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F

Fertilität: (Fruchtbarkeit) Gemeint ist die Fähigkeit des Mannes Kinder zu zeugen, bzw. der Frau schwanger zu werden.

Feststellungsverfahren:
Nach dem Schwerbehindertengesetz stellen die für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörden auf Antrag das Vorliegen einer Behinderung, den Grad der Behinderung und die Berechtigung zur Inanspruchnahme bestimmter Nachteilsausgleiche fest. Der Behinderte erhält hierüber einen Bescheid und bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 einen Schwerbehindertenausweis. Eine Feststellung unterbleibt, wenn das Vorliegen einer Behinderung und der auf ihr beruhende Grad bereits in einem Rentenbescheid (z.B. eines Unfallversicherungsträgers oder der Versorgungsverwaltung) festgestellt wurde und der Betroffene keine weiteren Gesundheitsstörungen geltend macht. In diesen Fällen wird zwar kein Feststellungsbescheid erlassen, wohl aber ggf. ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Diese Dokumente dienen dem Behinderten vor allem als Nachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen oder Schutzrechten.

Eine Anerkennung als Behinderter im Sinne des Schwerbehindertengesetzes kommt nur für denjenigen in Betracht, der seinen Wohnsitz, seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder seine Beschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland (Geltungsbereich des Gesetzes) hat. (Anm.: Die Begriffe ,Wohnsitz' und ,gewöhnlicher Aufenthalt' sind in § 30 SGB I definiert.) Gelegentlich wird die Frage gestellt, ob ein Behinderter verpflichtet ist, seine Behinderung feststellen zu lassen. Dabei steht häufig die Sorge im Vordergrund, die "amtliche Anerkennung" als Behinderter könne die Bemühungen um die Erlangung eines Arbeitsplatzes erschweren. Die Frage ist zwar grundsätzlich zu verneinen, jedoch wird demjenigen, der ein Recht in Anspruch nehmen möchte, das z.B. die Anerkennung als Schwerbehinderter voraussetzt, die Antragstellung nicht erspart bleiben. Im Falle der Bewerbung um einen Arbeitsplatz kann überdies das Verschweigen einer Behinderung - auch wenn sie nicht amtlich festgestellt ist - die Anfechtung des Arbeitsvertrags durch den Arbeitgeber wegen "arglistiger Täuschung" zur Folge haben. Mit einer solchen Konsequenz ist jedenfalls dann zu rechnen, wenn der Behinderte wusste oder wissen musste, daß sich seine Behinderung auf dem angestrebten Arbeitsplatz nachteilig auswirken wird.

(Quelle: Broschüre "Eingliederung Behinderter in die Gesellschaft" des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Behinderten) 

Fett:
Chemisch handelt es sich bei Fett um eine Verbindung von Glycerin und
Fettsäuren. Fett ist als Nahrungsbestandteil ein wichtiger Kalorienlieferant und hat im Organismus eine Fülle von Funktionen: Energiebevorratung und Energiebereitstellung (1 g Fett liefert 9,3 kcal.), Wärmeisolation usw. Eine der herausragenden Funktionen des Körperfettes ist die eines Energiedepots: in Zeiten von Überernährung wird vermehrt Fett gespeichert, wobei nicht nur das mit der Nahrungsaufnahme aufgenommene Fett in die Speicher gelangt, sondern auch im Übermaß aufgenommene Kohlenhydrate in Fett umgewandelt und gespeichert werden. Umge- kehrt wird bei vermindertem Kalorienangebot Depotfett abgebaut und als Energiereserve benutzt. Eine besondere Situation ist bei Insulinmangel gegeben. Hierbei kann die vorhandene Glukose nicht als Energieträger genutzt werden. In diesem Falle bedient sich der Organismus seines Depotfetts als Energieträger. Verstärkter Abbau von Fett führt auch zu einem verstärkten Anfall der Fettabbaupro- dukte wie Ketonkörper (z. B. Aceton).

Fettleber:
= Leber mit erhöhtem Fettgehalt durch vermehrte Fettspeicherung in den Leberzellen. Die Leber neigt unter dem Einfluss schädigender Substanzen (Alkohol, Medikamente) sowie bei Vorhandensein bestimmter Stoffwechselerkrankungen (wie Diabetes) zu vermehrter Leberzellverfettung. Die Entstehung einer Fettleber bei Diabetes wird vor allem durch eine schlechte Diabeteseinstellung, aber auch durch gleichzeitiges Vorliegen von Übergewicht begünstigt.

Fettsäuren:
Wichtiger Bestandteil der Fette. Fettsäuren sind Kohlenstoffverbindungen, die zur Bildung der Fette mit Glycerin reagieren: je nach der chemischen Formel werden gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Ungesättigte Fettsäuren kommen in pflanzlichen Fetten in höherer Konzentration vor als in tierischen. Essentielle Fettsäuren sind solche, die der Säugetierorganismus nicht selber herstellen kann und somit von außen zugeführt werden müssen. Enthält die Nahrung die essentiellen Fettsäuren nicht in ausreichender Menge (eine solche essentielle Fettsäure ist z. B. Linolsäure), so kommt es zu Mangelerscheinungen.

Fettsucht:
(=Adipostias) Deutliche Vermehrung des Fettgewebes und dadurch bedingtes Übergewicht. Die Fettsucht ist in den seltensten Fällen Folge einer "gestörten Drüsentätigkeit", womit eine übermäßige Hormonbildung gemeint ist. In der Regel ist sie durch eine überhöhte Kalorienzufuhr bedingt. Zweifellos besteht bei der Neigung zu Übergewicht in manchen Familien ein erblicher Faktor  (der Volksmund spricht von "guten und schlechten Futterverwertern"), daher sollte bei familiärer Neigung frühzeitig auf das Körpergewicht geachtet werden. Übergewicht ist eine ganz wesentliche Ursache für die Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2. Warum dies so ist, ist bislang nicht eindeutig geklärt.

Fettsynthese:
Aufbau körpereigener Fette aus den hierzu erforderlichen Grundbestandteilen.

Fluorenszenzangiographie:
Darstellung der Gefäße des Augenhintergrundes durch fluoreszierende Substanzen Hierbei wird Fluorescein in eine Armvene gespritzt und der Durchfluss der Substanzen durch die Netzhautgefäße beobachtet. Mit dieser Methode lassen sich vor allem diabetische Frühschäden an der Netzhaut gut erfassen.

Fokus:
(lat.: Brennpunkt) Im medizinischen Sprachgebrauch wird mit Fokus ein Krankheitsherd bezeichnet, von dem aus Infektionen streuen können. Führt z. B. eine Entzündung der Rachenmandeln oder ein vereitertet Zahn zur Ausbreitung von Keimen oder von ihnen produzierter Giftstoffe in den Gesamtorganismus, so wird der Herd am Zahn als Fokus bezeichnet. In diesem Fall ist immer die Herdbeseitigung erforderlich: der Fokus wird "saniert".

Frenzelbrille
Beleuchtete Lupenbrille, die der Arzt dem Patienten aufsetzt, um die feinen ruckartigen Augenbewegungen (Nystagmus) z.B. im >Menièrschen Schwindelanfall besser sehen zu können.

Fructosamin:
=zuckerbeladene Eiweißbestandteile von Blut und Gewebe. Die
Fructosaminbildung erfolgt in Abhängigkeit von der je- weiligen Blutzuckerhöhe: Je höher der Blutzucker um so höher die Konzentration an Fructosamin. Der Abbau der verzuckerten Eiweiße erfolgt in einem Zeitraum bis zu drei Wochen. Somit lässt sich aus der Höhe des Fructosaminspiegels ein Rückschluss auf die mittleren Blutzuckerspiegel der vergangenen drei Wochen ziehen. Ähnlich wie bei HbA1 bzw. HbA1c kommt dem Fructosamin somit die Funktion eines "Blutzuckergedächtinisses" zu. Die Fructosaminbestimmung überblickt dabei einen kürzeren Zeitraum (bis zu drei Wochen) im Gegensatz zur HBA1-Bestimmung (bis zu drei Monaten). Der Normalbereich der Fructosaminkonzentration liegt bei 1,9-2,7 mmol/l. Für eine schlechte Blutzuckereinstellung während der letzten drei Wochen spricht eine Fructosaminkonzentration über 3,5 mmol/l.

(D-) Fruktose (=Lävulose) = Fruchtzucker:
Kommt  unter anderem in Früchten und Honig und zusammen mit Glukose im Haushaltszucker vor. Wird z. T. über Glukose in Gykogen (einer Speicherform des Zuckers) umgewandelt, z. T. aber auch direkt verstoffwechselt. Zählt (zusammen mit Xylit und Sorbit) zu den Zuckeraustauschstoffen, da zu seiner Verstoffwechselung im Gegensatz zu Glukose nur wenig Insulin benötigt wird. Bei der Berechnung der Broteinheiten (BE) muss Fruktose allerdings mitgerechnet werden.

Fruktoseintoleranz:
Unverträglichkeit von Fruchtzucker. Seltene erbliche Störung des Fruktosewechsels, wobei durch einen Stoffwechse. defekt Fruktose nur unzureichend abgebaut wird. Hieraus resultiert ein erhöhter Fruchtzuckergehalt des Blutes. der seinerseits die Verstoffwechselung der Glukose stört. Als Folge hiervon resultieren Unterzuckerungen (Hypglycämien).

Furunkel:
eitrige, durch Bakterien hervorgerufene Entzündung des Harrbalges und seiner Umgebung. Die Entstehung von Furunkeln wird durch Diabetes begünstigt.

Furunkulose:
Hauterkrankung, die durch das gleichzeitige Auftreten mehrer Furunkel gekennzeichnet ist. Oft wird beim Vorliegen eines Furunkels das Entstehen weiterer Entzündungen durch Schmierinfektion begünstigt. Häufig befallene Körperteile sind Nacken und Rücken. Beim Vorliegen eines Furunkels bzw. einer Furunkulose kann vorübergehend die Diabeteseinstellung schlechter werden.

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