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E

EEG: (Elektroencephalogramm) Ableitung der Hirnströme

Eierstock-Krebs (neuer Wirkstoff):
Der Eierstock-Krebs ist das häufigste Genitalkarzinom der Frau und zugleich auch die Krebsart, die Mediziner vor die größten Probleme stellt. Denn nur in etwa einem Drittel der Fälle wird der Tumor so rechtzeitig erkannt, daß dauerhafte Heilung möglich ist.
Der Grund: Die Erkrankung verursacht lange Zeit so gut wie keine Beschwerden und gezielte Vorsorgeuntersuchungen wie bei anderen Krebsarten gibt es nicht. Deshalb werden die meisten Ovarialkarzinome erst dann entdeckt, wenn zusätzlich bereits Organe des kleinen Beckens vom Krebs befallen sind. Ist die Diagnose gesichert, muß zunächst das Tumorgewebe möglichst vollständig entfernt werden. Je weniger Tumormasse verbleibt, desto besser greift die anschließende Chemotherapie zur Beseitigung noch vorhandener Tumorzellen. Bislang wurde dazu ein Platinpräparat in Kombination mit dem Wirkstoff Cyclophosphamid gegeben. Weniger Nebenwirkungen bei besserer Wirksamkeit verspricht jetzt jedoch der Wirkstoff Paclitaxel, ein Extrakt aus der nordamerikanischen Eibe, der bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich bei fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt wird. Die jetzt in den USA abgeschlossene sog. GOG-111 Studie zeigt, daß durch die Behandlung mit Paclitaxel und Cisplatin eine um 50 % längere Überlebenszeit gegenüber der herkömmlichen Standardtherapie erreichet wird. In weiteren Studien soll jetzt überprüft werden, ob die Gabe von Paclitaxel (Handelsname:Taxol) vor der Operation zur Rückbildung des Tumors führt.


Eingliederung von Menschen mit Behinderungen:
Ausgangspunkt und zugleich Zielvorstellung aller Politik für die Eingliederung von Menschen mit Behinderung ist Art. 3 Abs. 3 Satz 2 Grundgesetz: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Die Umsetzung dieser Grundrechtsforderung besdarf jedoch einer engagierten Anstrengung aller in Politik und Gesellschaft.

"Eingliederung" ist daneben aber auch ein Kernbegriff der sozialpolitischen Praxis. In diesem Zusammenhang wird von der beruflichen und/oder der sozialen Eingliederung gesprochen. Vielfach verwendet man dafür auch den Begriff berufliche bzw. soziale Rehabilitation.

In dem Maße, in dem Arbeit für den Einzelnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet, in dem Maße ist auch die berufliche Eingliederung ein Kernziel der Behindertenpolitik. Menschen mit Behinderungen müssen am Arbeitsleben entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten teilnehmen können. Eine Vielzahl von Hilfen und Einrichtungen steht dafür zur Verfügung. Sie geben sowohl persönliche als auch finanzielle Unterstützung. Die Rede ist von Arbeitsämtern, Hauptfürsorgestellen, der Sozialhilfe (Eingliederungshilfe für Behinderte), der Rentenversicherung. Regelungen der beruflichen und sozialen Eingliederung finden sich in unterschiedlichen Gesetzen (z. B.: Schwerbehindertengesetz, Rehabilitations-Angleichungsgesetz, Bundessozialhilfegesetz) und Sozialgesetzbüchern (z. B. SGB III: Arbeitsförderung; SGB VI: Rentenversicherung). Es ist Ziel der Bundesregierung, durch ein neues Sozialgesetzbuch IX - Rehabilitation und Eingliederung von Menschen mit Behinderung - in diesem Bereich für die Betroffenen mehr Transparenz, eine verstärkte Zusammenarbeit der in der beruflichen Eingliederung tätigen Organisationen und Einrichtungen und damit auch eine verbesserte Wirksamkeit der Maßnahmen zu erreichen.

Maßnahmen der beruflichen Eingliederung können unterschiedliche Formen haben: Unterstützung bei der Wiedereingliederung in eine bereits früher ausgeübten Tätigkeit oder bei der beruflichen Neuorientierung, Kostenübernahme bei technischen Arbeitshilfen und bei der Einrichtung eines behindertengerechten Arbeitsplatzes. Wichtige Einrichtungen der beruflichen Eingliederung sind Berufsbildungswerke, Berufsförderungswerke und die Werkstätten für Behinderte.

Es sollte freilich nicht übersehen werden, dass Eingliederung nicht bei berufsfördernden Leistungen stehen bleiben darf. Soziale Eingliederung - also die Teilhabe am alltäglichen Leben in allen seinen Facetten - ist Ziel für alle, ungeachtet einer beruflichen Tätigkeit. Genaugenommen ist die soziale Eingliederung kein Teilbereich, sondern das übergeordnete Ziel aller Rehabilitationsmaßnahmen.

Hier geht es zum einen um persönliche Hilfen (z. B. für Aufwendungen, die aus der Behinderung entstehen, wie etwa notwendige Umbauten in der Wohnung), aber es geht auch um die Gestaltung und Herstellung einer barrierefreien Umwelt, die Menschen mit und ohne Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am Alltag ermöglicht. Voraussetzungen hierfür müssen im unmittelbaren, persönlichen Wohnbereich, in der Verkehrsinfrastruktur, bei öffentlichen Bauten geschaffen werden. Nicht zu vergessen sind auch Anstrengungen im Freizeit- und Urlaubsbereich, um den Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf barrierefreies Reisen zu erfüllen.

Eingliederung ist also zugleich Umschreibung von durch sozialpolitische Gesetzgebung niedergelegten und von verschiedenen Trägern finanzierten Maßnahmen als auch ein umfassendes gesellschaftspolitisches Ziel, nämlich Menschen mit Behinderungen nicht zu diskriminieren und auszugrenzen.

Ejakulation, retrograde:
Unter Ejakulation versteht man den Samenausstoß des Mannes. Die retrograde Ejakulation ist eine Störung, bei der Samen nicht nach außen, sondern "rückwärts" (retrograd) in die Harnblase abgegeben wird. Ursache ist eine Störung des Blasenschließmuskels z. B. im Rahmen diabetischer Nervenveränderungen (Neuropathie). Patienten mit retrograder Ejakulation sind unfruchtbar (infertil), d. h. nicht in der Lage, Kinder zu zeugen.

EKG:
(Elektrokardiogramm) Kurve der Herzströme. Voraussetzung für eine geregelte Herztätigkeit ist das Entstehen bioelektrischer Aktivitäten, die ihrerseits regelmäßig Herzaktionen hervorrufen. Die Kurve, die beim Ableiten dieser Ströme entsteht, heißt Elekto- kardiogramm (EKG). Aus ihr lassen sich wertvolle Rückschlüsse über die Herztätigkeit (z. B. Rhytmusstörungen ) ziehen.

Elektromelie:
Verstümmelung von Gliedmaßen

endogen:
ss

Endokrine Organe:
Organe, welche die von ihnen gebildeten Stoffe (Hormone) nicht nach außen (z. B. in den Darm), sondern direkt
in die Blutbahn abgeben. Endokrine Organe sind z. B. Schilddrüse, die Hirnanhangdrüse (=Hypophyse) und auch die Inselzellen, die ihre Produkte (u. a. Insulin) unmittelbar an die Blutgefäße abgeben.

Endolymphe
Flüssigkeit im häutigen Anteil des >Innenohrs

Enteropathie:
Erkrankungen der Magen-Darmschleimhaut

Enzyme:
Eiweißkörper, die für die Steuerung biochemischer Reaktionen unabdingbar notwendig sind. Enzyme fördern oder hemmen eine Vielzahl von biochemischen Abläufen im Organismus und wirken dadurch steuernd.

Epidemiologie:
Wörtlich übersetzt bedeutet Epidemiologie "Lehre von den Seuchen", womit nur ein ganz geringer Teil des Aufgaben- bereiches der Epidemiologie erfasst wird. Vielmehr versteht man unter Epidemiologie die Wissenschaft, die Krankheiten im Hinblick auf ihre Häufigkeit, ihre Verteilung in der Gesamtbevölkerung, ihre Zuordnung zu bestimmten Bevölkerungsgruppen (z. b. Berufsgruppen) beobachtet. Aus der Arbeit der Epidemiologen lassen sich z. B. Rückschlüsse ziehen, welche Bevölkerungsgruppen für bestimmte Krankheiten besonders anfällig sind (sogenannte Risikogruppen). Somit ergeben sich auch Möglichkeiten Vorbeugungsmaßnahmen gezielt zu treffen. Als Beispiel mag die derzeit wohl aktuellste Erkrankung "Aids" dienen. Die Aufgaben der Epidemiologen ist es zu beobachten, in welchen Teilen der Bevölkerung diese Erkrankung auftritt, wie sie sich verbreitet und auch wie sie an Häufigkeit zunimmt.


epidemiologisch:
die Häufigkeit und Verbreitung einer Erkrankung in der Bevölkerung betreffend

Epilepsie:
Im Mittelalter gab man Dämonen die Schuld an der Krankheit. Heute ist man den wahren Ursachen auf der Spur und kann entsprechend handeln.
Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns. Charakteristisches Merkmal der Krankheit sind Anfälle, die spontan und immer wieder auftreten, oft ohne unmittelbar erkennbare Auslöser. Nicht jeder Anfall läuft bei jedem Epileptiker gleich ab.

Kleinere Anfälle (Petit mal) bemerkt oft nur der Betroffene selbst. Es kann dabei jedoch zur Einschränkung des Bewußtseins kommen. So ein Anfall dauert oft nur wenige Sekunden und kann sich viele Male am Tag wiederholen.

Ein großer Anfall (Grand mal) kann in seiner Form und Intensität ebenfalls variieren, er verläuft aber deutlich dramatischer als ein kleiner Anfall. Der Betroffene selbst kann sich hinterher nicht mehr an die Zeit des Anfalles erinnern. Meist stürzt der Patient plötzlich zu Boden, evtl. sogar mit einem lauten Schrei. Bis zu einer halben Minute lang kann er völlig starr sein. Dabei ist er ohne Bewußtsein, die Augen sind jedoch häufig offen. Die Atmung setzt aus, und die Lippen werden bläulich.

Auf diese "tonische" Phase folgt die "klonische": Die Atmung setzt stoßweise wieder ein, die Muskeln vibrieren, es kann zu rhythmischen Zuckungen an Armen, Beinen und im Gesicht kommen, die so stark sein können, dass der Betroffenen sich dabei verletzt. Speichel kann aus den Mundwinkeln fließen oder schaumig hervorgestoßen werden. Weitere Begleiterscheinungen sind Schweißausbruch, starre Pupillen, und der Verlust von Urin, seltener von Stuhl.

Nach der klonischen Phase ist der Betroffene für wenige Minuten in seinem Bewusstsein noch erheblich eingeschränkt. In der Regel dauert ein derartigen Anfall ca. zwei bis vier Minuten und hat keine schädlichen Folgen. Gefährlich wird er erst durch die Umstände, in denen er sich ereignet, etwa im Straßenverkehr, beim Schwimmen oder wenn erhebliche Verletzungsgefahr besteht.

Dauert dagegen ein großer Anfall länger als 15 Minuten, spricht man von einem Status epilepticus, der lebensbedrohend sein kann.

Die Erkrankung kann sich in jedem Lebensalter zum ersten Mal zeigen. Die Hälfte der Erkrankten hat ihren ersten Anfall bereits vor dem zehnten Lebensjahr, zwei Drittel vor dem 20. Lebensjahr.


Welche Ursachen kommen in Frage?
Ein Anfall ist die Folge fehlerhafter Abläufe in den Nervenzellen des Gehirns. Die Erregbarkeit der Nervenzellen ist krankhaft gesteigert, unter bestimmten Umständen können sie unkontrollierte elektrische Impulse aussenden, die zur Entstehung des Krampfanfalles führen.
Je nach Ausgangspunkt im Gehirn unterteilt man epileptische Anfälle in fokale und generalisierte Anfälle. Fokale Anfälle gehen nur von einem örtlich begrenzten Anfallsherd (focus) in einer Gehirnhälfte aus. Bei generalisierten Anfällen sind beide Hälften des Gehirns betroffen. Beide Epilepsieformen können sich sowohl als Petit mal als auch als Grand mal äußern.
Ursachen, die zu einer Epilepsie-Erkrankung führen können, sind z.B. schwere Schädelhirnverletzungen, schwer verlaufenden virusbedingte Hirnentzündungen, Hirntumoren, Schlaganfälle und vergleichbare Schädigungen des Gehirns. Man spricht dann von sekundären Epilepsien. Die Bereitschaft, an Epilepsie zu erkranken, wird vererbt.
Bei 20 bis 30 Prozent der Epilepsie-Kranken ist die Ursache nicht geklärt (primäre Epilepsien)

Was können Sie selbst tun?

Wird bei einem Epilepsie-Kranken ein Anfall ausgelöst, sind meist typische Auslöser schuld:
¨ Schlafmangel
¨ Alkoholkonsum
¨ Extreme psychische oder körperliche Belastung
¨ Lichtreize
(z.B. Fernsehen mit starken Kontrasten, Computerspiele, Lichtorgeln in Diskos usw.)
Erfahrungsgemäß weiß jeder Epilepsie-Kranke, welche Auslöser für ihn gefährlich werden können. Indem sie diese konsequent meiden, können viele Betroffene die Häufigkeit ihrer Anfälle reduzieren.



Erwachsenendiabetes: Heute seltener gebrauchte Ausdrucksform für den Typ-2-Diabetes. Es handelt sich dabei um eine in der Regel nicht insulinabhängige Diabetesform, die bis auf ganz wenige Ausnahmen (Mody-Diabetes) nur Erwachsene betrifft.

Erwerbsunfähigkeit:
Erwerbsunfähig ist ein Versicherter, der in Folge von Krankheit oder anderen Gebrechen oder von Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte auf nicht absehbare Zeit eine Erwerbsfähigkeit in gewisser Regelmäßigkeit nicht mehr ausüben oder nicht mehr als nur geringfügige Einkünfte durch Erwerbstätigkeit erzielen kann.

Erkältung
Wenn die Nase läuft..... Nicht immer lassen sich abschwellende Nasentropfen bei starkem Schnupfen vermeiden. Aber oft reicht eine vorsichtige, tropfenweise Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung aus, die man folgendermaßen herstellt:
Einen Teel. Kochsalz kocht man mit ½ Ltr. Wasser auf. Nach dem Abkühlen wird mit der Pipette die Lösung vorsichtig in die Nase geträufelt. Die Salzlösung muß alle zwei Tage neu hergestellt werden.
Vor allem bei länger anhaltendem Schnupfen ist es gut, zwei bis dreimal täglich zu inhalieren. Dazu wird je ein Teel. Kamille, Pfefferminze, Thymian und Majoran mit kochendem Wasser übergossen und der Dampf unter einem Handtuch eingeatmet.
Evaluation: wissenschaftliche Erhebung von Daten zur Wirksamkeit einer (Behandlungs-)Methode.

Ein Extrakt schützt vor Erkältung

Extrakte aus abgetöteten Erkältungserregern (Bakterienlysate) in Tablettenform verhüten Erkältungen zu 40 % (Studie)."Die Wirkung beruht auf einer Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems", so Prof. Bergmann, Bad Lippspringe.

Teebaumöl schütz vor Erkältung

Teebaumöl wirkt nicht nur gegen Erkältungen, es kräftigt auch das Immunsystem. Selbst Kinder vertragen es. Bei Babys fügt man dem Bad zwei Tropfen Öl zu, gelöst in einem Teelöffel 50-%-igenAlkohols, bei älteren Kindern nimmt man drei Tropfen Öl. Und bei Halsschmerzen können ältere Kinder und Erwachsene damit gurgeln. Man mischt 5 - 10 Tropfen Teebaumöl in ein Glas Wasser.


Exsikkose: Austrocknung des Körpers bei Flüssigkeitsmangel infolge verminderter Flüssigkeitszufuhr bzw. übermäßigem Flüssigkeits- verlust. Ursache einer Exsikkose bei einem Diabetiker ist in der Regel eine schlechte Diabeteseinstellung. Die Exsikkose entsteht hierbei durch einen übermäßigen Wasserverlust über die Niere, da eine gesteigerte Glucoseausscheidung als Folge der schlechten Diabeteseinstellung zwangsläufig auch zu einer gesteigerten Wasserausscheidung führt.

Exsudate:
(harte, weiche) (lat.: Absonderung, Ausscheidung) Im medizinischen Sprachgebrauch versteht man unter Exsudat normaler- weise Flüssigkeit, die bei Entzündungen "ausgeschwitzt" wird (z. B. bei Rippenfellentzündung). In der Augenheilkunde hat der Begriff eine etwas andere Bedeutung. Er wird in Verbindung mit den Eigenschaftswörtern hart oder weich benutzt, um charakteristische Ver- änderungen am Augenhintergrund zu beschreiben. Exsudate treten z., B. im Rahmen diabetischer Augenhintergrundsveränderungen (diabetische Retinopathie) auf. Unter harten Exsudaten versteht man Ablagerungen von Fettstoffen in der Netzhaut, die sich weißlich und scharf-begrenzt darstellen und damit "hart" wirken. Man findet sie meist bei älteren Diabetikern. Bei Jugendlichen sind sie eine Seltenheit. Die weichen Exsudate sind unscharf-begrenzt und wirken dadurch "weich". Es handelt sich um Verquellungen von Nervenfasern, die meist bei Bluthochdruck, seltener bei Diabetes auftreten.

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