Johanniskraut:
Hilfe aus dem Kräutergarten
03.09.03
Ist gegen Neurodermitis doch ein Kraut gewachsen?
Freiburger
Wissenschaftler finden Hinweise dafür, dass eine Hautpflege
mit Johanniskrautextrakten Entzündungsreaktionen und
aufgepfropfte Infektionen in Schach hält.
Johanniskraut
ist ein beliebtes Heilmittel: Menschen mit leichten bis
mittelschweren Depressionen kann die gelbblühende Pflanze
aus dem seelischem Tief helfen. Nun hat das Team um Dr.
Christoph Schempp von der Universität Freiburg die
entzündungshemmenden Fähigkeiten der Heilpflanze
ausgelotet.Der Seelentröster soll auch den Hautzustand
von Neurodermitikern verbessern.
Der
Johannniskraut-Bestandteil Hyperforin scheint dabei eine
zentrale Rolle zu spielen: Er hemmt das Wachstum von bestimmten
Bakterien-Arten wie Staphylokokken. Darüber hinaus
reguliert der Wirkstoff die überschießende Abwehrreaktionen
der Haut, indem er die Vermehrung der weißen Blutkörperchen
hemmt und die Aktivität bestimmter Immunzellen (Langerhanszellen)
dämpft.
Als
Testpersonen wurden 21 Patienten mit begrenzter Neurodermitis
ausgewählt, bei denen die Hauterscheinungen auf beiden
Körperhälften gleichmäßig verteilt
waren. Vier Wochen lang wurden die erkrankten Hautpartien
dreimal am Tag eingecremt. Dabei wurde die eine Hälfte
mit einer wirkstofffreien Feuchtigkeitscreme behandelt,
die andere Hälfte mit der gleichen Creme, der ein Hyperforin-Gehalt
von 1,5 Prozent und weitere Johanniskraut-Bestandteile beigefügt
waren. Nicht enthalten sind die Johanniskraut-Bestandteile
Flavonoide, die krebserregend sein können, und Hypercine,
die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.
Weder
den Testpersonen, noch den behandelnden Ärzten war
bekannt, welche Körperseite des jeweiligen Patienten
mit der Johanniskraut-Creme behandelt wurde. Das Ergebnis:
Die Haut der Neurodermitiker besserte sich auf beiden Körperseiten
deutlich. Bei den Hautpartien, die mit dem Johanniskraut-Präparat
behandelt wurden waren die Erscheinungen jedoch deutlich
stärker abgeklungen, als dort wo nur die Basiscreme
verwendet worden war.
Um
die Wirksamkeit des Johanniskrautpräparates zur Neurodermitis-Therapie
wissenschaftlich zu untermauern, sind allerdings weitere
Studien mit mehr Patienten notwendig, die die Wirkung der
neuen Creme beispielsweise mit der von Kortison vergleichen.
Quelle:
www.netdoktor.de
| +++Juristenzeitschrift:
„Jur§Ass"+++ |
10.07.03
In ihrer Juli-Ausgabe hat die juristische Zeitschrift für
Assistenz und Selbstbestimmung den Schwerpunkt Persönliche
Assistenz. „Wir beschreiben ausführlich die schwedische
Assistenzreform von 1994 im Vergleich mit deutschem Recht
und berichten über die Assistenz-Tagung in Mainz“,
schilderte Uschi Obermayr von der Fachredaktion „Jur§Ass“
gegenüber „kobinet-nachrichten“.
Außerdem
ist zu lesen, was die Gesundheitsreform für behinderte
Menschen bringt. In der Rubrik Rechtsprechung ist eine aktuelle
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung
zu finden. Um geringfügige Beschäftigung und Gleitzone
geht es im Ratgeber. Im Forum beantwortet die Fachredaktion
„Jur§Ass“ wieder die Fragen von Leserinnen
und Lesern.
Mehr
über die Fachzeitschrift mit den verständlichen
Texten gibt’s auf www.jurass.de
Quelle:
www.kobinet-nachrichten.org
05.06.03
Unter diesem Motto hat heute (am 05.06.2003) der Sozialverband
VdK Deutschland in Berlin seine bundesweite große
Plakat-Aktion gestartet. Der VdK, mit 1,3 Millionen Mitgliedern
die größte Interessenvertretung älterer,
chronisch kranker und behinderter Menschen, will mit der
Aktion Arbeitgeber, Politiker und die gesamte Bevölkerung
aufrütteln und die Beschäftigungschancen für
Ältere verbessern. Bei 50 bis 60 % der Unternehmen
sind derzeit keine Arbeitnehmer über 50 Jahre und Menschen
mit Behinderungen beschäftigt.
Die
Plakatmotive „Wir müssen leider draußen
bleiben!“ und „Alter Hase oder altes Eisen?“
werden vom 6. Juni bis 7. Juli auf großen Werbeflächen
bundesweit in allen größeren Städten wie
beispielsweise Berlin und München zu sehen sein. VdK-Geschäftsführer
Engel machte darauf aufmerksam, dass die Plakatmotive in
der Grafikabteilung des VdK Bayern unter dem Dach der Selbsthilfefirma
Pandora gGmbH in Nürnberg, die auch Menschen mit „geistiger“
Behinderung beschäftigt, entstanden sind.
Quelle:
www.kobinet-nachrichten.de