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+++Erlebnis faszinierender Technik im
Schiffhebewerk Henrichenburg+++

Wer sich für Kanalschifffahrt und jene Technik interessiert, die erforderlich ist, um ganze Schiffe auf verschiedene Wasserebenen zu heben oder abzusenken, der ist mit einem Besuch des Westfälischen Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg gut beraten. Das Museum ist in den wichtigsten Bereichen für Rollstuhlfahrer zugänglich. Mittels Fahrstuhl gelangt man auf die untere Museumsebene. Auch die Maschinenhalle, in der eine Ausstellung zur Geschichte der Binnenschifffahrt und des Hebewerkes untergebracht ist, ist auf beiden Ebenen für Rollstuhlfahrer zugänglich. Ebenso kann das Denkmal Schiffshebewerk mit einem Rollstuhl befahren werden. Lediglich das Museumsschiff ist für Besucher im Rollstuhl nicht erreichbar.
Weitere Information zu dieser Sehenswürdigkeit und Auskunft zu weiteren Angeboten ist im Internet nachzulesen unter www.schiffshebewerk-henrichenburg.de oder erhältlich von:

Westfälische Industriemuseum - Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel. 02363 97 07 10 /
Fax 02363 97 07 12 /
E-Mail: schiffshebewerk@lwl.org



+++Erlebenswerte Ziele für sehbehinderte und
blinde Berlin-Touristen +++

Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin ermöglicht sehbehinderten und blinden Berlinbesuchern einen neuen Zugang zur Stadt und ihrer Umgebung. Er stellt touristische Ziele vor, die für diese Zielgruppe besonders reizvoll sind.

Bei diesen Angeboten können sich die Betroffenen durch Tasten, Hören, Riechen und manchmal auch durch Schmecken ihr eigenes Bild machen. Die Palette reicht vom Zoobesuch (mit Nashornfüttern und Elefantenstreicheln) über eine Führung durchs Naturkundemuseum (mit Abtasten von Saurierknochen) bis zur Stadtrundfahrt „Potsdam begreifen“ (mit Goudaverköstigung im Holländischen Viertel).

Alle weiteren Informationen gibt’s im Internet unter
http://www.absv.de/freizeit/


+++ Ernährung: Fünf Tipps zur Krebsvorbeugung +++

19.05.03
Von Hülsenfrüchten und Kartoffeln abgesehen, gibt es von allen bei uns gebräuchlichen Gemüsesorten Untersuchungsergebnisse, die besagen, dass sie vor Krebs schützen.

Vor allem die Mischung macht’s. Fünf Tipps zur richtigen Ernährung gibt Dr. Clarissa Gerhäuser vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg:

- Essen Sie fünf mal am Tag Gemüse oder Obst.

- Jede Portion sollte etwa faustgroß sein: ein Apfel, ein Glas Fruchtsaft.

- Achten Sie auf eine vielfältige Mischung: rot – gelb – grün.

- Kaufen Sie am besten auf dem Markt ein und bevorzugen Sie Nahrungsmittel, die in Ihrer Region wachsen.

- Bereiten Sie das Gemüse möglichst frisch zu – nach längerer Lagerung nimmt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ab.

Handicap-network wünscht guten Appetit.


+++ Website zu Epilepsie +++

24.04.2003

die von Selbsthilfegruppen, Medizinern und Pharmaunternehmen getragene Epilepsie-Initiative Gewitterleben gibt z. B. Tipps, wie sich Zeugen eines epileptischen Anfalls richtig verhalten. Für mehr Informationen bitte hier lang:
www.gewitterleben.de


+++ Kinder brauchen nicht immer ein Antileptika +++

(dpa) - Kinder müssen nach dem ersten Epilepsie-Anfall nicht immer mit Antileptika behandelt werden. Oft blieben weitere Attacken auch ohne diese medikamentöse Behandlung aus. Das ergaben Studien am National Institute of Neurological Disorders and Stroke in Bethesda (Maryland), berichtet die Fachzeitung Ärztliche Praxis (Ausgabe 14/2003).

Antileptika würden oft auch nicht gut vertragen: Die Kinder litten unter starken Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Übelkeit oder Gewichtsverlust. Auch geistige Fähigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit könnten beeinflusst werden.

+++ Existenzgründerinnen- und Unternehmerinnentag in der
Region Ulm/Neu-Ulm am 27. September 2002 +++

Die IHK Ulm und die IHK Augsburg und Schwaben laden
zum ersten gemeinsamen Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen-Tag 2002 in der Wirtschaftsregion Ulm / Neu-Ulm. Die historisch, landsmannschaftlich und wirtschaftlich zusammengehörende Region verdankt ihre Trennung einer künstlichen Grenzziehung. Nichts desto Trotz hat sich das Gründungsgeschehen in der Region sehr gut entwickelt. Der funktionierende Wirtschaftsraum bildet die Basis. Die Industrie- und Handelskammern Ulm und Augsburg arbeiten bereits in vielen Bereichen zusammen, um das Trennende zu überwinden und das Gemeinsame zu stärken. So auch in Fragen der Gründungsberatung. Gerade der Existenzgründerinnen- und Unternehmerinnen-Tag 2002 soll helfen, die Chancen von Frauengründungen zu verbessern und den Geschlechterunterschied hinsichtlich der Ausgangsund Erwerbssituation auszugleichen.

Das Programm:
9:30 Uhr: Begrüßung und Eröffnung
Sigrid Markmiller, stellvertretende Vorsitzende des Industrie- und Handelsgremiums
Neu-Ulm Workshops

Jede Teilnehmerin kann mehrere Workshops besuchen und diese individuell zusammenstellen.

9:45 Uhr: Marketing: Kunden gewinnen, Kunden binde Dipl. Betriebswirt Uwe Schwarzer

- Rechtsformen und Handelsregister: Was ist möglich, was ist sinnvoll? Sybille Wolk, Rechtsanwältin

- Das Wichtigste über Buchführung und Steuern
Dr. Brigitte Zürn, Dr. Horn Unternehmensberatung
Dauer dieses Workshops: 1,5 h. Ende 11:15 Uhr.

10:30 Uhr: Franchise - die moderne Art, sich selbstständig zu machen
Dr. h.c. Dieter Frohlich, Präsident Deutscher Franchise-Verband

- Möglichkeiten und Chancen für Freiberuflerinnen
Martin Wendel, Institut für freie Berufe (IFB)

11:30 Uhr: Frauengründungen:
"Der Motor der Dienstleistungsgesellschaft?'
Rose Köpf-Schuler, stellvertretende Präsidentin des Landesgewerbeamtes
Baden-Württemberganschließend Gemeinsamer Mittagsimbiss Kontaktbörse
und Informationsstände der teilnehmenden Partner/innen.

13:00 Uhr: Finanzierungsforum
Der Weg zur Unternehmerin: Eine Gründerin berichtet.
Silke Poelmeyer, o & s online service GmbH (handicap-network)

Experten der Förderbanken, Betreuer/innen der regionalen Banken und das Arbeitsamt informieren unter der Moderation der IHK's über:
- Förderfinanzierung in Baden-Württemberg und Bayern
- Überbrückungsgeld: Selbstständig mit Hilfe des Arbeitsamts
- Die Hausbank als Partnerin auf dem Weg zur Unternehmerin
- Das Beratungsangebot der IHK
Im Anschluss beantwortet das Kompetenzteam Ihre Fragen.

Workshops:

Jede Teilnehmerin kann mehrere Workshops besuchen und diese individuell zusammenstellen.
14:30 Uhr: Marketing: Kunden gewinnen, Kunden binden Dipl. Betriebswirt Uwe Schwarzer

- Rechtsformen und Handelsregister: Was ist möglich, was ist sinnvoll? Sybille Wolk, Rechtsanwältin

- Das Wichtigste über Buchführung und Steuern
Dr. Brigitte Zürn, Dr. Horn Unternehmensberatung Dauer dieses Workshops: 1,5 h. Ende 16 Uhr.

15:15 Uhr: Frauenspezifische Besonderheiten der Kranken-, Unfallversicherung und der Altersvorsorge Sonja Käßmeyer, Advance Finanzplanung
Sandra Göbel, AOK Ulm

- Netzwerke knüpfen, Verbindungen nutzen Sabine Weineck-Hubert, "Forum für Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen" Ulm/Neu-Ulm

16:00 Uhr: Kontaktbörse und Informationsstände der teilnehmenden Partner/innen.
ca. 17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsort:
IHK Ulm
Haus der Wirtschaft
Olgastraße 97-101
89073 Ulm
Tel.: 0731 / 173-250
Fax 0731 / 173-173

startcenter@ulm.ihk.de
www.ulm.ihk24.de

+++ Unvernünftige Ernährung: Grund für jeden dritten Krebstod +++

Nach Erkenntnissen des Münchner Toxikologen Professor Helmut Greim sind die Rückstände in Lebensmitteln wie Nitrofen, Acrylamid und andrere chemische Rückstände für zirka ein Prozent aller Krebstodesfälle ausschlaggebend. Der Berliner Verbraucherzeitschift "Guter Rat" sagte er, dass die meisten Chemikalien wie natürliche Stoffe auch vom Körper abgebaut werden. Einige Ausnahmen gibt es allerdings, wie z. B. das fühere Insektizid DDT oder Dioxine. Denn diese sammeln sich im Fettgewebe an. Auf die Formel "zu viel, zu fett, zu süß" kam der Forscher von der Technischen Universität München über die Hauptfehler bei der Ernährung. Wichtig ist es (so die Zeitschrift) weniger Fleisch und Fertiggerichte und dafür mehr frisches Gemüse, Salat und Hülsenfrüchte zu essen. Dabei sollte der Konsument auf Gemüse der Saison aus dem regionalen Anbau achten. Die Früchte können dank kurzer Transportwege zur richtigen Reife geerntet werden und sind deshalb frischer.
Mehr zum Thema Krebs bei handicap-network.

+++ Epilepsie: Kein Baby-Hindernis +++

Wenn Frauen unter Epilepsie leiden, müssen sie deshalb nicht auf eine Schwangerschaft verzichten. Sie sollten wegen der Gefahr von Fehlbildungen jedoch auf bestimmte Medikamente verzichten, berichtet die "Ärzte-Zeitung". Generell treten Fehlbildungen bei epilepsiekranken Schwangeren zwei bis drei Mal häufiger auf als bei gesunden Müttern. Mehr als 90 Prozent der Schwangerschaften von epilepsiekranken Frauen verliefen jedoch ohne Komplikationen.

Besonders hoch sei das Missbildungsrisiko, wenn während der ersten Monate der Schwangerschaft Medikamente mit den Wirkstoffen Carbamazepin oder Valproat eingenommen werden, heißt es unter Berufung auf Experten. Geachtet werden sollte auch auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure. Ob einzelne epileptische Anfälle zu Fehlbildungen führten, sei umstritten. Meist sei die Anfallrate während der Schwangerschaft stabil, ein erhöhtes Risiko bestehe jedoch während der Geburt des Kindes.

+++ Neue Behandlung bei Epilepsie +++

Freiburger Mediziner haben ein neues Verfahren im Kampf gegen Epilepsie entwickelt. Die Methode soll Epilepsie-Kranken helfen, die nicht mit Medikamenten behandelt werden können, sagt der Leiter der Neurochirurgischen Universitätsklinik, Josef Zentner. "Wir setzen dort an, wo die Medizin bisher versagt hat." Kleinste Veränderungen der Hirnrinde, die Ursache für eine Epilepsie-Erkrankung sein können, sind mit Hilfe der in Freiburg entwickelten Technik nachweisbar und können dadurch operativ entfernt werden.

Mit einem Kernspintomographen werden Daten der Hirnrinde eines Epilepsie- Patienten ermittelt und mit den Daten Gesunder verglichen. Bei einer Veränderung kann dem Patienten durch einen chirurgischen Eingriff geholfen werden. Die in Freiburg entwickelte Methode ist nach Zentners Angaben bei bis zu 15 Prozent aller Epilepsie-Kranken anwendbar. Bisher seien mehr als 40 Patienten behandelt worden, die Heilungsquote liege bei 75 Prozent. Damit sei Freiburg weltweit Spitzenreiter bei der Heilung Epilepsie-Kranker.

Profitieren von der neuen Behandlung würden vor allem Kinder, sagt Zentner. "Wenn ein Schaden an der Hirnrinde frühzeitig erkannt und behoben wird, bleibt das Kind ein Leben lang anfallsfrei." Eine Therapie mit Medikamenten werde durch die Operation überflüssig.
Mehr zum Thema Epilepsie bei handicap-network.


+++ Euward 2002-Europäischer Kunstpreis für
Künstler mit geistiger Behinderung +++

München (kobinet) EUWARD 2002 ist die zweite Ausschreibung des europäischen Förderpreises für Künstler mit geistiger Behinderung. Der Europäische Kunstpreis Malerei und Graphik von Künstlern mit geistiger Behinderung wurde initiiert von der AUGUSTINUM STIFTUNG in München und erstmals verliehen im Jahr 2000. Mit dem Anspruch, der Kunst von Außenseitern ein professionelles Forum zu bieten, hat sich die Veranstaltung bereits mit Beginn erfolgreich in der Kulturlandschaft etabliert. Sie soll erneut im Jahr 2002 und kontinuierlich in biennaler Folge durchgeführt werden.

Mit dem Kunstpreis EUWARD vergibt die Augustinum Stiftung einen Förderpreis von internationaler Bedeutung für eine "heimliche" Kunst: Die Arbeit von Künstlern, deren geistige Behinderung ein biographisches Moment ihres Schaffens darstellt, ist weitgehend verkannt und blieb bislang eine Randerscheinung unserer Kultur. Sie soll hier in ihrer künstlerischen Qualität gewürdigt werden.

Mit dem EUWARD wird dieser Kunst ein internationales Forum geboten. Durch die europaweite Beteiligung bietet er einen repräsentativen Überblick über die aktuelle künstlerische «Szene». Herausragende Arbeiten von Künstlern mit geistiger Behinderung können medienwirksam gefördert und gewürdigt werden. Damit kann nachhaltig das öffentliche Bewusstsein für die kulturellen Leistungen Behinderter entwickelt werden. Das gilt auch für die etablierte Kultur-, Ausstellungs- und Museumsszene. Nähere Informationen gibt´s im Internet unter www.euward.de und beim Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange Behinderter, Herrn Benz, Tel. 01888/527-1793.

+++ Kofi Annan: "Epidemie eines ungesunden Lebensstil +++

Hamburg (dpa) - Zum Weltgesundheitstag am gestrigen Sonntag hat UN-Generalsekretär Kofi Annan eine weltweite "Epidemie eines ungesunden Lebensstils" kritisiert. Überwiegend sitzende Tätigkeiten, ungesunde Lebensweise und das Rauchen trügen zu einer starken Ausbreitung von Krankheiten wie Diabetes sowie Herz- und Gefäßleiden bei, sagte Annan in einer Erklärung zum Jubiläum der Weltgesundheitsorganisation WHO. Am 7. April 1948 war die WHO gegründet worden. Annan betonte, die Menschen in den armen Ländern hätten vielfach gar nicht die Möglichkeit, sich gegen diese Krankheiten zu schützen. Annan: "Armut, mangelnde Bildung und fehlende Gesundheitsdienste tragen ebenso zum Auftreten nicht übertragbarer Krankheiten bei wie zu HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria." Neben zahlreichen Organisationen rund um das Gesundheitswesen in Deutschland hat sich auch die globalisierungskritische Organisation attac zum Weltgesundheitstag zu Wort gemeldet. Die Globalisierungskritiker bemängelten, dass das Menschenrecht auf gesunde Lebensbedingungen vielen Menschen "in den arm gemachten Ländern des Südens" vorenthalten werde.

+++ Essprobleme: Jede dritte Schülerin gefährdet +++

Jena (dpa) - Jede dritte Schülerin in Deutschland leidet einer Jenaer Studie zufolge an einem gestörten Essverhalten. Hauptgrund dafür sei eine ständige Sorge um Gewicht und Figur, wie eine jetzt vorgelegten Studie des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Jena ergab. Bei 14 Prozent der Betroffenen sei das Risiko sehr hoch, eine Essstörung zu entwickeln, teilte die Universität am Donnerstag mit. In der Studie wurden 736 Menschen im Alter von 12 bis 32 Jahren aus verschiedenen deutschen Städten zu den Frühsymptomen einer Essstörung befragt. Dazu zählen Magersucht (Anorexie) und Essbrechsucht (Bulimie). Im Ergebnis wiesen 29 Prozent der weiblichen und 13 Prozent der männlichen Befragten solche Anzeichen auf. Bei den Schülerinnen waren es sogar 35 Prozent. Auch regionale Differenzen wurden ermittelt. So sind danach 56 Prozent der westdeutschen Schülerinnen gefährdet, im Osten nur 30 Prozent. Durch Diäten, Fastentage, Erbrechen und übermäßigen Sport solle das Gewicht gering gehalten werden, hieß es. Auch Medikamente wie Appetitzügler, Abführ- oder Entwässerungsmittel würden eingenommen. 43 Prozent der weiblichen und 21 Prozent der männlichen Befragten entschieden sich in den vergangenen 12 Monaten für eine Diät. 42 Prozent der Schülerinnen schätzten sich selbst als übergewichtig ein, obwohl es nur bei 8 Prozent zutraf. Andererseits waren 33 Prozent der Probanden untergewichtig; es schätzten sich aber nur 6 Prozent so ein.

+++ EU-Kommisar: Bundesregierung blockiert Kampf gegen Rauchen +++

Berlin/Brüssel (dpa) - EU-Verbraucherkommissar David Byrne hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Bemühungen der Europäischen Union im Kampf gegen das Rauchen zu blockieren. "Deutschland behindert die EU-Kommission in ihrem Kampf insbesondere gegen die Tabakwerbung", sagte Byrne der "Berliner Zeitung" (Dienstag). Unterstützt werde die Bundesregierung dabei nur von Österreich und Luxemburg.

Das Bundesverbraucher-schutzministerium wies die Darstellung Byrnes zurück. Eine Ministeriumssprecherin sagte, es gehe lediglich darum, dass die "Kompetenz-ordnung gewahrt bleibt". Die Kommission wolle bei der Tabakwerbung rein innerstaatliche Angelegenheiten regeln. Es gebe Zweifel, ob die von der Kommission vorgesehene Richtlinie gemeinschaftsrechtlich zulässig sei. Die Sprecherin betonte, die Bundesregierung unterstütze die gesundheitspolitischen Ziele der EU-Kommission voll und ganz. "Da gibt es überhaupt keinen Dissens." Byrne sagte dem Blatt hingegen, er sei "nicht überzeugt, dass die deutschen Zweifel an den Zuständigkeiten der EU-Kommission der wahre Grund für den Widerstand gegen die EU-Tabakpolitik sind". Er verwies auf die starke Lobby-Arbeit der Industrie. Der EU-Kommissar hielt der Regierung zudem vor, die Verhandlungen von mehr als 190 Staaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über weit reichendere Abkommen gegen das Rauchen zu bremsen. Deutschland hat der EU-Kommission immer wieder vorgeworfen, ihre im Gesundheitsbereich stark begrenzten Kompetenzen zu überschreiten. Im Oktober 2000 brachte die Bundesregierung vor dem Europäischen Gerichtshof einen ersten Anlauf zu einem EU-weiten Tabakwerbeverbot zu Fall.

Auch gegen einen zweiten, von der Kommission überarbeiteten Richtlinienvorschlag zum Verbot von Tabakwerbung in Printmedien, Radio und Internet sperrt sich Deutschland bislang. Byrne meinte, im Vergleich zu den harten Gegenmaßnahmen in der BSE-Krise nehme die Bundesregierung "das Rauchen, an dessen Folgen jährlich rund 100.000 Deutsche sterben, relativ gelassen". Nach seiner Einschätzung drohen der Tabakindustrie künftig auch in Europa Klagen geschädigter Raucher. Er wisse, "dass es bereits Leute gibt, die die Absicht haben, in Europa Klagen gegen Tabakkonzerne einzureichen". Der Kommissar kündigte an, am 17. Mai in Deutschland eine dreijährige EU-weite Kampagne gegen das Rauchen einzuläuten. Mit Werbung in Fernsehen, Kino, Internet und anderen Medien wolle die EU-Kommission vor allem junge Menschen davon fern halten. Ziel sei es, den Anteil der Raucher von derzeit mehr als 30 Prozent in der EU auf das US-Niveau von 22 Prozent zu drücken.

+++ Neurologe: "Epilepsie-Kranke sollen sich outen" +++

Düsseldorf (dpa) - Rund 800 000 Menschen sind in Deutschland von der Epilepsie, einer der häufigsten chronischen Krankheiten, betroffen. Rund drei Millionen Menschen erleiden nach Expertenschätzungen durch Fieber oder Stress wenigstens ein Mal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Dennoch habe ein Epilepsie-Kranker vom Kindergarten bis zum Berufsalltag mit drastischen Vorurteilen zu kämpfen, kritisiert der Düsseldorfer Kinder-Neurologe Prof. Gunter Groß-Selbeck. "Besonders Kinder leiden weniger unter ihrer Krankheit, sondern unter dem, was die Umwelt damit macht", sagte der Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie am Dienstag in Düsseldorf in einem dpa-Gespräch.

Umfragen hätten gezeigt, dass unverständlicherweise 15 Prozent der Eltern ihr Kind nicht mit einem epileptischen Kind spielen lassen möchten. Erwachsene stünden im Urteil der Allgemeinheit fälschlich unter dem Vorurteil, im Beruf nicht leistungsfähig zu sein. Ein dauerndes Verschweigen der Krankheit bewirke nur einen Teufelskreis mit immer neuen Diskriminierungen. "Die Betroffenen sollen sich outen", meinte der Neurologe im Vorfeld eines Epilepsie-Kongresses, zu dem in Düsseldorf rund 800 Fachärzte erwartet werden. Nur in Ausnahmefällen äußere sich das Leiden in den oft befürchteten schweren Anfällen. Aber nur möglichst geringe Einschränkungen in Schule oder Freizeit garantierten eine normale Entwicklung des an Epilepsie erkrankten Kindes. Beim Kongress der Epilepsie-Liga soll vom 9. bis zum 12. Mai auch über Therapien als Alternative zu Medikamenten oder Operation diskutiert werden.

Allerdings sind nach Angaben des Experten die Kenntnisse über die Funktionsweise der Vagus-Stimulation noch begrenzt. Hierbei werde - ähnlich wie beim Herzschrittmacher - ein Nerv im Nacken des Epilepsie-Kranken elektronisch gereizt, was aus noch ungeklärten Gründen zur Verminderung der Anfälle führe.
Mehr zum Thema Epilepsie bei handicap-network.

+++ Epilepsie bei Kindern heilbar +++

Immer mehr Kindern, die an Epilepsie leiden, kann durch eine Gehirn-Operation geholfen werden. Seit 1999 unterzogen sich an der Universitätsklinik in Freiburg 40 Kinder einem entsprechenden operativen Eingriff; künftig sollen es 50 pro Jahr sein. "Der epileptische Herd wird nur dann operativ entfernt, wenn die Kinder auf Medikamente nicht ansprechen", sagt Prof. Rudolf Korinthenberg, Präsident der Gesellschaft für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen.

Voraussetzung für die zwei- bis sechsstündige Operation ist eine so genannte funktionelle Magnetresonanz-Tomografie. Durch dieses Verfahren können die Mediziner den Krankheitsherd im Hirn genau orten, aber auch die Arbeitsweise des Hirns verstehen. Ein Krankheitsherd kann beispielsweise ein Tumor an der Hirnoberfläche sein. "Wir müssen sicher sein, dass durch den Eingriff das Gehirn in seiner Funktion nicht geschädigt wird", betont Korinthenberg. Wichtig sei es, Patienten möglichst im Kindesalter zu operieren, um ihnen so ein anfallsfreies und selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Mehr zur Epilepsie bei handicap-network.

+++ Epilepsie: Gen-Defekt verantwortlich +++


Adelaine/USA – Epilepsie wird durch eine Störung der Gene hervorgerufen. Das berichtet die "Welt". Ein Forscherteam aus sechs Ländern entdeckte ein weiteres Gen, das die Krankheit hervorruft. Das Gen liegt auf dem X-Chromosom und zählt zu den 100 Genen, deren Mutationen geistige Minderleistungen bewirken konnten, teilten die Forscher mit.

mehr zum Thema Epilepsie bei handicap-network.

+++ Niederlande: Euthastie per Gesetz +++

Wien - Das am 1. April 2002 in Kraft getretene Gesetz lässt aktive Sterbehilfe in den Niederlanden unter bestimmten Bedingungen zu.

In den letzten Jahren war Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen geduldet worden. In mindestens 1.000 Fällen jährlich, so die Zahlen einer von der Regierung veranlassten Untersuchung, wurde Sterbehilfe in den Niederlanden ohne ausdrückliche Zustimmung der PatientInnen geleistet. (Sterbehilfe allgemein, Sterbehilfe Länderüberblick)

Die Staatsanwaltschaft wird nur bei Zweifeln an der ärztlichen Entscheidung angerufen. Sollte sich dabei herausstellen, dass Ärzte gegen die Regeln verstoßen haben, drohen ihnen bis zu zwölf Jahren Haft.

Quelle: kobinet.de

+++ Epilepsie: Ein völlig normales Leben +++

"Die einen reden - wir diskutieren darüber" heißt es in der Info-Broschüre der Selbsthilfegruppe Epilepsie für Betroffene und Angehörige. Stefan Kluger (unser Bild) ist Ansprechpartner für die Hilfesuchenden. Zu den regelmäßigen Treffen in den Räumen der AOK Augsburg, Prinzregentenplatz 1, kommen ihm zufolge 15 Personen, darunter auch Neu-Erkrankte, die überraschend mit der Diagnose "Epilepsie" konfrontiert wurden. Vor allem für sie gelte es, Zukunftsängste abzubauen. Epilepsie bedeute nicht, ausgeschlossen zu werden, denn bei sorgfältiger Medikamentierung können die Erkrankten ein normales Leben führen und sind in ihrer Berufstätigkeit nicht beeinträchtigt. Stefan Kluger hierzu: "In unserer Gemeinschaft lernen Epileptiker, dass der Himmel nicht zusammenstürzt und wie man mit der Krankheit umgehen kann." Kontaktadresse; Stefan Kluger, Telefon 0821/7292756, 18 bis 21 Uhr, Fax: 08 21 / 7 29 26 93.

+++ Erfroren: Körperteile ganz langsam aufwärmen +++

München (dpa) - Erfrorene Körperteile dürfen nur sehr langsam und vorsichtig wieder erwärmt werden. Dazu sollten die entsprechenden Gliedmaßen am besten warm eingepackt werden, berichtet die in München erscheinende Zeitung "Ärztliche Praxis". Hilfreich seien auch Bäder, deren Wassertemperatur langsam von 10 auf 38 Grad gesteigert werden sollte. Keinesfalls dürften erfrorene Körperteile jedoch direkt mit heißem Wasser behandelt werden. Auch sollte auf Rubbeln oder Reiben verzichtet werden, da sonst die Haut beschädigt werden kann. Gefährdet sind im Winter besonders Finger, Zehen, Nase und Ohren. Zu Erfrierungen könne es dabei auch bei Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes kommen, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Kennzeichen seien eine zunächst blasse, bei schweren Erfrierungen auch violett bis blauschwarz verfärbte Haut sowie Gefühllosigkeit. Ernster als Erfrierungen sind dem Bericht zufolge Unterkühlungen, etwa nach einem Einbrechen durch die Eisdecke, nach Skiunfällen oder übermäßigem Alkoholkonsum im Freien. Als Maßnahme der Ersten Hilfe sollten Unterkühlte in eine isolierende Decke gewickelt und in die stabile Seitenlage gebracht werden. Später sind warme, zuckerhaltige Getränke sinnvoll, keinesfalls jedoch Alkohol. Auch heiße Bäder sind für Unterkühlte gefährlich, so die "Ärztliche Praxis".


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