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+++Villa Hügel – eine industrielle Wiege Deutschlands+++

Die Villa Hügel ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Industriekultur im Ruhrgebiet. 1873 fertiggestellt, diente das Gebäude gut sieben Jahrzehnte lang als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude der Familie und Firma Krupp. Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Außerhalb der Ausstellungszeiten sind die historischen Wohnräume und der weitläufige Park zu besichtigen. Die von der Öffentlichkeit zu besichtigenden historischen Räume der Villa Hügel sind alle auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Es existieren mehrere Aufzüge und Rampen am Eingang. Weitere Information dazu im Internet unter www.villahuegel.de oder über die Anschrift:

Kulturstiftung Ruhr - Villa Hügel - D-45133 Essen

Tel: 0201 61 62 90 / Fax: 0201 61 62 911 /
E-Mail: office@villahuegel.de


+++Eine Reise um die Welt+++

Phantasievolle Kunst von Asien bis Afrika
im neuen SEH-WEISEN-Kalender der Lebenshilfe

Bei den behinderten Künstlerinnen und Künstlern des neuen SEH-WEISEN-Kalenders 2004 dreht sich alles um die Kontinente der Erde. Die phantasievollen Bilder des 30 x 39 cm grossen Kalenders der Bundesvereinigung Lebenshilfe entführen den Betrachter nach Asien in eine Moschee, in eine dürre afrikanische Landschaft oder zu den Indianern nach Nordamerika.

Michael Preiss berichtet über die Entstehung seines Kunstwerks mit dem Titel "Fliegender Mensch": "Während des Malens bin ich einfach spazieren geflogen. Ich habe mir einen Spaß gemacht. Den Arbeitskittel habe ich angelassen. Es ist schön, und ich fliege immer weiter weg." Fliegen - das steht für den Freiraum, den behinderte Menschen brauchen, um sich künstlerisch auszudrücken. Ihre Gedanken finden sich mit einem Foto des jeweiligen Künstlers auf der Rückseite eines jeden Kalenderblattes.

Die SEH-WEISEN 2004 enthalten zwölf farbige Monatsblätter mit Kalendarium sowie sieben heraustrennbare Postkarten, auf denen einige der Bildmotive abgebildet sind. Zum Preis von 12,60 Euro (zuzüglich Porto und Versand) ist er bei allen örtlichen Lebenshilfen erhältlich oder direkt bei der
Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., Raiffeisenstr. 18, 35043 Marburg, Tel.: 06421/491-116, Fax: -616,
E-Mail: vertrieb@lebenshilfe.de.


+++Reise-Links+++

Meist ist es für Behinderte mit einem enormen Mehraufwand verbunden, einen Urlaub zu planen und ihn schließlich durchzuführen - und oft sind Ferien ohne Begleitungen überhaupt nicht zu realisieren.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, einen Reisebegleitservice zu bestellen und dadurch gegen Bares Unterstützung und weitestgehende Freiheit im Urlaub zu erlangen.

Manche Vereine bieten diesen Service auch in ihren Gruppenangeboten an, wie z. B. der VDK.

Einige Reiseveranstalter haben sich natürlich auch auf Reisen für Behinderte spezialisiert, unter anderem die rfb-Touristik. Hier ist besonders zu erwähnen, dass die angebotenen Reisen nach einem Punktesystem kategorisiert werden und auch für geistig Behinderte eine Klassifizierung anbieten.

Für geistig Behinderte ist es oft schwer einen Urlaub zu finanzieren, da sie in ihren Werkstätten mehr ein Taschengeld, als ein Gehalt beziehen. Aus diesem Grund bieten viele Werkstätten, Wohnheime, Vereine, Einrichtungen der Erwachsenbildung, Landesverbände und Arbeitsgemeinschaften Freizeiten oder Seminare an. In diesem Zusammenhang bietet Marlies Winkelheide für Geschwisterkinder etwas ganz Besonderes an: „Geschwister von Kindern mit Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen haben Fragen, machen Beobachtungen, sammeln viele Erfahrungen, die ihr Leben prägen. Für sie werden von mir Seminare angeboten, in denen sie miteinander weitere Erfahrungen machen können, in denen sie und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Durch diese Gruppenerfahrung können sie gestärkt in den Alltag gehen.“

Und hier die Links:

Reisebegleitservice: www.n-joy.net/rbs/

Sozialverband VdK Deutschland: www.vdk.de

rfb-Touristik: www.rfb-touristik.de

Bundesvereinigung Lebenshilfe: www.lebenshilfe.de

Marlies Winkelheide: www.geschwisterkinder.de

Quelle: www.wheel-it.de/portal


+++Information zur Reise bei „Rollikompass“ +++

Nicht immer ist es für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einfach, Information aus dem gewünschten Reiseziel über die Bedingungen vor Ort zu erhalten. Eventuell kann dabei „Rollikompass“ helfen. Dieses private Archiv verfügt gegenwärtig über 156 Ratgeber für Menschen mit Behinderungen und acht Ortsplänen aus deutschen Städten und Regionen sowie über 13 internationale Führer für Leute mit Mobilitätseinschränkungen. Auskunft darüber, welche dies sind, findet man im Internet unter www.rollikompass.de .
Detailfragen können dann besprochen werden mit:

Marktplatz der Behinderteninformation

Hans-Jürgen Wecke
Talstraße 3
76327 Pfinztal
Tel. / Fax: 07 21-46 07 42 /
E-Mail: webmaster.rollikompass@arcor.de


+++Ein Rollifahrer auf Reisen +++

Für den einstigen DDR-Bürger und Rollstuhlfahrer Hans-Ulrich Lüdemann war die Reise nach San Francisco fast abenteuerlich. Das 1994 entstandene Buch „San Francisco and so on - Happy Rolliday“ wurde neu aufgelegt. Die Wiederauflage des Buches übernahm der Verlag Ulmer Manuskripte.

Lüdemann reiste u.a. nach Dänemark, San Francisco, Zypern, Toronto, Guernsey, Kapstadt, Florida, Dubai, Sydney und Singapur. „Die Erlebnisse in Kalifornien verarbeitet er in dem Buch "San Francisco and so on - Happy Rolliday’“, heißt es in einer Verlagsmitteilung.

In diesem Jahr erschien ein Reise-Essay „Amandla! Zwischen Tafelberg und Township“ über Südafrika. Nach Happy Rolliday erzählt das jüngste Buch elf Jahre nach dem Ende der Apartheid von Erlebnissen an der Südspitze Afrikas und auf der Gefängnisinsel Robben Island.

"San Francisco and so on - Happy Rolliday"
ISBN 3-934869-28-9
116 Seiten, broschiert
15,00 €

Homepage von Hans-Ulrich Lüdemann:
www.hans-ulrichluedemann.de
Ulmer Manuskripte:
www.ulmer-manuskripte.de


Hurtig zwischen Bergen und Kirkenes
Die Fahrt mit dem Hurtigruten Schiff zwischen der alten Hansestadt Bergen und Kirkenes, dem Wendepunkt nahe der russischen Grenze, gilt als eines der schönsten Seereisen der Welt. Die berühmten Postschiffe fahren im täglichen Liniendienst entlang der eindrucksvollen norwegischen Fjordküste bis an das einzigartige Nordkap. Diese Fahrt ist auch für Menschen mit Behinderungen auf fast allen Hurtigruten-Schiffe möglich. Aufzüge und behindertengerechte Kabinen sind vorhanden.
Weitere Informationen ist im Internet unter: www.skandinavisches-reisebuero.de oder über folgende Anschrift erhältlich:

Skandinavisches Reisebüro GmbH
Kurfürstendamm 206, 1 Etage
10719 Berlin
Tel 030 88 46 040
Fax 030 88 46 06 50
E-Mail: berlin@skandinavisches-reisebuero.de


Den Geist des Westens nacherleben
Für alle, die davon träumen, einmal den Geist des oft als wild bezeichneten Westen nach zu erleben, finden in der Sundance Trail Ranch in Colorado dazu alle Voraussetzungen. Das trifft ebenso auf Personen mit Mobilitätseinschränkungen zu. Bei der Gestaltung der Unterkünfte wurden auch ihre Ansprüche berücksichtige. Zwei der Suiten wurden komplett ihren Bedürfnissen angepasst. So kann hier jeder die Atmosphäre aufnehmen, welche die Pioniere des Westens wohl auch spürten oder sich am Lagerfeuer oder einem guten Buch einfach erholen. Wer lieber Regenbogenforellen angelt, findet zwei rollstuhlzugängliche Stege vor. Ebenso sind Streifzüge durch die Wälder auf geprüften Wegen, eine Tour mit einem Jeep oder Taubenschießen möglich.
Die Sundance Trail Ranch ist besonders für Familien ein guter Platz. Hier können sich die Kinder das Frühstücksei selbst aus dem Stall holen, mit Katzen oder Ziegen spielen, angeln oder im Tipi schlafen. Weitere Auskunft zu dem Angebot und weiteren Möglichkeiten der Beschäftigung in der Freizeit gibt es im Internet unter www.sundancetrail.com

In der Ruhe der magischen Sieben
Bekanntschaft mit den „magischen Sieben“, den sieben früheren Hansestädten in der Altmark, und die Möglichkeit, sich in einer Landschaft zu erholen, in welche die Hektik unserer Zeit kaum dringt, das bietet eine 14tägige Reise des BSK-Reiseservice in die Altmark. Die Reiseteilnehmer wohnen dort auf einem früheren Gutshof, der zum barrierefreien Hotel mit für mobilitätseingeschränkte Gäste zugänglichen Wellness – Bereich und Kräutergarten sowie Töpfer- und Webstudio umgebaut wurde. Zur Reise gehört außerdem ein dreitägiger Malkurs, für den „reine Natur“ sowie ein Malstudio zur Verfügung steht, das ebenso rollstuhlzugänglich ist. Auskünfte zu weiteren Details und zur Buchung erteilt:

BSK – Reiseservice,
Altkrautheimer Straße 20,
74238 Krautheim / Jagst
Tel. 06294 68 304 oder 06294 68 302 /
Fax 06294 68 107
E-Mail: Reiseservice@bsk-ev.de


Broschüre zum Urlaub im Rollstuhl im Nordseebad Büsum
Unter dem Titel „Urlaub im Rollstuhl ... kein Problem im Nordsee-Heilbad Büsum“ hat das Büro des Kur und Tourismus Service dieses Kurortes eine spezielle Broschüre für mobilitätseingeschränkte Gäste vorgelegt. Das nur 15 Seiten umfassende Heft bietet mit der Auflistung von fast 40 für diesen Besucherkreis geeigneten Ferienwohnungen und Hotels sowie Auskünften zu rollstuhlzugänglichen Gaststätten und vielen weiteren Angaben alles was der mobilitätseingeschränkte Besucher von Büsum wissen sollte. Zu einem schnellen und guten Überblick trägt auch der Ortsplan auf der Rückseite der Broschüre bei.
Weitere Auskunft dazu gibt es bei:

Kur- und Tourismus Service
Südstrand 11
25761 Büsum
Tel. 04834 90 90 /
Fax 04834 65 30 /
E-Mail: info@buesum.de

Information zu Berlin wieder im Internet

Anfang Februar hatte der Albatros e.V. die von Movado aufgebaute Datenbank Mobidat zur Pflege und Weiterführung übernommen. Sie enthält Information zur Barrierefreiheit von mehr als 18.000 genutzten Einrichtungen in Berlin und ist als gestraffte Version jetzt wieder unter der Adresse www.mobidat.albatrosev.de im Internet erreichbar.

Unser Tipp für einen Besuch in Meißen und Dresden
In der Nähe von Meißen bietet die Familie Dietrich zwei kleine rollstuhlgerechte Ferienwohnungen für je drei Personen an. Alle Zimmer sind Telefon, Dusche, Fernsehgerät und Zentralheizung ausgestattet. Ein Parkplatz befindet sich am Haus. Die Ferienwohnungen bieten einen herrlichen Blick auf die Elbe und viele interessante Ausflugziele in unmittelbarer Nähe. Bekannte Städte wie Meißen (12 km) und Dresden (40 km) sind in Tagesausflügen bequem zu erreichen. Weitere Auskunft dazu erteilt:

Familie Dietrich
Niederlommatzscher Str. 17
01665 Diera-Zehren/OT Niederlommatzsch
E-Mail: dietrich.niederlommatzsch@gmx.de


Diese Reisenews stammen mit freundlicher Genehmigung vom:

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
Reiseservice, Frau Hanna Herbricht
Altkrautheimer Straße 20
Postfach 20
74236 Krautheim / Jagst
Tel. 06294 42 81 50
Fax 06294 42 81 59
E-Mail: Reiseservice@bsk-ev.de
Internet: www.bsk-ev.de

Kontakt zum "Netzwerk barrierefrei reisen" über
Hartmut Smikac (Tel. 03494 26228) oder
die E-Mail-Adresse: nw-bfr@bsk-ev.de
Der Newsletter kann über die Adresse nw-bfr@bsk-ev.de bestellt oder abbestellt werden.



+++Im Fluss der Bewegung +++

"Paddeln mit & ohne handicapped people" heißt das Angebot von roots e.V. Durch intensive Naturerlebnisse, Ruhe und gemütliches Paddeln auf ruhigem Gewässer werden mit diesem Angebot neue Herausforderungen gestellt und dadurch neue Energie für den Alltag getankt. Die Aktivitäten und Schwierigkeitsgrade werden speziell ausgewählt und an die jeweils individuellen Fähigkeiten angepasst. Es gilt immer das Prinzip der Freiwilligkeit. Die Einhaltung strengster Sicherheitsstandards ist bei roots e.V. oberstes Gebot. Mehr dazu im Internet unter www.roots.de oder von:

Roots e.V. Seminare & Erlebnispädagogische Programme
Eglofser Str. 4
88260 Eisenharz
Tel.: 07566 941461
Fax: 07566 9415019
E-Mail: info@roots.de


+++Blockhütte mit Blick auf die Appalachen+++

In den südlichen Appalachen von Nord-Georgia gibt es einen auch für Rollstuhlnutzer zugänglichen Komplex rustikaler Ferienhäuser, welcher den Namen Cavender Creek Cabins trägt. Eines der Ferienhäuser ist speziell für mobilitätseingeschränkte Gäste ausgestattet. Es verfügt über einen ebenerdigen Zugang, weite Türen und ist, einschließlich des Bades, recht geräumig. Die meisten Ferienhäuser haben einen Balkon von dem aus man dann auf den Creek und den in unmittelbarer Näher befindlichen Amicalola Falls State Park blicken kann. Das Besucherzentrum am Beginn des Wasserfall-Rundwanderweg ist ebenfalls für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Weitere Information dazu erhalten Interessenten bei den

Hanson's am Cavender Creek
200 Beaver Dam Road Dahlonega,
GA 30533
Tel. 001 706 864-7221
Fax 001 706 864-9388
E-Mail: phanson@cavendercreek.com
oder auf deren Website http://www.cavendercreek.com



Zwei Broschüren und zwei Kataloge sollen Behinderten das Reisen erleichtern.

Der Tourismusverband Ostbayern hat in seiner kostenlosen Broschüre "Barrierefreies Reisen in Ostbayern" behindertengerechte Unterkünfte aufgelistet (Informationen unter Telefon: 0941/585390 oder im Internet: www.ostbayern-tourismus.de).

Einen vergleichbaren Service leistet die Hunsrück-Tourismus GmbH mit einem Verzeichnis behindertengerechter Unterkünfte (Informationen unter Tel.: 06504/950460 oder im Internet: www.hunsrueck.de).

Der Katalog "Urlaub ohne Grenzen - Barrierefreie Reisetipps in Thüringen" enthält zahlreiche Informationen für Behinderte, etwa über die Ausstattung von Museen, Gedenkstätten und Erlebnisbädern, aber auch über behindertengerechte Wanderwege oder Stadtführungen (www.thueringen-tourismus.de).

"Reisen für Rollis in Hegau-Bodensee: Unterwegs im Rollstuhl" ist ein Katalog speziell für diese baden-württembergische Ferienregion (Tel.: 07731/47576, www.BsK-ev.de).


+++Rollstuhlfahrer: Besuch beim Arzt künftig Luxus+++

15.01.2004 - Den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) erreichen in den letzten Tagen verzweifelte Hilferufe von Menschen mit Behinderung.

Der Grund: Durch die Neuregelung in der Gesundheitsreform werden Fahrten zur ambulanten Behandlung von den Krankenkassen bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr übernommen.

Rollstuhlfahrer/innen, die den Facharzt nicht mit dem eigenen PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln aufsuchen können, sind damit von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen, wenn sie die für die Krankenfahrten erforderlichen finanziellen Mittel nicht selbst aufbringen können.

Ausgenommen davon sind Dialysepatienten, Strahlen- oder Chemotherapie-Patienten sofern die Krankenkasse dafür eine Genehmigung erteilt.

Peter Gramatzky, BSK-Bundesvorsitzender und selbst Rollstuhlfahrer, stellt fest:
„Wenige Tage nach dem Ende des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen 2003 und den damit verbundenen wohl klingenden Versprechungen der Politiker kehrt die traurige Realität zurück!“ Insbesondere Rollstuhlfahrer würden de facto von der ambulanten medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Bisher waren Rollstuhlfahrer schon in der freien Arztwahl zum Beispiel wegen der baulichen Gegebenheiten der meisten Arztpraxen eingeschränkt. „Doch jetzt werden viele von ihnen erst einen Arzt zu sehen bekommen, wenn sich ihr Gesundheitszustand so sehr verschlechtert hat, dass sie ins Krankenhaus müssen.Und das dann mit Genehmigung der Krankenkassen und mit höheren Kosten," stellt der Behindertenvertreter fest.

Die neue Regelung stehe in krassem Widerspruch zum Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes, in dem es eindeutig heißt: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Peter Gramatzky: „Der BSK fordert das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales mit Nachdruck auf, diese Missstände sofort zu stoppen. Die Benachteiligungen, die insbesondere Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke belasten, müssen unverzüglich abgeschafft werden."

Ins Stammbuch der Politik sei festzuschreiben, dass immerhin 10 % der Bevölkerung behindert sei und rund 1 % im Rollstuhl sitze. „Auch wir sind Wähler,“ betont Gramatzky im Blick auf kommende Wahlen.

Quelle: BSK e. V.



+++Zuzahlungen für Heilmittel bei Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen+++


Im Bereich der Kurorte bestehen offenbar Unklarheiten über die Zuzahlungen bei Heilmitteln.

Dazu erklärt der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Dr. Klaus Theo Schröder: „Bei Heilmitteln wie Massagen, Bädern und Krankengymnastik müssen bisher 15 % der Kosten zugezahlt werden. Nach dem GKV-Modernisierungsgesetz werden es ab 01.01.2004 - 10 % der Kosten sein sowie 10 Euro pro Verordnung (Rezept). Sind im Rahmen einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme verschiedene Heilmittel verordnet worden, sind nur einmal 10 Euro pro Rezept zu zahlen. Dies ist die übereinstimmende Auffassung der Verhandlungspartner der Konsensrunde.“

Quelle: www.bmgs.bund.de


+++BSK-Reiseservice jetzt auch mit Frühbucherrabatt+++

01.12.03 - Bereits auf der RehaCare 2003 hatte der BSK-Reiseservice seine Broschüre mit den Reiseangeboten für 2004 vorgelegt.

Sie möchte dazu beitragen, dass sich Menschen mit und ohne Handicap Reiseträume erfüllen können. Auf 70 Seiten werden darin fast 50 Pauschalreisen zu 40 Reisezielen zwischen Ecuador und Neuseeland sowie Schottland und Jordanien angeboten. Für Individualreisende, die sich nicht unbedingt einer Gruppe anschließen möchten, stehen 26 Angebote in Deutschland und Österreich, aber auch in Spanien, Dänemark und Tunesien zur Auswahl.

Erstmals wird dabei für die Saison 2004 auch ein Frühbucherrabatt angeboten. Reiseinteressenten können drei Prozent des Grundpreises sparen wenn sie sich bis zum 31. Dezember 2003 zu einer Reisebuchung entschieden haben. Aktuelle Information findet sich dazu im Internet unter www.bsk-ev.de oder kann angefordert werden von:

BSK-Reiseservice – Altkrautheimer Straße 20 – 74238 Krautheim

Tel. 06294 42 81 50 oder 06294 42 81 51 / Fax 06294 42 81 59

E-Mail: reiseservice@bsk-ev.de


+++Familienratgeber soll ausgebaut werden +++

Berlin – 10.09.03 - Karl Hermann Haack, Beauftragter der deutschen Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, hat dazu aufgefordert, das Informationsangebot «Der Familienratgeber» auszubauen. Auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war der Ratgeber für Familien mit behinderten Kindern der unterschiedlichen Altersstufen bereits im Jahre 2000 etabliert worden ist. Haack fordert alle regionalen Anbieter und Institutionen der Behindertenhilfe auf, sich daran zu beteiligen. Die Internetdatenbank www.familienratgeber.de ist in einem vom Ministerium geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe entstanden. Die laufende Betreuung dieses Informationsangebotes hat die Aktion Mensch übernommen. In den Familienratgeber sollen möglichst viele regionale Ansprechpartner die für die Behindertenhilfe vor Ort relevanten Daten einpflegen und regelmäßig aktualisieren. Ein Ziel des Projekts ist deshalb die Förderung regionaler Netzwerke mit jeweils einem festen Datenverantwortlichen. Hiervon profitieren nicht nur die betroffenen Familien selbst, der Nutzen für alle Anbieter und Institutionen der Behindertenhilfe ist offensichtlich: Ein umfassendes, stets aktuelles Informationssystem, das die tägliche Arbeit sinnvoll unterstützt. Die Aktion Mensch begleitet und fördert die regionalen Netzwerke mit bis zu 500 Euro im Jahr. «Das Ziel der Aktion Mensch, den Familienratgeber zu einer der wichtigsten Web-Adressen für Familien mit behinderten Kindern auszubauen, unterstütze ich voll und ganz», so Haack. «Behinderte Menschen und ihre Familien stoßen im Alltag vielerorts auf große Hürden, sei es in ihrem sozialen Umfeld oder im Umgang mit den Behörden. Sie wissen oft nicht, welche Unterstützungs- und Leistungsangebote ihnen zur Verfügung stehen. Ein umfangreiches, zentrales Informationssystem ist daher unerlässlich.»


Quelle: kobinet-nachrichten.org

+++Umfrage: Bei höheren Preisen würde Mehrheit das Rauchen einschränken +++

04.09.03
Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid unter 1 008 Rauchern im Auftrag der Zeitschrift „Bildwoche“ meinten 39 Prozent der Befragten, sie würden bei einer Verteuerung mit dem Rauchen aufhören. Nur jeder vierte Raucher (24 Prozent) würde bei einer Preissteigerung so weitermachen wie bisher. Immerhin 37 Prozent wollen darüber nachdenken, ihren Zigarettenkonsum einzuschränken.

Dabei ist der Trend zum Aufhören in den neuen Bundesländern deutlich geringer. Während 43 Prozent der Westdeutschen bei einer Preiserhöhung mit dem Rauchen aufhören würden, sind es im Osten nur 21 Prozent. 36 Prozent der Ostdeutschen will sogar ohne Rücksicht auf die Kosten weiterqualmen.

Auch zwischen den Geschlechtern ist ein deutlicher Unterschied zu erkennen: Während 42 Prozent der Frauen ganz verzichten würden, sind es bei den Männern nur 36 Prozent. Hingegen würden 26 Prozent der Männer weitermachen wie bisher, aber nur 22 Prozent der Frauen.

Quelle: www.aerzteblatt.de

 

+++R4H - Radio4Handicaps+++

04.08.03
Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ging der Behinderten-Ratgeber e.V. am 01. August um 19.00 Uhr mit seinem Webradio-Programm „einander verstehen – miteinander leben“ auf Sendung.

Der Webradio-Sender „R4H - Radio4Handicaps“ wird unter www.radio4handicaps.de mit „einander verstehen – miteinander leben“ ein buntes Programm aus Musik und aktuellen Informationen rund um das Thema Behinderung bieten.

Schwerpunkte der Sendungen werden Nachrichten, Interviews, Diskussionen, Job- und Partnersuche, Reisetipps, Produktvorstellungen, Infos zu Autofahren mit Handicap, sowie auch Gespräche mit behinderten Menschen und den Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden sein.

Umrahmt wird das Informations-Programm von toller Musik aller Stilrichtungen und lockeren Sprüchen des beliebten DJ und Moderatoren Jürgen M. Clausen und seinem Team, bestehend aus Henrik Homann, Hans-Jürgen Wermke und zahlreichen „Heinzelmännchen“, die ehrenamtlich dabei mithelfen, das Programm zu erstellen und auszustrahlen.

„R4H“ wird ein Programm zum interaktiven Mitmachen sein. Neben dem Moderatoren-Team und der Redaktion des Behinderten-Ratgeber e.V. werden auch die Hörer und vor allem Behinderten-Vereine und Verbände das zukünftige Programm mitgestalten.
Persönliche Grüße und Geburtstagswünsche sind erwünscht und jederzeit willkommen und unter den Hörern werden bei Preisausschreiben und Verlosungen regelmäßig von befreundeten Unternehmen gespendete Preise verlost.

Schon jetzt werden unter www.radio4handicaps.de Anregungen, Programmwünsche u.ä. von den zukünftigen Hörern entgegen genommen.

e-Mail an die Redaktion: redaktion@radio4handicaps.de Rheuma-Infos im Web

17.07.03
Unter www.rheumanet.org gibt es die Seiten des Kompetenznetzes Rheuma mit nützlichen Links, etwa zur Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, die direkt unter www.dgrh.de zu finden ist.

Der Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga hat seinen Auftritt unter http://www.rheuma-liga.de.

Unter www.eular.org ist die europäische Rheumaliga zu erreichen.


+++Drei Poster mit Übungen zu Rheumaschmerz+++

24.07.03
Zu ihrer Kampagne „Mobil gegen Rheumaschmerz“ bringt die Deutsche Rheuma-Liga drei Poster mit Anleitungen zu Bewegungsübungen heraus.

Sie richten sich an Patienten mit Arthrose, rheumatoider Arthritis und erstmals auch Fibromyalgie. Die Übungen können zu Haus oder zwischendurch am Arbeitsplatz gemacht werden. Das Training könne jedoch nicht die individuelle Krankengymnastik ersetzen, teilt die Liga mit.

Bestellung:

Deutsche Rheuma-Liga
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Fax: 0228 7660620
E-Mail: bv@rheuma-liga.de


+++Ernährungsumstellung lindert Rheuma+++

23.07.03
Durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten können die Beschwerden bei Rheumaerkrankungen gelindert und geholfen werden, den Einsatz von Medikamenten zu verringern. Mit so genannter laktovegetabiler Kost könnten so Schwellungen, Überwärmung und Schmerzen in Knochen und Gelenken nachlassen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn mit.

Die Grundlage dieser Diät bilde eine vegetarische Ernährung mit viel Gemüse und Obst, die täglich durch fettarme Milch und Milchprodukte und zweimal pro Woche durch Seefisch ergänzt wird. Laut DGE sollte zugleich der Konsum fetter Fleisch- und Wurstsorten vermindert oder ganz gemieden werden.

Bei übergewichtigen Rheumapatienten sei es außerdem hilfreich, das Übergewicht zu senken, um die Gelenke zu entlasten. Auch regelmäßige Bewegung bei gelenkschonenden Sportarten wie Rad fahren oder Schwimmen sei empfehlenswert.

Die DGE macht darauf aufmerksam, dass es keine allgemeingültige Diät für Rheumakranke gibt: Ursachen und Entstehung rheumatischer Erkrankungen seien sehr unterschiedlich und vielfach noch nicht genau geklärt.

Quelle: www.netdoktor.de


+++Rückenschmerzen: Tipps für den Alltag+++

15.07.03
(BSMO) Nicht nur Physiotherapie und Schmerzmedikamente gehören bei Rückenschmerzen zur Therapie: Ebenso wichtig ist, im Alltag den Rücken durch eine schonende Körperhaltung zu entlasten. Denn die besten krankengymnastischen Übungen nützen nichts, wenn der Patient nach der Behandlung einkaufen geht und Kartoffeln und Saft mit seitlich geneigtem Oberkörper nach Hause trägt.

Wer die üblichsten Haltungsfehler vermeidet, tut bereits eine Menge für seine Wirbelsäule - und beugt anderen Gelenkerkrankungen vor. Denn nach Aussagen des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) können häufige Fehlhaltungen Arthrose sowie rheumatische Erkrankungen fördern. Die staatlich geförderte Organisation für Gesundheitsfragen rät unter anderem:

- beim morgendlichen Zähneputzen aufrecht vor dem Waschbecken stehen. Ein kleiner Ausfallschritt bei gestrecktem Rücken bringt der Wirbelsäule bereits eine spürbare Erleichterung

- Rücken beim Staubsaugen gerade halten

- einen Bürostuhl mit hoher Rückenlehne benutzen, die sich der Form Ihrer Wirbelsäule anpasst

- bei sitzender Tätigkeit regelmäßige Bewegungspausen einlegen

- nie lange ausschließlich stehen oder gehen - das belastet die Gelenke

- bequeme Schuhe mit Sohlen tragen - sie federn das Körpergewicht gut ab und verschaffen den Gelenken Entlastung

- hohe Absätze vermeiden - durch Stöckelschuhe werden Becken und Zehen falsch belastet und ein Hohlkreuz gefördert

- Arbeitsflächen auf der richtigen Höhe anbringen

- beim Heben schwerer Gegenstände in die Knie gehen

- Einkäufe nicht einseitig und schwere Gegenstände möglichst nah am Körper tragen

- auf einer mittelharten Matratze schlafen, die die natürliche Wölbung der Wirbelsäule unterstützt.

Quelle: Nach Informationen von DGKSonderpressedienst (Juni 2003); veröffentlicht auf www.lifeline.de


+++ Vor dem Urlaub: Rolli durchchecken lassen +++

07.07.03
Nicht alle fahren in diesem Jahr für acht Wochen in den Urlaub, manche bleiben zu Hause und erkunden bei diesem schönen Wetter die nähere Umgebung oder machen Ferien auf der Datsche. Alle möchten nach Möglichkeit so mobil wie möglich sein. Solange der Rollstuhl in Ordnung ist, gelingen alle Unternehmungen. Störungen am Rollstuhl treten immer dann auf, wenn man sie am wenigsten braucht. Sie sollten Ihren Rollstuhl vor der großen Fahrt oder einfach für den Sommer, weil der Rollstuhl jetzt mehr benutzt wird, vom Rollstuhlpannendienst durchsehen lassen und vielleicht unliebsame Störungen im Vorfeld erkennen und beseitigen lassen. Faltrollstühle werden vor Ort durchgesehen und die eventuellen Mängel beseitigt. Elektrorollstühle muss der Pannendienst leider für zwei Tage in die Werkstatt zur Wartung bringen.

Sie teilen dem Rollstuhlpannendienst mit, wann Sie den Rollstuhl für eine kurze Zeit entbehren können, und das Team versucht Sie in dieser Zeit einzuplanen und eine gewissenhafte Wartung an Ihrem Rollstuhl vorzunehmen. Alle Durchsichten sind kostenlos.

Denken Sie bitte daran, dass man in den meisten Ferienorten außerhalb von Deutschland auf die Reparatur von Rollstühlen nicht eingerichtet ist. Der Rollstuhlpannendienst leiht Ihnen für die Dauer Ihres Urlaubs einen Satz Reifen und Schläuche für Ihren Rolli. Hierfür erhebt der Pannendienst allerdings eine Kaution von 60,00 €. Wwenn alle Reifen und Schläuche zurückgegeben werden, wird der Betrag natürlich sofort wieder erstattet.

Hotline: 01801 11 47 47


+++Ratgeber zur sexuellen Gewalt+++

01.07.03
Ein neues Buch, das von Julia Zinsmeister herausgegeben wurde, liefert eine umfangreiche Auseinandersetzung mit der Rechtssituation behinderter Mädchen und Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben.

„Sexuelle Gewalt gegen behinderte Menschen und das Recht - Gewaltprävention und Opferschutz zwischen Behindertenhilfe und Strafjustiz“, lautet der Titel, der im Juni 2003 im Verlag Leske+Budrich erschienenen Veröffentlichung. An dem Band mitgewirkt haben u.a. Petra Bungart, Theresia Degener, Dagmar Oberlies, Bärbel Mickler, Dr. Sigrid Arnade sowie zahlreiche andere Experten/innen aus der Justiz, Rechtswissenschaft und psychosozialen Arbeit. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich und kostet 19,90 €.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.org


+++ Fünf Jahre Rudi-Design +++

30.06.03
Die Männchen von Rudi Diessner, einem Maler mit Down-Syndrom haben sich einen Namen gemacht

Vor fünf Jahren gingen sie in Serie: die frechen, bunten Strichmännchen von Rudi Diessner. Seitdem tanzen sie als Sticker, auf Uhren, Shirts, Krawatten und vielem mehr. Aktuell sind zwei neue Artikel hinzugekommen: eine Tasse und ein T-Shirt für Erwachsene.

Rudi Diessner kam mit dem Down-Syndrom zur Welt und arbeitet in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Dort nahm der heute 44-jährige eines Tages den Buntstift in die Hand und zeichnete los. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe „entdeckte“ ihn und entwickelte aus seinen originellen Figuren die unverwechselbare Lebenshilfe-Kollektion im Rudi-Design.

Mittlerweile hat „Rudi“ in ganz Deutschland viele Fans gewonnen und damit das Bild geistig behinderter Menschen in der Öffentlichkeit positiv beeinflusst. Für die Bundesvereinigung Lebenshilfe als Interessenvertretung für Menschen mit geistiger Behinderung sind Sympathiewerbung und Öffentlichkeitsarbeit wichtige Aufgaben.

Mit dem Kauf von Artikeln im Rudi-Design unterstützen Sie die Lebenshilfe-Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien. Ein Katalog kann angefordert werden bei der

Bundesvereinigung Lebenshilfe
für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
Bereich Öffentlichkeitsarbeit
Raiffeisenstraße 18
35043 Marburg
Tel.: 06421 491-212
E-Mail:marketing@lebenshilfe.de

Internet: www.lebenshilfe-shop.de/shop4

Abbildungen der Rudi-Artikel können elektronisch übermittelt werden


+++Rheuma: Erste Symptome ernst nehmen!+++

23.06.03
Patienten mit rheumatischen Erkrankungen gehen viel zu spät zum Arzt. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Berlin im Vorfeld einer Publikumsveranstaltung zum Thema „Rheumatische Erkrankungen“ hin. Viele Betroffene unterschätzen der KV zufolge die ersten Symptome. Ein früher Therapiebeginn sei erforderlich, um das Fortschreiten der Krankheit zu vermeiden oder zu verlangsamen.

Zu Beginn der Erkrankung seien die Beschwerden meist noch nicht stark und steigerten sich erst allmählich, berichtet die niedergelassene Rheumatologin Kirsten Karberg. Viele Patienten glaubten, die Schmerzen würden von selbst verschwinden und gingen erst viel zu spät zum Arzt.

Quelle: www.aerztezeitung.de

Internetportal für Ratsuchende+++

06.06.03
Eine deutsche Internet-Suchmaschine für Sozialfragen im Gesundheitswesen (betanet) hat der Augsburger Internetdienstleister fresh frames konzipiert und deren technische Umsetzung realisiert. Das betanet bietet schon seit Februar diesen Jahres Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen sowie Betroffenen und ihren Angehörigen ein umfangreiches kostenloses Informationsangebot rund um alle sozialmedizinischen und -rechtlichen Fragen.

Unter der Adresse www.betanet.de können per Mausklick Informationen zu rund 1500 Stichworten sowie über 20 000 Adressen von Beratungsstellen, Reha-Einrichtungen und Selbsthilfegruppen abgerufen werden.

Wer hat Anspruch auf Krankengeld? Wie hoch ist die tägliche Zuzahlung bei einem Krankenhausaufenthalt? Wo finden Diabetiker eine Selbsthilfegruppe in ihrer Umgebung? Auf diese und viele andere Fragen liefert die Internet-Suchmaschine Antworten - einfach, anonym und kostenfrei. Damit wird eine Versorgungslücke in der medizinischen Betreuung geschlossen. Denn schwer und chronisch kranke Patienten werden zwar medizinisch gut versorgt, mit ihren Sorgen und Schwierigkeiten beim täglichen Umgang mit ihrer Erkrankung werden sie jedoch oft allein gelassen.

In den Kategorien Sozialrecht, Adressen und Beispiele können Ratsuchende recherchieren. Hierbei reicht das Informationsangebot von A wie AIDS bis Z wie Zahnspange. Die Suchmaschine listet die Ergebnisse der Datenbankrecherche übersichtlich auf, Links verweisen auf Dokumente mit Zusatzinformationen. Die Einträge in der Suchmaschine werden wöchentlich aktualisiert.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Mittelmeerkost kann Rheuma lindern +++

05.06.03
Wie eine schwedische Studie jetzt belegt, kann rheumatoide Arthritis durch Mittelmeerkost gelindert werden. Zu diesem Ergebnis gelangten Forscher von der Universität in Umeå. Innerhalb von sechs Wochen kam es zu einer deutlichen Abnahme der Gelenkbeschwerden, berichten Linda Hagfors und Kollegen im Fachblatt „Annals of Rheumatic Diseases“.

Die 56 Teilnehmer nahmen ihre Medikamente während der dreimonatigen Studiendauer wie zuvor ein. Diät- und Kontrollgruppe wurden nach dem Zufallsprinzip eingeteilt. Beide erhielten in den ersten drei Wochen die Mahlzeiten in der Klinik. Zusätzlich wurde die Diätgruppe in der Zubereitung mediterraner Kost geschult. Diese basiert auf der Verwendung von mehr Oliven- und Rapsöl, Fisch, Gemüse, Obst und fettarmen Milchprodukten.

Die Krankheitsaktivität ließ sich dann daraus ableiten, wie steif, geschwollen, eingeschränkt und schmerzhaft die Gelenke waren und wie hoch die Werte des Entzündungsparameters CRP ausfielen. Nach sechs Wochen hatten die mediterran Verköstigten weniger schmerzhafte und geschwollene Gelenke, sie konnten diese auch besser bewegen im Vergleich mit der Kontrollgruppe. Nach zwölf Wochen sank auch der CRP-Wert deutlich.

Quelle: www.gesundheitspilot.de



+++ Bei Reisen in die Schweiz ist Vorsicht geboten +++

04.06.03
In der Schweiz weitet sich die Masern-Epidemie aus. Zur Zeit gebe es schon 486 Erkrankte, teilte gestern (am 03.06.2003) Hans-Peter Zimmermann vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit in Bern mit. Die meisten Infektionen verzeichne der Kanton Wallis. Mittlerweile rät der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte allen deutschen Touristen, die über Pfingsten in die Schweiz fahren wollen, ihren Impfschutz zu überprüfen. Die Masern-Epidemie könne auch Süddeutschland erreichen, warnt der Verband: „Unsere Impfquoten sind leider nicht besser als die der Schweiz.“

Quelle: www.aerztezeitung.de


+++ Geräte gegen Rückenschmerzen nützen nichts +++

27.05.03
Die meisten Geräte gegen Rückenschmerzen wie Massageroller, Magnetroller, Reizstromapparate oder Extensionsliegen nützen nichts, in manchen Fällen sind sie sogar schädlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Fachzeitschrift „Ökotest“ nach einer Untersuchung von insgesamt 16 Geräten. Am besten schnitt dabei noch das traditionelle Kirschkernkissen ab, das von den Testern als „befriedigend“ eingestuft wurde. Bei bestimmten Beschwerden wie Hexenschuss könnte es durchaus hilfreich sein, berichtete die Zeitschrift.

Dagegen drohten einige der anderen Geräte die Beschwerden noch zu verstärken, darunter auch das mit einem Preis von 1200 Euro teuerste in dem Test. Als bestes Mittel gegen Rückenschmerzen empfiehlt die Zeitschrift: „Bewegung - und zwar reichlich“.

Quelle: www.medizin-forum.de


+++ Veranstaltung: Tag des rheumakranken Kindes +++

09.05.03
Am 17. Mai 2003 findet in Hamburg zur Information von Betroffenen oder daran Interessierten ein Tag des rheumakranken Kindes statt. Die meisten Menschen verbinden Rheuma nur mit älteren Menschen. Dabei leiden bereits viele Kinder unter rheumatischen Erkrankungen: Allein in Hamburg und Umgebung sind mehr als 1000 Kinder und Jugendliche davon betroffen.

Um 10:00 Uhr beginnt im AK Eilbek, Friedrichsberger Straße 56, Haus 6, eine zweistündige Vortragsreihe mit Beiträgen verschiedener Experten des Elternvereins, des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, des AK Eilbek und der Medizinischen Hochschule Hannover. Dabei geht es beispielsweise um den Krankheitsverlauf und die Lebensperspektive rheumakranker Kinder, die Möglichkeiten der Ergotherapie und die Gefahr der über Zecken übertragenen und oft nicht erkannten oder unterschätzten Borreliose, die bei Kindern zu Gelenkentzündungen führen kann.

Um 15:00 Uhr fällt am Alsteranleger Jungfernstieg der Startschuss für den „Bären-Lauf“: Das Maskottchen der Elterninitiative rheumakranker Kinder soll helfen, Spenden zu sammeln, wenn die Teilnehmer um die Binnenalster laufen, rollern oder spazieren. T-Shirts mit Bärchen können für 10 Euro gekauft werden.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Rücken-Check: Kampagne in Berlin gestartet +++

07.05.03
Unter dem Motto „Deutschland den Rücken stärken“ hat gestern in Berlin eine deutschlandweitte Kampagne zur Verbesserung der Rücken- und Wirbelsäulengesundheit begonnen. Ein Team von Medizinern besucht bis Mitte Juli insgesamt 35 Städte und bietet einen individuellen Rückentest an.

Die Probanden werden hierzu auf eine Art Fitnessstuhl geschnallt und die Beweglichkeit und Kraft des Rückgrats und seiner Muskulatur gemessen, sagte Sprecherin Katharina Daniels. Häufig beruhe Rückenschmerz auf schwachen Muskeln.

Die Aktion findet im Rahmen des weltweiten „Knochen- und Gelenkjahrzehnts“ der Weltgesundheitsorganisation WHO statt. Träger der Informationskampagne sind neun Verbände und Gruppen, darunter der ADAC und der Berufsverband für Orthopädie.

Mit drei mobilen Rückenanalysegeräten touren die Experten durch die Bundesrepublik und geben nach dem etwa fünfminütigen Test genaue Fitnessempfehlungen, erklärte Sprecherin Daniels. Die Geräte waren in Berlin den ganzen gestrigen Tag im Kranzler-Eck in der West-Berliner City in Betrieb. „Das computergesteuerte Gerät misst die Kraft von drei für die Wirbelsäule wichtigen Muskelgruppen und vergleicht sie mit den Daten von 10 000 gesunden Menschen“, so Daniels. Unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht lasse sich aus dem Vergleich die persönliche Rückengesundheit ermitteln.

Übermorgen sollen die Geräte im Alstertal- Einkaufszentrum in Hamburg-Poppenbüttel aufgebaut werden.

Quelle: www.netdoktor.de


+++ Röntgenstrahlen: Schwache schädlicher als Starke? +++

05.05.2003
Schwache Röntgenstrahlen sind für das Erbgut möglicherweise schädlicher als bislang angenommen. Biophysiker der Universität des Saarlandes haben nun nachgewiesen: Je geringer die Strahlendosis, desto länger dauert auch die Reparatur der geschädigten Zelle. Was dies für das Krebsrisiko heißt, soll in den nächsten Monaten untersucht werden.

„Je niedriger die Strahlendosis, desto besser“, war lange Zeit die allgemeine Empfehlung beim Röntgen. Doch diese Regel hält den neuesten Erkenntnissen der Forschung nicht mehr stand: In Experimenten an Zellkulturen haben die Homburger Biophysiker Prof. Dr. Markus Löbrich und Dr. Kai Rothmann herausgefunden, dass sich stark beschädigte Zellen sehr viel schneller wieder reparieren als wenig beschädigte.

Prof. Löbrich und Dr. Rothmann untersuchten, wie menschliche Lungenzellen auf unterschiedlich hohe Strahlenmengen reagieren. Mittelpunkt ihres Interesses waren die Brüche des Doppelstrangs der DNS (DesoxyriboNukleinSäure) - sie gelten als die gefährlichsten Strahlungsschäden am Erbgut, da sie Krebs auslösen können. Die wichtigsten Resultate der Beobachtungen: Mit der Strahlenmenge stieg auch die Zahl der Doppelstrang-Brüche an. Anders als Zellen, die einer Strahlung von weniger als einem Milligray (= Tausendstel Joule pro Kilogramm) ausgesetzt wurden, konnten sich die stärker bestrahlten Zellen allerdings innerhalb kurzer Zeit selbst reparieren - nach 24 Stunden waren die meisten der Doppelstrang-Brüche wieder beseitigt. Bei den schwach bestrahlten, und damit auch weniger beschädigten Zellen kam das von der Natur vorgegebene Reparaturprogramm entweder erst sehr viel später oder gar nicht in Gang.

Ob von diesen Erkenntnissen abgeleitet werden kann, dass geringere Strahlendosen auch ein größeres Krebsrisiko bedeuten als bisher angenommen, sollen Folgestudien zeigen.

Prof. Löbrich und Dr. Rothkamm haben ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht. Der Artikel kann aus dem Internet heruntergeladen werden unter:

www.pnas.org/

www.pnas.org/cgi/reprint/0830918100v1.pdf

Quelle: www.krebs-kompass.de


+++ Neue Bücher zu Reisen für Behinderte +++

Drei neu überarbeitete Bücher zum Thema Reisen gibt der Verlag FMG Fremdenverkehrs-Marketing GmbH heraus.

Das rund 130 Seiten starke Werk mit dem Titel „Reisen für Behinderte“ stellt in seiner 3. vollständig überarbeiteten Auflage Reiseveranstalter, Reisebüros, Organisationen und Institutionen vor, die Reisen speziell für behinderte Menschen anbieten. Der Fachautor Yvo Escales geht dabei nicht nur auf Gehbehinderte und Rollstuhlbenutzer/innen ein, sondern auch auf die Bedürfnisse von Dialysepatienten/innen, sehbehinderte und blinde, sowie schwerst mehrfachbehinderte Menschen. Traurige Beispiele bis hin zu skandalösen Gerichtsurteilen, die die Anwesenheit sogenannter geistig behinderter Menschen am Urlaubsort als „Reisemangel“ diskriminieren, werden den Autor bewogen haben zu prüfen, ob dieser Personenkreis beim jeweiligen Veranstalter willkommen ist. Unter anderem werden Schiffsreisen angeboten, sowie Angebote, die Pflege vor Ort bereitstellen.
ISBN: 3-926191-18-X, Preis: 9,80 €.

„Handicapped-Reisen Deutschland“, dessen Untertitel „Hotels & Unterkünfte für Rollstuhlfahrer & Behinderte“ ein wenig schmunzeln macht, erscheint bereits in der 14. Auflage. Stellt sich doch die Frage, seit wann Rollstuhlfahrer nicht behindert sind. Der Sprachumgang mag nicht immer dem wachsenden Selbstverständnis und Selbstwertgefühl behinderter Menschen entsprechen, doch inhaltlich bietet das 560 Seiten starke Werk viele nützliche Informationen zu barrierefreien Unterkünften. Die teils bebilderte Zusammenstellung der Daten hat eine ungeheuere Fleißarbeit gefordert. Nicht nur die Anzahl und Ausstattung der Zimmer plus Bäder sind nachzulesen, sondern auch Hinweise zu Freizeitangeboten, zur Lage und vieles mehr. Preisangaben fehlen ebenfalls nicht. Da pro Unterkunft aber oft nur ein barrierefreies Zimmer vorhanden ist, die Preisspanne aber von ... bis ... reicht, ist nicht ersichtlich, wie teuer genau dieses Zimmer ist. Die Betthöhe wurde in der Regel angegeben. Doch wer einen Lifter benutzen muss, findet leider keinen Hinweis, ob das Bett unterfahrbar ist. Vielleicht eine Anregung an die Autoren, dieses Kriterium bei der nächsten Überarbeitung mit aufzunehmen. Die vollständigen Angaben der Anschriften, Telefonnummern bis zur e-Mail-Anschrift erleichtern aber das konkrete Nachfragen beim Anbieter.
ISBN: 3-926191-21-X, Preis: 19,50 €.

Statt in blauem Outfit beim Unterkunftsverzeichnis für Deutschland präsentiert sich der internationale im roten Umschlang. Der korrekte Titel der 10. Auflage lautet „Handicapped-Reisen - Ausland, Hotels und Unterkünfte für Rollstuhlfahrer und Behinderte“. Von Ägypten bis Zypern werden auf 530 Seiten internationale Angebote präsentiert. Wie beim Band 1 sind nicht nur die Zimmer und ihre Ausstattung, sondern auch Freizeitangebote und vieles andere mehr sowie Preisangaben aufgeführt. Warum auf eine Auflistung von Unterkünften in den USA ganz verzichtet wurde, stellt die Einleitung dar: „... In den USA stellt sich nicht die Frage, welches Hotel rollstuhlgerecht ist, sondern welches nicht rollstuhlgerecht ist, da hier das behindertengerechte Bauen seit den 80er Jahren gesetzlich vorgeschrieben ist ...“.
ISBN: 3-926191-20-1, Preis: 19,50 €.

Der Verlag FMG ist zu erreichen unter

Email: fmg-verlag@t-online.de,

Tel.: 02159-81 56 22, Fax: 02159-81 56 24.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Road-Movi im Freilichtkino +++

Der Berliner NEUE VISIONEN Filmverleih veranstaltet am 21. Juni 2003 im Volkspark Friedrichshain eine Freilichtaufführung des Films „Verrückt nach Paris“. beim 13. Internationalen Filmfest in Emden wurde der Film von Eike Besuden und Pago Balke mit dem Bernhard-Wicki-Publikums-Preis ausgezeichnet.

Der Road-Movie erzählt die Geschichte von Hilde, Karl und Philip, die in einem Heim für Behinderte leben. Hilde arbeitet als Küchenhilfe und schält eimerweise Kartoffeln, Philip und Karl stellen in einer betreuten Werkstatt Watschelenten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt. Ein paar Tage Urlaub wollen sie sich nehmen und hauen aus dem Heim ab. Dabei verhalten sich die drei auffallend clever, schließlich haben sie im Heim gelernt, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen beginnt, die über Umwege bis nach Paris führt.

Die drei Hauptdarsteller Paula Kleine, Frank Grabski und Wolfgang Göttsch stammen aus dem Bremer Blaumeier-Atelier. Neben ihnen spielen Dominique Horwitz, Corinna Harfouch und Helga von Sinnen mit.

Bei dem Event am 21. Juni im Freilichtkino Friedrichshain (Volkspark) werden der Regisseur und die Hauptdarsteller ebenfalls anwesend sein. Für diese Aufführung hat der Vorverkauf bereits begonnen. Der Veranstalter bietet einen Gruppenrabatt ab zehn Personen an - in diesem Fall ist der Eintritt bereits ab 3,50 Euro möglich. Die Karten können beim Freiluftkino unter Tel. 030-2 93 61 60 bestellt werden.

Mehr Informationen und Bilder von den Dreharbeiten gibt es unter www.verruecktnachparis.de

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ VbA-Reisedienst nun auch in Berlin +++

Auch in Berlin besteht ab sofort die Möglichkeit kostengünstig und bequem den Reisedienst für Rollis des VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. zu nutzen. Seit Jahren hat sich die in München ansässige Organisation zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung sicher und bequem zu verschiedenen Zielen in Deutschland und Europa zu bringen.

Da besonders behinderte Menschen für gewöhnlich über ein eher kleines Reisebudget verfügen, lautet das Motto des neuen Hauptstadtreisedienstes: „Weit fahren, wenig zahlen!“ Ab Ende April hat der Verein für diesen Service einen Setra-Reisebus mit bis zu 12 Rollstuhlplätzen in Berlin zur Verfügung. Grundsätzlich steht der Bus sowohl für Mehrtagesfahrten, Wochenendausflüge, Transfers als auch für Tagestouren ins schöne Berliner Umland zur Verfügung. Darüber hinaus werden eigene Tages- und Mehrtagesfahrten ab Berlin angeboten, die einen Rundumservice garantieren. Im Programm sind z.B. so attraktive Ziele wie der Spreewald inkl. Kahnfahrt und die Rheinsberger Seenlandschaft in Verbindung mit einer Stadt- und Schlossbesichtigung und einer Schiffsrundfahrt. Außerdem stehen verschiedene Fahrten in das Naturschutzgebiet Uckermark sowie interessante Stadtbesichtigungen auf den Spuren der Zisterzienser auf dem Programm. In allen angebotenen Fahrten ist ein Mittagessen bzw. Kaffeetrinken in besonders ausgesuchten Gasthäusern enthalten. Das umfassende Gesamtprogramm kann per e-mail oder direkt beim Verein angefordert werden.

Wer sich genauer über das neue Angebot informieren möchte, erreicht den VbA über seine Internetseite unter
www.vba-reisen.de
oder kann sich direkt per e-mail unter
rennrolli@aol.com
an den Veranstalter in Berlin wenden.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ NRW: Gleiche Rechte für alle +++

Vom nächsten Jahr an sollen die Behinderten in Nordrhein-Westfalen einen Anspruch auf volle Gleichbehandlung mit ihren nicht-behinderten Mitbürgern haben. Dies sieht das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen vor, das Sozialministerin Birgit Fischer (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt hat. Hauptbestandteil des Gesetzes, das im Mai in den Landtag eingebracht wird, ist die Verpflichtung für Land und Kommunen, alle Formen von Barrieren für Behinderte zu beseitigen.

Bis alle Behörden und andere öffentliche Gebäude rollstuhlgerecht umgebaut sind, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Der Gesetzentwurf sieht keine genauen Fristen für solche Umbauten vor. Dies könne nur schrittweise „unter Beachtung von Dringlichkeit und finanziellen Gegebenheiten“ geschehen, so Fischer. Mit dem Gesetz werde ein „praktikabler Weg eingeschlagen, ohne die Kommunen finanziell in die Enge zu treiben“, meinte die Ministerin. Denn auf Geld vom Land können die Kommunen für diese Aufgaben nicht hoffen.

So genannte Zielvereinbarungen sollen Fortschritte bei der behindertengerechten Umgestaltung des öffentlichen Raumes bringen, die die Gemeinden und Landkreise mit den Behindertenverbänden schließen sollen. Beispielsweise sollen in diesen Zielvereinbarungen Zeitpläne für den Einbau behindertengerechter Aufzüge oder die Anschaffung von Schreibtelefonen für Gehörlose festgeschrieben werden. Die Position der Behindertenverbände soll dadurch gestärkt werden, dass sie ein Verbandsklagerecht erhalten.

Derzeit leben in Nordrhein-Westfalen 2,5 Millionen behinderte Menschen. Davon sind 1,7 Millionen als schwerbehindert anerkannt. Blind oder sehbehindert sind etwa 70 000 Menschen, gehörlos oder hörbehindert knapp 42 000 Menschen.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Neues Programm der Rheintöchter +++

Die Rheintöchter, Kölns ältester gemischter Damenchor, präsentieren ihr neues Programm. Winny Stenner von „Zeichen setzen!“: „Wer die Sondervorstellung des Musicals Elisabeth im vergangenen Jahr noch immer nicht vergessen kann und sehnsüchtig auf ein ähnliches Event wartet, darf sich freuen: Erneut auf Initiative und in Zusammenarbeit mit „Zeichen setzen!“ findet am 24. Mai ein integratives Konzert der Rheintöchter statt, eines Kölner Frauenchors, dem auch die durch Elisabeth bekannt gewordene Gebärdentänzerin Britta Meinicke angehört. Die Lieder der Rheintöchter werden in eine spezielle Gebärdenchoreographie adaptiert, die es schon bei Elisabeth zu bewundern gab, und von der Gebärdensprachdolmetscherin Bastienne Rehe auf der Bühne präsentiert. Teilweise werden die Rheintöchter selbst gebärden. Zusätzlich werden alle gesungenen und gesprochenen Texte für Hörbehinderte auf eine Leinwand projiziert. Diesen musikalischen und visuellen Leckerbissen sollte man sich keinesfalls entgehen lassen!“

Mehr Infos hier:
www.rheintoechter.de
www.zeichensetzen-online.de

Quelle:www.taubenschlag.de


+++ REHA-Info der BAR jetzt im Netz +++

Eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung und Koordination der Rehabilitation behinderter Menschen in Deutschland nimmt die Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) ein. So verbreitet die in Frankfurt ansäßige Koordinationsstelle ständig Informationen aus dem Rehabilitationsbereich.

Während diese Informationen bislang hauptsächlich mit der Post an einen Postverteiler versandt wurden, hat die BAR jetzt eine Möglichkeit geschaffen, ihr REHA-Info auch online herunter laden zu können. Im neusten Info der BAR werden beispielsweise eine Reihe von Veranstaltungen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen, wie zum Beispiel die Gleichstellungstagung des NETZWERK ARTIKEL 3 am 26./27. Juli 2003 oder der Lebenshilfekongress im September angekündigt.

Das neueste REHA-Info kann unter

www.bar-frankfurt.de/aktuell/aktuell1-1-03.htm

heruntergeladen werden.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Die "endlich wieder offen wochen" in Europa Park Rust +++

Ab dem 5. April 2003

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europapark in Rust zeichnet sich durch einige Serviceleistungen für behinderte Menschen aus. Zunächst einmal ist der Eintritt für blinde Menschen und Rollstuhlfahrer kostenlos, für andere werden Sondertarife angeboten.

Entdecken Sie brandheiße, faszinierende Neuigkeiten wie das Magic Cinema 4D - da geht das Kino-Erlebnis spürbar unter die Haut! Oder erneuern Sie Ihre Bekanntschaft mit Europas höchster Achterbahn, dem Silver Star, der nach wie vor für ungebremsten Nervenkitzel sorgt! Über 100 Attraktionen, Shows und Sensationen warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Am Haupteingang werden Broschüren für Rollstuhlfahrer bereitgehalten, in der Sie näheres zu geeigneten Fahrattraktionen erfahren. Bei vorheriger Anmeldung können auch Rollstühle ausgeliehen werden. Es gibt ein eigenes Telephon innerhalb des Parks, mit dem Menschen mit Behinderung weitere Hilfen und andere nützliche Tipps erfragen können. (Das Behinderten-Informationstelefon ist am Ende der Deutschen Allee rechts.)

Leider sind einige Fahrgelegenheiten für Menschen mit Gehbehinderung nicht geeignet. Die einzelnen Shows und Attraktionen sind jedoch weitgehend für alle zugängig.

Behindertengerechte Toiletten sind auf dem gesamten Parkgelände vorhanden

www.europa-park.de

Quelle: www.wheel-it.de/portal


+++ Haus Elisabeth: Zahlen, soviel Sie wollen +++

Urlaub in diesem wunderschönen Haus in Österreich machen, allen Komfort haben bis hin zu digitaler Kamera und Laptop mit ADSL-Internetanschluss, und das alles ohne Festpreis? „feel-free-Saison! Für den Urlaub zahlen Sie nur so viel, wie er Ihnen Wert ist!“ - Na, er wird Ihnen schon einiges Wert sein! ;-) Wer würde die gehörlosen Besitzer Johann und Elisabeth Scharfetter schon zu kurz kommen lassen wollen!?! Sie wissen, was gehörlose Gäste wünschen, und die Kommunikation mit ihnen dürfte auch kein Problem sein.

Na, Interesse geweckt? Dann hier klicken:

http://www.flachau-appartements.com/sommer.htm

Quelle: www.taubenschlag.de


+++ Reisen ohne Barrieren in NRW +++

Nordrhein-Westfalen (nrw-tn). Die Europäische Union hat das Jahr 2003 zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen erklärt. Im Mittelpunkt des EU-Jahres stehen eine bessere Teilhabe, die völlige Gleichstellung und eine selbst bestimmte Lebensgestaltung.

Reisen und Freizeitgestaltung sind wichtige Grundbedürfnisse im Leben - auch bei behinderten Menschen stehen Aktivitäten ausser Haus ganz oben in der Beliebtheitsskala. Behinderte stoßen jedoch immer wieder an die Grenzen ihrer Mobilität. Barrierefreier Tourismus ist deshalb von grosser Bedeutung

- hier Tipps und Beispiele aus Nordrhein-Westfalen:

Die meisten nordrhein-westfälischen Städte verfügen über besondere Informationsbroschüren oder Stadtführungen. Einen Internet-Stadtführer mit Kommunikations- und Orientierungshilfen für mobilitätsbehinderte Menschen bietet die Stadt Münster an:
Unter www.komm.muenster.de gibt es eine Fülle lokaler Informationen. So kann man sich vom heimischen PC über den Zugang von öffentlichen und gastronomischen Einrichtungen oder über Kultur- oder Freizeitangebote informieren. Ein interaktives Stadtplansystem ergänzt die schriftlichen Informationen und erleichtert das Zurechtfinden im Stadtgebiet.

Einen "Kölner Stadtführer fuer Behinderte" hat das Zentrum fuer selbstbestimmtes Leben e.V. (ZSL) herausgegeben. Hier finden sich neben Daten über die Zugänglichkeit zu Bauten, Grünflächen und öffentlichen Verkehrsmitteln auch touristisch relevante Rubriken zu Ausstellungen, Museen, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten.

Der Stadtführer kann bei KölnTourismus am Info-Counter sowie bei der ZSL (Tel.: 0221/322290) für fünf Euro erworben werden.

Auch die Stadt Bochum verfügt über einen Stadtführer für Rollstuhlfahrer (Tel.: 0234/9102778); eine Broschüre speziell fuer Touristen im Rollstuhl gibt beim Sozialamt in Düsseldorf (Tel.: 0211/8996469).

Ebenso wartet die Stadt Siegen mit einem umfangreichen Führer "Siegen für Behinderte" auf, der kostenlos beim Touristikverband Siegerland-Wittgestein e.V. erhältlich ist (Tel.: 0271/3331020).
Für das Umland gibt es zu dem eine Sammlung von Wanderrouten, die vor allem auf Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte ausgerichtet sind.
Insgesamt 22 Wandertouren und acht Spaziertipps wurden unter dem Titel " auf leichten Wegen" zusammengefasst

Die einzelnen Faltblätter enthalten genaue Informationen über Wegbeschaffenheit, Sitzgelegenheiten, Steigungen und Einkehrmöglichkeiten.

Auf dem Planetenlehrpfad im Lahntal bei Bad Laasphe etwa kann man sich unter dem Motto "Per Rollstuhl durch die Galaxis" auf eine informative Reise entlang von Planetenmodellen begeben.

Aktiv sein können Menschen mit Behinderung in ihrem nächsten Urlaub im Radelpark Münsterland. Auf speziellen Rollstühlen mit angekuppeltem Fahrradantrieb, so genannten Rollfietsen, geht es auf unter dem Gesichtspunkt von Barrierefreiheit getesteten Strecken durch die weitläufige Parklandschaft der Ferienregion. Die Behinderteneinrichtung Benediktushof Maria-Veen stellt individuelle Rollfiets-Touren im Kreis Borken zusammen oder verleiht die Gefährten (Tel.: 02864/889508, Internet: www.benediktushof.de). Hier kann man auch den Radwanderführer für Rollfiets kaufen.

Wer mal wieder frische Landluft schnuppern möchte, kann sich an die "Arbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof NRW" wenden und das Verzeichnis "Behinderte zu Gast auf Bauernhöfen" bei der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe anfordern (Tel.: 0251/599444).

Unter www.komm-aufs-land.de können sich Erholungssuchende ferner im Internet gezielt nach Übernachtungshöfen erkundigen, die Menschen mit Behinderungen aufnehmen.
Apropos Unterkünfte: Der Landesverkehrsverband Rheinland hat eine Broschüre "Behindertengerechte Unterkünfte im Rheinland" veröffentlicht.

Unter Telefon 0221/809/7672 kann das Heft gegen Portoerstattung bestellt werden. Speziell um das Angebot des DJV in NRW geht es in dem Prospekt "Mobil in Jugendherbergen"; insgesamt 15 Häuser von Aachen bis Münster sind auf einen Besuch von Gästen im Rollstuhl bestens vorbereitet (Tel.: 0211/5770320).

Sehbehinderte und blinde Menschen können sich ab sofort im Westfälischen Museum fuer Naturkunde in Münster zu einer "Reise in das Reich der Riesen" aufmachen. Mit einer umgebauten Angelroute läßt sich die Größe eines Dinosauriers gut einschätzen - der Körperbau hingegen kann am Plastik-Dino oder am Skelett-Relief ertastet werden. Die von Museumspädagogen geleiteten Führungen werden nach Terminvereinbarung organisiert
(Tel.: 0251/59105)

Kunstliebhaber kommen ab dem 20. Juli in Marl auf ihre Kosten: Im Skulpturenmuseum Glaskasten wird dann die Ausstellung "Mit Sinnen" eröffnet. Sehende und Blinde können sich hier Gegenwartskunst gleichermassen erschliessen (Tel.: 02365/992257).

Verschiedene Organisationen und Vereine bieten bei der Planung und Organisation der Ferien Informationen und Beratungen an.

Zentrale Anlaufstelle bei Fragen zum Thema "Reisen ohne Barrieren" ist die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (www.natko.de).

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Clubs Behinderter und ihrer Freunde e.V. sammelt Infos, die behinderten Menschen die Reiseplanung erleichtern können, etwa Kontaktadressen zu Reiseveranstaltern und touristische Publikationen (www.bagcbf.de).

Und auf den Internetseiten der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. finden sich zahlreiche Reisetipps und Links zum barrierefreien Urlaub für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschraenkt sind.
www.deutschland-tourismus.de

Anläßlich des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im übrigen einen Wettbewerb unter dem Motto "Willkommen im Urlaub - Familienzeit ohne Barrieren" ausgelobt.

Ziel des vom Deutschen Tourismusverband e.V. (DTV) organisierten Wettbewerbs ist es, Urlaubsangebote von Tourismusgemeinden und Beherbergungsbetrieben sowie von Tourismusprojekten auszuzeichnen, die Urlaub für Familien mit behinderten Angehörigen anbieten.

Unterlagen zur Teilnahme gibt es im Internet unter www.bmfsfj.de oder können beim DTV telefonisch unter 0228/9852212 angefordert werden;
Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2003

Quelle: NRW-Tournews vom 10.04.03


+++ Auf vier Rädern: Ein Fotojournalist in Indien +++

Heute gelang DeutschlandRadio Berlin mit Andreas Pröve als Studiogast ein Indien-Report besonderer Art. Eine Stunde lang berichtete der Fotojournalist und Weltenbummler im Rollstuhl über seinen Traum Indien, den Subkontinent auf dem er mit dem Zug, im Bus oder auf dem Ganges in einem kleinen Boot unterwegs war.

Andreas Pröve, geboren 1957, verunglückte als 23-Jähriger mit seinem Motorrad und ist seitdem querschnittsgelähmt. Schon drei Jahre nach seinem Unfall brach er im Rollstuhl zu seiner ersten Indienreise auf und tourte später monatelang durch Asien. Aus dem Tischler, der seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, wurde der Fotoreporter. Heute blickt er auf eine 20-jährige intensive Reisetätigkeit zurück, die ihn in die entlegendsten Winkel der Erde geführt haben. Aus neun ausgedehnten Reisen durch den indischen Subkontinent und sechs Reisen durch den Vorderen Orient und Persien entstanden die Diavorträge, mit denen der Rollstuhlfahrer durch ganz Deutschland tourt.

In seinem Buch „Mein Traum von Indien“ schildert Pröve, wie er mit einem für extreme Touren umgerüsteten Rollstuhl dem Lauf des Ganges von Kalkutta über 2700 Kilometer bis zur Quelle im Himalaja gefolgt ist. Das letzte Stück im Himalaja trugen ihn Sherpas über Schluchten und gefährliche Klettersteige. „Sechs Sherpas halfen mir und bauten meinen Rollstuhl zur Sänfte um. Dann wurde es so gefährlich, dass sie mich auf dem Rücken hochtrugen“, berichtete der Familienvater von zwei Kindern aus Koblenz im DeutschlandRadio. An der Ganges-Quelle habe er das Glücksgefühl der Bergsteiger nachempfinden können, die auf dem Gipfel angelangt sind.

Internet:
www.proeve.com

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Ernährung: Bei Rheuma hilft „Mediterrane Kost" +++

Neu-Isenburg - Rheumakranke sollten möglichst viel „mediterrane Kost" zu sich nehmen. Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet, hat eine Studie schwedischer Forscher ergeben, dass dies deutlich zum Abbau von Schmerzen und Schwellungen an den Gelenken und zur Verbesserung von deren Funktion beiträgt. Die Teilnehmer der Studie hatten sich mit Speisen ernährt, die im Mittelmeerraum bevorzugt genossen werden: Fisch, Geflügel, Obst und Gemüse. Fette wurden zudem weitgehend durch Oliven- oder Rapsöl sowie Margarine mit 40 % Fettanteil ersetzt. Die Besserungen an den Gelenken wurden bereits nach sechs Wochen deutlich, so die Zeitung.

Quelle: netdoktor.de


+++ Spezielles Hotelverzeichnis für Rollifahrer +++

Porta Westfalica - Die Internetdatenbank RolliHotels enthält ausschließlich rollstuhlgerechte Hotels und Ferienunterkünfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Details wie Türbreite, Rangiermaße in Dusche- und WC, Art der Haltegriffe usw. werden neben einem individuellen Foto des jeweiligen Objektes aufgelistet. Die Anbieter passender Unterkünfte haben die Möglichkeit, ihre Angebote selbst und direkt online zu aktualisieren.

  Eine Reihe renommierter Hotelverzeichnisse bieten zwar inzwischen auch die Möglichkeit der Suche nach rollstuhlgerechten Angeboten, enthalten jedoch oft keine genauen Angaben. RolliHotels enthält eine persönliche Checkliste und einen InfoService. Interessenten werden per eMail kostenlos über Aktualisierungen informiert. Derzeit bietet die Datenbank 78 Einträge.


+++ Neue Methode zur Rheuma-Früherkennung +++

Bundesweit haben über eine Million Menschen rheumatische Erkrankungen. Aber oft gehen sie zu spät zum Arzt. Doch selbst bei einem rechtzeitigen Arztbesuch können Mediziner bisher die Diagnose Rheuma erst in einem relativ fortgeschrittenen Stadium stellen. Für einen erfolgreichen Stopp der Krankheit ist es dann oft zu spät.

Dieser Zustand soll durch eine neue Methode zur Frühdiagnose verbessert werden. Hierbei handelt es sich um einen sog. Rheuma-Scanner, bei dem Laserlicht im unsichtbaren Infrarotbereich durch das Gelenk strahlt und in einer charakteristischen Weise gestreut wird. Anschließend kann der Arzt mit Hilfe eines Computerbildes herausfinden, ob Rheuma vorliegt oder nicht, und wenn ja, in welchem Grad. Außerdem können Ärzte die Wirkung entzündungshemmender Medikamente überprüfen.

Zur Diagnose hält der Patient einfach ein Gelenk, zum Beispiel einen Finger, in den Laserlichtstrahl. Die Strahlung tritt auf der anderen Seite des Fingers aus und wird als Streulichtbild aufgenommen. Die Abweichung vom Normalbild eines gesunden Gelenks wird von einem Computer berechnet. Laut Jürgen Beuthan, Experimentalphysiker am Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin, ist das Verfahren äußerst schonend: „Es muss kein Blut abgezapft werden und es entsteht keine Röntgenbelastung."

Die Abteilung für Rheumatologie der Universität Göttingen führte die klinische Forschung für die Zulassung des Geräts durch. An diesem Test beteiligten sich 30 Patienten – und 150 Gelenke. Dabei habe der Scanner mit 80- bis 89-prozentiger Zuverlässigkeit Rheuma im Frühstadium erkannt, so die Wissenschaftler. Eine weitere Studie plant der Rheumatologe Gerd Burmester von der Berliner Charité. Die Krankenkassen warten noch auf weitere Belege, ehe sie das Verfahren in ihren Leistungskatalog aufnehmen wollen.

Quelle: gesundheitspilot.de


+++ REHADAT mit neuer CD +++

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln meldet die Aktuallisierung der CD-ROM 2/2002 des Informationssystems REHADAT. Die neue Version beinhaltet mehr als 77 000 Dokumente zu den Themen Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Literatur, Forschung, Recht, Adressen, Ausbildung, Werkstätten, Seminare und Medien.

Das Informationssystem enthält u.a. folgende Neuigkeiten:

- die gemeinsamen Servicestellen der Rehaträger in der Datenbank Adressen,
- das Behindertengleichstellungsgesetz und dazugehörige Verordnungen in der Datenbank Recht,
- sowie zahlreiche aktuelle Stellungnahmen zum Stand der Umsetzung des SGB IX in der Datenbank Literatur.

  Der Herausgeber möchte mit der CD-ROM allen betroffenen und berufsmäßig Interessierten helfen, die behinderte Menschen bei der beruflichen Eingliederung unterstützen.

  Wer Anschriften von Beratungsinstitutionen braucht, sich über die Kostenübernahme bei technischen Hilfen informieren will oder praxisorientiert nachlesen möchte, wie man einen Arbeitsplatz behindertengerecht einrichtet, kann die nun erneuerte Fassung der REHADAT-CD-ROM kostenlos beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Telefon: 0221/4981-8 44 oder eMail: gall@iwkoeln.de bestellen.

Mehr Infos finden Sie im Web unter www.rehadat.de.


+++ Tips zu Rheuma und Berufsalltag +++

Das Faltblatt „Berufstätig trotz Rheuma“ informiert Arbeitgeber über Rheuma. Das Heft „Jobs und mehr“ gibt Arbeitnehmern mit Rheuma Tips zum Berufsalltag. Gegen Einsendung eines adressierten, frankierten DIN-A-5-Rückumschlags kann es bestellt werden.

Erfahrungen können ausgetauscht werden unter: www.rheuma-liga.de/Rheuma-Board

Bezug über:
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Fax: 0228-7660620
E-Mail:bv@rheuma-liga.de

Internet : www.rheuma-liga.de

Quelle : www.aerztezeitung.de


+++ Prototyp eines Hybrid-Rollstuhls +++

Eine neue Technologie für elektrische Zusatzantriebe, die auch Rollstuhlfahrer nutzen können, wird auf der Hannover-Messe vorgestellt. Forscher des Institutes für Mechatronik e.V. an der Technischen Universität Chemnitz zeigen auf der Messe vom 7. bis 12. April 2003 eine neue Technologie zur Muskelleistungsverstärkung. Damit ist eine intelligente Steuerung elektrischer Zusatzantriebe für muskelkraftgetriebene Mobile gemeint. Dank der so genannten „human_power_plus“-Lösung kann beispielsweise ein Rollstuhl- oder Fahrradfahrer in schwierigem Gelände oder an Steigungen wirkungsvoll unterstützt werden.

Diese Lösung bietet für Rollstuhlfahrer noch weitere Vorteile: individuell angepasste Verstärkung des Antriebes an die Leistungsfähigkeit des Nutzers, höherer Bedien- und Nutzungskomfort, weniger Krafteinsatz, größerer Fahrradius, Hilfe bei Rampenauffahrten und eine Gleichlaufunterstützung. Der Prototyp eines Hybrid-Rollstuhls, den die CADsys GmbH Chemnitz und die Fiedler Elektromobile-Batterieantriebstechnik Hohndorf gemeinsam entwickelten, wird erstmals auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in Halle 18 (Stand M16, 1. Obergeschoss) der Öffentlichkeit präsentiert und steht dort für Testfahrten bereit.

Die dem Hybrid-Rollstuhl zu Grunde liegende technische Lösung ist ein klassisches mechatronisches System. Kinematische Kenngrößen zum Bewegungsverhalten wie die Radwinkelgeschwindigkeiten werden von Sensoren gemessen. In Echtzeit analysiert eine informationsverarbeitende Einheit laufend diese Messwerte. Ermittelt wird daraus auch, ob der Mensch den Rollstuhl mit seiner Muskelkraft antreibt. Aus all diesen Daten wird eine entsprechende diskontinuierliche Leistungsverstärkung berechnet, die durch elektrische Zusatzantriebe verwirklicht wird.

Der Nachweis der Funktionsfähigkeit dieser im Rahmen eines durch den Freistaat Sachsen geförderten Verbundprojektes entwickelten Technologie erfolgte an einem „intelligenten“ Aktivrollstuhl mit elektrischer Leistungsunterstützung mittels batteriebetriebener Scheibenläufermotoren. Die Untersuchungen zu diesem Mensch-Maschine-Umwelt-System wurden fast vollständig simulationsunterstützt mit dem CAD-Werkzeug „Autodesk Inventor Dynamic Simulation Extension“, der Mehrkörpersystem-Dynamiksimulation „alaska“ und dem biomechanischen dreidimensionalen MKS-Menschmodell „DYNAMICUS“ durchgeführt. Der Rollstuhl wurde außerdem unter echten Bedingungen von einem Behinderten getestet.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Neue Broschüre zu Pateintenrechten +++

In Zukunft können sich Ärzte und Patienten über ihre Rechte und Pflichten in einer Broschüre informieren, die das Bundesgesundheitsministerium zusammen mit dem Bundesjustizministerium jetzt herausgegeben hat.

Dabei gehe es nicht um neues Recht, sondern darum, über geltendes Recht verständlich zu
informieren, erklärte Justizministerin Brigitte Zypries bei der Vorstellung der Broschüre am Mittwoch in Berlin.

Die 20seitige Broschüre erscheint in einer ersten Auflage von 500 000 Stück und soll nach dem Willen der Initiatoren in möglichst vielen Wartezimmern, Kliniken und Beratungsstellen ausliegen.

Download der Broschüre im Internet: www.bmgs.bund.de
oder telefonische Bestellung unter: 0800-1515159

+++ Diskriminiert die Deutsche Bahn Rollstuhlfahrer? +++

Von der Bahn fühlen sich viele Rollstuhlfahrer diskriminiert. Das Einsteigen in Züge werde ihnen mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel zum 15. Dezember auf einigen Bahnhöfen verwehrt, da in den Doppelstockwagen der Regionalexpress-Linien keine Zugbegleiter mehr mitfahren würden, so Werner Schuren vom Fahrgastverband Pro Bahn gestern in Winsen. Zusätzlich müssten Behinderte rund 60 Euro Transportkosten bis zum nächsten Bahnhof zahlen. In Einzelfällen mute man Körperbehinderten auf Grund der Wirtschaftlichkeit zu, von einem anderen Bahnhof abzureisen, meinte Bahnsprecher Norbert Giersdorff. Der Mobilitätsservice der Bahn werde jedoch bundesweit an mehr als 300 Bahnhöfen aufrechterhalten.


+++ "Früher in Rente" - ein Buch von Horst Marburger und Nikolaus Ertl +++

Alle, die eine frühzeitige Berentung in Erwägung ziehen, finden hier wertvolle Hilfestellungen. Auf diese Weise handeln Sie richtig und sparen dazu noch Geld. Dieser Band der Fachbuchreihe aus dem Walhalla Verlag gibt Hilfen und reichhaltige Informationen, um den bürokratischen „Hürdenlauf" zu bewältigen.
Folgende Fragen und Themenbereiche werden näher erklärt:

- Optimale Vorbereitung auf den Gutachtertermin
- Versicherungsrechtliche und medizinische Vorraussetzungen
- Sich erfolgreich zur Wehr setzen mit Widerspruch, Klage, Berufung und Revision
- Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
- Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenanstalten.

Das clevere Fachbuch wird durch viele hilfreiche Tipps und Adressen abgerundet.
Die achte aktualisierte Auflage ist im Walhalla Verlag unter der ISBN 3-8029-3605-1 erschienen und kann für 9,95 € bezogen werden.


+++ RehaCare endet erfolgreich +++

Am Samstag ging in Düsseldorf die viertägige Messe "RehaCare international" erfolgreich zu Ende. Der Düsseldorfer Messegesellschaft zufolge hatte die weltweit größte Schau für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf mit rund 50 000 Besuchern 1800 mehr Besucher als im Vorjahr. Ein Drittel der Menschen seien Betroffene oder Angehörige von Behinderten gewesen. 787 Aussteller aus 28 Ländern stellten die neuesten Entwicklungen vor. Nach Angaben von Anatoli Osadchych, russischer Vize-Minister für Arbeit und soziale Entwicklung, haben sich die Erwartungen des diesjährigen Partnerlandes voll erfüllt. Die 21 Aussteller aus Russland hätten Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern geknüpft. Die nächste RehaCare findet vom 15. bis 18. Oktober 2003 in Düsseldorf statt.


+++ Rheuma-Liga: Frühbehandlung von Rheuma +++

Bei anhaltenden Schmerzen in Gelenken, Muskeln oder Knochen sollte man rechtzeitig einen Rheumatologen aufsuchen.

Die Deutsche Rheuma-Liga in Bonn gibt an, entsprechende Symptome könnten auf eine entzündlich-rheumatologische Erkrankung hindeuten. Die besten Chancen Folgeschäden zu vermeiden, bestünden bei einer frühen Diagnose und gegebenenfalls einem frühen Therapiebeginn. Der Rheumatologe Gerd-Rüdiger Burmester bestätigt, Studien hätten gezeigt, dass der Krankheitsverlauf bei sofortiger Behandlung besser ist als nach verzögertem Beginn.

 Leichte Beschwerden am Bewegungsapparat, die nach wenigen Tagen nicht mehr vorhanden sind, seien dagegen kein Grund zur Beunruhigung, so die Rheuma- Liga weiter. Eine Erkältung, die sich ankündigt, oder schlechtes Schlafen ist den Angaben nach häufig die Ursache dafür. Bei Unklarheiten sollte man jedoch vorsichtshalber den Hausartzt um Rat fragen.

  Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Warum zum Rheumatologen gehen?", die beim Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga, Maximilianstraße 14, 53111 Bonn, Tel.: 0228/76 60 60, Fax: 0228/766 06 20, E-Mail: bv@rheuma-liga.de angefordert werden kann.


+++ Reha auf CD: Neues Verzeichnis für 700 Einrichtungen +++

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Verzeichnis von rund 700 stationären Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation in Deutschland ist jetzt erstmals auch auf CD-ROM erhältlich. Erstellt hat die Liste die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Frankfurt. Sie möchte damit nach eigenen Angaben zu mehr Transparenz in der Rehabilitation beitragen. Bislang sei das Verzeichnis lediglich über das Internet abrufbar gewesen. Das gesamte Behandlungsspektrum sowie die Spezialisierungen der einzelnen Reha-Einrichtungen sind den Angaben zufolge auf der CD-ROM erfasst. Neben allgemeinen Informationen seien unter anderem auch Angaben zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, zur Zimmerausstattung sowie personellen Besetzung aufgelistet. Eine Suchfunktion ermögliche die Recherche anhand verschiedener Kriterien. Die CD-ROM, von der es jährlich eine Aktualisierung geben soll, kann für fünf Euro bezogen werden bei der
BAR, Walter-Kolb-Straße 9-11, 60594 Frankfurt
Tel.: 069/60 50 18 36, Fax: 069/60 50 18 29,
E-Mail: info@bar-frankfurt.de.


+++ Berlin: Die Reha.Komm 2002 war eine Reise wert +++

Berlin. - Einen starken Zuspruch fand die Reha.Komm Berlin 2002 , die vom 12. bis 14. September 2002 in den Messehallen am Funkturm stattfand. Zahlreiche Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, Fachbesucher aus den Bereichen der Rehabilitation, der Orthopädie, der Hilfsmitteltechnik , Wohnen, Freizeit, Reisen und Sport u.a. nutzten die Möglichkeit eines Messebesuches zur Information und Beratung, zum Austausch von Erfahrungen und zum Kennenlernen neuer gesellschaftlicher Möglichkeiten, die sich seit dem Inkrafttreten des Bundesgleichstellungsgesetzes im Mai 2002 ergeben haben.

"Barrierefreiheit" als zentrale Forderung dieses Gesetzes zielt ebenso auf das Überwinden räumlicher Barrieren und Mobilitätsbehinderungen in der Öffentlichkeit, wie auch von Kommunikations"barrieren", die blinde und sehbehinderte Menschen am Zugang zum Internet hindern, hörbehinderte Menschen an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, an Ausbildung und Studium. Hier gab die Messe Einblicke in modernste technische Entwicklungen, und verwies auch auf das Herausbilden neuer Berufsgruppen und Möglichkeiten wie z.B. Integrationsfirmen, Integrationsfachdienste, Gebärdendolmetscher, Schriftmittler, Assistenzmodelle und andere.

An der Eröffnung der Messe nahmen zahlreiche Persönlichkeiten teil wie der Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit Dr. Klaus Achenbach, die Bürgermeisterin und Senatorin für Justiz, Frau Schubert; der Beauftragte der Bundesregierung für Behinderte, Karl Hermann Haack, der Präsident des Sozialverbandes VdK und Minister a.D. Walter Hirrlinger, der Minister für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Frauen des Landes Brandenburg, Günter Baaske

Der Berliner Architekt Erhard Böttcher wurde bei der Messeeröffnung für sein Lebenswerk und insbesondere für seine Verdienste um barrierefreies Bauen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er unterstützt seit Jahren die Behindertenbewegung in der Bundeshauptstadt als ehrenamtlicher Bauberater und in weiteren ehrenamtlichen Funktionen.

Die Messe fand viel Beachtung durch den Besuch von Fachministern und Botschaftern aus dem Ausland, so aus der Slowakei, Polen, Estland und Kolumbien.

An den drei Messetagen wurden 28 820 Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland gezählt. In diese Zahl sind nicht die Kinder unter zwölf Jahren einbezogen, die kostenfreien Zutritt hatten ebenso ein Teil der Begleitpersonen.

( Vergleichszahl : 23. 500 Besucher bei der vorhergehenden Reha.Komm Berlin im Jahr 2000)

An der Reha.Komm Berlin 2002 beteiligten sich 634 Aussteller ( Reha.Komm Berlin 2000: 468 Aussteller ), Kennzeichnend für sie war die starke Präsenz von Verbänden behinderter Menschen. Unter den Ausstellern befanden sich 120 bundesweite, landesweite und örtliche Interessenvertretungen und Initiativen Betroffener.

Das Messegeschehen spielte sich in acht Messehallen ab: sechs Aussteller-, einer Kunst- und einer Forenhalle, in der zahlreiche Seminare, Workshops, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen stattfanden. Auf dem Freigelände gab es besondere Attraktionen für jugendliche Besucher: das "Kinderland", therapeutisches Reiten und den Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI.

Dem Messeschwerpunkt " Behinderung - Arbeit - Teilhabe am beruflichen Leben" war eine eigene Halle gewidmet. Die mit dem Thema Arbeit im Zusammenhang stehenden vielfältigen Komplexe standen im Mittelpunkt des Interesses zahlreicher Messebesucher.

Die Messe war mit einem umfangreichen fachlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Rahmenprogramm ( mehr als 600 Mitwirkende ) verbunden. Dazu gehörten ein mehrtägiges Fachsymposium wie "Orthopädietechnik an der Schwelle des neuen Jahrtausends" ebenso wie der Verbandstag des Allgemeinen Behindertenverbandes in` Deutschland (ABW) mit: Rechenschaftslegung und der Neuwahl des Bundesvorsitzenden dieses Dachverbandes. Zu den herausragenden Foren gehörten "Menschenwürde und Vielfalt" - eine sachliche und kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Biowissenschaften, gehörten Themen wie Sexualassistenz bei behinderten Menschen und weitere Workshops.

Hohe Aufmerksamkeit fand in Vorbereitung der Bundestagswahlen eine kritische Gesprächsrunde mit Vertretern der SPD, der CDU, der PDS, der FDP und Bilndnis90/ DIE GRÜNEN . Mitglieder des Deutschen Bundestages , zur Wahl stehende Kandidaten und Abgeordnete stellten sich im Vorfeld der Bundestagswahlen und des Europäischen Jahres der Behinderten der Diskussion und den Anfragen des Publikums zur Behindertenpolitik.

Über die Reha.Komm Berlin 2002 berichteten verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten wie ZDF, SFB, ORB, Radio 88,8. Deutschlandradio, ABSV-Radio; ebenso Nachrichten-agenturen, Tageszeitungen und insbesondere die Behinderten- und Fachpresse. Zur Messeberichterstattung wurden 80 Journalistinnen und Journalisten akkreditiert.

Besucherinnen und Besucher wie auch Aussteller sehen mit Spannung der nächsten Reha.Komm entgegen, die vom 16. bis 18. September 2004 stattfinden wird.


+++ RehaCare 2002 in Düsseldorf +++

handicap-network - Die 13. Internationale Fachmesse für Behinderte und Pfleger REHACare International 2002 findet in Düsseldorf vom 23.10.2002 bis zum 26.10.2002
statt.

  Eintrittspreise:
- Tageskarte 11 EURO
- Behinderte, Schüler und Studenten 6 EURO
für die Begleiter Behinderter mit Ausweiskennzeichen B ist der Eintritt frei.

Wo:

Düsseldorf, Messegelände


Seit 25 Jahren widmet sich die REHACare der Präsentation von Entwicklungen, die das Leben für Menschen mit Behinderung verbessern, und der Begegnung von Herstellern, Verbänden und Selbsthilfegruppen. Rund 800 Aussteller aus über 30 Ländern zeigen Ihnen die Fülle der Neuheiten und Trends. Die Marktführer und die innovativen Newcomer präsentieren Ihnen das Weltangebot für Rehabilitation und Pflege.
.
Da Mitarbeiter von Krankenhäusern, Gesundheitsvereinen
und Pflegeheimen einen freien Tag erhalten, werden Sie viele bekannte Gesichter vom letzten Jahr wiedersehen.


Mehr Informationen auf der www.rehacare.de Website.

+++ Rheuma: Hoffnung auf Linderung +++

Bei zwei Drittel der Patienten die an rheumatischer Arthritis erkrankt sind, kam es mit Hilfe von neuen biologischen Medikamenten zu einer Senkung ihrer Leiden.

Bei einigen der behandelten Patienten, ist die Krankheit sogar zum Stillstand gekommen. Auch in Deutschland leiden eine Millionen Menschen (darunter 30 000 Kinder) an entzündlich-
rheumatischen Erkrankungen.

Seit zwei Jahren ist es möglich, sich mit den neuen Rheumamedikamenten (in Form einer Therapie) behandeln zu lassen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Arzt.


+++ Reha.Komm: Neue High-Tech Rollis +++

Berlin - Die Unternehmensgruppe MEYRA wird auf der Reha.Komm Berlin 2002 (12. bis 14. September) unter seinen Produkt-Neuheiten neue Elektronik für Rollstühle vorstellen. Die MEYRA.CAN-Steuerung ermöglicht die individuelle Anpassung von fünf Fahrprogrammen. Eine bedienerfreundliche Tastatur, ein verstärkter Joystick , ein dreistelliges. selbstleuchtendes Display mit der Anzeige von Beleuchtung, Geschwindigkeit, Kilometern, Batterieladezustand sind ebenso selbstverständlich wie vertauschsichere Steckverbinder und ein Magnetschlüssel, der eine Fremdbenutzung des Rollstuhls erschwert.

Die individuelle Anpassung wird durch eine spezielle Software gesichert, wobei Software-Updates über das Internet abrufbar sind. Die Fehlersuche und -analyse wird einfach: Ein PC mit Service-Tool wird an das Bedienmodul angeschlossen, liest die erforderlichen Daten und kann den Betriebszustand dokumentieren. So können die internen Daten aller Module auf dem PC abgelesen werden: Betriebsstunden, km-Stände, Statusmeldungen wie Fehlerlisten mit Zeitstempel, Messdaten wie Batteriespannungen, Motorspannnung, Motorstrom, Modultemperatur. Damit werden Service-, Reparatur- und Montagearbeiten erheblich verkürzt. Mobile Serviceeinsätze sind so mit Hilfe eines Laptops vor Ort möglich.

Wie bereits berichtet, wird auch handicap-network mit einem Stand auf der Reha.Komm vertreten sein und den neuen Shop für Behinderte ausführlich vorstellen.


+++ Reha.Komm 2002 in Berlin: handicap-network dabei in Halle 21a / B6 / 3 +++

Die Reha.Komm Berlin 2002 erwartet ca. 30.000 Besucher und mehr als 500 Aussteller in 8 Messehallen. Vom 12.-14.09.2002 wird die "Messe für mehr Lebensqualität" stattfinden und auch wir von handicap-network sind dabei: in Halle 21 a / B6 / 3 im Messegelände am Funkturm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Mehr Infos: www.reha-komm.de

Die Reha- und Orthopädie-Technik-Messe in Berlin, Messegelände am Funkturm, 12.-
14.Sepetmber 2002, Hallen 21 a/b; 22 a/b; 23 a/b, erwartet werden mehr als 540 Aussteller aus Deutschland, Japan, Finnland, Schweden, den USA, Österreich, Schweiz, Italien, Ungarn, Polen und England. Sie stellen neueste Entwicklungen und Erkenntnisse des behinderten- und altersgerechten Wohnens, orthopädische Entwicklungen der Hilfsmittel, Reiseangebote u.a.m. vor. Darüber hinaus ist eine der acht Messehallen dem speziellen Thema "Arbeit und Behinderung" gewidmet, wo man sich informieren und beraten lassen kann. Der Besucher erhält Einblicke in behindertengerechte Arbeitsplatzgestaltungen und die Teilhabe Behinderter am Berufsleben. Modernste Erzeugnisse der Orthopädie-Technik des neuen Jahrtausends werden in den anderen Hallen vorgestellt, z.B. Hilfsmittel und Lösungen für blinde und sehbehinderte Menschen oder für Menschen mit Hörbehinderungen (ihnen ist ein Tag des Offenen Ohrs gewidmet). Ebenso sind zahlreiche Initiativen und Selbsthilfegruppen auf der Messe vertreten.


Schwerpunkte der Messe Reha.Komm Berlin 2002

Vom 12. bis 14. September 2002 - wenige Monate vor dem Europäischen Jahr der Behinderten 2003 - wird in den Messehallen am Funkturm die Reha.Komm Berlin 2002 stattfinden. Sie steht in der Tradition der vorangegangenen Rehabilitationsmessen in der deutschen Hauptstadt, insbesondere der erfolgreichen Reha.Komm Berlin 2000 im Vorjahr.

Zu der Reha.Komm Berlin 2002 werden rund 500 Aussteller aus Deutschland und dem Ausland erwartet, ebenso mehrere Zehntausend Besucher. Es liegen Zusagen zahlreicher marktführender Unternehmen, sowie größerer und kleinerer Firmen ebenso vor wie von Interessenvertretungen, Verbänden und Organisationen behinderter Menschen, die maßgeblich das Rahmenprogramm Politik - Kultur - Sport gestalten.

Dieser nationalen Messe mit internationaler Beteiligung kommt aus verschiedenen Gründen eine besondere Bedeutung zu:

Ein Schwerpunkt der Messe und vor allem des Rahmenprogramms ist das Thema:

  • "Behinderung - Arbeit - berufliche Rehabilitation"
  • Hierzu steht eine eigene Themenhalle mit entsprechenden Präsentationen zur Verfügung. Bundesarbeitsminister Riester wird in seiner Eröffnungsrede zur Messe eine Bilanz der Aktion "50.000 Arbeitsplätze" ziehen, die im Oktober 2002 abschließt. Ebenso ist ein Forum mit Politikern, Vertretern des Bundesministeriums für Arbeit, Betroffenen, Fachleuten, Unternehmern, Integrationsfirmen und Interessenvertretungen zur Thematik geplant. In der Sonderhalle werden die verschiedenen Leistungs- und Beratungsträger, Berufsbildungs- und Förderwerke, Hersteller und Händler von Arbeitsplatzausstattungen, Arbeitsämter und Interessenvertretungen, Betriebe und Behindertenwerkstätten mit Exponaten, Informationen und Beratungen zu finden sein. Ebenso sind spezifische Veranstaltungen diesem Themenschwerpunkt gewidmet. Durch die Bundesanstalt für Arbeit wird dieser Schwerpunkt aktiv unterstützt.

Andere Schwerpunktthemen sind zum Beispiel:
  • "Orthopädie-Technik im neuen Jahrtausend"
  • "high-tec" findet auch immer mehr im Bereich der Orthopädie ihren Niederschlag. Muss es aber immer "high-tec" sein? Wann sind welche Hilfsmittel sinnvoll? Wie steht es mit der Finanzierung? - mit Vorträgen, Gesprächskreisen, Innovationen auf dem Prüfstand, mit Informationen von Kostenträgern und diversen Sonderveranstaltungen und Vorführungen. Warum sind orthopädische Schuhe nicht billig ? Interessenten können einen Blick hinter die Kulissen einer Schauwerkstatt werfen, in der diese Schuhe individuell in Handarbeit gefertigt werden.

Den Problemen hörbehinderter Menschen ist besonders der
  • "Tag des Offenen Ohres"
  • gewidmet.Führende Hersteller zeigen modernste Entwicklungen, Menschen mit Hörbehinderungen und ihren Interessenvertretungen machen ihre Forderungen und Probleme deutlich, in thematischen Foren kommt es zu interessanten Gesprächen mit Herstellerfirmen und dem Fachhandel. Weitere Facetten der mannigfachen Messeangebote und am Funkturm vertretene Aussteller finden Sie in unseren nächsten Pressemitteilungen sowie im Internet unter www.Reha-Komm.de

Reha.Komm Berlin 2002 mit ihren zahlreichen Ausstellern wird ein reichhaltiges gesellschaftliches, kulturelles und sportliches Rahmenprogramm bieten. Im Bereich der bildenden Kunst sind mehrere Ausstellungen geplant:: so u.a. mit Bildern geistig behinderter Künstlerinnen und Künstler. Diese Künstlergruppen sind seit Jahren aktiv tätig und haben eine Reihe von Preisen und Anerkennungen erhalten. Gleichzeitig melden sich auch nichtbehinderte Künstlerinnen und Künstler mit Beiträgen zu brennenden Themen unserer Zeit wie Versuche an Nichteinwilligungsfähigen, Import embryonaler Stammzellen u.a. zu Wort.

Aktuelle ethische Fragen wie Embryonenmissbrauch, Genmanipulation, Schutz werdenden Lebens, Diskriminierung behinderter Menschen berühren viele Gemüter und lösen heiße Auseinandersetzungen aus, ebenso das wenige Wochen vor der Messe in Kraft getretene neue Bundesgleichstellungsgesetz und das geplante Antidiskriminierungsgesetz. Sie werden genauso Schwerpunkte des Rahmenprogramms sein sowie bei zentralen Tagungen von Interessenvertretungen behinderter Menschen.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ausrichtung der Messe und die inhaltliche Orientierung des Rahmenprogramms hat der Messebeirat, bestehend aus Vertretern ausstellender Firmen, Vereinigungen und Interessenvertretern behinderter Menschen. Ihm gehören u.a. der Behindertenbeauftragte des Berliner Senats, Martin Marquard und sein Brandenburger Kollege Rainer Kluge als Mitglieder an.

Blick nach dem Osten

Ein Jahr vor dem EU-Beitritt Polens präsentiert sich das Nachbarland mit einer Botschafts- und Industrieausstellung, vorgestellt werden interessante Produkte und Möglichkeiten. Aus das ist eine Besonderheit dieser Messe, die nicht zuletzt auch aus ihrer geographischen Lage resultiert. So ist sie ein Bindeglied nach Osteuropa, und ihre spezifische Ausstrahlung nach dem Osten wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Im Zusammenhang mit der Messe findet ein Deutsch-Polnisches Kulturfestival statt, und die Gattin des polnischen Präsidenten gehört zu den Gästen und Förderern der Messe.

Vor den Bundestagswahlen

Wenige Tage nach der Reha.Komm Berlin 2002 werden die nächsten Wahlen zum Deutschen Bundestag stattfinden. Wir haben uns an die Vorsitzenden der Bundestags-fraktionen gewandt und sie bzw. namhafte Vertreter ihrer Parteien zu einem aktuellen gesellschaftspolitischen Forum eingeladen, das sich mit Fragen der Behinderten- ,Gesundheits- und Sozialpolitik befassen soll und mit Wahlaussagen über die zukünftige Politik von Regierung und Opposition hierzu. Es ist zu erwarten, dass diese Diskussionsveranstaltung ein besonderer Publikumsmagnet sein wird.

Für behinderte Berlin-Besucher wurden preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in behindertengerechten Hotels gebunden. Über das vielseitige Messeprogramm hinaus werden auch spezielle und kostengünstige Stadtrundfahrten von der Messeorganisation vermittelt. Während der Messezeit verkehren von den Bahnhöfen Zoo und Westkreuz aus rollstuhlgerechte Kleinbusse als "Shuttlle -Service" zur Reha.Komm Berlin 2002. Aus verschiedenen Bundesländern gibt es Gruppenfahrten zur Messe, häufig verbunden mit einer Stadtrundfahrt durch die deutsche Hauptstadt.

Berlin ist eine Reise wert, vor allem im September...

Mehr Infos: www.reha-komm.de


+++ Rauchen: Noch gefährlicher für Frauen +++

Rauchen schadet Frauen einer Studie zufolge noch mehr als Männern. Demnach verdoppeln bei Frauen bereits drei Zigaretten am Tag das Risiko eines Herzinfarkts. Bei Männern sind es sechs. Auch das Risiko eines vorzeitigen Todes durch andere Krankheiten steige schon bei geringem Tabakkonsum stark an. Für die Studie, die in dem britischen Fachmagazin "Journal of Epidemiology and Community Health" veröffentlicht wurde, verfolgten dänische Forscher über 22 Jahre hinweg die gesundheitliche Entwicklung von 12.000 Erwachsenen.

Eva Prescott vom Ama-Krankenhaus in Kopenhagen erklärte das dabei festgestellte höhere Risiko für Raucherinnen mit deren größerer Anfälligkeit für Erkrankungen der Atemwege. Außerdem werde der weibliche Hormonhaushalt durch das Rauchen durcheinander gebracht, was Herzkrankheiten fördere.


+++ Keine Rollstühle für bestimmte Sportarten +++

Dortmund - Agenturmeldungen zufolge brauchen Krankenkassen Behinderten keine speziellen Rollstühle für bestimmte Sportarten zu bezahlen. Dies habe das Sozialgericht in Dortmund entschieden (Az.: S 44 KR 94/01). Ein 46-jähriger Rollstuhlfahrer hatte die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) mit der Begründung verklagt, er benötige einen rund 2000 Euro teuren zusätzlichen Sportrollstuhl, um Badminton und Basketball spielen zu können.

Das Sozialgericht wies die Klage nach eigenen Angaben ab, weil ein spezieller Sportrollstuhl weder zur Sicherung des Erfolges der ärztlichen Behandlung noch zum Ausgleich der Behinderung des Klägers erforderlich sei. Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse sei begrenzt auf Hilfsmittel, deren Einsatz für Grundbedürfnisse wie die Mobilität notwendig sei. Sportliche Betätigungen wie Badminton oder Basketball gehörten jedoch nicht zu den Grundbedürfnissen.


+++ Rheuma in Chroniker-Programme aufnehmen +++

Die Deutsche Rheuma-Liga setzt sich dafür ein, dass die rheumatoide Arthritis als Erkrankung in die Disease-Management-Programme aufgenommen wird. "Wir haben in dieser Angelegenheit bereits mit mehreren Bundestags-abgeordneten gesprochen und uns auch an die Vertreter der Selbstverwaltung gewandt. Wir hoffen, dass sich in diesem Thema noch etwas bewegt," so Christine Jakob, Präsidentin der Rheuma-Liga. Wie der Verband mitteilt, verfolgen die Betroffenen die Entwicklung und Diskussion im Bereich der Gesundheitspolitik mit großer Sorge. Insbesondere eine Aufteilung der medizinischen Versorgung in Grund- und Wahlleistungen erscheinen aus der Perspektive chronisch kranker Menschen als unzumutbar, da sie zwingend auf die verschiedenen Elemente der medizinischen Versorgung angewiesen sind. Etwa vier Prozent der Deutschen leiden nach Einschätzungen von Medizinern an schweren rheumatischen Erkrankungen. Die Deutsche Rheuma-Liga hat nach eigenen Angaben bundesweit rund 240 000 Mitglieder.

+++ Reductil: Gefährlicher Schlankmacher +++

Das Pharmaunternehmen Abbott hat vor der Einnahme des Schlankheitsmittels Reductil bei zu hohem Blutdruck gewarnt. Wie der Gesundheitspilot berichtet, könne der Wirkstoff Sibutramin "bei einigen Patienten zu einem erheblichen Anstieg des Blutdrucks" führen, teilte die Abbott GmbH & Co. KG in Ludwigshafen mit. Bei Patienten mit ohnehin zu hohem Blutdruck müsse das Präparat "mit Vorsicht angewendet werden", schreibt die Firma. Während der Behandlung sei eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks erforderlich.

In Italien waren im März zwei Menschen nach Einnahme von Reductil gestorben. Das italienische Gesundheits-ministerium hatte das Schlankheitsmittel daraufhin vom Markt genommen. Die Europäischen Zulassungsbehörde für Arzneimittel EMEA (European Medicinal Evaluation Agency) hatte Abbott daraufhin verpflichtet, Ärzte in ganz Europa anzuschreiben, um auf die richtige Anwendung des Produkts hinzuweisen, berichtet das Unternehmen.

Unter der Bedingung, dass das Medikament den Anweisungen gemäß angewendet wird, hat die Europäische Zulassungsbehörde laut Abbott keine Bedenken, das Schlankheitsmittel einzusetzen. Sibutramin sei ein "günstiges Nutzen/Risiko-Profil" bestätigt worden. Der Ausschuss habe für seine Bewertung die Daten aus 100 klinischen Studien mit 12.000 Patienten ausgewertet. Bis heute seien 8,5 Millionen Menschen in 70 Ländern mit Sibutramin behandelt worden.

+++ Durchblutungsstörungen: Millionen leiden an Raucherbein +++

Nach Expertenschätzungen leiden in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen an einem Raucherbein. 70 Prozent der Betroffenen ignorieren diese Durchblutungs-störung jedoch und suchen keinen Arzt auf. Die Patienten seien sehr gefährdet, sagt Prof. Hermann Berger vom Klinikum Rechts der Isar in München. Die Durchblutungs-störungen könnten nicht nur an den Beinen, sondern am gesamten Körper auftreten. Die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit Raucherbein sei daher doppelt so hoch wie bei gesunden Menschen. Haupttodesursachen für Menschen mit einem Raucherbein-Leiden seien Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Gefäßerkrankung wird in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Zunächst treten an den Beinen Gefäßveränderungen auf, der Patient hat aber keine spürbaren Beschwerden. Später muss er beim Gehen für kurze Zeit stehen bleiben, um die Durchblutung in seinen Beinen wieder zu verbessern. Mediziner sprechen daher von der "Schaufensterkrankheit", da Patienten mit Raucherbein-Leiden oftmals vor Schaufenstern stehen bleiben, um die Krankheit zu kaschieren. Im letzten Stadium besteht eine schwere Gefäßerkrankung mit Schmerzen bereits im Ruhezustand. Oft droht dem Patienten in diesem Fall die Amputation eines Beines.

Wenn der Patient das Rauchen aufgibt, ist oft schon nach kurzer Zeit eine leichte Verbesserung festzustellen. Fünf Jahre danach muss mit einer Verschlechterung der Krankheit nicht mehr gerechnet werden. Langfristig kann auch durch die Kontrolle anderer Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder einem zu hohen Cholesterinspiegel das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden.

+++ Rauchen: Vom Tabak zum Tumor ist es nicht weit +++

Eine internationale Studie zeigt: Jeder zweite Raucher wird an einer Krankheit sterben, die er sich mit dem Tabak eingehandelt hat.

Zigaretten sind deutlich gefährlicher und führen auch zu mehr Krebsarten, warnt die umfassendste Untersuchung, die es je zur Nikotinsucht gegeben hat, wie die Süd-
deutsche Zeitung berichtet.


Experten aus zwölf Ländern haben für die International Agency for Research on Cancer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 3000 Studien ausgewertet, an denen mehr als eine Million Raucher teilgenommen haben.


Deren Zukunftsaussichten sind demnach grässlich. Mindestens jeder Zweite von ihnen wird an einer Krankheit sterben, die er sich mit dem Tabak eingehandelt hat - zum Beispiel an Krebs, aber auch an einem Herzleiden, Schlaganfall oder Lungenemphysem.

Bei der Hälfte von ihnen wird der Tod schon im mittleren Alter eintreten - sie verlieren also im Schnitt 20 bis 25 Lebensjahre.

Neue Tumore durch Rauchen

"Wir sind immer noch dabei zu lernen, wie gefährlich Tabak ist", sagt der Vorsitzende des Experten-Panels, Jonathan Samet von der Johns Hopkins University in Baltimore. "Erst langsam erkennen wir, was passiert, wenn eine Generation schon in jungen Jahren mit dem Rauchen anfängt. Und dieses Gesamtbild ist beunruhigender als das, was wir uns aus Einzelteilen zusammengesetzt hatten."

Zu diesem Gesamtbild gehört auch, dass Zigarettenrauch nicht nur die altbekannten Leiden auslösen kann. Er führt auch Krebsarten herbei, die man dem pflanzlichen Killer bisher nicht angelastet hat. Mit der Studie, die erst im Laufe dieses Jahres vollständig publiziert wird, ist nun erstmals bewiesen, dass Tabakkonsum auch Tumore in Leber, Magen, Gebärmutterhals und Niere auslösen kann. Dies war zuvor nur vermutet worden.

Risiko für Krebs höher als prophezeit

Aber auch das Risiko für bereits bekannte tabakbedingte Krebsarten ist höher als prophezeit. So dachten Epidemiologen, Raucher erkrankten drei- bis viermal so häufig an Tumoren von Blase und Nierenbecken wie Nichtraucher. Tatsächlich ist ihr Risiko aber fünf- bis sechsmal so hoch.

Ein weiteres wichtiges Argument liefert die Studie auch den Nichtrauchern: Definitiv ist nun bewiesen, dass Passivrauchen töten kann, so das Fazit der WHO. Wer unfreiwillig im blauen Dunst sitze, dessen Lungenkrebs-Risiko sei um 20 Prozent erhöht. Erstmals kommt somit eine internationale Organisation zu diesem brisanten Schluss, den manche nationalen Institute längst gezogen haben.

Die Studie hat in vielen Bereichen für Klarheit gesorgt: Zum einen haben zumindest manche Krebsarten – wie Karzinome von Brust, Prostata und Gebärmutter-schleimhaut – wenig bis nichts mit dem Tabakkonsum zu tun. Zum anderen ist es zwar am gesündesten, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen, aber immerhin nützt es jederzeit etwas, damit aufzuhören.

Aufhören mit Anfang dreißig

Wer noch mit Anfang dreißig von den Glimmstängeln lässt, senkt sein Risiko sogar fast wieder auf Normalniveau. "Aber auch später aufzuhören ist in jedem Fall besser, als unverdrossen weiterzumachen", meint Peter Drings von der Deutschen Krebsgesellschaft.

Gerade das haben aber die Deutschen noch nicht begriffen: Erst am Dienstag hat die WHO in Bonn eine weitere Studie vorgestellt. Demnach denken fast zwei Drittel der deutschen Raucher nicht einmal daran, dem Nikotin zu entsagen. "Diese Leute wissen zwar, dass jeder Zweite am Tabak stirbt", so Drings. "Aber sie denken immer, dass sie es nicht sind."
Eine internationale Studie zeigt: Jeder zweite Raucher wird an einer Krankheit sterben, die er sich mit dem Tabak eingehandelt hat.

Zigaretten sind deutlich gefährlicher und führen auch zu mehr Krebsarten, warnt die umfassendste Untersuchung, die es je zur Nikotinsucht gegeben hat, wie die Süd-
deutsche Zeitung berichtet.


Experten aus zwölf Ländern haben für die International Agency for Research on Cancer der Weltgesundheits-organisation (WHO) etwa 3000 Studien ausgewertet, an denen mehr als eine Million Raucher teilgenommen haben.


Deren Zukunftsaussichten sind demnach grässlich. Mindestens jeder Zweite von ihnen wird an einer Krankheit sterben, die er sich mit dem Tabak eingehandelt hat - zum Beispiel an Krebs, aber auch an einem Herzleiden, Schlaganfall oder Lungenemphysem.

Bei der Hälfte von ihnen wird der Tod schon im mittleren Alter eintreten - sie verlieren also im Schnitt 20 bis 25 Lebensjahre.

Neue Tumore durch Rauchen

"Wir sind immer noch dabei zu lernen, wie gefährlich Tabak ist", sagt der Vorsitzende des Experten-Panels, Jonathan Samet von der Johns Hopkins University in Baltimore. "Erst langsam erkennen wir, was passiert, wenn eine Generation schon in jungen Jahren mit dem Rauchen anfängt. Und dieses Gesamtbild ist beunruhigender als das, was wir uns aus Einzelteilen zusammengesetzt hatten."

Zu diesem Gesamtbild gehört auch, dass Zigarettenrauch nicht nur die altbekannten Leiden auslösen kann. Er führt auch Krebsarten herbei, die man dem pflanzlichen Killer bisher nicht angelastet hat. Mit der Studie, die erst im Laufe dieses Jahres vollständig publiziert wird, ist nun erstmals bewiesen, dass Tabakkonsum auch Tumore in Leber, Magen, Gebärmutterhals und Niere auslösen kann. Dies war zuvor nur vermutet worden.

Risiko für Krebs höher als prophezeit

Aber auch das Risiko für bereits bekannte tabakbedingte Krebsarten ist höher als prophezeit. So dachten Epidemiologen, Raucher erkrankten drei- bis viermal so häufig an Tumoren von Blase und Nierenbecken wie Nichtraucher. Tatsächlich ist ihr Risiko aber fünf- bis sechsmal so hoch.

Ein weiteres wichtiges Argument liefert die Studie auch den Nichtrauchern: Definitiv ist nun bewiesen, dass Passivrauchen töten kann, so das Fazit der WHO. Wer unfreiwillig im blauen Dunst sitze, dessen Lungenkrebs-Risiko sei um 20 Prozent erhöht. Erstmals kommt somit eine internationale Organisation zu diesem brisanten Schluss, den manche nationalen Institute längst gezogen haben.

Die Studie hat in vielen Bereichen für Klarheit gesorgt: Zum einen haben zumindest manche Krebsarten – wie Karzinome von Brust, Prostata und Gebärmutterschleimhaut – wenig bis nichts mit dem Tabakkonsum zu tun. Zum anderen ist es zwar am gesündesten, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen, aber immerhin nützt es jederzeit etwas, damit aufzuhören.

Aufhören mit Anfang dreißig

Wer noch mit Anfang dreißig von den Glimmstängeln lässt, senkt sein Risiko sogar fast wieder auf Normalniveau. "Aber auch später aufzuhören ist in jedem Fall besser, als unverdrossen weiterzumachen", meint Peter Drings von der Deutschen Krebsgesellschaft.

Gerade das haben aber die Deutschen noch nicht begriffen: Erst am Dienstag hat die WHO in Bonn eine weitere Studie vorgestellt. Demnach denken fast zwei Drittel der deutschen Raucher nicht einmal daran, dem Nikotin zu entsagen. "Diese Leute wissen zwar, dass jeder Zweite am Tabak stirbt", so Drings. "Aber sie denken immer, dass sie es nicht sind."


+++ Tagungen in München für Gruppen im Rollstuhl kaum möglich +++

München - «Und sie fanden keinen Raum in der Herberge», so kommentiert Ulrike Rittner vom Bildungs- und Forschungsinstitut für selbstbestimmtes Leben Behinderter - bifos e.V. - ihre Suche nach einer Unterkunft für ein Seminar in München - der «Stadt mit Herz».

Damit in Zukunft Reisen endlich auch für Menschen mit Behinderung zur Erholung und nicht zur Strapaze wird, führt das Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter, bifos e.V. seit Dezember 2000 eine Weiterbildung zum/zur TourismusberaterIn für behinderte Menschen durch. An der Fortbildung nehmen ausschließlich Personen mit Handicap teil. Da ein/e TourismusberaterIn flexibel sein muss, werden die Seminare an verschiedenen Orten wie z.B. Frankfurt/Main, Trebel, Berlin oder Usedom durchgeführt.

Das letzte Seminar für die 15 angehenden TourismusberaterInnen und ihre ReferentInnen, von denen insgesamt ca. 12 bis 14 Personen einen Rollstuhl nutzen, sollte eigentlich in München stattfinden. Sollte - doch die «Weltstadt» München hat sich im barrierefeien Tourismus als so ganz und gar nicht weltstädtisch gezeigt! Denn die Projektkoordinatorin Ulrike Rittner, die auf der Suche nach einen geeigneten Münchener Tagungsort in der «Weltstadt mit Herz» mindestens 25 Hotels besichtigte, berichtet folgendes:

«In München ist es tatsächlich so, dass es effektiv kein Hotel gibt in dem - alle ihren Bedürfnissen entsprechend – untergekommen wären, dann sind die Zimmer, die was taugen, meist wesentlich teurer. Pikanterweise ist das 4YOU - von der Lage her gut gelegene Jugendgästehaus beim Hauptbahnhof - welches als rolligerecht geführt wird, im Jugendgästebereich nur mit Doppelstockbetten ausgestattet, was bei dem, der unten schläft eine ziemliche Beweglichkeit voraussetzt und das obere Bett ist für Rollinutzer nicht zugänglich».

München als geplanter Veranstaltungsort des letzten Seminars im April 2002 musste aufgrund der betrüblichen Tatsache, dass es keine geeignete Unterkunft gibt, nun Trier weichen. «Das ist sehr schade, denn ausgerechnet in diesem Seminar geht es um den Öffentlichen Personennahverkehr und da hat München für Rollstuhlfahrer einiges zu bieten», bedauert Rittner.


+++ Betrug beim Rollstuhlrennen: Ohne Behinderung den 3. Platz +++

London (dpa) - Daniel Sadler (24) soll sein Preisgeld für ein Rollstuhl-Rennen zurückzahlen - weil er gar nicht behindert ist.

Der Engländer setzt sich nur aus Liebe zum Sport in den Rollstuhl. "Die Vorstellung, dass man behindert sein muss, um an den Rennen teilzunehmen, ist ziemlich rückständig", sagte er der Zeitung "The Sun" (Samstagsausgabe). Sadler aus dem südenglischen Ort Chessington ist vom Londoner Marathon der Rollstuhlfahrer ausgeschlossen worden und soll 200 Pfund (320 Euro) zurückgeben, die er im vergangenen Jahr gewann, als er bei einem Rennen den dritten Platz belegte. Er kam über seinen gehbehinderten Vater in Kontakt mit dem Sport und hat sich eigens dafür einen 1200 Pfund (1900 Euro) teuren Rollstuhl angeschafft. Der britische Verband für Rollstuhlsport argumentiert, dass sich ein nicht behinderter Sportler viel einfacher fit halten und besser trainieren kann als jemand, der immer im Rollstuhl sitzt. Der Vorsitzende des Verbands, Kevin Baker, sagte, wenn Sadler zugelassen würde, müsse man auch andere Nicht-Behinderte akzeptieren. "In zehn Jahren wären behinderte Leute dann im Nachteil." Doch Tanni Grey-Thompson, die bei den Paralympics 2000 in Sydney vier Goldmedaillen gewonnen hat, nahm den passionierten Rollstuhl- Racer in Schutz: "Die Leute denken, dass Dan einen unfairen Vorteil hat - hat er aber gar nicht." Unter anderem wiege er mehr und könne im Gegensatz zu seinen behinderten Konkurrenten Wadenkrämpfe bekommen.
Quelle: NetDoktor

+++ Kältetherapie gegen Rheuma +++

Für einige Rheumageplagte ist eine Behandlung im Kälteraum das ideale Mittel im Kampf gegen die schmerzhafte Krankheit. Die Kältetherapie setzt im Körper eine Reaktionskette in Gang: Das entzündungsauslösende Enzym (Kollagenase) wird gehemmt und abgebaut. Die Schmerzempfänger in der Haut werden blockiert. Gleichzeitig zieht sich das Gewebe zusammen, und die Schwellung um die entzündeten Gelenke geht zurück.

Nach Verlassen der Kältekammer wird die Haut intensiv durchblutet. "Die Patienten spüren sofort eine Schmerzlinderung", sagt Prof. Michael Hammer, Rheumatologe am St. Josef-Stift im westfälischen Sendenhorst. "Sie fühlen sich angenehm erfrischt, aufgewärmt und motiviert." Bis zu sechs Stunden hält die Wirkung an. So ermöglicht die Kältetherapie den Rheumageplagten Bewegungen, die sie sonst nur unter Schmerzen oder gar nicht vollbringen können.

Rund 60 deutsche Fachkliniken haben für die Kältetherapie spezielle Kammern eingerichtet, die wie ein Kühlschrank funktionieren: In einem Vorraum wird die Luft zunächst getrocknet und dann auf minus 110 bis minus 160 Grad heruntergekühlt. In Badehose oder Badeanzug bewegen sich die Rheumageplagten für eine bis drei Minuten unter ärztlicher Aufsicht in der Kältekammer. Die Haut wird dabei von normalen 35 Grad auf rund 10 Grad abgekühlt. Um sich in der eisigen Umgebung vor Erfrierungen zu schützen, tragen die Patienten Mund- und Ohrenschutz sowie Handschuhe, Socken und Schuhe.

Die häufigsten Formen von entzündlichem Rheuma sind Gelenkentzündung (Chronische Polyarthritis) und Versteifung der Wirbelsäule (Morbus Bechterew). Die Ursache ist in den meisten Fällen eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Was solche Fehlfunktionen auslöst, konnte bislang nicht geklärt werden.

+++ Rachentumor: Früherkennung vereinfacht +++

Tumore in Mund und Rachen können in Zukunft mit einem einfachen Abstrichverfahren frühzeitig erkannt werden. Operative Eingriffe zur Probeentnahme seien damit nicht mehr nötig, sagt Thorsten Remmerbach, Fachzahnarzt für Oralchirurgie an der Universität Leipzig. Das Verfahren könne auch von Zahnärzten angewandt werden. Bei richtiger Handhabung sei es ein sicheres Mittel zur Erkennung bösartiger Tumore. "Mit der neuen Methode steigen die Chancen zur Krebsheilung enorm", prophezeit Remmerbach.

Bei dem Verfahren können Zahnärzte mit Hilfe einer Bürste die oberste Schicht verdächtiger Stellen in Mund und Rachen entnehmen. "Zahnärzte sehen bei ihren Patienten frühzeitig Erkrankungen - was bei Tumoren im Frühstadium lebensrettend ist", erläutert Remmerbach. Die Abstriche werden mit einer DNA-Analyse im Labor untersucht. Die Methode weise eine Treffsicherheit von 98 Prozent auf, meint der Mediziner.

Jährlich erkranken in Deutschland zwischen 3.000 und 4.000 Menschen in der Bundesrepublik an aggressiven Formen von Mund- und Rachenkrebs. Etwa die Hälfte von ihnen sterben in den ersten fünf Jahren nach Ausbruch der Erkrankung. Da sich diese Krebsarten kaum durch Schmerzen bemerkbar machen, gehen die Betroffenen meist erst zum Arzt, wenn sich die Geschwulst schon weit ausgebreitet hat.

+++ REHA.Komm Berlin 2002 +++

REHA.Komm Berlin 2002

Die diesjährige REHA- und Orthopädietechnik-Messe Berlin findet vom 12. - 14. September in den Messehallen 21a, b, 22a, b, 23a, b, und opt.63 am Berliner Funkturm statt. Es herrscht mit bereits 80% gebuchter bzw. optionierter Messefläche ein reges Teilnehmerinteresse.
Wie die RMG REHA Messe GmbH weiter berichtet, wären nur noch einige Kopf- oder Eckstände frei. Zahlreiche größere bis kleinere marktführende Unternehmen wie auch viele Behindertenorgansationen und -vereine werden präsent sein. Es wird mit mehr als 500 Ausstellern und 30.000 Besuchern
gerechnet.

Erstmalig wird ein Nachbarland, die Republik Polen, als Gastland im Zentrum des Messegeschehens stehen. Unter dem Motto: "Polen, 1 Jahr vor dem Beginn des Beitritts zur EU", wird u. a. der Entwicklungsstand seiner Reha- und Orthopädie-Technik gezeigt.

Mit speziell für Behinderte umgerüsteten Autos (Mercedes S-Klasse), Bad- und Küchenausstattungen, Kinder-Reha-Hilfsmitteln und Handicap-Tourismus-Angeboten bietet sich den Besuchern ein Spektrum vieler Lebensbereiche. Thematisiert wird in der Halle 23 der Bereich Arbeit, Behinderung und berufliche Rehabilitation. Waehrend der Messe läuft ein fachliches Rahmenprogramm.

Fragen zu Messe, Konferenz- und Tagungsmoeglichkeiten, Hotelanmeldungen,
Shuttle-Service u. a. richten Sie bitte an:
RMG mbH Messebüro
Tel.-Nr.: (0 30) 26 55 40 01
Fax:      (0 30) 26 48 41 23

Quelle:Aus Messemitteilung RMG REHA Messe Gesellschaft mbH März 2002

+++ Kaputte Gefäße: Raucherbein bei etwa sechs Millionen Menschen +++

München (dpa) - Bis zu sechs Millionen Menschen in Deutschland sind nach Expertenschätzungen an einem Raucherbein-Leiden erkrankt. Rund 70 Prozent von ihnen gehen allerdings trotz der Durchblutungsstörung nicht zum Arzt. Die Patienten seien sehr gefährdet, sagte Prof. Hermann Berger vom Klinikum Rechts der Isar am Mittwoch in München. Die Durchblutungsstörungen könnten nicht nur an den Beinen, sondern am gesamten Körper auftreten. Die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit Raucherbein sei daher doppelt so hoch wie bei gesunden Menschen. Haupttodes-ursache für Menschen mit einem Raucherbein-Leiden seien Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Gefäß-Erkrankung wird in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Zunächst treten an den Beinen Gefäßveränderungen auf, der Patient hat aber keine spürbaren Beschwerden. Später muss er beim Gehen für kurze Zeit stehen bleiben, um die Durchblutung in seinen Beinen wieder zu verbessern. Mediziner sprechen daher von der "Schaufensterkrankheit", da Patienten mit Raucherbein-Leiden oftmals vor Schaufenstern stehen bleiben, um die Krankheit zu kaschieren. Im letzten Stadium besteht eine schwere Gefäßerkrankung mit Schmerzen bereits im Ruhezustand. Oft droht dem Patienten in diesem Fall die Amputation eines Beines. Auch Menschen, die nie geraucht haben, können an Gefäß- Krankheiten leiden.

Neben dem Rauchen sind Diabetes, Bluthochdruck und ein zu hoher Cholesterinspiegel Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen. Rund 80 Prozent der Durchblutungsstörungen können nach Einschätzung von Experten ohne einen operativen Eingriff behandelt werden. Wenn der Patient das Rauchen aufgebe, sei in manchen Fällen schon unmittelbar eine leichte Verbesserung festzustellen. Langfristig könne durch die Reduzierung der Risikofaktoren das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Im Durchschnitt fünf Jahre nachdem ein Patient das Rauchen aufgegeben hat, verschlechtere sich die Krankheit nicht weiter.

+++ Neues Reisehandbuch für Rollifahrer aus Rheinsberg +++

Weil sich das Hotel "Haus Rheinsberg" seit seiner Eröffnung zunehmender Beliebtheit bei Touristen im Rollstuhl erfreut, hat man sich in der Stadt Gedanken gemacht, wie man seinen Gästen den Aufenthalt noch angenehmer gestalten kann. Ein Resultat dieser Überlegungen ist das kürzlich erschienene Reisehandbuch für Rollifahrer, das von der ortsansässigen Projektgruppe media.tours.rheinsberg des Berufsfortbildungswerkes GmbH erarbeitet wurde. Die
Mitarbeiter haben die wichtigsten Objekte vermessen, die für den Besuch notwendigen Daten gesammelt und zu einem sehenswerten Bändchen zusammengestellt.

Was erwartet man von einem solchen Reiseführer? Vor allem Informationen über das Was, Wo und Wann von Sehenswürdigkeiten, Gaststätten, Dienstleistungseinrichtungen und ähnliches. Das Ganze sollte darüber hinaus handlich, übersichtlich und auch möglichst strapazierfähig sein, da man es ja ständig "am Mann" haben will. Für den Rolli-Touristen sind ausserdem Angaben zur Zugänglichkeit interessanter Objekte unerläßlich.
All dem wird das vorliegende Büchlein gerecht. Unter den am Rand farblich markierten Rubriken von "Sehenswürdigkeiten" bis "Medizinische Einrichtungen" findet der Besucher alles Wichtige und eine Karte gibt Empfehlungen für einen Stadtbummel im Rolli. Die ausgewählte Route ist wegen ihrer abgesenkten Randsteine und ausreichend Fussgängerampeln besonders empfehlenswert. Man hätte sich vielleicht gewünscht, dass man die Randleiste wie ein Register gestaltet hätte, so dass alle Rubriken auf einen Blick erkennbar wären, was die Suche noch erleichtern würde. Als grosses Plus erweist sich dagegen die Falttechnik der Broschüre, die es erlaubt, die Seite mit den Pictogramm-Erklärungen ständig neben den Informationsseiten geöffnet zu haben. Bestellungen sind möglich unter: Tel. 03 39 31/34 203;
Fax 03 39 31/34 205;
E-Mail: media.tours.rheinsberg@t-online.de.


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