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A

A-Zelle: Die Langerhans`schen Inseln der Bauchspeicheldrüsen, der Ort der Insulinbildung, bestehen aus 3 verschiedenen Zellsystemen A-Zellen (ungefähr 20-30 % der Zellen), B-Zellen (50-70 %) und D-Zellen (-10 %). Die A-Zellen bilden Glucagon, ein Eiweißkörper, der eine blutzuckersteigernde Wirkung hat und so eine sehr wichtige Rolle bei Unterzuckerungen spielt.

Abusus: Missbrauch, übermäßiger Gebrauch von Arzneimitteln oder von Genussmitteln (z. B. Alkohol).

ACE-Hemmer:
Medikamentengruppe zur Blutdrucksenkung und zur Behandlung einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche). ACE-Hemmer sind stoffwechselneutral, d. h. sie verschlechtern eine diabetische Stoffwechsellage nicht. Möglicherweise haben sie einen günstigen Einfluss auf das Fortschreiten einer diabetischen Nierenschädigung. Sie können aber auch die Nierenfunktion verschlechtern, daher sollte diese bei Beginn der Behandlung öfters kontrolliert werden.

ACTH: Lebenswichtiger, in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildeter Botenstoff (Hormon), bewirkt unter anderem in der Nebenniere die Bildung und Freisetzung des Hormons Cortison. ACTH wird in verstärktem Maße in Stresssitu-ationen wie auch bei Unterzuckerung freigesetzt. Auf den Blutzucker hat es über die Freisetzung von Cortison eine steigernden Effekt.

Adipositas: Fettleibigkeit. Vermehrung des Fettgewebes, meist bedingt durch Überernährung, gelegentlich auch als Folge von Stoffwechselstörungen, bzw. Hormonstörungen.

Adrenalin: Botenstoff (Hormon) der Nebennieren mit vielfältigen Wirkungen im Stoffwechsel und Kreislaufsystem. Es gehört zu den sogenannten "Stresshormonen", da es bei Aufregung und Angst, aber auch bei Unterzuckerung (Hypoglykämie) vermehrt freigesetzt wird. Die Adrenalinwirkung führt zu einer Steigerung des Blutzuckerspiegels. Am Herzen ruft es unter anderem eine Beschleunigung des Herzschlages hervor. Bei Unterzuckerung empfindet man diese Adrenalinwirkung als Herzklopfen und innere Unruhe.

Akustikus-Neurinom
Geschwulst des Hörnervs, meist im inneren Gehörgang. Akustikus-Neurinome sind histologisch gutartige Tumore und keine Krebsgeschwülste. Ihre Gefahr besteht in langsamem, aber unaufhaltsamen Wachstum in sehr engen Räumen. Deshalb ist eine frühe Operation wichtig, durch die oft, aber nicht immer die Hörfunktion und die Funktion des Gesichtsnervs erhalten werden kann.

Akut:
(lat. "scharf", "spitz").Plötzlich einsetzend, heftig verlaufend. (Gegensatz zu chronisch).

Albinismus: Eine Erbkrankheit, bei der ein Mangel an Pigmenten einschließlich der Augen vorliegt. Sie wird für gewöhnlich begleitet von einem Nystagmus. Kinder mit Albinismus sind sehr lichtempfindlich und tragen manchmal getönte Brillen.

Albumin: Lebensnotwendiger Eiweißkörper, der unter anderem im Blut eine wichtige Rolle bei der Bindung von Wasser und als Transportsystem für verschiedene andere Stoffe spielt. Bei Mangel an Albumin wird Wasser nicht mehr ausreichend in der Blutbahn gebunden und tritt dann in das Gewebe aus (Ödembildung). Albumin wird in der Leber aus Aminosäuren aufgebaut.

Albuminurie: Ausscheidung von Eiweiß im Urin.

Allergie: Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf verschiedene Substanzen (z. B. Medikamente, Nahrungs-mittel, Pflanzenbestandteile, Kosmetika usw.)

Alpha-Glucosidasehemmer: Medikamentengruppe zur Hemmung beziehungsweise Verzögerung der Kohlenhydrat-Aufnahme aus dem Darm. Bsp.: Acarbose. Die Verdauung der Kohlenhydrate wird durch  enzymatische Hemmung verzögert, sodass diese nicht so schnell aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden können. Die Blutzuckererhöhung nach dem Essen kann somit reduziert werden. Alpha-Glucosidasehemmer kommen als orale Antidiabetika (Tabletten) v. a. bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zur Anwendung. Nebenwirkungen sind Völlegefühl, Gasbildung im Darm (Flatulenz) und Bauchkrämpfe.

Altersdiabetes: Heute nicht mehr verwendete Bezeichnung für die Zuckerkrankheit bei älteren Menschen. Früher erfolgte die Einteilung verschiedener Diabetesformen nach dem Lebensalter. So wurde der Jugendliche (=juveniler Diabetes) vom Altersdiabetes unterschieden. Nach neueren Erkenntnissen über die Entstehung der Zuckerkrankheit erfolgte 1980 auf Vorschlag der WHO eine Umbenennung. Heute wird unterschieden in Diabetes mellitus Typ 1 (insulinabhängiger Diabetes) und Typ 2 (insulinunabhängiger Diabetes).

Altinsulin: (= Normalinsulin). Kurzwirkendes Insulin ohne Zusatz von wirkungsverlängernden Substanzen. Kann als einzige Insulinpräparation sowohl in die Vene (= intravenös = i. v.) als auch in den Muskel (=intramuskulär = i. m.) wie auch in das Unterhautfettgewebe (=subkutan =s. c.) gespritzt werden. Die Gabe von Altinsulin in die Vene, also direkt in die Blutbahn, ist grundsätzlich beim diabetischen Koma, einer schweren Stoffwechselentgleisung mit Bewusstseins-trübung, bzw. Bewusstlosigkeit, notwendig. Das Spritzen in das Unterhautfettgewebe ist die Art der Anwendung von Altinsulin. Hierbei beginnt die Insulinwirkung etwa nach 15-20 Minuten und dauert zirka 6 Stunden. Etwa 11/2 Stunden nach dem Spritzen entfaltet Altinsulin seine stärkste Wirkung. Dieses sogenannte Wirkmaximum dauert ungefähr 1 Stunde. Die von den verschiedenen Firmen angebotenen Altinsuline zeigen hinsichtlich des oben geschilderten Wirkungsablaufes keine großen Unterschiede.

Amelie:= angeborenes Fehlen von Gliedmaßen (siehe auch Dysmelie und Phokomelie)

Aminosäure: Säuren, die zur Energiegewinnung, hauptsächlich aber zum Aufbau der Eiweiße dienen. Es gibt insgesamt 20 verschiedene, natürlich vorkommende Aminosäuren, die wie Glieder einer Kette aneinandergereiht werden und so die Eiweißkörper formieren.

Ampulle: (="kleine Flasche") Kleines, luftdicht verschlossenes Glasröhrchen zum Aufbewahren von spritzfertigen Lösungen.

Amputation: Operative Abtrennung eines Körperteils.

Analgetikum: Schmerzmittel.

Anamnese: (griechisch: Erinnerung) Krankheitsgeschichte. Angaben eines Kranken zur Vorgeschichte seiner Erkrankung (Eigenanamnese), Angaben von Krankheiten im Familienbereich (=Familienanamnese), Angaben zum Beruf (Berufsanamnese).

Anarthrie: Zerebral bedingte vollständige Störung der Lautbildung (Sprachverständnis kann voll ausgeprägt sein) (siehe auch Dysartrie)

Anatomie: wörtlich übersetzt: Zergliederung. Lehre vom Körperbau.

Angina pectoris: Engegefühl, Beklemmung im Brustbereich. Zeichen für eine Minderdurchblutung des Herzmuskels infolge von Coronarsklerose oder anderer Erkrankungen mit vermindertem Blutfluss in den Coronar-Arterien. Die Schmerzen setzten oft plötzlich ein, halten Sekunden bis Minuten an. Sie können hinter dem Brustbein, aber auch beidseits in der Brust lokalisiert sein und in beide Arme, den Oberbauch, in den Hals/Unterkiefer oder in den Rücken ausstrahlen. Manchmal mit Erstickungsgefühl, Luftnot, Angstzuständen.

Angiographie
Röntgenuntersuchung der Blutgefäße. Untersuchungsmethode besonders bei pulssynchronen Ohrgeräuschen, wenn es Hinweise auf Strömungshindernisse in der Blutbahn oder auf Blutgefäßveränderungen gibt.

Antidiabetikum:
(plural: Antidiabetika) Medikamente zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes). Hierzu zählen unter anderem Insulin wie auch eine Reihe von Tablettenpräparaten

Apgar: Punkteschema, nach dem alle Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt beurteilt werden. Dabei werden die Pulsfrequenz, die Atmung, die Festigkeit der Muskulatur, die Reflexe und die Hautfarbe beurteilt, je nach Güte gibt es 2 Punkte wenn sie gut vorhanden sind, 1 Punkt wenn sie nicht gut und kein Punkt, wenn sie fehlen. Apgar 10 ist also ein völlig gesundes Kind und Apgar 0 praktisch den der Tod eines Kindes.

Aphasie: = Sprachstörung, bedingt durch Erkrankungen der Sprachzentren, bei der trotz erhaltener Intelligenz und intakter Sprechwerkzeuge Begriffe nicht mehr in Wort- oder Schriftbilder umgesetzt werden können oder Gesprochenes oder Geschriebenes nicht mehr begrifflich aufgenommen werden können.

Apoplexie oder Apoplexia cerebri: Hirninfarkt, Schlaganfall. Hierbei handelt es sich um Untergang von Hirngewebe infolge einer umschriebenen akuten Durchblutungsstörung des Gehirns. Als Ursachen kommen zum einen Gefäßveränderungen in Frage (Arteriosklerose). Aber auch Embolien (wandernde verschleppte Gerinnsel) aus dem Herzen oder aus Plaquebildungen der hirnversorgenden Gefäße können die Ursache sein. Als Risikofaktoren für cerebrale Durchblutungsstörungen sind zu nennen: Alter, erhöhter Blutdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Rauchen, Fettstoffwechselstörung sowie chronischer Alkoholmissbrauch.

Arbeitsassistenz

Für behinderte Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf ist die Arbeitsassistenz einer von mehreren Bestandteilen des umfassenden Ansatzes zur persönlichen Assistenz bei den Verrichtungen des täglichen Lebens und zur Teilhabe am Arbeitsleben und der Gesellschaft. Auftraggeber der verschiedenen Dienstleistungen zur persönlichen Assistenz ist dabei der behinderte Mensch selbst. Insofern ist die persönliche Assistenz zugleich Ausdruck des Selbstbestimmungsrechts sowie des Wunsch- und Wahlrechts (§ 9 SGB IX).

Mit der Novellierung des Schwerbehindertenrechtes (Teil 2 SGB IX) wurde ein Rechtsanspruch schwerbehinderter Menschen auf Übernahme der Kosten notwendiger Arbeitsassistenz durch die Integrationsämter eingeführt (§ 102 Abs. 4 SGB IX), und zwar als Teil der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben. Es geht dabei um eine Geldleistung, nicht um eine vom öffentlichen Leistungsträger zu organisierende Sachleistung. Der schwerbehinderte Arbeitnehmer hat vielmehr selbst die Organisations- und Anleitungskompetenz, ist dafür aber auch selbst verantwortlich. Der schwerbehinderte Arbeitnehmer stellt also entweder die Assistenzkraft selbst ein (Arbeitgebermodell) oder beauftragt einen Anbieter von Assistenzdienstleistungen auf eigene Rechnung mit der Arbeitsassistenz (Auftragsmodell).

Voraussetzung ist stets, dass es um arbeitsbezogene Unterstützung geht und diese notwendig ist. Als Arbeitnehmer ist der schwerbehinderte Mensch gegenüber seinem eigenen Arbeitgeber verpflichtet, seine Arbeitsleistung persönlich zu erbringen. Wie bereits das Wort „Assistenz“ zeigt, ist Arbeitsassistenz eine Hilfestellung bei der Arbeitsausführung, nicht aber die Erledigung der vom schwerbehinderten Arbeitnehmer zu erbringenden arbeitsvertraglichen Tätigkeit selbst. Es geht dabei um kontinuierliche, regelmäßig und zeitlich nicht nur wenige Minuten täglich anfallende Unterstützung am konkreten Arbeitsplatz. Notwendig ist diese, wenn weder die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung noch eine vom Arbeitgeber bereitgestellte Assistenz (z.B. durch Arbeitskollegen) ausreichen, um dem schwerbehinderten Menschen die Ausführung der Arbeit in wettbewerbsfähiger Form zu ermöglichen. Zielgruppe der Leistungen zur Arbeitsassistenz sind beispielsweise Rollstuhlnutzer, schwer sinnesgeschädigte Menschen (etwa blinde oder gehörlose Menschen) sowie geistig bzw. erheblich lernbehinderte Menschen.

Rechtsanspruch: Als Leistung zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben dient die Arbeitsassistenz zum einen dem Ziel, einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu erlangen (vgl. § 33 Abs. 8 Nr. 3 SGB IX). In diesem Fall richtet sich der Rechtsanspruch, zeitlich auf 3 Jahre befristet, gegen den zuständigen Rehabilitationsträger. Die Arbeitsassistenz dient aber auch zur Sicherung bereits bestehender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Der Kostenträger ist in diesem Fall das Integrationsamt (vgl. § 102 Abs. 4 SGB IX).

Auch nach der Eingliederungsphase bleibt vielfach eine Arbeitsassistenz angesichts von Art oder Schwere der Behinderung erforderlich. Dann kommt es nach 3 Jahren zu einem Zuständigkeitswechsel vom Rehabilitationsträger zum Integrationsamt. Um dennoch eine einheitliche Bewilligungs- und Verwaltungspraxis zu gewährleisten, sieht das SGB IX vor (§ 33 Abs. 8 Satz 2), dass die Durchführung der Leistungen zur Arbeitsassistenz von Anfang an durch das Integrationsamt erfolgt; diesem werden die Kosten für die ersten 3 Jahre ab Aufnahme der Beschäftigung vom zunächst zuständigen Rehabilitationsträger erstattet. Die Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz ist auch zur Aufnahme bzw. Sicherung einer wirtschaftlich selbstständigen Existenz möglich (vgl. § 33 Abs. 3 Nr. 6 SGB IX sowie § 21 Abs. 4 i.V.m. § 17 Abs. 1a SchwbAV).

Geldleistung: Da es bei der Arbeitsassistenz um eine Geldleistung an schwerbehinderte Menschen geht, bietet es sich an, die Form des persönlichen Finanzbudgets zu wählen (§ 17 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2-3 SGB IX). Die Integrationsämter stellen ein solches persönliches Finanzbudget zur Verfügung. Die Leistungshöhe bemisst sich dabei anhand des durchschnittlichen täglichen Bedarfs an Arbeitsassistenz. Die Kostenübernahme soll – gemäß dem allgemeinen sozialrechtlichen Angemessenheitsgebot – in einem ausgewogenen Verhältnis zu dem damit erzielten wirtschaftlichen Integrationserfolg stehen, d.h. zu dem sozialversicherungspflichtigen Einkommen, das der schwerbehinderte Mensch selbst erzielt.

In der Praxis werden Leistungen zur Arbeitsassistenz auch zusammen mit Leistungen an Arbeitgeber zur Abdeckung außergewöhnlicher Belastungen erbracht (§ 27 SchwbAV); dies ermöglicht flexible Formen der Arbeitsassistenz, vor allem bei zeitlich zum Teil nicht genau vorher bestimmbarem Assistenzbedarf am Arbeitsplatz.

Artefakt: Fehlerquelle (wörtl. Kunstprodukt)

Arterie: Schlagader, Blutgefäß in dem das Blut vom Herzen weg in die verschiedenen Gewebe fließt. Gegensatz hierzu die Vene, in der das Blut zum Herzen zurückfließt.

Arteriographie: Röntgenologische Darstellung einer Schlagader durch direkt in das Gefäß gespritzte Kontrastmittel, z. B. um Gefäßverkalkungen oder Gefäßverschlüsse darzustellen.

Arteriosklerose: Arterienverkalkung. Veränderungen der Schlagadern unter anderem durch Einlagerung von Kalk in die Gefäßwand. Dadurch Verengung und im äußersten Fall Verschluss des Gefäßes. Ursachen: Fettstoffwechselstörung, Fehlernährung, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes.

Arthrogrypose: angeborene mangelhafte Ausbildung der Muskulatur einzelner Gelenke führt zu schweren Gelenkkontrakturen (Gelenkstarre, Gliederstarre)

Astigmatismus: = verschwommenes Sehen, das hervorgerufen wird durch eine defekte Wölbung der brechenden Oberfläche der Hornhaut, wegen der die Lichtstrahlen nicht scharf  auf der Netzhaut gesammelt werden können

Ataxie: (griech. "taxis" = Ordnung): Diese Bewegungsstörung ist durch unwillkürlich unregelmäßige langsame, wurmförmig verkrampfte Bewegungen gekennzeichnet, bei denen die Muskelspannung erhöht ist. In Ruhe ist die Muskelspannung niedrig (vgl. Hypotonie). Die Atheose gehört zu den Dyskinesien.

Ataxie:= Form der Cerebralparese (cerebralen Bewegungsstörung): Störung der Bewegungskoordination, Störung des Zusammenwirkens von Muskelgruppen.

Athetose:= Überbeweglichkeit mit langsamen kreiselnden oder hin- und hergehenden Bewegungen aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung.

Athetotiker:= Form der Cerebralparese (cerebralen Bewegunsstörung): Unwillkürliche, ruckartige und ausfahrende Bewegungen. Langsames, dosiertes Ausführen von Bewegungen ist unmöglich.

Ätologie: Lehre von der Ursache von Krankheiten.

Audiogramm
(lat. audire = hören; gr. gramma = Aufzeichnung)
Grafische Darstellung des Ergebnisses einer Hörprüfung. Hörprüfung mit Tönen >Tonaudiogramm, Hörprüfung mit Sprache >Sprachaudiogramm

Audiologie
Wissenschaft vom Hören und der Hörwahrnehmung. Sie umfasst die gesamte Anatomie, Physiologie und Biochemie sowie die krankhaften Veränderungen des Hörorgans, der zugehörigen Nervenbahnen und der an der Hörwahrnehmung beteiligten Hirnzentren sowie die Informationsverarbeitung in diesem Organ.

Audiometer
Elektronisches Gerät zur Durchführung von Hörprüfungen.

Autismus, autistisches Verhalten: = Veränderungen in Aufnahmen und Verarbeitung von Wahrnehmungen (Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Schmecken) mit großer Schutzbedürftigkeit. Kontaktaufnahme  und Kontaktgestaltung sind außerordentlich erschwert. Rückzug in sich selbst wird häufig beobachtet. Oft fallen ständig wiederholte Bewegungen oder Handlungen auf (Stereotypien). Mit ihnen versuchen Betroffene sich selbst zu helfen.

Autonome Neuropathie: Störung der autonomen (d.h. selbständig ablaufende Funktion ohne direkte Willensbeeinflussung) Körperfunktionen durch Schädigung der autonomen Nerven; z. B. des Herzens, der Gefäße, des Magen-Darm-Traktes, der Pupille oder der Schweißdrüsen (s. a. Neuropathie, diabetische).

AVK: Arterielle Verschlusskrankheit. Chronische Verschlusskrankheit der peripheren Arterien in den Beinen. Ursache ist meist die Arteriosklerose. Andere Ursachen sind selten (rezidivierende Embolien= wandernde Blutgerinnsel u. a.) Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose in den Beinen sind Nikotinabusus, hoher Blutdruck, Fettwechselstörungen, Diabetes mellitus. Die Beschwerden reichen von Schmerzen nach längerer Gehstrecke bis hin zur Entstehung von Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) oder Gangrän (trockene oder infizierte Geschwüre).

Awareness: Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Bereitschaft zur Wahrnehmung

Azeton: Ketonkörper, die aus dem Abbau von Fett entstehen. Azeton fällt in natürlicher Weise während des Hungerns (Hungerazeton) vermehrt an. Beim Diabetes entsteht Azeton in der Regel infolge Insulinmangels, da in dieser Situation der Organismus den Blutzucker nicht ausreichend nutzen kann und zur Energiegewinnung auf den Fettabbau (Lipolyse) angewiesen ist. Azeton wird im Harn und mit der Atemluft (Ostgeruch!) ausgeschieden. Gelegentlicher Nachweis von Azeton auch nach Unterzuckerung möglich.

Azetonämie: Verstärktes Vorkommen von Azeton im Blut.

Azetonurie: Ausscheidung von Azeton im Urin. Normalerweise ist der Harn azetonfrei.

Azidose: (=Azidämie) Übersäuerung des Blutes. Die vielfältigen Funktionen des Organismus laufen nur in einem genau festgelegten Milieu ab. Dieses Milieu ist durch den sogenannten pH-Wert definiert. Er liegt bei Menschen im Mittel bei 7,40. Normalerweise schützt ein gut funktionierendes Regelsystem, in dem Nieren und Lunge eine wichtige Rolle spielen, vor Milieuverschiebungen. Übermäßiger Anfall von Säuren ( z. B. aus Stoffwechselvorgängen) kann jedoch zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Diese kann man an einem Absinken des pH-Wertes messen, man nennt dies eine Azidose. Häufigste Ursache für eine Azidose bei einem Diabetiker ist der Insulinmangel. Hierdurch kommt es zu einem vermehrten Abbau von Fett (Lipolyse). Die dabei entstehenden Ketonkörper (z. B. Azeton) sind Säuren und führen letztendlich zu einer starken Übersäuerung des Blutes, der Azidose. Wird dieser Ablauf nicht unterbrochen (d. h. der Insulinmangel behoben) kommt es letztendlich zum diabetischen Koma.



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