand, in dem der Druck der  Augen- flüssigkeit zu hoch ist. Es hängt von der Art des Glaukoms, ob das Sehvermögen stetig oder plötzlich abnimmt oder schon von Geburt an beeinträchtigt ist. Wenn das Sehvermögen abnimmt, beginnt dies mit einem Abnehmen des peripheren Sehens.

Gleichgewichtsorgane
Die Gleichgewichtsorgane liegen im Innenohr, und zwar je fünf einzelne Organe in jedem Ohr. Für alle Bewegungen und Stellungen des Kopfes ist eines dieser sehr empfindlichen Gleichgewichtsorgane zuständig, das wiederum Teil eines größeren Gleichgewichtssystems ist, zu dem auch die Kontrolle der Körperstellung durch die Augen und durch die Spannung der Muskeln von Nacken, Rücken und Beinen gehört. Jede Störung in diesem System löst Gleichgewichtsstörungen aus.

Glucagon: = Hormon, das ebenso wie Insulin in den Langerhans`schen Inseln (und zwar in den A-Zellen) gebildet wird. Es handelt sich um einen Eiweißstoff, der aus 29 Aminosäuren aufgebaut ist. Glucagon wirkt blutzuckersteigernd, indem es durch Abbau von Glykogen (Glykogenolyse) Glukose freisetzt. Seine blutzuckersteigernde Wirkung ist von erheblicher Bedeutung im Rahmen der Gegenregulation bei Unterzuckerungen. Die Unterzuckerung ist auch der stärkste Ausschüttungsreiz des Hormons. Aufgrund seiner blutzuckersteigernden Wirkung wird Glucagon auch als Medikament zur Behandlung der Unterzuckerung eingesetzt. Es hat den Vorteil, dass es problemlos sowohl in den Muskeln wie auch in das Unterhautfettgewebe und vom Arzt auch in die Vene gespritzt werden kann.

Glucagontest:
Untersuchung zur Bestimmung der Insulinreserven. Der Test beruht auf der Eigenschaft des Glucagon, die Insulinaus- schüttung zu fördern. Ziel der Untersuchung ist es, durch Glucagon, das in die Vene gespritzt wird, die Insulinausschüttung anzuregen, um so eine Aussage über die Funktionsfähigkeit des Inselzellapparates bzw. über das Ausmaß der noch vorhandenen Insulinbildung zu erhalten.

Glucocorticoide: =
Wirkstoffe (=Hormone), die in der Nebennierenrinde gebildet werden. Glucocorticoide haben eine wichtige Funktion im Stoffwechsel. Sie werden unter anderem in Stresssituationen freigesetzt. Sie wirken blutzuckersteigernd in dem sie die Gluconeogenese fördern.

Gluconeogenese:
= Neubildung von Glukose aus Stoffwechselprodukten, die primär nicht zu der Substanzgruppe der Zucker gehören. So werden z. B. Milchsäuren, die bei der Zuckerverbrennung anfallen, oder auch Aminosäuren zur Glukoseneubildung verwendet. Die Gluconeogenese findete ausschließlich in der Leber und z. T. auch in den Nieren statt. Sie wird durch Hormone gesteuert. Ein Blut- zuckeranstieg bei Insulinmangel entsteht durch das Fehlen der Möglichkeit, Zucker überhaupt zu verwerten, zum anderen aber auch durch die Tatsache, dass die Zuckerneubildung nicht ausreichend gehemmt wird.

Glukose:
(= Traubenzucker) Der im Blut nachweisbare Zucker ist Glukose. Deshalb ist eine "Blutzuckerbestimmung", genaugenommen eine Bestimmung des Glukosespiegels. Die im Blut enthaltene Glukose wird vom Gewebe aufgenommen und dient der Deckung des Energiebedarfes. Beim Gesunden hält der Organismus des Blutglukosespiegel im Nüchternzustand zwischen 50 bis 100 mg/dl.

Glukosehomöostase:
= biologisches System zum Zwecke der Regulation des Blutzuckers innerhalb der Normgrenzen (50-100 mg/dl). Der Blutzucker ist eine sich ständig ändernde (dynamische) Größe- Um ein Abgleiten in gefährlich niedrige oder pathologisch hohe (= diabetische) Bereiche zu vermeiden, gibt es verschiedene regulierend eingreifenden Systeme, die die Meßgröße Blutzucker weit- gehend konstant halten. (= Glukosehomöostase). Die Leitstelle in der Blutzuckerregulation ist die Leber. Sie ist sowohl in der Lage die Glukose, die aus dem Darm in das Blut einströmt, aufzunehmen und nach Umbau in Glykogen zu speichern, wie auch bei Bedarf (drohende Unterzuckerung) Glukose nach Spaltung des Glykogens wieder abzugeben. Durch die Glukosehomöostase wird gewärleistet, dass bei fehlender Nahrungsaufnahme (für einen allerdings begrenzten Zeitraum) ausreichend Glukose als Energieträger zur Verfügung steht. Insbesondere das Gehirn, aber auch die roten Blutkörperchen, decken ihren Energiebedarf ausschließlich aus Glukose.

Glukosetoleranz: (
lat.: tolere = Ertragen, Erdulden, Aushalten) Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff Glukosetoleranz "Verträglichkeit von Traubenzucker". Gemeint ist die Fähigkeit auf Zufuhr einer bestimmten Menge von Glukose nicht mit einem übermäßigen Anstieg des Blutzuckers zu reagieren. Die Prüfung der Glukosetoleranz erfolgt durch den sogenannten Glukosetoleranztest.

Glukosetoleranztest:
Ziel der Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob die Zufuhr einer genau festgelegten Menge Traubenzucker zu einem übermäßigen Blutzuckeranstieg führt, d. h. die Glukose nicht in erforderlichem Maße verarbeitet werden kann ( z. B. bei Vorliegen eines Insulinmangels). Am geläufigsten ist de sogenannte orale Glukosetoleranztest, bei dem der Patient 75 g Glukose als Sirup trinkt (nach WHO). Zur Bewertung des Testes ist vor allem der Blutzuckerwert 2 Stunden nach Untersuchungsbeginn wichtig. Eine Glukose- toleranzstörung wird angenommen, wenn der Blutzucker 2 Stunden nach Testbeginn noch über 140 mg/dl liegt.

Ein Blutzuckerwert über 200 mg/dl deutet auf das Vorliegen eines Diabetes mellitus hin. Lässt sich bereits aufgrund erhöhter Blutzucker- werte (Nüchternwerte mehrfach über 110 mg/dl (Nüchtern-Glukose in kapillarem Vollblut), Blutzucker im Tagesverlauf über 200 mg/dl (kapillares Vollblut) bzw. durch den Nachweis von Zucker oder Acetonausscheidung im Urin die Diagnose Diabetes mellitus eindeutig stellen, so erübrigt sich ein Glukosetoleranztest, da hierdurch eine unnötige Blutzuckererhöhung eintreten würde. Damit der Test korrekt abläuft, müssen verschiedene Vorbedingungen erfüllt sein: kohlenhydratreiche Kost 3 Tage vorher, Absetzen verschiedener Medikamente (u. U. auch der Pille). Nicht aus jeder Glukosetoleranzstörung entwickelt sich zwangsläufig auch ein Diabetes mellitus. Man kann aber davon ausgehen, dass bei gestörter Glukosetoleranz die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Diabetes mellitus entwickelt, um den Faktor 10 höher liegt als bei normaler Glukosetoleranz.

Glukosurie:
Glukoseausscheidung mit dem Urin. Glukose erscheint erst ab einer gewissen Blutzuckerhöhe im Urin (ab c. 180 mg/dl Blutglukose), darunter nicht. Diesen Wert bezeichnet man als Nierenschwelle.

Glykämischer Index:
Bezeichnet folgendes: unterschiedliche Nahrungsmittel mit derselben Menge an Kohlenhydraten geben die Glukose unterschiedlich schnell ins Blut. So hat z. B. Limonade, Cola oder Honig einen hohen glykämischen Index; Haferflocken, Vollkornbrot, Nudeln oder gar Linsen, Bohnen oder Nüsse einen deutlich geringeren GI. Das heißt, durch die unterschiedliche Zusammensetzung und die unterschiedliche Form, in der die Kohlenhydrate vorliegen, geben diese Nahrungsmittel die Glukose deutlich langsamer ins Blut ab. Dies hat auch Bedeutung für insulinspritzende Diabetiker. Die Kohlenhydrate der Limonade müssen zu 100% abgedeckt werden, die Kohlenhydrate von z.B. Spaghetti nur zu 50%; der GI für Spaghetti beträgt 50%.

Glykogen:
= Speicherform der Glukose (= Reservekohlenhydrat"). Da der Organismus die aufgenommene Glukose nicht vollständig als Energieträger benötigt, legt er sich einen Vorrat an, indem er viele Glukosemoleküle wie an einer Kette aneinander setzt. Aus den vielen einzelnen Zuckermolekülen entsteht so ein "Vielfachzucker" (=Polysaccarid) nämlich Glykogen. Dieses wird in Muskel und Leber gelagert.

Glykogenolyse:
= Abbau von Glykogen. Bei Bedarf (= Mangel an Glukose) wird aus den Glykogenspeichern in Muskeln und Leber Glukose abgespalten. Die Glykogenolyse wird hormonell gesteuert.

Glykolyse: = Stoffwechselvorgang bei dem der Organismus durch den Abbau von Glukose Energie gewinnt.


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