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C

Canthariden-Pflaster
Die Behandlung mit einem Canthariden-Pflaster gehört zu den sog. Ausleitungsverfahren in der Naturheilkunde. Man will versuchen, auf diesem Weg den Körper von Giftstoffen zu befreien. Zur Behandlung legt man ein Pflaster auf, das mit Cantharidin, einem Extrakt aus der "Spanischen Fliege" getränkt ist (diese Fliege ist ein in Osteuropa heimischer giftiger Käfer) Nach etwa 8 bis 10 Stunden bildet sich unter dem Pflaster eine dicke Blase, die mit Lymphflüssigkeit gefüllt ist. Die Blase muß auf sterilem Wege geöffnet, dann die Wunde sorgfältig versorgt werden, damit es nicht zu Infektionen kommt. Es dauert allerdings eine Weile, bis die Blase verheilt ist. Canthariden-Pflaster setzt man auch bei Neuralgien, Gicht und rheumatischen Beschwerden mit Erfolg ein. Die Wirkungsweise erklärt sich dadurch, daß mit dem flüssigen Blaseninhalt Stoffwechselschlacken lokal aus dem Körper herausgezogen werden. Dadurch ergeben sich eine bessere Durchblutung und eine Schmerzlinderung.

C-Peptid:
(= connecting peptide)
Als Eiweißkette Bestandteil des Insulinvorläufers Pro-Insulin. Nach Abspalten dieser Eiweißkette entsteht aus Por-Insulin das Insulin.

Cerebrale Bewegungsstörungen:

Cerebrale Bewegungsstörungen können nach frühkindlichen Hirnschädigungen z. B. durch
Sauerstoffmangel oder Gehirnblutungen entstehen. Auch eine schwere Verletzung (Schädel-Hirn-Trauma) kann cerebrale Bewegungsstörungen zur Folge haben. In seltenen Fällen sind schwere Gehirnerkrankungen die Ursache. Cerebrale Bewegungs- störungen sind gekennzeichnet durch Veränderungen in der Muskelspannung und bei der Bewegungskoordination. Alle Teile des Körpers können betroffen sein. Alle Bewegungsabläufe können erschwert sein: Fortbewegung ebenso wie Bewegungen der Arme und Hände und Sprechen. Bei der Spartizität ist die Muskelspannung zu hoch. Daher ist das Bewegungsausmaß gering. Bei der Atheose schwankt die Muskelspannung stark. so kommt es zu ausfahrenden, schwer kontrollierbaren Bewegungsabläufen. Bei der Ataxie ist die Muskelspannung niedrig und schwankend.

Betroffene haben besonders Schwierigkeiten mit Feinaussteuerung von Bewegungen. Bei manchen Kindern liegt eine Hypotonie vor, eine ständig zu niedrige Muskelspannung mit der entsprechenden Erschwerung aller Bewegungsabläufe. Besonders häufig sind Mischformen aus Spastizität und Athetose sowie Spastizität und Ataxie. Gemeinsam ist allen Formen, dass die willentliche Anstrengung die jeweils vorliegende Bewegungsstörung verstärkt. Daher brauchen Betroffene krankengymnastische Behandlung, ggf. auch Beschäftigungstherapie und Sprachheilbehandlung mit besonderen neurophysiologischen Methoden. Bei cerebralen Bewegungsstörungen sind Störungen der Sprechbewegung häufig. Von einer Dysarthrie spricht man dann, wenn das Sprechen durch die Bewegungsstörung schlechter verständlich ist. Betroffene können nicht alle Laute richtig bilden.

Eine Anartie liegt bei extrem ausgeprägten Bewegungsstörungen vor, wenn eine Verständigung mit gesprochener Sprache nicht möglich ist. Das Sprachverständnis wird durch eine Dysarthrie oder Anarthrie nicht beeinträchtigt. Bei Kindern mit cerebralen Bewegungsstörungen kommen auch sogenannte Mehrfachbehinderungen vor. Durch eine schwere Hirnschädigung kann es gleichzeitig zu einer Bewegungsstörung und zu einer Beeinträchtigung der Intelligenzentwicklung kommen. Schwerstbehinderung ist das gleichzeitige Vorliegen extrem schwerer cerebraler Bewegungsstörungen und außerordentlicher Enwicklungserschwerungen in allen Bereichen.


Cerebraler Insult:

Hirninfarkt, Schlaganfall. Hierbei handelt es sich um Untergang von Hirngewebe infolge einer umschriebenen akuten Durchblutungsstörungen des Gehirns. Als Ursachen kommen zum einen Gefäßveränderungen in Frage (Arteriosklerose). Aber auch Embolien (wandernde verschleppte Gerinnsel) aus dem Herzen oder aus Plaquebildungen der hirnversorgenden Gefäße können die Ursache sein. Als Risikofaktoren für cerebrale Durchblutungsstörungen sind zu nennen: Alter, erhöhter Blutdruck Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen sowie chronischer Alkoholmissbrauch.


Cerebrale Krampfanfälle (Epilepsie):
Besonders die Gruppe schwerer behinderter Patienten leidet nicht selten unter epileptischen Anfällen. Oft ist ein "Herantasten" an die geeignete Medikamentenkombination und deren jeweilige Dosierung nötig.


Cerebralparese:

= motorische Schwäche ausgelöst durch eine Hirnschädigung (cerebral= das Gehirn betreffend). Ist gekennzeichnet durch gestörte, funktionsinadäquaten, unwillkürlichen Bewegungsabläufen.


Cerumen
Ohrenschmalz ist ein normaler und physiologischer Bestandteil des äußeren Ohres und kein Schmutz! Es wirkt antibakteriell und verhindert Hautausschläge in diesem Bereich. Zu gründliche "Reinigung" (Wattestäbchen) führt zur Bildung eines Ohrschmalzpfropfes - auch eine Ursache von Tinnitus!
Charcot-Fuß:
Er ist nach Jean Martin Charcot, einem französischen Neurologen des 19. Jahrhunderts benannt: bei der Spätform der Syphillis mit Befall des Rückenmarkes hat Charcot Störungen an Knochen, Gelenken und der Haut im Bereich der Füße mit Verformung, Gelenkfehlstellung und Mal perforant beschrieben. Beim Diabetes mellitus versteht man unter Charcot-Fuß eine Sonderform des Diabetischen Fußsyndroms. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass es zu Knochenbrüchen und Knochenuntergang im Bereich der Füße (meist Fußwurzel- aber auch Mittelfußbereich) kommt. Dadurch entstehen mitunter monströse deformierende Veränderungen des Fußes mit eingeschränkter Belastbarkeit. Nach mehrmonatiger Totalentlastung des Fußes, die konsequent durchgeführt werden muss, kann es zu erneuter Stabilisierung des Fußskelettes kommen. Die Deformierung bleibt jedoch bestehen. Im abgeheilten Stadium kann nach Versorgung mit Maßschuhen der Fuß wieder meist beschwerdefrei belastet werden.
Chonodrodystrophie:
angeborene Aufbaustörung des knorpelig vorgebildeten Skeletts - Zwergwuchs, Deformitäten besonders der unteren Extremitäten ("Liliputaner")


Cholesterin:

Substanz aus der Gruppe der Fette. Cholesterin kommt im gesamten Organismus vor und spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Gallensäuren, von Zellwänden und beim Aufbau von Hormonen. Cholesterin wird zum Teil aus der Nahrung aufgenommen (z. B. im Eigelb), zum Teil aber auch vom Körper selbst gebildet. Verwertungsstörungen wie auch ein Überangebot an Nahrungscholesterin kann zu verstärkter ,Gefäßverkalkung führen, da Cholesterin in den Gefäßwänden abgelagert wird.


Chronisch:
(=langsam verlaufend)
Unter chronischen Erkrankungen versteht man solche, die meist wenig dramatisch, dafür aber sehr langwierig verlaufen und in aller Regel nicht ausheilen.



Chronisches Erschöpfungssyndrom:
Ständige Müdigkeit, die zum Problem wird, wurde lange Zeit in der Medizin nicht ernst genommen. Seit einigen Jahren jedoch betrachten viele Mediziner die Betroffenen mit anderen Augen, denn die seltsame Müdigkeit hat nun zumindest einen Namen. Ist das Chronische Erschöpfungssyndrom wirklich eine neue Krankheit oder gar das "Geheimnis der 90er", wie es manchmal genannt wird? Es gibt Hinweise in der medizinischen Literatur, daß Erschöpfungsphänomene schon seit langem bekannt sind. In seinem Buch "Immer müde - bin ich krank?" datiert Prof. Dr. med. Wilfred A. Nix die erste Beschreibung einer "Erschöpfbarkeit" auf das Jahr 1750 und bezieht sich auf ein Lehrbuch des englischen Arztes Dir Richard Manning. Eine andere Art der Erschöpfbarkeit wurde 1871 beschrieben und als "Da Costa" oder "Effort-Syndrom" bezeichnet. Beobachtet wurde die Erkrankung bei Soldaten.

Als Ursache wurde Streß nach Kampfhandlungen vermutet. Andere Autoren benennen den Neurologen George Beard als Erstbeschreiber der Erkrankung, da er eine nervöse Erschöpfung bei Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg dokumentierte. Er prägte den Begriff "Neurasthenie". Seltsame Erschöpfungszustände: In der Literatur finden sich denn auch weitere Hinweise auf Erkrankungen, die heute wahrscheinlich als "Chronic Fatigue Syndrome" (kurz CFS, zu deutsch: Chronisches Ermüdungs-Syndrom) eingestuft wurden. In der Zeit von 1934 bis 1957 wurden 16 Epidemien sogenannter "Atypischer Poliomyelitis" (Poliomyelitis = Kinderlähmung) beobachtet, die in den USA, in England, Australien, Dänemark und der Schweiz auftraten. 1948/49 erkrankten 488 Personen - vorwiegend junge Menschen - in der Stadt Akureyri, nachdem Fälle von Poliomyelitis aufgetreten waren.

Die Symptome waren: Müdigkeit, Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Es schlossen sich über Monate und Jahre Beschwerden mit ausgeprägter Erschöpfbarkeit an. In der Literatur wurde die Erkrankung "Iceland Disease" (engl. Erkrankung) oder "Akureyri Disease" genannt. Ähnliche Symptome beobachtete man auch 1954/55 im Londoner Royal Free Hospital, wo insgesamt 292 Mitarbeiter, aber keine Patienten erkrankten. Die Erkrankung wurde als "Royal Free-Disease" bezeichnet.
Dr. A.. Melvin Ramsay, der Infektionsspezialist des betroffenen Krankenhauses, beschäftigte sich im nachhinein mit der Erkrankung und prägte den Begriff "Benige myalgische Enzephalomyelitis" (kurz ME). Bis heute ist jedoch nicht erwiesen, dass es sich bei der Erkrankung um eine "gutartige Entzündung der Muskeln, des Rückenmarks und des Gehirns" handelt. Trotzdem hat sich diese Bezeichnung in der medizinischen Literatur des englischen Sprachraumes durchgesetzt.

1991 wurde in Großbritannien die wissenschaftliche Gesellschaft "Melvin Ramsey Society" zur Erforschung der ME gegründet, die jährlich einen Preis an Wissenschaftler vergibt, die sich um die Erforschung der ME verdient gemacht haben.

Ähnliche Erkrankungen wie im Royal Free Hospital wurden in England, den USA und Deutschland beobachtet und als "infektiös mononukleoseartig" beschrieben. Infektiöse Mononukleose ist der Fachbegriff für Pfeiffersches Drüsenfieber. Zwischen 1957 und 1990 kam es in England, den USA, Australien, Afrika und Island zu 38 ähnlichen Epidemien von ME. Seit 1985 setzte sich zunehmend die Bezeichnung "Chronic Fatigue Syndrome" durch. Aufgetreten sind einzelne oder gehäufte Fälle der Krankheit unter anderem in den Ländern, die schon zuvor betroffen waren, und in Europa. Auffällig war ein gehäuftes, räumlich begrenztes Auftreten von CFS bei Kindern in New York

Was ist CFS?
Bisher ist nicht bekannt, was die Symptome des CFS auslöst und wie man am besten gegen die Krankheit vorgehen sollte. Patienten, die sich mit ihren zum Teil massiven Beschwerden an einen Arzt wandten, wurden lange Zeit nicht ernst genommen oder einer psychiatrischen Behandlung überstellt. Dabei existieren in den USA seit 1988, in England seit 1991 und Australien seit 1992 bereits feste Kriterien, wann die Diagnose CFS gestellt werden kann. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Klassifikation von Krankheiten, die statistischen Zwecken dient, führt das CFS unter dem Diagnoseschlüssel ICD-10 G 93.3. Daß die drei Länder in ihrem Kriterienkatalog nicht zur Übereinstimmung kommen, zeigt jedoch deutlich, wie unterschiedlich die Symptome dieser Gesundheitsstörung sein können.

In Deutschland rief das Bundesministerium für Gesundheit Ende 1993 eine Expertengruppe zusammen, die den Kenntnisstand prüfen und Forschungsbedarf festlegen sollte. Im Herbst 1994 kam man zu der Übereinkunft, daß eine Definition des CFS noch nicht gegeben werden könnte. An ihre Stelle trat die Klassifikation der Erkrankung, die dem Arzt hilft, CSF zu diagnostizieren und zu behandeln.



Immer müde und was noch?

Die Symptome des CFS sind nicht einheitlich, gemeinsam ist jedoch allen Erkrankten ein starkes Erschöpfungsgefühl, das mindestens 6 Monate anhält, oder in dieser Zeit immer wieder auftritt. Die Erschöpfung ist dermaßen stark, daß die Aktivitäten des täglichen Lebens zu mindestens 50 % vermindert sind. Das bedeutet, daß das Gefühl der Erschöpfbarkeit ständig und in starkem Ausmaß vorhanden ist.

Die betroffenen Personen können sich noch selbst versorgen, weitere Tätigkeiten sind jedoch deutlich eingeschränkt und führen zu Erschöpfungsattacken. Einigen Betroffenen ist es nicht mehr möglich, sich selbst zu versorgen und ihre Schwäche zwingt sie dazu, im Bett zu bleiben oder einen Rollstuhl zu benutzen. Typischerweise können sich die Erkrankten genau erinnern, wann diese Erschöpfungszustände begonnen haben und oft ist der Beginn der Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen einhergegangen. Andere Betroffene erinnern sich an besonderen körperlichen oder psychischen Streß, der dem Krankheitsbeginn vorausging. Zu dieser tiefsitzenden Erschöpfung kommt eine Vielzahl weiterer Beschwerden in unterschiedlichen Kombinationen: erhöhte Temperatur, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Depression, Konzentrationsstörungen, Angespanntheit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Lymphknotenschwellungen, Sehstörungen und andere mehr.

Die Vielzahl der möglichen Begleitsymptome erleichtert die Diagnose der CSF nicht, da es gilt, alle naheliegenden anderen Krankheiten auszuschließen, bevor der Arzt zu der Überzeugung gelangt, daß es sich um CFS handelt. Dazu sind oft langwierige Untersuchungen nötig, die auch ein psychiatrisches Gutachten einschließen. Zusätzlich wird die Diagnose der CSF dadurch erschwert, daß bisher kein Laborwert gefunden wurde, auf den sich die Diagnose stützen kann. Im Gegenteil: Die meisten Symptome sind subjektive, nicht quantifizierbare Beeinträchtigungen des Wohlbefindens
.

Ist das Immunsystem schuld?
Ist die Diagnose gestellt, entscheidet der Arzt über die Art der Behandlung, die zumeist auf die Linderung der Symptome abzielen wird. Eine an der Krankheitsursache ansetzende Behandlung ist derzeit nicht möglich, da Auslöser und Entstehungsmechanismus der Erkrankung nicht geklärt sind. Verschiedene Beobachtungen legen jedoch nahe, daß es sich um eine Störung der komplexen Regulation des psychoneuro-endokrinen-immunologischen Netzwerkes handelt. Zu dieser Arbeitshypothese gelangte man, weil Forscher verschiedene Veränderungen der Zeilen und Botenstoffe des Immunsystems feststellten und außerdem bemerkten, daß ungewöhnliche körperliche und psychische Stresssituationen, die den Immunstatus negativ beeinflussen können, beim Ausbruch der Krankheit eine Rolle spielen können.

Andere Forscher halten es für möglich, daß es sich bei dem CSF um eine Infektion handelt, da die Abwehrstoffe gegen bestimmte Viren z.B. Epstein-Barr-Virus (Auslöser des Pfeifferschein Drüsenfiebers), Herpesvirus HHV6, Retroviren u.a., erhöht sein können. Unter den Vertretern dieses Ansatzes gibt es einige, die davon ausgehen, daß eine Beeinträchtigung des Immunsystems bei CFS-Kranken dazu führt, daß an sich harmlose oder inaktive Viren bzw. Umgebungskeime die Symptome auslösen.

Um diese offenen Fragen zu klären, bedarf es weiterer Forschungsarbeiten. Erst nachdem die Ursachen aufgedeckt sein werden, wird eine ursächliche Therapie der Erkrankung möglich sein. Das bedeutet jedoch nicht, daß Betroffene ihr Leben lang unter CFS leiden müssen, denn oft verschwindet die Krankheit so plötzlich und unerklärlich, wie sie gekommen ist, oder die Beschwerden gehen auf ein erträgliches Maß zurück.

Eine verständnisvolle psychologische/psychosomatische Führung und Entspannungstechniken wie autogenes Training tragen außerdem dazu bei, die Situation der Betroffenen zu verbessern. Ergeben die zur Diagnose durchgeführten Untersuchungen einen Hinweis auf einen Nährstoffmangel, sollte dieser ausgeglichen werden. Außerdem kann ein Verzicht auf "Genussgifte" wie Nikotin und Alkohol das Befinden verbessern, ebenso eine Verminderung des Schadstoffeinflusses aus der Umwelt.

Wichtig ist es, vor dem Beginn jeder Behandlung mit der zuständigen Krankenkasse zu klären, ob sie die anfallenden Kosten übernimmt. Damit es im nachhinein nicht zu Problemen kommt, ist es sinnvoll, sich diese Zusage schriftlich geben zu lassen.
(Literatur: Prof. Dr. med. Wilfried A. Nix: "Immer müde - bin ich krank?"TRIAS Thieme Hippokrates Enke, Stuttgart 1996.) ( Werner Zenker: "Das chronische Erschöpfungssyndrom" Econ-Verlag, Düsseldorf 1996)



Cochlear Implant:
Das Cochlear Implant ist eine kleine Hörprothese für Gehörlose und Ertaubte.Es ermöglicht Menschen das Hören, deren Innenohr nicht funktioniert, deren Hörnerv aber intakt ist. Das Cochlear Implant besteht aus:
- einem Sprachprozessor,
- einem Mikrofon mit Sendespule und
- dem Implantat .

Letzteres setzt sich aus einem Magneten, einer Empfängerspule und Elektroden zusammen und wird operativ in den Knochen hinter dem Ohr eingesetzt. Das Mikrofon wird über die Ohrmuschel gehängt. Durch ein dünnes Kabel ist es mit der Sendespule und dem Sprachprozessor verbunden. Die Sendespule wird durch den Magneten hinter dem Ohr gehalten und stellt die Verbindung mit dem Implantat unter der Haut her. Der Sprachprozessor, er hat etwa die Größe einer Zigarettenschachtel, wird in Hemd- oder Blusentaschen oder am Gürtel getragen.


Das Mikrofon nimmt die Schallwellen aus der Umgebung auf und leitet sie zum Sprachprozessor, der sie in elektrische Signale umwandelt. Diese werden zur Sendespule und durch die Haut an das Implantat weitergeleitet. Von dort werden die codierten elektrischen Impulsfolgen an den Hörnerv weitergegeben, der wiederum diese Informationen dem Gehirn zuführt.

Dieser Vorgang erzeugt beim CI-Träger Hörempfindungen unterschiedlichster Art. Ein intensives Hörtraining nach der Operation ist die Voraussetzung für Hör-Erfolge.
Ein Cochlear-Implantat kommt dann in Frage, wenn der Patient hochgradig schwerhörig oder ertaubt ist, d.h. wenn eine apparative Versorgung mit einem Hörgerät nicht mehr möglich ist. Ein Implantat kann jedoch nur dann eingesetzt werden, wenn der Hörnerv intakt und funktionsfähig ist.

Coma:

Zustand tiefer Bewusstlosigkeit und Reaktionslosigkeit. Verschiedene Ursachen sind möglich: z. B. Alkohol, Stoffwechselentgleisung (Coma diabeticum), Leberversagen (Coma hepaticum) usw.


Coma diabeticum:

Krisenhafte Entgleisung des Zuckerstoffwechsels mit Störungen des Bewusstseins. Die Häufigkeit des Coma diabeticum liegt etwa bei 3 Fällen pro 1000 Diabetikern pro Jahr, wobei jugendliche insulinbedürftige Diabetiker am häufigsten betroffen sind. Man unterscheidet 2 Formen: das ketazidotische Coma und das hyperosmoslare Coma, die sich beide in ihren Ursachen, dem klinischen Bild und auch in der Behandlung unterscheiden.


Ursache des ketoazidotischen Comas ist in erster Linie der Insulinmangel. Insulin ist ein Hormon mit vielfältigen Wirkungen, folglich kommt es bei einem Mangelzustand auch zu komplexen Stoffwechselstörungen. Zunächst einmal steigt der Blutzucker an, da der vorhandene Zucker nicht verwertet wird und die Zuckerneubildung in der Leber ohne die "Insulinbremse" verstärkt abläuft. Neben dem Blutzuckeranstieg kommt es auch zu einem Anstieg der Ketonkörper (z. B. Azeton) aufgrund eines verstärkten Fettabbaus. Die Ketonkörper führen zu einer Übersäuerung des Körpers (Azidose), wodurch der Azetonnachweis im Urin deutlich positiv ausfällt.

Ebenso wichtig wie der Insulinmangel ist in der Entstehung eines Coma diabetikum  auch die Rolle der sogenannten  Streßhormone (Cortison, Ketecholamine, z. B. Adrenalin, Glucagon). Aus Erfahrung weiß man, dass Blutzuckerentgleisungen häufig mit Stresssituationen (z. B. Infektionen) in Zusammenhang stehen und so verstärkt Stresshormone ausgeschüttet werden. Diese wirken als Insulingegenspieler: sie erhöhen den Blutzucker und fördern den Fettabbau wodurch wiederum die Konzentration der Ketonkörper erhöht wird.


Das klinische Bild der ketoazidotischen Entgleisung ist vor allem durch starke Flüssigkeits- und Salzverluste sowie durch Übersäuerung (Azidose) geprägt. (Acetongeruch in der Atemluft). Die Flüssigkeitsverluste entstehen dadurch, dass bei hohen Blutzuckerwerten zwangsläufig immer erhöhte Harnzuckerausscheidung auch zu einer verstärkten Wasserausscheidung führt. Häufiges Wasserlassen und Zunahme des Durstgefühls sind die Folge. Kann man den Wasserverlust nicht ausgleichen, - nicht selten bestehen auch Übelkeit und Erbrechen - so kommt es zu einem starken Austrocknen des Körpers.

Im Gegensatz zum ketoazidotischen Coma entsteht beim hyperosmolaren Coma keine oder nur eine geringe Übersäuerung. Hier steht in erster Linie ein exzessiver Blutzuckeranstieg (oft über 1000 mg/d) und Flüssigkeitsverlust im Vordergrund. Auslösender Faktor ist meist ein Flüssigkeitsmangel (z. B. bei Fieber) wodurch die Zellen austrocknen und unempfindlicher auf Insulin reagieren. Hyperosmolare Blutzuckerentgleisungen werden in aller Regel nur bei älteren Diabetikern beobachtet.



compliance:
Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit, z.B. zur Einnahme der verordneten Medikamente oder zur Mitarbeit in der Psychotherapie


congenital
= angeboren


Coronar
Arterie: Herzkranzgefäß für die Blutversorgung des Herzmuskels


Coronarsklerose:

Verkalkung der Herzkranzgefäße. Diese führt zu einer Einengung des Gefäßquerschnitts und somit zu einer Verminderung des Blutdurchflusses. Der Herzmuskel reagiert auf die Drosselung seiner Blut- und damit Sauerstoffversorgung mit einem typischen Schmerzereignis (Angina pectoris). Im schlimmsten Fall kommt es zu einem vollkommenen Verschluss eines Herzkranzgefäßes und damit zu einem Herzinfarkt. Risikofaktoren für die Entstehung von Coronarsklerose sind in erster Linie Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoff.- wechselströrungen und Diabetes.


Cortisches Organ
(A. Corti, 1822 - 1876, ital. Anatom). Das eigentliche Hörorgan in der Schnecke (Cochlea) des >Innenohres, in dem die Umwandlung mechanischer Schallwellen in bioelektrische Signale erfolgt, die über den >Hörnerv zum Gehirn geleitet werden.
Cortison:
Lebenswichtiger Botenstoff (Hormon) aus der Nebennierenrinde. Cortison hat auf den Blutzucker eine steigernde Wirkung und wird unter anderem nach Unterzuckerungen im Rahmen der Gegenregulation freigesetzt. Aufgrund seiner ausgeprägten entzündungs- hemmenden und antiallergischen Wirkung, findet Cortison häufig auch als Medikament Anwendung, vor allem bei internistischen Er- krankungen (Asthma, Rheuma usw.).


Cystische Fibrose (Mucoviscidose)

Die Cystische Fibrose ist eine der verbreitesten Erbkrankheiten. Häufigkeit 1:2000 Neugeboren. Bildung eines äußerst zähflüssigen Schleims in den Schleimdrüsen der Luftwege und des Verdauungskanals. Dieser zähe Schleim verlegt die genannten Körperkanäle und verstopft die Ausführungsgänge der erwähnten Drüsen. Diese füllen sich mit gestauten Sekretmassen und erweitern sich zu zahlreichen, sekretgefüllten Cysten. Durch den Druck dieser Cysten wird allmählich das ganze Drüsengewebe zerstört und an seine Stelle tritt ein fibröses Bindegewebe.


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