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Diagnostik (Befunderhebung) und Therapie (Behandlung) von Kommunikationsstörungen einschließlich Prävention und Beratung der Patienten sowie ihrer Angehörigen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
Frau Feit, Presse- und Öffentlichskeitsarbeit
Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl)

Ziel der logopädischen Therapie ist es, die Kommunikationsfähigkeit der Patienten wiederherzustellen.
Manchmal kann diese im Rahmen einer umfassenden Rehabilitation auch nur verbessert oder kompensiert werden. In jedem Fall soll damit die soziale Integration gefördert bzw. wiederhergestellt werden.

Aufgabe und Ziel der Logopädie ist es aber auch, bei beginnenden Symptomen vorbeugend und beratend einzugreifen, um schwere Störungen abzuwenden.
Logopäden behandeln Patienten mit Störungen der Stimme, der Sprache, des Sprechablaufs, des Redeflusses, des Schluckvorganges und der Nahrungsaufnahme. Menschen aller Altersgruppen können von solchen Störungen betroffen sein, also Erwachsene, Jugendliche, Schulkinder, Kinder im Vorschulalter und Säuglinge.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl).

Quelle: www.dbl-ev.de


Was ist die von Hippel-Lindau'sche Erkrankung?

VHL ist eine seltene erbliche Tumorerkrankung, die ganz unterschiedliche Organe befallen kann. Die Schwere der Erkrankung und die betroffenen Organe können innerhalb einer Familie sehr unterschiedlich sein. Die Erkrankung tritt am häufigsten zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahrzehnt auf. An VHL erkrankt in etwa eine von 35.000 Personen.

Wo können die Tumoren im Körper auftreten?
Die VHL-Erkrankung kann in verschiedenen Regionen des Körpers auftreten. Am häufigsten sind die Augen, das Zentralnervensystem (Kleinhirn, Hirnstamm und Rückenmark, selten auch Großhirn), die Nieren und Nebennieren sowie die Bauchspeicheldrüse betroffen. Seltener sind auch Veränderungen am Innenohr (Felsenbeintumor) und den Fortpflanzungsorganen (Zystadenome der breiten Mutterbänder bzw. der Nebenhoden) vorzufinden. Tumoren des Kleinhirns (Hämangioblastom) verursachen typischerweise Kopfschmerzen, Übelkeit und Gangstörungen. Rückenmarkstumoren lösen Lähmungen, Taubheit in umschriebenen Hautbezirken und Schwäche in einzelnen Muskelgruppen aus. Ein Netzhauttumor (retinales Angiom) kann zur Netzhautablösung und zur Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. In den Nieren können Nierenzysten und Nierentumoren entstehen. Die Nierentumoren (Nierenzellkarzinome) entwickeln sich bösartig. Krankheitszeichen treten hier in der Regel erst sehr spät auf und sind dann häufig Ausdruck von Metastasen. Die Nebennierentumoren (Phäochromozytome) können durch hormonelle Fehlfunktionen zu Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen und Pulsrasen führen. Tumoren und Zysten der Bauchspeicheldrüse führen nur in Ausnahmefällen zu Beschwerden. Diese Tumoren können jedoch bösartig sein.

Vererbung
VHL-Betroffene haben eine genetische Abweichung des VHL-Gens, welches sich auf dem 3. Chromosom befindet. Es können sowohl Männer als auch Frauen diese Abweichung haben. Die Anlage geht rechnerisch auf 50% der Kinder über. Hat ein Kind diese Abweichung nicht, so kann es VHL weder weitervererben noch selbst daran erkranken.

Gendiagnostik
Durch eine genetische Untersuchung kann man feststellen, ob eine Anlageträgerschaft vorliegt. Ist dies der Fall, kann der Verlauf der Erkrankung durch ein Vorsorgeprogramm kontrolliert werden. Liegt eine Anlageträgerschaft nicht vor, sind weitere Untersuchungen unnötig, da eine VHL-Erkrankung nicht entsteht. Eine genetische Untersuchung kann problemlos durchgeführt werden.

Kontrolluntersuchungen
Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen werden auftretende Tumoren schon im frühen, asymptomatischen Stadium entdeckt. Sie können dann beobachtet und notwendige Eingriffe schonend und zum bestmöglichen Zeitpunkt durchgeführt werden. Es wird empfohlen, mit Kontrolluntersuchungen der betreffenden Organe schon frühzeitig (5.-6. Lebensjahr) zu beginnen und diese regelmäßig einmal pro Jahr durchzuführen.

Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zur Hippel-Lindau Erkrankung: Verein für von der von Hippel-Lindau (VHL) Erkrankung betroffene Familien e. V.



+++Die Matrix-Rhythmus-Therapie kann Lebensqualität verbessern+++


von Wilfried Wagner-Stolp
aus Lebenshilfe-Zeitung 4/2003

Körperliches Wohlbefinden für Menschen mit sehr schwerer Behinderung

Die Lebenshilfe Traunstein macht auf Erfolge der noch neuen Matrix-Rhythmus-Therapie aufmerksam. Der Mediziner Ulrich Randoll hat diese Behandlungsform an der Universität Erlangen entwickelt.

Die Erfahrungen der Tagesförderstätte in Altenmarkt (Oberbayern) zeigen: Auch bei Menschen mit sehr schwerer Behinderung kann die regelmäßige Anwendung der Matrix-Rhythmus-Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. In der Einrichtung wurde die Methode zwei Jahre lang erprobt und mit ihren positiven Auswirkungen dokumentiert.

Die Grundlage dieser Therapieform reicht tief in die Bindegewebsforschung der klassischen, aber auch der alternativen Medizin hinein. Der Stoffwechsel jeder menschlichen Körperzelle erfolgt über die Zellmatrix. Sauerstoff und Nährstoffe müssen zur Zelle hintransportiert, Stoffwechselendprodukte von der Zelle wegtransportiert werden. Wenn dieses Hin und Her gestört ist, können Probleme für das gesamte Muskel-, Knochen-, Gefäß- und Nervensystem entstehen.

Neue Forschungen zeigen, dass die gesunde Muskulatur des Skeletts auch im Ruhezustand rhythmisch schwingt. Im Falle einer körperlichen Behinderung, beispielsweise einer spastischen Lähmung, ist das Vibrationsverhalten der betroffenen Muskeln beziehungsweise des Gewebes verändert. Hier setzt die Matrix-Rhythmus-Behandlung an. Ein eigens entwickeltes elektrisches Gerät überträgt über einen rotierendem Resonanzkopf Schwingungen in fließend einstellbarem Rhythmus. Diese sprechen die Tiefensensibilität an.

Die Anwendung von Schwingungen zur medizinischen Behandlung ist bewährt und bekannt. Der Einsatz von Frequenzen, die auf die körpereigenen Schwingungsmuster eingehen, ist Neuland. Die Einschwingung ist geeignet, eine angenehme Rhythmisierung bis tief in die Grundsubstanz der Organe und Muskeln zu erreichen.

Die Erfahrungen der Lebenshilfe Traunstein geben Anlass zur Aufmerksamkeit. “Von Beginn der ersten Behandlungen bis heute konnten bei allen Betreuten Verbesserungen beobachtet werden”, so Vorsitzender Peter Bantlin. Die Fallstudien weisen auf vielfältige Fortschritte hin: Verbesserung des venösen und lymphatischen Rückflusses, Lösen von Verhärtungen und Verkürzungen im Muskel- und Sehnenbereich; anhaltender Abbau von Verspannungen und verbesserte Durchblutung.

Für Gerhard Neuhäuser, Neuro- und Sozialpädiater aus Gießen, sind die beobachteten Effekte nachvollziehbar. Er sieht die Matrix-Rhythmus-Behandlung im Kontext anderer Methoden, die auf die sensorische Integration abstellen und Körpergefühl wie -funktionen positiv beeinflussen wollen.

Peter Bantlin wünscht sich, dass viele Einrichtungen, die Menschen mit schwerer Behinderung betreuen, die Matrix-Rhythmus-Behandlung kennen lernen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie kann die klassische Physiotherapie ergänzen und ist auch von nicht-therapeutischen Mitarbeitern nach entsprechender Schulung durchzuführen.

Die Lebenshilfe hat sich durch Beschluss der letzten Bundesmitgliederversammlung verpflichtet, besondere Anstrengungen dafür zu unternehmen, dass es dem Personenkreis der Menschen mit schwerer Behinderung und zusätzlichen Beeinträchtigungen in Deutschland besser geht. Kleine und große Schritte sind dazu notwendig. Die Matrix-Rhythmus-Behandlung kann ein Mosaikstein sein, weil sie zum körperlichen Wohlbefinden als einem wichtigen Merkmal für Lebensqualität im Alltag beiträgt.

Weitere Informationen: Lebenshilfe Traunstein, Salzburger Straße 7, 83301 Traunreut, Tel. 08669/86110.
www.lebenshilfe.de



+++Rotwein schenkt Hefezellen längeres Leben+++


26.08.03
Polyphenol aktiviert lebensförderliche Enzyme

Zumindest bei Hefezellen hat Rotwein eine lebensverlängernde Wirkung. Das ergibt sich aus der Studie eines US-Forscherteams um David A. Sinclair von der Harvard Medical School in Boston, die in der Internet-Augabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" veröffentlicht wird. Für die lebensverlängernde Wirkung sind so genannte Polyphenole verantwortlich, die in der Hefe (Saccharomyces cerevisiae) lebensfördernde Enzyme aktivieren. Die von Sinclair untersuchten Polyphenole kommen nicht nur in Rotwein vor.

Die von den Polyphenolen angeregten Enzyme - wie Sir2 und Sirt1 - bewirken nachweislich bei verschiedenen Lebewesen, dass der Organismus mit geringeren Kalorienzahlen belastet wird und damit länger leben kann. Zu den Polyphenolen, die eine lebensverlängernde Wirkung haben können, zählt das seit drei Jahrzehnten bekannte und in Rotwein vorkommende Resveratrol. Diese chemische Verbindung kann den vorliegenden Erkenntnissen zufolge vorbeugend gegen Krebs, Arteriosklerose und andere mit dem Altern einhergehende Krankheiten wirken. Ob der lebensverlängernde Effekt von Rotwein bei Menschen ähnlich direkt wie bei Hefezellen wirkt, muss aber noch näher erforscht werden.

Quelle: www.medizin-forum.de


+++ Ursache für Kinder-Leukämie gefunden +++

28.05.03
Einen „Durchbruch in der Leukämie-Forschung“ hat die Max-Planck-Gesellschaft mitgeteilt: Auslöser für die bei Kindern am häufigsten Akute Lymphatische Leukämie (ALL) sei ein fehlendes Eiweiß. Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Krebsforscher fanden nun heraus, dass bei jeder zweiten dieser Tumor-Erkrankungen ein bestimmtes Eiweiß – das Adapterprotein SLP-65 – nicht mehr produziert wird. Dies führe zur Tumorbildung.


+++ Literaturwettbewerb +++

21.05.03
Auf den Literaturwettbewerb des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung weist Roman Gutsch im Online-Magazin FORUM hin. Anlässlich eines Literaturfestes im Kleisthaus in Berlin werden Preise im Gesamtwert von 5.000 €uro für gelungene Prosaarbeiten vergeben. Teilnehmen können behinderte Autorinnen und Autoren ohne Altersbegrenzung und ohne thematische Vorgabe sowie junge Autorinnen und Autoren bis zum 25. Lebensjahr, die nicht behindert sind, sich aber mit dem Thema Behinderung künstlerisch auseinandersetzen.
Wettbewerbsbeiträge können noch bis zum 31. Mai per eMail litfest@behindertenbeauftragter.de
mit kurzen Angaben zur Person (Name, behindert/nicht behindert, Geburtsdatum, Adresse, Telefon, eMail) eingereicht werden.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Stiftung Lebensnerv +++

21.05.03
Auf die Verantwortung sozialer Stiftungen, Betroffene in die Entscheidungsebenen einzubeziehen, hat Dr. Sigrid Arnade aus Berlin erneut hingewiesen. Die freie Journalistin und PR-Managerin im Rollstuhl ist Vorstandsvorsitzende der Stiftung Lebensnerv und für deren Internetseite verantwortlich. Im Herbst 1991 gegründet, versteht sich die Stiftung als Koordinationsstelle und Forum für Initiativen, die Multiple Sklerose (MS) unter einem ganzheitlichen Winkel betrachten. „Die körperliche Seite der Erkrankung wird zwar mit großem Aufwand erforscht, psychischen Fragestellungen jedoch wenig nachgegangen. Um die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der MS-Psychosomatik anzuregen, setzt die Stiftung alle zwei Jahre einen Forschungspreis aus“, hieß es in einer Kurzinformation des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Stiftung Lebensnerv: www.lebensnerv.de

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Lebenshilfe-Kampagne: „Üben Sie mal Toleranz" +++

20.05.03
„Lindenstraßen“-Star Joachim Hermann Luger alias Hans Beimer startet die bundesweite Toleranz-Kampagne der Lebenshilfe zum „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen“

Spätestens seit er in der „Lindenstraße“ den Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom spielt, weiß Joachim Hermann Luger (Hans Beimer), dass es noch immer an der Tagesordnung ist, um behinderte Menschen einen Bogen zu machen - gerade um Menschen mit geistiger Behinderung. Mit dem Startschuss für die bundesweite Lebenshilfe-
Kampagne „Üben Sie mal Toleranz“ am Montag (19.05.2003) in Hamburg möchte der Schauspieler deshalb mit dazu beitragen, den Umgang mit behinderten Menschen lockerer und freundlicher zu gestalten.

Auf Plakaten, Postkarten und in Anzeigen laden behinderte Menschen auf sympathische Art und Weise dazu ein, eingefahrene Verhaltensweisen zu überdenken. „Nicht die Strassenseite wechseln.“ „Höflich siezen“, anstatt erwachsene behinderte Menschen mit „du“ anzureden. „Freundlich sein“, „In die Augen schauen“ oder „Zurück lächeln“. Und dabei signalisieren die behinderten Menschen „Gerne machen wir den ersten Schritt.“

„Mangelnde Toleranz gegenüber geistig behinderten Menschen beruht selten auf bösem Willen, sondern meist auf Unwissen und Unsicherheit. Und genau dort möchten wir als Selbsthilfe-Vereinigung für geistig behinderte Menschen ansetzen“, erläutert Ingrid Körner, stellvertretende Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. „Wenn Toleranz nicht nur Dulden, sondern Verstehen und Annehmen bedeutet, gewinnen alle Seiten.“

Ermöglicht wurde die Lebenshilfe-Kampagne durch die ehrenamtliche Entwicklungsarbeit der Kolle Rebbe Werbeagentur, Hamburg, und die finanzielle Förderung durch die Aktion Mensch. Mehr als 500 örtliche Lebenshilfe-Vereinigungen sowie Einrichtungen und Dienste, in denen die Lebenshilfe rund 150 000 behinderte Menschen betreut, werden diese Botschaft zum „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen“ in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten in die Öffentlichkeit tragen.

Weitere Informationen zur Toleranz-Kampagne und zur Lebenshilfe gibt es unter
www.lebenshilfe.de


+++ Karl Williams bastelt an Bewegungsliedern +++

05.05.2003
Gut erholt nach dem langen Flug saß der Liedermacher Karl Williams aus Harrisburg (USA) kürzlich in der Kasseler Jugendherberge über Liedtexten mit seiner Gitarre gebeugt und übte schon erste Takte für einen deutschen People First Song. Der Liedermacher, der in den USA bereits einige Lieder mit der People First Bewegung gemacht hat, wurde vom Netzwerk People First Deutschland eingeladen, um auch mit der deutschen Bewegung einige Lieder zu entwickeln. Denn „eine Bewegung ohne Lieder“, das gibt es für Karl Williams eigentlich gar nicht.

Im Kasseler Bürgersaal wird Karl Williams heute Abend bereits einige Takte zum Auftakt der People First Tagung «Unsere Geschichten» zum besten geben. Am Samstag Abend steigt dann eine große Gleichstellungsparty in der Kasseler Jugendherberge. «Dass wir endlich auch einmal daran arbeiten, Lieder für unsere Bewegung zu bekommen, die ausdrücken, was wir denken und fühlen, ist ein wichtiges Stück für unsere Bewegung», erklärte Stefan Göthling für das Netzwerk People First Deutschland, das sich schon einige Reime für gute Lieder überlegt hat. Wer einen Eindruck von seiner Musik bekommen will kann sich einmal auf seiner Homepage unter www.karlwilliams.com umsehen und umhören, auf der auch einige Takte seiner Songs abgehört werden können.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Legastheniker: "Brain-Boy" soll helfen +++

Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche, so genannte Legastheniker, nehmen Reize verlangsamt auf und haben Mühe, Sprache genau aufzunehmen und wiederzugeben. Ein speziell entwickeltes Gerät namens „Brain-Boy“ kann ihre Reizverarbeitung beschleunigen, ergab eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Der „Brain-Boy“ gebe über Kopfhörer ein akustisches und über kleine Lämpchen ein visuelles Signal ab, erklärt Prof. Uwe Tewes, Direktor der Abteilung Medizinische Psychologie der MHH. Durch Knopfdruck müsse jedes Mal bestätigt werden, ob das Signal von links oder rechts komme. Je öfter man richtig liege, desto kürzer würden die Abstände der Signale. Dadurch werde die Reizverarbeitung beschleunigt, so der Forscher.

Im Rahmen einer Studie wurde der „Brain-Boy“ an drei Grundschulen in Thüringen getestet. Die Untersuchung mit 42 Schülern und Schülerinnen hätte ergeben, dass sich die Leistungen der mit dem „Brain-Boy“ trainierten Kinder um 18,9 % verbessert haben, berichtet Tewes. Ein zusätzliches Training, bei dem das Kind eine Modellstimme im Kopfhörer höre und gleichzeitig über das Mikrofon lese, habe die Leistungen sogar um 42,6 % gesteigert. Nach Ansicht des Psychologen könnten sich die Testergebnisse des „Brain-Boy“ auf den schulischen Förderunterricht und die Legasthenie-Vorbeugung auswirken.

Quelle: www.gesundheitspilot.de


+++ Leukämie-Impfstoff "PR1" aktiviert erfolgreich
besondere körpereigene Abwehrkräfte +++

In Amerika wurde jetzt ein Impfstoff gegen Leukämie namens "PR1" vorgestellt. Wie die Ärzte-Zeitung mitteilt, bewirkt der Stoff, dass körpereigene Mittel die Krankheit zurückdrängen. Gegen die entarteten Blutzellen entsteht eine spezifische Immunität.Dem Bericht zufolge wurde der Impfstoff
in einer Pilotstudie der University of Texas getestet. Hierbei wurden Patienten mit Leukämie unterschiedlich hohe Dosierungen von "PR1" verabreicht. Die Resultate fielen durchweg positiv aus: Bei den meisten Patienten sollen sich die Leukämie-Zellen erheblich verringert haben, bei einem Probanden seien sie sogar ganz zurückgegangen - und das schon seit zwei Jahren.

"PR1" bestehe aus neun Aminosäuren und aktiviere spezifisch T-Zellen (Antikörper) gegen Krebszellen. Diese Ergebnisse werden von Experten in der noch jungen Impftherapie-Forschung als ermutigend bewertet.


+++ Gleichstellung aller Lebensbereiche in Niedersachsen +++

Die neue Landesregierung Niedersachsens will die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben unterstützen. In allen Lebensbereichen soll die Gleichstellung verwirklicht werden, erklärte Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Sonntag bei der zentralen Auftaktveranstaltung für Niedersachsen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen.

Die Ministerin kündigte an, den Entwurf für ein Gleichstellungsgesetz nach vorheriger Abstimmung mit den Kommunen und Verbänden so bald wie möglich in den Niedersächsischen Landtag einzubringen. Die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt habe für die Landesregierung Priorität. „Ich werde in Kürze ein weiteres Sonderprogramm des Landes zum Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen mit einer Laufzeit von zwei Jahren auflegen, für das acht Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichabgabe zur Verfügung gestellt werden“, so die Ministerin. Vorgesehen seien beispielsweise Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber bei befristeter Einstellung schwerbehinderter Menschen. Kritik äußerte von der Leyen in diesem Zusammenhang an der Absicht der Bundesregierung, die berufliche Weiterbildung für Behinderte ersatzlos zu streichen.

Quelle: www.kobinet-nachrichten.de


+++ Lebenshilfe-Zeitschrift +++

„Kennen Sie die beste Lebenshilfe-Zeitschrift Deutschlands?“, fragt deren Berliner Korrespondent Rudi Turber und gibt gleich die Antwort: „Es ist die Lebenshilfe in eigener Sache’ (L.I.E.S.)“ aus München. Als Titelgeschichte hat das Heft 1/2003 das Thema „Liebe, Lust und Frust“ behandelt.

Die Redakteurinnen sind Mütter von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung. Seit Jahren gestalten sie diese ansprechende und informative Vierteljahresschrift ehrenamtlich. Aus einem bundesweiten Wettbewerb der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., an dem über 70 Periodika dieser großen Selbsthilfeorganisation teilnahmen, ging L.I.E.S. als Sieger hervor.

E-Mail: LIES@lebenshilfe-muenchen.de
Tel.: 089 69347-0


+++ Legionärskrankheit in England: Mehr als 70 Fälle
- Polizie ermittelt +++

Nach dem Ausbruch der oft tödlichen Legionärskrankheit in England hat die Polizei Ermittlungen gegen die Verantwortlichen eines Bürgerzentrums in der nordwestenglischen Stadt Barrowin-Furness eringeleitet. Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte am Montag, bei 56 Perso-nen sei die Erkrankung zweifelsfrei nachgewiesen, bei 17 anderen werde sie vermutet. Ein 88 Jahre alter Rentner war am Freitag gestorben. 15 Patienten befanden sich am Montag auf Intensivstationen - der Zustand von vieren wurde als "Besorgnis erregend" beschrieben. Vermutungen, die Zahl der Erkrankten könne noch auf 130 steigen, seien "zu pessimistisch", sagte Prof. John Ashton, der Leiter der regional zuständigen Gesundheitsbehörde. "Wir sind vorsichtig optimistisch, die Zahl der Erkrankungen unter 100 halten zu können." Ein Polizeisprecher sagte, man ermittle "so sorgfältig wie in einem Mordfall". Als Infek-tionsherd haben Experten die Klimaanlage eines Bürgerzentrums der Stadt festgestellt. Die Erreger der Krankheit sollen über eine mangelhaft gewartete Klimaanlage verbreitet worden sein. Deren Abluft wurde in eine enge Passage geblasen, in der täglich Hunderte von Passanten unterwegs waren. Der technische Leiter des Bürgerzentrums "Forum 28" wurde vom Dienst suspendiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts fahrlässiger Körperverletzung oder Totschlags. Erreger der einer Lungenentzündung ähnlichen Legionärskrankheit sind Bakterien mit dem Namen Legionellen. Sie breiten sich im Sommer oft über Klimaanlagen aus. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts nicht nachgewiesen. Die Sterberate liegt bei bis zu 15 Prozent, in Abhängigkeit von Grundleiden und Behandlungsbeginn. 1998 starben beim bisher größten Ausbruch der Legionärskrankheit in Großbritannien 25 der 226 Patienten. Bekannt wurde die Krankheit erstmals 1976 durch zahlreiche Erkrankungen bei einem Treffen von Kriegsveteranen in einem Hotel in Philadelphia in den USA. Diese Fälle gaben der Legionärskrankheit ihren Namen.


+++ Bald kommt Liquor-Test auf Morbus Alzheimer +++

Messung der Amyloid-beta-Konzentration im Liquor soll die Frühdiagnostik der Krankheit erleichtern

HEIDELBERG - Welcher Tag ist heute? Wie heißt der Bundeskanzler? Solche Fragen gehören zur Diagnostik der Alzheimer-Krankheit. Die Möglichkeiten der Frühdiagnostik bei betroffenen Patienten sollen jetzt allerdings mit Hilfe eines In-vitro-Tests für die klinische Routinediagnostik verbessert werden.

Das Prinzip dieses Labortests, der im Frühsommer auf den Markt kommt, beruht auf dem immunochemischen Nachweis des körpereigenen Proteins Amyloid beta (Aß) , welches als spezifischer Biomarker der Alzheimer-Demenz gilt. Das hat das Unternehmen ABETA in Heidelberg jetzt mitgeteilt.

Bekanntlich beginnt die Alzheimer-Krankheit, die in Deutschland jährlich bei 120 000 Menschen neu diagnostiziert wird, schon mehrere Jahrzehnte vor der Diagnose. Bevor also Symptome auftreten, kommt es in den Nervenzellen bereits zu einer verstärkten Produktion des pathogenetisch bedeutsamen Eiweißbruchstücks Aß42. Der Test-Kit arbeitet nach dem Elisa-Verfahren, bei dem Antikörper nach dem "Schlüssel-Schloß-Prinzip" für die Erkennung von Aß eingesetzt werden.

Den Patienten wird hierfür Liquor entnommen. Darin wird im Labor das humane Amyloid ß42
(hAß42) mittels monoklonaler Antikörper nachgewiesen. Anhand einer Eichgeraden wird die genaue Konzentration des Peptids festgestellt, die bereits in einer frühen Phase der Erkrankung erhöht ist.

Das Ergebnis liegt nach einem Tag vor. Bislang stehen zwei Testverfahren einer amerikanischen und einer belgischen Firma, bei welchen dieselben Parameter bestimmt werden, ausschließlich für Forschungszwecke zur Verfügung.

Den klinischen Nutzen des neuen Tests sieht der Alzheimer-Forscher Dr. Tobias Hartmann aus Heidelberg darin, daß man dadurch eine größere diagnostische Sicherheit bekomme und früher medikamentös in den Krankheitsprozeß eingreifen könne.


+++ Lärm im Job: Immer mehr Menschen schwerhörig +++

Hamburg (dpa) - Immer mehr Menschen werden durch ihren Beruf schwerhörig. Inzwischen seien mehr als fünf Millionen Bundesbürger während ihrer Arbeitszeit hohen Lautstärken ausgesetzt, teilt das Forum Besser Hören in Hamburg mit. Jährlich würden über 6000 neue Fälle von lärmbedingter Schwerhörigkeit anerkannt. Für den Schutz seiner Ohren ist den Angaben zufolge jeder Arbeitnehmer selbst verantwortlich. Der Arbeitgeber sei in erster Linie zur Reduzierung von Lärmquellen verpflichtet. Bei einem Dauerschallpegel ab 85 Dezibel - so laut ist ein in fünf Metern Entfernung vorbeifahrender Lastwagen - müsse er auch einen Gehörschutz zur Verfügung stellen. Der Gebrauch der Schutzmaßnahmen sei dann aber Sache des Arbeitnehmers. Nach Angaben des Forums verzichten zwei von drei Berufstätigen auf Gehörschutz - zumeist aus Bequemlichkeit oder einfach aus Unkenntnis über die Folgen.


+++ Tag des Lärms: 12 Millionen Deutsche leiden unter Krach +++

Berlin (dpa) - Für rund zwölf Millionen Bundesbürger ist Lärm nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) das Umweltproblem Nummer eins. Besonders in Städten leiden die Menschen am Dauerschallpegel des Verkehrlärms und am Flugkrach, teilte das Amt am Dienstag in Berlin mit. Zum internationalen Tag des Lärms an diesem Mittwoch forderten die Umweltschutzorganisationen zum wiederholten Mal ein Lärmschutzgesetz, mehr Tempo-30 -Zonen und Ruheregelungen. Lärm schädigt nach UBA-Angaben nicht nur die Ohren, sondern den gesamten Organismus. "Menschen, die an Straßen mit einem mittleren Lärmpegel von 65 Dezibel und mehr wohnen, haben ein um 20 Prozent höheres Herzinfarktrisiko", sagte Axel Friedrich, Abteilungsleiter Verkehr im Umweltbunde-samt. Insbesondere bei Kindern könne Lärmbelastung Lernvermögen und die Konzentrationsfähigkeit verringern. "Lärm ist eine Plage, die krank macht", ergänzte Friedrich. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) wollen den Kampf gegen den Lärm zum Wahlkampfthema machen. "Es gibt aber immer mehr Menschen, die Lärm als Umweltproblem wahrnehmen und sich wehren wollen," sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Von der geplanten EU-Richtlinie zum Umgebungslärm erwartet Timm zusätzlichen Druck auf die Regierung. Auch die Bundes-zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sieht im Lärm die an häufigsten wahrgenommene Umweltbelastung. Nach ihren Schätzungen fühlen sich 70 Prozent der Deutschen durch Straßenverkehrslärm gestört. Doch nicht nur fremde Einflüsse verletzen das Gehör. Ein Viertel aller Jugendlichen schädige die Ohren durch überlaute Musik, so die BzgA. Nach Angaben der Berufsgenossenschaften ist Lärmschwerhörigkeit auch die häufigste Berufskrankheit. Über drei Millionen Menschen seien Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt. Nach Auskunft der Bundesregierung wurden allein im Jahr 2000 knapp 7000 Fälle von Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit anerkannt. Das sind mehr als ein Drittel aller anerkannten Berufskrankheiten. Die Ursachen lägen zumeist in unzureichenden Lärmschutz in Betrieben der Metallbranche oder auf dem Bau, teilte die Genossenschaft mit. Die Behandlungskosten für Lärmschwerhörigkeit beziffert sie auf 150 Millionen Euro im Jahr. "Lärmschwerhörigkeit ist heute und auch in der nächsten Zukunft nicht heilbar", betonte Nils-Carsten Waga, Facharzt für Arbeitsmedizin der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel in Hannover. Schwerhörigen könne neben gesundheitlichen Problemen auch die gesellschaftliche Isolation drohen: Wer den Sinn von Worten nicht mehr heraushört, wird oft fälschlicherweise für dumm gehalten.
Hier geht es zur
Website des Tages gegen Lärm.
Mehr über Schwerhörigkeit und Lärm bei handicap-network.


+++ Hilfe für Leberkranke: Cytonet will neue Therapien entwickeln +++

Hannover (dpa) - Das Biotech-Unternehmen Cytonet will zusammen mit Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) neue Therapien für Leberkranke entwickeln. Dazu hat das Unternehmen am Donnerstag in Hannover das nach eigenen Angaben modernste deutsche Entwicklungs- und Produktionslabor für Zelltherapie eröffnet. Einen Tag nach der Entscheidung des Bundestages zum Import embryonaler Stammzellen sagte Cytonet-Geschäftsführer Wolfgang Rüdinger: "Um die Vorgänge etwa zur Zellteilung genau zu verstehen, benötigt die Forschung nur wenige embryonale Zellen - immer mit dem Ziel, therapeutische Produkte schließlich aus adulten Zellen zu gewinnen." Embryonale Stammzellen als Produktbasis spielten für die Industrie zunächst eine untergeordnete Rolle. "Wirtschaftlich viel nahe liegender ist der Einsatz von adulten Stammzellen mit dem Ziel, krankhaftes Zellgewebe zu regenerieren, zum Beispiel bei Lebererkrankungen, Herzinfarkt, Alzheimer oder Parkinson", sagte Rüdinger. MHH-Prof. Michael Manns arbeitet an einem Projekt zur Transplantation von Leberzellen. Ziel sei es, Stammzellen aus dem Knochenmark gezielt in Leberzellen umzuwandeln. Diese würden dann in ein geschädigtes Organ injiziert und es von innen reparieren. In Versuchen mit Mäusen sei das gelungen. "Wir müssen herausfinden, in welchem Stadium aus einer Zelle eine Leberzelle wird." Dazu sei auch die Forschung an embryonalen Stammzellen nötig. "Auf lange Sicht wäre es sinnvoll, ein Labor für embryonale Stammzellen an der MHH zu etablieren." Cytonet hat neben der MHH auch Kooperationsverträge mit der Berliner Charité und dem Heidelberger Universitätsklinikum.


+++ Große Hoffnung für Patienten mit Lungenkrebs +++

YOKOHAMA - Ein Durchbruch in der Therapie von Patienten mit metastasierendem kleinzelligen Lungenkarzinom ist in Sicht. Die Überlebenszeit dieser Patienten steigt deutlich, wenn sie mit Irinotecan und Cisplatin behandelt werden.

In einer Phase-III-Studie mit 154 Patienten betrug die mittlere Überlebenszeit 12,8 Monate im Vergleich zur Kontrollgruppe, in der die Patienten im Mittel 9,7 Monate lebten, wenn sie Etoposid und Cisplatin bekamen. Noch auffälliger ist der Vorteil bei den Überlebenszeiten nach zwei Jahren: In der Gruppe mit der neuen Kombination lebten noch etwa 20 Prozent, in der Vergleichsgruppe fünf Prozent.

Das haben Forscher um Dr. Kazumasa Noda vom Kanagawa Cancer Center in Yokohama in Japan jetzt berichtet (NEJM 346, 2002, 126). Die mit 230 Patienten geplante Studie wurde abgebrochen, nachdem der statistisch signifikante Unterschied in der Überlebenszeit deutlich wurde.


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