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Falsche Ratschläge gegen Verstopfung
Experte räumt in Fachorgan mit Vorurteilen über Abführmittel auf


16.02.2004 - Der Mensch nimmt jeden Tag Nahrung zu sich, also müsste er auch täglich zur Toilette - so lautet eine häufige Annahme. Doch das stimmt genauso wenig, wie eine Reihe weiterer "Weisheiten" über Stuhlgang und Verstopfung. Der angesehene Berliner Gastroenterologe Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner (Chefarzt medizinische Fachabteilung "Innere Medizin", Parkklinik Berlin-Weissensee) hat sie jetzt für die "Münchener Medizinische Wochenschrift" (Heft 1- 2/2004) unter die Lupe genommen und dabei
vieles als unsinnig entlarvt.

Zunächst nimmt der Wissenschaftler die Ratschläge aufs Korn, mit denen viele Ärzte ihre Patienten zur Änderung ihrer Gewohnheiten bewegen wollen. Sein Fazit ist ernüchternd: "Solche Empfehlungen sind zwar populär. Sie sind jedoch häufig schlecht untersucht, teils unlogisch und vermutlich mehrheitlich unwirksam."

Behauptung: Ein Glas kaltes Wasser auf nüchternen Magen bringt den Darm in Schwung. Die Wahrheit: Der Magen wird durch das Frühstück gedehnt, und das stimuliert die Darmbewegungen. Ein Glas Wasser
bewirkt nichts Zusätzliches.

Behauptung: Wenn man sich viel bewegt, kommt auch die Verdauung auf die Sprünge. Professor Müller-Lissner bedauert: "Auch dieser Rat entbehrt der Grundlage."

Behauptung: Man muss unbedingt über einen Liter Wasser trinken. Urteil des Berliner Spezialisten: "Auch diese, am häufigsten vorgebrachte Empfehlung ist unbegründet."

Professor Müller-Lissner empfiehlt seinen ärztlichen Kollegen, ihre Patienten besonders über zwei falsche Vorstellungen aufzuklären:

Irrtum Nr.1: Man müsse den Darm täglich entleeren, sonst wird der Körper vergiftet. Dazu Professor Müller-Lissner: "Klären Sie ihre Patienten auf, dass es keine minimal erforderliche Stuhlfrequenz gibt. Eine 'Selbstvergiftung' ist nicht zu befürchten."

Irrtum Nr.2: Abführmittel seien auf die Dauer gefährlich. Der Berliner Gastroenterologe stellt klar: "Selbst der langfristige Gebrauch von Laxanzien in angemessener Dosis ist harmlos".

Es müssen allerdings die richtigen Abführmittel sein. Gut bewährt haben sich Bisacodyl und Natriumpicosulfat, die Wirkstoffe des meistgekauften deutschen Abführmittels Dulcolax (Apotheke). Dragees und Tropfen nach dem Dulcolax-Verfahren unterstützen die Eigendynamik des Darms und sorgen so wieder für eine normale Verdauung. "Bisacodyl
ist auch als Zäpfchen wirksam", heißt es in der "Münchener Medizinischen Wochenschrift". In dieser Darreichungsform tritt die Wirkung am schnellsten ein.

Professor Müller-Lissner rät bei Verstopfung zunächst zu einer Probe- Therapie mit Ballaststoffen über ein bis drei Wochen. Schlägt die Behandlung an, bleibt man bei den Ballaststoffen, möglichst in Form ballaststoffreicher Ernährung. Bleibt die Therapie erfolglos, empfiehlt sich eine Behandlung mit Abführmitteln.

Originaltext: Stroebel Communications GmbH & Co KG



Zwei Videos mit behindertenrelevanten Themen


06.08.03 - Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat zwei interessante Videofilme a 30 Minuten zum Thema Behinderung herausgegeben.

Auf jedem Band sind zwei Beiträge a 15 Minuten.

Die vier Themen sind:

Das SGB IX - hier wird auf die Änderungen des neuen SGB IX eingegangen. Dieser Teil ist vom BMGS finanziert worden.

Behinderte suchen einen Arbeitsplatz - hier geht es vor allem um die Chancen junger Menschen. Dieser Teil wurde vom Komitee des Europäischen Jahr für Menschen mit Behinderung finanziert.

Berufliche Chancen für behinderte Menschen - Hier geht es um die Situation behinderter Arbeitnehmer. Dieser Teil ist vom Hauptverband der Berufsgenossenschaften finanziert worden.

Förderung behinderter Jugendlicher - Hier wird anhand konkreter Beispiele die Situation jugendlicher Auszubildender mit Behinderung dargestellt. Dieser Teil wurde von der Bundesanstalt für Arbeit (Nürnberg) finanziert.

Die Videofilme können kostenlos bestellt werden, oder für öffentliche Vorführungen über die Filmverleihstellen auch kostenlos ausgeliehen werden.

Bestelladresse: www.bmgs.bund.de

+++Ein Verein hilft: „Eltern und Kinder in Not e.V.“+++

19.08.03
Haben Sie schon mal was von kraniofazialen Fehlbildungen gehört? Haben Sie schon einmal dringend finanzielle Hilfe für Ihr behindertes Kind gebraucht?

Aus eigener Betroffenheit heraus hat ein Vater die Initiative ergriffen. Nun versucht er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Familien mit Kindern mit kraniofazialen Fehlbildungen (wie dem Apert-Syndrom, dem Pfeiffer-Syndrom oder dem Crouzon-Syndrom) zu unterstützen.

Der Verein hat auch eine eigene Homepage, unter www.apertsyndrom.de/ gibt es mehr Details zu diesem Thema. Zwar ist die Seite zum Teil noch im Aufbau, aber sie verdeutlicht, wie man mit Engagement die Welt ein wenig in Bewegung bringen kann.

Die Ziele des Vereines:

- Hilfe für sozial finanziell schwache Kinder mit kraniofazialen Fehlbildungen

- Erbauung eines Kraniofazialen Zentrums

- Finanzielle Unterstützung der Ärzte bei Operationen am Kopf

- Erbauung von Unterkünften nähe eines Kraniofazialen Zentrums zur preiswerten Wohnmöglichkeit für Angehörige

- Bau eines Kinderdorfes in Deutschland um finanziell schwachen Familien den Urlaub zu ermöglichen

- Eingliederung kraniofazialer Kinder in normale Kindergärten

- Aufklärung von betroffenen Eltern

- Unterstützung von betroffenen Eltern bei allen behördlichen Schwierigkeiten

Für weitere Fragen steht Herr Weinert gern per Mail oder telefonisch zur Verfügung:

Eltern und Kinder in Not e.V.
Wittgensdorfer Straße 43
09114 Chemnitz
Tel.: 0371 38199024
Fax: 0371 38199025
E-Mail: EKN@Apertsyndrom.de
Internert:www.apertkinder.de

Quelle:www.wheel-it.de/portal


+++Verband der Bayerischen Bezirke kritisiert+++

31.07.03
München - Bayerns Sozialministerin Christa Stewens will die Sparpolitik der Bezirke auf dem Rücken schwer- und schwerstbehinderter Menschen nicht hinnehmen. «Es darf keinesfalls dazu kommen, dass die ganzheitliche qualifizierte Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderung in Förderstätten - allein aus finanziellem Interesse der Bezirke als überörtliche Sozialhilfeträger - gefährdet wird. Dies wäre letztlich eine Abkehr von der in den letzten Jahrzehnten gewachsenen heilpädagogisch orientierten Behindertenhilfe zurück zu einer hauptsächlich medizinisch ausgerichteten Verwahrpflege», sagte die Ministerin heute in München. «Dies ist kein qualifizierter Beitrag des Verbands der Bayerischen Bezirke zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003. Ich habe dem Verband deshalb bereits ein klärendes Gespräch in dieser Angelegenheit angeboten.»

Stewens reagierte damit auf einen Beschluss der Bezirke, wonach der Aufenthalt in einer Förderstätte zeitlich befristet sein müsse und nicht wie bisher eine Dauerbetreuungsform darstellen könne. Begründet wurde dies seitens der Bezirke damit, dass Förderstätten verstärkt (noch) nicht werkstattfähige schwerst- und mehrfach behinderte Menschen an die Werkstätten für behinderte Menschen heranführen müssten. Bei Nichterreichbarkeit dieses Zieles seien andere Betreuungsformen, wie etwa die in stationären Pflegeeinrichtungen für Behinderte, anzubieten. In diesen Fällen würde die Pflegekasse den Sozialhilfeträger mit bis zu 1.432 €uro monatlich entlasten. Bei Unterbringung in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe, wie etwa den Förderstätten, beträgt die monatliche Entlastung maximal 255 €uro.

Stewens: «Die Vorschläge zur zeitlichen Befristung des Aufenthalts in Förderstätten und zum automatischen Übergang in eine Pflegeeinrichtung widersprechen in eklatanter Weise den wirklichen Bedürfnissen der schwerbehinderten Menschen. Menschen mit Behinderung, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt voraussichtlich auch in Zukunft nicht erfüllen, sollen in Bayern auf Dauer in Förderstätten oder Fördergruppen betreut werden. Auch sie haben ein Anrecht auf einen zweiten Lebensraum, in dem sie am Gemeinschaftsleben teilhaben können und integriert sind.» Zudem sei es rechtlich unstrittig, dass Eingliederungshilfe bei entsprechendem Bedarf lebenslang zu gewähren ist. Die Bayerische Staatsregierung werde die Schaffung von Förderstättenplätzen - und korrespondierend dazu von Wohnpflegeplätzen - auch weiterhin mit Mitteln des Landesbehindertenplans finanziell unterstützen.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.org


+++VdK-Homepage barrierefrei+++

18.07.03
Der neue Internetauftritt des Sozialverbands VdK unter www.vdk.de erfüllt nun nach eigenen Angaben die Standards der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV). Die Verordnung ist im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) verankert.

Das neue Design sei moderner, noch übersichtlicher und berücksichtige alle Kriterien der BITV, meint Julita Voigt, Leiterin der Website des Sozialverbands VdK Deutschland. Alle Nutzer, ob behindert oder nicht, profitierten von den Neuerungen. Es sei ein weit verbreitetes Vorurteil, dass barrierefreie Webseiten weniger attraktiv seien. Optisch unterschieden sie sich nicht von herkömmlichen Seiten, so die Verbandssprecherin. Oft stecke der Teufel im Detail: Wenn zum Beispiel Bilder und Animationen nicht mit einem entsprechenden Text unterlegt seien, hätten Blinde und Sehbehinderte keinen inhaltlichen Nutzen.

Bundesbehörden sind seit April 2002 dazu verpflichtet, ihren Internetauftritt barrierefrei zu gestalten. Doch bei der Gestaltung ihrer Webseiten achten nur wenige deutsche Organisationen und Unternehmen darauf, Menschen mit Behinderungen zu bedienen. Rund 75 % seien sich gar nicht darüber bewusst, dass sie wichtige Kunden ausschließen, schildert Julita Voigt. Der VdK ist seit Januar aktiver Partner im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI). Das Bündnis verfolgt das Ziel, Zugangsbarrieren für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Internet sowie Intranet Informations- und Kommunikationsangeboten soweit wie möglich abzubauen.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.org


+++VdK baut Patientenberatung aus+++

02.06.03
Seine Patientenberatung baut der Sozialverband VdK flächendeckend in Nordrhein-Westfalen aus. „Was kann ich tun, wenn mein Antrag auf Schwerbehinderung abgelehnt wird?“, „Warum werden bestimmte Heilmaßnahmen nicht von der Kasse bezahlt?“ Diese und ähnliche Fragen beantworten VdK-Experten in der Sprechstunde zur Patientenberatung. Seit Oktober 2001 gibt es diesen kostenlosen Service des Sozialverbands - bis jetzt in den VdK-Rechtsabteilungen Köln und Dortmund. Weil dieses Projekt zur Stärkung der Patientenrechte sehr gut angenommen wurde - ein großer Teil der Anfragen erfolgt telefonisch oder per E-Mail - hat der VdK-Landesverband NRW beschlossen, diesen Service ab Juni 2003 auf weitere Städte auszuweiten.

Nähere Infos gibt’s hier: www.vdk.de/nw409

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Veranstaltungen im Mai des EJMB 2003 +++

21.05.03
Am 23.05.2003 von 14:00 - 18:30 Uhr veranstaltet das Integrationsamt und örtliche Vereine und Verbände in Hamm in der Pauluskirche, einen Nachmittag unter dem EJMB-Motto. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister wird ein Musik-, Theater- und umfangreiches Rahmenprogramm gestartet.

Am 24.05.2003 von 10:00 - 15:00 Uhr veranstalten die Stadt Gelsenkirchen und örtliche Partner in Gelsenkirchen auf dem Neumarkt ein Live-Radioprogramm vom Wagen, mit Afrikanischem Trommeln, Interviews mit Politikern und Aktiven, Tanzvorführungen, Zirkusgruppe und vielem mehr.

Am 25.05.2003 findet von 12:30 - 17:00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Das Unternehmen Werkhaus GmbH, das Menschen mit Behinderungen vorbildlich integriert und fördert, stellt sich vor. In Bad Bodenteich (Niedersachsen), Industriestraße 11-13.

Am 26.05.2003 von 14:00 - 18:30 Uhr findet in Schwerin am Pfaffenteich eine Demonstration für das Landesgleichstellungsgesetz, mit anschließender Diskussionsveranstaltung mit Politikern, und Rahmenprogramm statt. Durchgeführt wird die Veranstaltung von der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfe Behinderter.

Am 27.05.2003 gibt es von 11:00 - 12:00 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin einen Fototermin mit Politikern.

Und am 31. Mai 2003 ist man von 09:00 - 18:00 Uhr „Offen für Jedermann!“. Das Sportfest von Bertelsmann entstand durch die Konzernschwerbehindertenvertretung und bietet auf dem Sportplatz LAZ Nord in Gütersloh ein Sportfest mit großem Rahmenprogramm.

Quelle: www.wheel-it.de/portal


+++ Berlin: Defekte Klapprampen neuer Niederflurbusse
werden verbessert +++

19.05.03
Für morgen (20.05.2003) laden die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ab 9:00 Uhr Rollstuhlfahrer, blinde und hörgeschädigte Fahrgäste auf den Betriebshof Müllerstraße (Wedding) ein. Bei dem Treffen sollen Probleme angesprochen und Lösungsmöglichkeiten gesucht werden, teilte das Unternehmen mit. Es gehe darum, das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Erwartet werden Vertreter des Senats und mehrerer Behindertenverbände.

Unlängst hatte es mehrfach Kritik behinderter Fahrgäste gegeben. Im letzten Jahr waren neue Busse angeschafft worden. Auf

http://www.bvg.de

lasen die Betroffenen befriedigt: „Selbstverständlich sind die Neuen’ hundertprozentig niederflurig, Rollstuhlfahrer können über eine Rampe bequem ein- und aussteigen.“

Die Wirklichkeit sah jedoch bald anders aus: Aus Sicherheitsgründen mussten Busse für Fahrgäste im Rollstuhl gesperrt werden. Um die 110 Fahrzeuge (rund 50 % der neuen Busse) waren bei der Lieferung im letzten Jahr mit fehlerhaften Klapprampen ausgestattet. Die technische Abteilung hatte Fertigungstechnische, konstruktive Fehler entdeckt. Derzeit müssen noch an 46 Fahrzeugen die Klapprampen erneuert werden. Nach letzten Informationen soll die Erneuerungsaktion bis Ende Mai 2003 abgeschlossen sein.

Noch diesen Sommer wird außerdem die Entscheidung über den Prototyp eines neuen Doppeldeckers fallen, den die BVG unter führenden Busherstellern ausgeschrieben hat. Zwar wird die Anschaffung von bis zu 100 neuen Doppelstockbussen dann noch einige Jahre dauern. Aber das Unternehmen will frühzeitig die Kompetenz von Experten in eigener Sache einbeziehen. Nach den Erfahrungen in Berlin haben die Forderungen behinderter Fahrgäste - wenn sie denn erfüllt worden sind - stets den Service für alle verbessert.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Verein: „Behinderte helfen Nichtbehinderten“ +++

19.05.03
neue Wege Behinderte und Nichtbehinderte völlig selbstverständlich zu integrieren, sucht der Verein „Behinderte helfen Nichtbehinderten“ (BhN).

Integrationsprojekte konzentrieren sich bislang hauptsächlich auf die Anpassung Behinderter in die Nichtbehindertengesellschaft. Im Unterschied hierzu legt der BhN den Schwerpunkt auf die persönlichen Begegnungen und den Erfahrungsaustausch. Nichtbehinderte bekommen die Möglichkeit, Behinderte als selbstbewusste und emanzipierte Persönlichkeiten, die Außerordentliches auf allen Gebieten leisten können, kennenzulernen. Erfahrungsgemäß werden diese Kontakte sehr positiv aufgenommen. Ursprünglich als unbefristetes Projekt gedacht, wurde wegen des Erfolgs der gleichnamige Verein gegründet. Unterstützt wird er vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und gefördert von den Sparkassen. Somit ist der organisatorische und finanzielle Rahmen gesichert.

Innerhalb des Projektes können verschiedene Angebote, Tagungen und Aktionen angefordert werden. Unter anderem: Unterrichtsbesuche in Schulen, Referate, Integrationsprojekte und Kooperationsveranstaltungen.

Nähere Informationen gibt die
Geschäftsstelle BhN

Rainer Wahl
Eberhadstraße 5
72827 Wannweil

Tel.: 07121-50 37 90
Fax: 07121-57 88 05

Internet: www.bhn-online.de

Quelle: www.wheel-it.de/portal


+++ Bei Vergesslichkeit Ruhe bewahren +++

Senioren, deren geistige Leistungsfähigkeit nachlässt, sollten sich beim Nachdenken oder bei schwierigen Aufgaben selbst beruhigen. Angst oder übermäßige Anstrengung beeinträchtige die Denktätigkeit, berichtet die in Erlangen erscheinende Fachzeitschrift „ZNS Spektrum“ (Ausgabe 2/2003). Auch ihre Aufgaben im Alltag sollten Betroffene etappenweise in einer möglichst stressfreien Atmosphäre lösen. Zudem könnten sie sich mit Museums- oder Konzertbesuchen, bewusstem Lesen und Gesprächen mit anderen geistig rege halten. Durch eine gesunde Ernährung und mindestens zehn Minuten Bewegung am Tag bleibe der Körper fit, und die Durchblutung werde angeregt.

Quelle: www.netdoktor.de


+++Slogan zum Abschluss der Eröffnungsver-anstaltung des EJMB: „Reißt die Mauern nieder“ +++

Der Slogan auf dem Button, der zum Abschluss der Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen in Magdeburg von VertreterInnen der Behindertenbewegung als Zeichen der Solidarität für diejenigen verteilt wurde, die meist ohne Alternativen noch in Sondereinrichtungen leben und nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten, lautet: „Reißt die Mauern nieder“ . Die TeilnehmerInnen der Eröffnungsveranstaltung unterstützten diese Forderung mit lautem Beifall und stellten sich damit eindeutig hinter das Recht auf gemeindenahe Wohn- und Unterstützungsformen für Menschen mit einem höheren Unterstützungsbedarf und bekräftigten die Notwendigkeit für ein Assistenzsicherungsgesetz.

In vier Arbeitsgruppen wurden am Samstag Vormittag zentrale Fragen der Behindertenpolitik wie die Ausgestaltung der Barrierefreiheit, Gesundheitsfragen oder die Assistenzabsicherung erörtert. Neben der Forderung nach der vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Karl Hermann Haack, für Juli angekündigten Verabschiedung des zivilrechtlichen Antidiskriminierungsgesetzes und der Reform des Sexualstrafrechtes, bildet die handfeste Absicherung der Assistenz einen Schwerpunkt der weiteren Aktivitäten der Verbände für das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen. Ottmar Miles-Paul fasste als einer von vier Kongressbeobachtern die Herausforderungen zur Absicherung der Assistenz folgendermaßen zusammen: „Mit der Sicherstellung einer umfassenden Wahlfreiheit müssen wir den Automatismus der Unterbringung von Menschen mit einem höheren Unterstützungsbedarf in stationären Einrichtungen durchbrechen und Wahlmöglichkeiten bieten, die von der Unterstützung durch Ambulante Dienste, über Assistenzgenossenschaften bis zur Selbstorganisation der Assistenz reichen. Die Leistungen müssen ähnlich wie in Schweden aus einer Hand bewilligt werden und bedarfsgerecht, einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden“.

Alexander Niemetz, Moderator der Veranstaltung, bekräftigte die Notwendigkeit, dass die Diskussionen im geschlossenen Kreis auch eine breitere Öffentlichkeit erreichen müssen, was von Dr. Sigrid Arnade und Keyvan Dahesch in der Schlussrunde bekräftigt wurde. Die Öffentlichkeitsarbeit der Verbände müsse unbedingt verbessert werden, so Arnade. Mit dem Appell dafür einzutreten, dass die Mauern in den Köpfen, aber auch die Mauern von Einrichtungen, so wie am Vortag in der Evangelischen Stiftung Hephata eingerissen werden, ging die Veranstaltung, die das Team der Nationalen Koordinierungsstelle für das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet organisiert hatte, zu Ende.

Der Text, der mit einer Karte zu dem Button verteilt wurde lautet:

Reißt die Mauern nieder

Tragen Sie diesen Button als Zeichen der Solidarität mit den behinderten Menschen, die ohne Alternativen in Einrichtungen leben.

Zur Zeit leben in Deutschland noch ca. 160.000 behinderte Menschen in Großeinrichtungen. Fast 20 % der geistig- und mehrfachbehinderten Menschen leben in Zimmern mit drei und mehr Betten. 43 % der geistig-, körper- und mehrfachbehinderten Menschen leben mit einer zweiten Person auf einem Zimmer, was von ihnen oft nicht selbst gewünscht wird.

ALLE Menschen - unabhängig von der Höhe ihres Unterstützungsbedarfs - haben ein Recht darauf, außerhalb von Großeinrichtungen zu leben und die Unterstützung, die sie benötigen, gemeindenah zu bekommen


+++Kampagne gestartet: „Reißt die Mauern nieder“ +++

Bei der Eröffnungsveranstaltung zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen wollte es die Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen nicht beim bloßen gegenseitigen Auf-die-Schulter-Klopfen belassen und hat mit der Verteilung eines Buttons bei der Abschlussdiskussion der Großveranstaltung auf diejenigen hingewiesen, die nach wie vor in Großeinrichtungen mit teilweise erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität leben müssen. Dabei warben die Aktivisten/innen mit einem Button mit der Aufschrift „Reißt die Mauern nieder“ nicht nur dafür, dass überkommene Einrichtungen endlich ihre Mauern nieder reißen, wie dies bereits in der Evangelischen Stiftung Hephata in Mönchengladbach geschieht, sondern vor allem auch für den Aufbau alternativer Unterstützungsstrukturen.

Aufbauend auf dieser erfolgreichen und auf großes Wohlwollen gestoßenen Aktion in Magdeburg wollen nun eine Reihe von Verbänden diese Aktion fortführen und besonders während des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen aktiv dafür werben, dass die Mauern, die behinderte Menschen ausgrenzen, endlich niedergerissen werden. Dazu sollen weitere Buttons mit der Aufschrift „Reißt die Mauern nieder“ mit einem entsprechenden Begleittext produziert werden, die als Symbol für eine neue Behindertenpolitik stehen sollen. Stefan Göthling vom Netzwerk People First Deutschland beschreibt das Ziel der Kampagne so: „Unser Staat muss die Freiheit und Selbstbestimmung und keine unnötige Abhängigkeit und Ausgrenzung behinderter Menschen finanzieren“.

In einer ersten Phase sammelt das Bündnis Bestellungen für die Produktion der Buttons, die in den nächsten Monaten bei Veranstaltungen intensiv verteilt und eingesetzt werden sollen. „Da wir die Buttons ohne Zuschüsse in Eigenregie herstellen, müssen wir wissen, wie viele Buttons von den verschiedenen Organisationen benötigt werden. und sind auf verlässliche Bestellungen angewiesen“, erklärte Ottmar Miles-Paul, der die Aktion für das Bündnis über den Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V. - koordiniert.

Vorbestellungen können also ab sofort beim
Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V. -,
Ottmar Miles-Paul,
Kölnische Straße 99,
34119 Kassel, Tel. 0561-9977172,
E-Mail: ottmar.miles-paul@bifos.de

vorgenommen werden. Die Buttons kosten 0,80 €/Stück und können dort ab einer Menge von 100 Stück vorbestellt werden. Für die Aktion können gerne Spenden auf das Konto 500 10008 bei der Kasseler Sparkasse BLZ: 520 503 53 überwiesen werden.

Ergänzend zu den Buttons wird ein Blatt mit folgendem Text geliefert:

Reißt die Mauern nieder

Tragen Sie diesen Button als Zeichen der Solidarität mit den behinderten Menschen, die ohne Alternativen in Sondereinrichtungen leben.

Zur Zeit leben in Deutschland noch ca. 160.000 behinderte Menschen in Großeinrichtungen. Fast 20% der geistig- und mehrfachbehinderten Menschen leben in Zimmern mit drei und mehr Betten. 43% der geistig-, körper- und mehrfachbehinderten Menschen leben mit einer zweiten Person auf einem Zimmer, was von ihnen oft nicht selbst gewünscht wird.

ALLE Menschen - unabhängig von der Höhe ihres Unterstützungsbedarfs - haben ein Recht darauf, außerhalb von Großeinrichtungen zu leben und die Unterstützung, die sie benötigen, dort zu bekommen, wo sie leben wollen.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de

+++ Vitamincheck im Internet+++

Die Deutschen sind nach Einschätzung von Ernährungsexperten schlecht mit Vitaminen versorgt. Neben Fehlernährung könnten Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten Ursachen dafür sein, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen als Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie mit. Auf der Mängelliste belegten Folsäure und Vitamin D die ersten Plätze. Die Folgen dieses Defizits könnten Blutarmut, Depression, Infektion oder Muskelschwäche sein.

Schwangere, Kranke, Raucher und Menschen, die sich schlecht ernähren, gehörten zu den Hauptrisikogruppen. Negativ könne auch die Einnahme von Medikamenten wirken, die die Aufnahme von Vitaminen in den Körper behindern oder den Vitamin- Bedarf erhöhen. Dazu gehöre bei den Frauen zum Beispiel die Pille.

Wer wissen will, wie es mit der eigenen Vitamin-Versorgung aussieht, kann dies online durch einen "Vitamin-Test" in Erfahrung bringen. Er ist im Internet unter www.vitaspur.de abrufbar.

+++ Renommierte Unternehmensberatung
beriet VbA München
+++

München - «ILSA – Independent Living Supported by Andersen». Unter diesem Motto hat die Unternehmens-beratung Arthur Andersen den gemeinnützigen Verein VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. in München beraten, wie das
Newsportal Kobinet berichtet.

Der 1990 von schwerbehinderten Menschen gegründete VbA unterstützt ein selbstbestimmtes Leben Körperbehinderter in München. Zwei Berater von Arthur Andersen haben in enger Zusammenarbeit mit Vorstand und Mitarbeitern Optimierungspotentiale identifiziert und gemeinsam eine Strategie für die zukünftige Vereinsarbeit formuliert. Durch gezielten Einsatz betriebswirtschaftlicher Instrumente und die Fokusierung auf ausgewählte Aktivitäten wurde dabei der effiziente Einsatz öffentlicher Zuschüsse gestärkt und das Dienstleistungsangebot langfristig sichergestellt.

Das eher ungewöhnliche Zusammentreffen von betriebswirtschaftlicher Beratung und körperbehinderten Vereinsmitgliedern eröffnete beiden Seiten neue Perspektiven. Insbesondere vor dem Hintergrund drohender kommunaler Sparrunden war es für die zum Teil ehrenamtlich arbeitenden Teilnehmer eine ganz neue Erfahrung, ihre Vereinsarbeiten nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben durchleuchten und analysieren zu lassen.

«Aber auch für die Profis des Unternehmungsberatungsriesen war es etwas ganz neues, die Behinderten bei Ihrem engagierten Tun ein Stück weit zu begleiten und die sozialpolitischen Ziele des Vereins mit zu formulieren und letztlich durch die Ergebnisse ihrer Analyse maßgeblich zu unterstützen», so Andreas Vega vom Vorstand des VbA e.V
.


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