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Forscher entdecken Schalter für Infektionen
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Head-Set erkennt Gehirnerschütterung innerhalb von Minuten
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Zuseher imitieren Krankheiten aus TV-Soaps
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REHAB 2005
Fachmesse für Rehabilitation und Pflege

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Krankheitsübertragung via Wolken
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Melatonin ist kein Jungbrunnen - Immer mehr Fragzeichen hinter dem einstigen „Wunder-Hormon“
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Männer: Langes Leben wichtiger als Erfolg bei Frauen
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Hautalterung: Forscher finden Jungbrunnen
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Kariesbakterien steigern Risiko für Frühgeburt
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Ganzheitliche Methode in der Milbenbekämpfung
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Spartipps für die Gesundheit
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Krankenakte: Patient hat Einsichtsrecht
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Paste statt Bohrer in der Dentalmedizin:
Kleine Karieslöcher mit synthetischem Zahnschmelz behandelbar

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Jazz als Schlafmittel
45 Minuten sanfte Musik für bessere Nachtruhe

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Verpflanzter Muskel kann Menschen mit Armlähmung helfen
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Baby mit Segelohren: Abwarten - Oft wachsen sich die abstehenden Lauscher aus
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Gentherapie gegen schwache Herzen
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Ein neuer Schritt bei der Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes
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Knochen-Nagel verlängert
Bein besonders schonend
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des Patienten
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organisation unterstützt Naturheilkunde
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Urologen schlagen Alarm:
Angebliche Wunderpräparate gefährden Gesundheit
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Nicht immer empfehlenswert: Tests aus der Apotheke
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Bau von Gehirn-
Maschine-Schnittstelle
rückt näher

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Hightech-Verband überwacht Wundheilung
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Forscher entdecken lebensverlängerndes Wunderhormon - Eine zu hohe Thyroxine-Dosis kann jedoch tödlich sein
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Gutartige Prostatavergrößerung: Neue OP-Methode mit grünem Laser löst Probleme beim Wasserlassen sehr schonend
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Alkoholkonsum liegt
in den Genen

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Schlafentzug aktiviert Selbstschutzprozesse im Körper
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Nach der Gesundheitsreform: Bürger passen Gesundheitsverhalten an
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Gesundheitliche Versorgung älterer Menschen langfristig bedroht
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Fußballer riskieren Muskelschwund
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Fatale Langzeitschäden
durch rückenmarknahe Katheter

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+++ Newsticker am Donnerstag +++

Nicht immer empfehlenswert: Tests aus der Apotheke

28.04.2005 - Geldschneiderei oder medizinisch sinnvoll? Apotheken bieten immer mehr Tests zur Früherkennung von Krankheiten an. Wie Lenz, die größte Kaufzeitschrift für die Zielgruppe 50plus, in ihrer neuen Ausgabe berichtetet (Heft 5/2005), ist bei einigen Tests jedoch Vorsicht geboten. Manche sind sogar schädlich.



Nicht sinnvoll ist etwa ein PSA-Test zur Erkennung des Prostata- Krebsrisikos (ca. 20 Euro). Der Test löst häufig falschen Alarm aus. Besser ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Arzt. Ebenfalls nutzlos ist eine Haarmineral-Analyse zur Überprüfung der Vitamin- und Mineralien-Versorgung des Körpers. Für den bis zu 80 Euro teuren Test gibt es keine zuverlässigen Normalwerte als Vergleich. Gleichermaßen kritisch sieht Lenz Osteoporose-Tests (ca. zehn Euro) sowie Durchblutungs-Messungen der Beinvenen (ca. zwei Euro). Auch die beliebten Amalgam-Tests (ca. 50 Euro) sind überflüssig, da nachgewiesene Amalgam-Partikel im Speichel nicht schädlich sind.

Richtiggehend gefährlich sind Herzinfarkt-Checks (ca. 20 Euro). Lenz: Wer bei Herzproblemen erst das Ergebnis des Tests abwartet, erlebt das vielleicht nicht mehr. Bei Herzproblemen unbedingt sofort den Notarzt rufen, da jede Minute zählt.

Es gibt allerdings auch sehr sinnvolle Apotheken-Tests. Das sind in erster Linie Blutdruck- und Cholesterin-Messungen. Hilfreich zur Krankheitserkennung sind auch Blutzucker-Tests und Stuhlproben, die einen Hinweis auf Darmkrebs liefern können. Wichtig: Bei zu hohen Messwerten sollte man umgehend zum Arzt gehen.

Quelle: Lenz-Magazin



Forscher entdecken Schalter für Infektionen

London - 28.04.2005 - Die Entdeckung eines "molekularen Schalters", der zu neuen Behandlungswegen bei der Therapie von Infektionskrankheiten wie MRSA und entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis führen kann, ist einem Forscherteam des Imperial College London http://www.imperial.ac.uk gelungen. Das Team identifizierte das IKKá-Molekül, das als Bremse bei immunisierenden Zellvorgängen wirkt und verantwortlich für die Regulierung der köpereigenen Infektions- und Entzündungsabwehr ist, berichtet heute, Donnerstag, das Magazin Nature http://www.nature.com .

Durch das Unterbinden der IKKá-Aktivität konnten die Forscher die Fähigkeit des Körpers sich gegen Infektionen zu wehren signifikant erhöhen. Gleichzeitig wurde jedoch auch die Reaktion auf einen bereits bestehenden Infekt gesteigert. Darüber hinaus verhindert das IKKá-Molekül die Aktivierung von Immunzellen und blockiert Entzündungen. Dies ist eine Entdeckung, die zu neuen Behandlungsmethoden bei entzündlichen Krankheiten führen kann. "Die Identifizierung dieses zweischneidig agierenden Moleküls ist von riesiger Bedeutung für eine ganze Reihe von schwerwiegenden Erkrankungen wie beispielsweise MRSA. Durch die steigende antibakterielle Resistenz könnte dieser neue Aspekt eine Möglichkeit eröffnen Infektionen zu stoppen, ohne auf einen Medikamentencocktail aus Antibiotika zurückgreifen zu müssen", erklärte Studienleiter Toby Lawrence.

Quelle: pte



Head-Set erkennt Gehirnerschütterung innerhalb von Minuten

Atlanta - 28.04.2005 - Ein auf virtueller Realität basierendes Head-Set kann das Ausmaß einer Kopfverletzung innerhalb von Minuten erkennen. Weder eine medizinische Ausbildung noch ein spezielles Umfeld sind für den Einsatz des tragbaren Geräts erforderlich. Zusätzlich kann es frühe Anzeichen von Demenz erkennen. Entwickelt haben DETECT (display enhanced testing for concussion and mild traumatic brain injury) Michelle LaPlaca vom Georgia Institute of Technology http://www.gatech.edu und David Wright von der Emory University http://www.emory.edu .

Die betroffene Person trägt ein virtuelles Head-Set sowie Kopfhörer und erhält ein Gerät, das den Steuerungseinheiten bei Videospielen ähnlich ist. Das System geleitet den Träger durch eine Reihe neuropsychologischer Tests. DETECT macht verlangsamte Reaktionszeiten und Defizite in der Gedächtnisleistung erkennbar. Beide Symptome gelten als Hinweise auf Verletzungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns. Der Träger sieht Gruppen von Wörtern, blinkende weiße Quadrate, die ihre Position ändern, und eine Reihe von Formen mit verschiedenen Farben und Mustern. Gleichzeitig erscheinen auf dem Display Anleitungen und werden Anweisungen über die Kopfhörer gegeben. Der Träger reagiert auf die Anweisungen durch das Drücken einer der zwei Schaltflächen auf der Steuerung.

Durch die Messung der Reaktionen entdeckt das System sogar kleine kognitive Defizite wie sie mit einer Gehirnerschütterung oder einer Demenz im Frühstadium einhergehen. DETECT beendet seine Tests innerhalb von rund sieben Minuten. Konventionelle Kognitionstests erfordern einen Zeitaufwand von mehreren Stunden und geschultes Personal zur Durchführung und Auswertung der Ergebnisse. Wissenschafter der Emory University testen das System laut NewScienstist derzeit in Notaufnahmen und planen weitere Überprüfungen bei Sportveranstaltungen.


Quelle: pressetext.austria


Bau von Gehirn-Maschine-Schnittstelle rückt näher
Schweizer Neurologe entdeckt Signal zur Steuerung von Neuroprothesen

Zürich - 21.04.2005 - Bevor ein Körperteil sich bewegt, kann im Gehirn bereits die Absicht für diese Bewegung gemessen werden. Hansjörg Scherberger http://www.ini.unizh.ch/~hjs/ von der Universität und ETH Zürich hat nun zusammen mit Forschern des California Institute of Technology eine neue, einfache Methode entwickelt, um solche Bewegungsabsichten zu messen. Dies könnte die Entwicklung einer neuen Generation von so genannten Neuroprothesen ermöglichen.

Bau von Gehirn-Maschine-Schnittstelle rückt näher
Bild: photoCase

Neuroprothesen verwenden Bewegungssignale, die im Gehirn gelesen und dann direkt in Bewegungen, beispielsweise für eine Armprothese, übersetzt werden. Solche Bewegungssignale können seit kurzer Zeit bereits gemessen und für die Steuerung von Neuroprothesen verwendet werden.

Bisher aber mussten solche Signale aufwändig an einzelnen Nervenzellen gemessen werden. Das Team um Scherberger hat nun herausgefunden, dass die gleichen Informationen auch aus dem so genannten "lokalen Feldpotenzial", einem Summationssignal aus vielen Nervenzellen, abgeleitet werden können. Dieses Feldpotenzial ist ein nützliches Signal für die Entwicklung von Gehirn-Maschinen-Schnittstellen, da es relativ einfach und über längere Zeit abgeleitet werden kann.

Die Forscher konnten mit ihrer neuen Methode bei Rhesusaffen voraussagen, welche Bewegungsart (Arm- oder Augenbewegung) sowie welche Bewegungsrichtung die Tiere ausführen werden. Die Ergebnisse geben auch neue Einblicke, wie im Gehirn aus visuellen Informationen Bewegungspläne erstellt werden.

Quelle: pressetext.schweiz


Zuseher imitieren Krankheiten aus TV-Soaps
Patienten eignen sich Medizinwissen aus den Medien an und erstellen Selbstdiagnose

London - 21.04.2005 - Jeder dritte Patient imitiert die Krankheiten, die er aus seiner Lieblings-Soap kennt. Neun von zehn Ärzten berichten, dass ihre Patienten über Symptome klagen, die sie aus dem Fernsehen, Zeitungen und Magazinen erfahren. Dadurch sei bei den Patienten eine gewisse Paranoia erkennbar, die darin endet, dass die Patienten bereits eine Selbstdiagnose gestellt haben, noch bevor sie überhaupt vom Arzt untersucht wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Norwich Union Healthcare Centers http://www.norwichunion.com .Darüber hinaus sucht ein Drittel der Patienten ärztlichen Rat bei Bekannten und Familienmitgliedern.


Bild: photoCase

Von den 1.000 befragten Personen gab ein Drittel an, dass sie bei Beschwerden ihre Symptome vor allem mit Freunden und der Familie besprechen, in medizinischen Büchern Rat suchen und Informationen über Hotlines und das Internet einholen. Doch vor allem das Fernsehen und die Printmedien tragen wesentlich zur medizinischen "Bildung" bei. "Die detaillierte Darstellung von Krankheiten in den Medien ermuntert die Patienten zur Selbstdiagnose. Programmverantwortliche und Journalisten haben dadurch eine immense Verantwortung und sollten eine möglichst realistische, authentische und vor allen Dingen wahre Aufbereitung von medizinischen Themen sicherstellen", erklärte Studienleiter Doug Wright. "Für die Ärzte mögen diese Ergebnisse nicht erfreulich sein. Doch sie zeigen auch, dass Soaps ein enormes Einflusspotenzial besitzen und das Gesundheitsbewusstsein ihrer Zuseher positiv beeinflussen können", resümierte Wright.

Quelle: pressetext.austria



REHAB 2005
Fachmesse für Rehabilitation und Pflege


Karlsruhe (pts/07.04.2005/09:45) - Die REHAB 2005, 13. Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege und Integration vom 28 bis. 30. April in der Messe Karlsruhe bietet ein vielseitiges Programm: Rund 400 Hersteller und Anbieter von Hilfsmitteln und Dienstleistungen, sowie zahlreiche Berufs- und Behindertenverbände, Institutionen und Behörden präsentieren Neues und Bewährtes für Fachleute, die beruflich im Bereich der Rehabilitation, Therapie, Medizin und Pflege tätig sind. Auch Betroffene und deren Angehörige finden alle Informationen und Produkte, die zur Bewältigung des Alltages mit einer Behinderung notwendig sind.


Copyright:  REHAB - Dortmund / Basel

Seit 25 Jahren informiert die REHAB http://www.rehab-messe.de über den neuesten Stand der Hilfsmittel- und Rehabilitationstechnik. Zahlreiche Weltneuheiten, die heute zum festen Bestandteil der Rehabilitationstechnik gehören, wurden auf der REHAB erstmalig vorgestellt. Aus diesem Grund ist der Besuch der REHAB für Fachleute ein "Muß", um wichtige Entwicklungen nicht zu verpassen und die berufliche Qualifikation zu verbessern. Auch Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten und Senioren haben auf der REHAB die Möglichkeit, sich umfassend bei den Herstellern und Verbänden zu informieren und können neueste Hilfsmittel und Produkte direkt vor Ort testen.

Zahlreiche Sonderveranstaltungen sind zusätzlich attraktiv für die Besucher:

+ rehaKIND-Kongress mit vierzig Seminaren am 29. und 30. April
+ Sonderbereich rehaKIND- Kinder-Rehabilitation (Halle 1)
+ Marktplatz ZNS mit Fachforum (Halle 2), Sonderbereich für die Belange von Menschen mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems
+ Sonderbereich Mobilität / Freizeit / Reisen und Tauchcontainer (Halle 2)
+ Sonderschau Prothesen (Halle 1)
+ Sport- und Mitmachangebote für Menschen mit und ohne
Handicap, Radio-Regenbogen-Show-Bühne, REHAB-Kinderwelt, Spielangebote und kostenlose Kinderbetreuung (Aktionshalle)
+ Verleihung des Forschungs-Förderpreises der Deutschen
Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) am 28. April um 10.00 Uhr (Aktionshalle)
+ Ergotherapie-Förderpreis für angewandte Wissenschaft - Verleihung am 28. April um 10 Uhr (Aktionshalle)
+ Wheelchairica - das Musical mit Handicap
(Abendveranstaltung in der Keltenhalle Rheinstetten am
29. und 30. April, 18 Uhr)

Die Messeleitung hat einen kostenlosen behindertengerechten Bustransfer vom Bahnhof Karlsruhe direkt zum Eingang der Messe organisiert. Kostenlose, ebenerdige Parkplatze gibt es direkt an der Messe.

Breites Spektrum von Sonderveranstaltungen auf der REHAB 05

rehaKIND-Fachkongress: Das behinderte Kind im Mittelpunkt

Eine hohe Qualität in der Kinderrehabilitation ist "überlebenswichtig", denn nur ein medizinisch-therapeutisch und auch mit Hilfsmitteln gut versorgtes Kind hat die Chance auf ein möglichst selbstständiges Leben im Erwachsenenalter. Die Sicherung dieses Qualitätsstandards auch in Zeiten knapper Kassen ist ein wichtiges Anliegen zahlreicher Aussteller und Besucher der REHAB 2005, 13. Internationale Fachausstellung für Rehabilitation, Pflege und Integration vom 28. bis 30. April 2005 in der Messe Karlsruhe.

Deshalb wird es neben der Kinderhilfsmittelausstellung der Internationalen Fördergemeinschaft für Kinder- und Jugendrehabilitation rehaKIND e.V. auch einen Fachkongress mit 40 Veranstaltungen rund um behinderte Kinder und Jugendliche geben. Der rehaKIND-Kongress in der Messe Karlsruhe am 28. und 29. April soll die Fragen, Wünsche und Ideen aller am Kinderreha-Prozess Beteiligten zusammenführen: Er richtet sich deshalb an Eltern, Ärzte, Therapeuten, Versorger und Mitarbeiter der Kostenträger und des Fachhandels..

Von der psychologischen Betreuung pubertierender Jugendlicher mit Behinderung über rechtliche Möglichkeiten bei Kinderversorgungen, Fachangeboten für Ergo- und Physiotherapeuten, die mit behinderten Kindern und deren Familien arbeiten bis hin zu Einzelthemen wie Kinderschlaf, Selbstständiges Katheterisieren, Schreiben- und Lesenlernen bei CP-Kindern - das Spektrum der Angebote des rehaKIND-Kongresses ist weit.

"Von der Diagnose zur erfolgreichen Rehabilitation - mit richtiger und unterstützender Hilfsmittelversorgung die Lebensqualität und Aktivität der Kinder- und Jugendlichen zu verbessern"."Die Einschätzung des Handlungsspielraumes aller Beteiligten im Rahmen der Gesundheitsreform" oder "Tiergestützte Therapie" - diese Themen bewegen alle an der Kinderversorgung Beteiligten. Aber auch das wachsende Selbstbewusstsein durch echte Bewegung/Sport bei behinderten Kindern, oder passives Lagern und basale Stimulation - therapeutische Bereiche, die jeden etwas angehen.

"Angst vor der Angst", "Manualmedizinische Therapie bei KISS- und KIDD-Kindern, "Das Selbstkonzept des behinderten Kindes" - hochspezialisierte medizinische Fragestellungen werden beim rehaKIND-Kongress so aufbereitet, dass konkrete Handlungsempfehlungen entstehen, die direkt in der Praxis umsetzbar sind.

Eltern-Alltag mit behinderten Kindern und Jugendlichen, die besonderen Belastungen der Geschwister, der gesamten Familie, die endlosen Bemühungen "zu helfen" - wie gehen die Betroffenen und ihre Familien damit um? Auch hierzu gibt es Praxisberichte von Eltern und Psychologen.

Das Augenmerk der betroffenen Kinder und ihrer Familien, aber auch der Leistungserbringer und Kostenträger soll sich wieder auf das Wesentliche richten: Auf behinderte Kinder oder Jugendliche, die gemäß öffentlichem Auftrag, definiert im Sozialgesetzbuch, optimal in ihrer Entwicklung zu unterstützen oder zu fördern sind.

Leider weicht die Realität der Kinderversorgung oft von diesem hohen Ziel ab. Hier kann rehaKIND konkrete Hilfestellung geben: Der rehaKIND-Kongress in Karlsruhe, parallel zur REHAB 2005, der 13. Internationalen Fachmesse für Rehabilitation, Pflege und Integration, ist ein großer Schritt auf diesem Weg.

Das komplette Kongressprogramm und weitere Informationen: http://www.rehab-messe.de .



Krankheitsübertragung via Wolken

Ulm (pte/07.04.2005/11:45) - Mikro-Organismen in den Wolken spielen nicht nur eine kritische Rolle bei der Verbreitung von Krankheiten, sondern haben auch einen wesentlichen Einfluss bei der Bildung von Regentropfen. Diese wissenschaftlich radikale Theorie wird von Andrei P. Sommer von der Universität Ulm http://www.uni-ulm.de und Chandra Wickramasinghe von der Cardiff University http://www.cf.ac.uk aufgestellt. Sie kommen durch ihre Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass so genannte Nanobakterien - Mikro-Organismen, die um ein Vielfaches kleiner sind als Bakterien - bereits weit verbreitet sind in der terrestrischen Umwelt und dass es zwingende Beweise gibt, dass sie auch in der Stratosphäre existieren.


Bild: photoCase

Derzeit wurden Nanobakterien bereits bei Menschen auf vier verschiedenen Kontinenten nachgewiesen. Die Wissenschafter nehmen an, dass Nanobakterien eine wesentliche Rolle bei der Ausbreitung und Bildung gefährlicher Krankheiten - wie beispielsweise Herzkrankheiten, HIV oder Nierenerkrankungen - spielen. "Experimente haben gezeigt, dass Nanobakterien vom Körper durch den Urin abgesondert werden und dass ihre weitere Verbreitung vom Erdboden in die Atmosphäre und Stratosphäre eine unvermeidliche Konsequenz ist", erklärte Sommer.

Darüber hinaus nehmen die Forscher an, dass durch das Auftreten von Nanobakterien in den Wolken eine globale Verbreitung von Krankheitserregern möglich ist. Denn die Mikro-Organismen spielen auch eine zentrale Rolle bei der Tropfenbildung der Wolken. "Nanobakterien, die vom Boden durch den Wind in die Wolken gelangen, können zwischen den einzelnen Aggregatzuständen innerhalb einer Wolke hin- und her pendeln. Dies führt zu einer Schwingung zwischen den ruhenden und den bewegten Regionen der Wolke. Dabei agieren Überreste von verunreinigten Proteinen, die sich auf dem Mikro-Organismus befinden, als extrem effiziente Wolken-Zellkerne, die eine Wolkenkondensation begünstigen", erläutert Wickramasinghe.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der aktuellen Ausgabe des amerikanischen Journal of Proteome Research http://www.pubs.acs.org/journals/jprobs publiziert.

Quelle: pressetext.austria


Hightech-Verband überwacht Wundheilung

07.04.2005 - Wie gut eine Wunde verheilt, soll sich künftig auch ohne schmerzhafte Verbandwechsel überprüfen lassen. Britische Ingenieure haben ein neuartiges Verbandmaterial entwickelt, das den Zustand des Gewebes mit Hilfe feiner Elektroden misst.

Besonders geeignet sei das System für die Überwachung von Geschwüren, Verbrennungen oder Hauttransplantaten, so Eric McAdams von der University of Ulster in Newtownabbey. Über einen speziellen Monitor lieferten die zahlreichen Elektroden in dem Verbandmaterial eine regelrechte Karte der Wunde, ohne dass Pflegepersonal und Ärzte den Verband abnehmen müssten.

Gerade bei Patienten, die in den eigenen vier Wänden versorgt werden, könne diese Echtzeit-Wundüberwachung die Pflege effizienter gestalten helfen, so McAdams weiter. Der Ingenieur und seine Kollegen Peter O'Hare und Gillian McCullough entwickelten das Material im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität. Mittlerweile haben sie eine eigene Firma namens Impedimap Technologies gegründet, die den "smarten" Verband zur Marktreife bringen soll.

Auch in der Forschung könnte das Material gute Dienste leisten, ist das Trio überzeugt. Zwar gebe es zahlreiche Wundpflegeprodukte, deren Effektivität lasse sich jedoch nur regelmäßige Begutachtung der Wunde ermitteln. Das häufige Abnehmen und Neuanlegen des Verbands beeinträchtige wiederum den Heilungsprozess und verfälsche damit die Resultate.


Forschung: Eric T. McAdams, Peter O'Hare und Gillian McCullough, School of Electrical and Mechanical Engineering, University of Ulster, Newtownabbey, und Impedimap Technologies

Quelle: Scienceticker



Melatonin ist kein Jungbrunnen - Immer mehr Fragzeichen hinter dem einstigen „Wunder-Hormon“

Baierbrunn (ots) - 07.04.2005 - Das Hormon Melatonin verzögert den Alterungsprozess des Menschen nicht, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Bei einem Versuch mit Mäusen Ende der 80er Jahre hatte sich die Substanz den Ruf eines Jungbrunnens erworben, weil mit Melatonin gefütterte Nager eine um 30 Prozent erhöhte Lebenserwartung hatten. Beim Menschen konnte ein solcher Effekt aber bis heute nicht nachgewiesen werden, berichtet der Chronobiologe Dr. Jan-Dirk Faulteck, Münster, der seit vielen Jahren zu Melatonin forscht. Auch der angeblich positive Effekt gegen den Jetlag bei Flugfernreisen ist nicht ausreichend belegt. Dasselbe gilt für einen vermuteten Nutzen in der Krebstherapie, gegen Bluthochdruck oder Kopfschmerz. Deutsche Mediziner warnen deshalb auch davor, sich in amerikanischen Supermärkten oder über das Internet mit der Substanz einzudecken.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Forscher entdecken lebensverlängerndes Wunderhormon
- Eine zu hohe Thyroxine-Dosis kann jedoch tödlich sein

Aberdeen (pte/31.03.2005/15:50) - Die Entdeckung eines Wunderhormons verspricht die Erweiterung der Lebensspanne um bis zu 30 Jahre. Denn das so genannte Thyroxine-Hormon kurbelt den Stoffwechsel an und verlängert so die Lebenserwartung, erklären die Forscher der Aberdeen University http://www.abdn.ac.uk . In absehbarer Zukunft könnte somit ein entsprechendes Anti-Ageing-Medikament entwickelt werden. Ein zentrales Problem stellt nunmehr nur noch die Verabreichung der richtigen Dosis dar, denn falsch dosiert wirkt das Hormon nicht lebensverlängernd, sondern möglicherweise tödlich.


Bild: photoCase

In einer Studie konnten die Forscher beweisen, dass die regelmäßige Verabreichung einer Dosis Thyroxine bei Mäusen einen höheren Stoffwechselumsatz zur Folge hatte. Die hohen Stoffwechselprozesse führten in weiterer Folge zu einer bis zu 25 Prozent höheren Lebenserwartung im Vergleich zu einer nicht therapierten Kontrollgruppe. "Transferiert man diese Ergebnisse auf den Menschen so eröffnet sich eine zusätzliche Lebenspanne von bis zu 30 Jahren", erklärte der Forschungsleiter John Speakman.

Thyroxine wird derzeit bereits Patienten verabreicht, die selbst nicht genug von diesem Hormon produzieren können, um einen gesunden Stoffwechsel zu haben. Resümierend warnt das Forscherteam jedoch vor der Anwendung einer Thyroxine-Therapie, denn möglicherweise wird es nicht möglich sein, eine unschädliche Dosierungsmenge zu eruieren. "Wir hoffen, dass Patienten durch unsere Forschungsarbeit die Möglichkeit bekommen, zusätzlich noch einige gesunde Jahre verbringen zu können. Wir wollen jedoch nicht ein Dahinvegetieren im Altersheim begünstigen", so Speakman.

Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der April-Ausgabe des Journals of Experimental Biology http://jeb.biologists.org/ .




Männer: Langes Leben wichtiger als Erfolg bei Frauen


Berlin - 31.01.2005 (ots) - Ein Waschbrettbauch zum Wohlgefallen der Frauenwelt? Beileibe nicht, denn Sport und Gesundheit dienen Deutschlands Männern nur am Rande dazu, dem anderen Geschlecht zu gefallen.


Bild: photoCase

In erster Linie haben die Männer sich selbst im Blick: Vier von fünf leben gesund, um schlichtweg lange und gut zu leben. 55 Prozent wollen durch Fitness ihr Selbstbewusststein stärken. Das ergibt eine aktuelle Studie des Männerlebensart- und Lifestyleportals www.epicure.tv in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.000 deutschen Männern.

Um bewundernde Blicke des Partners zu ernten, marschieren nur 27 Prozent ins Fitnessstudio oder geben sich beim Essen mit einem kleinen Salat zufrieden. Neun Prozent zielen darauf ab, den Frauen ganz allgemein zu gefallen. Weitere Motive für ein gesundes Leben sind das Verlangen nach mehr Anerkennung bei Freunden und Kollegen mit sechs bzw. fünf Prozent. „Das eigene Ich steht also in jedem Fall als Ziel im Vordergrund“, sagt Sascha Rusch, Männergesundheitsexperte und Chef von Epicure.

Pikant: Je älter Männer sind, umso weniger Mühe geben sie sich, ihrer Partnerin zu gefallen. Nennt noch ein Drittel der jüngeren Männer zwischen 31 und 44 Jahren die Gunst der Gattin als Grund für aktive Gesundheitsvorsorge, lässt diese Motivation schon bei der mittleren Generation deutlich nach und schwächt sich bei den Älteren zwischen 60 und 69 Jahren mit 21 Prozent noch stärker ab. Geradezu umgekehrt ist der Trend bei höher gebildeten und besser verdienenden Männern: Je höher Nettoeinkommen und Bildungsgrad sind, desto stärker bemühen sich die Männer darum, ihrer Partnerin durch Fitness und Vorsorge zu gefallen.

Gründe für aktive Gesundheitsförderung (Mehrfachnennung möglich):
Länger leben: 80 Prozent
Selbstbewusstsein stärken: 55 Prozent
Dem Partner gefallen: 27 Prozent
Generell Frauen gefallen: 9 Prozent
Mehr Akzeptanz im Freundeskreis: 6 Prozent
Mehr Anerkennung im Job: 5 Prozent
Weiß nicht/k.A.: 7 Prozent


Quelle: EPICURE Ges.Gesundheit und Lebensart mbH



Extremer Alkoholkonsum bei Partys nimmt rasant zu

London (pte/31.03.2005/12:30) - Erschreckende Zahlen veröffentlicht die UK Health Development Agency (HDA) http://hda.nhs.uk in einer Studie über Alkoholkonsum. Demnach trinken bereits ein Drittel der Männer und beinahe jede fünfte Frau wöchentlich eine gesundheitsschädigende Menge Alkohol. 90 Prozent der britischen Bevölkerung (40 Mio. Menschen) trinken regelmäßig Alkohol. Profiteur dieser Entwicklung ist vor allem die Wirtschaft. Für sie bedeutet dieser Trend gute Umsätze von jährlich sieben Mrd. Pfund (10,2 Mrd.Euro) und zudem die Sicherung von einer Mio. Arbeitsplätze in der Alkoholproduktion und im Verkauf.


Bild: photoCase

Der aktuelle Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass besonders der Alkoholkonsum bei Frauen seit dem Jahr 2002 deutlich gestiegen ist. 17 Prozent der Frauen tranken mehr als die als normal erachteten 14 Alkoholeinheiten pro Woche. Im Vergleich dazu lag dieser Wert im Jahr 2002 bei 12 Prozent. Bei den Männern trinken 27 Prozent mehr als die für sie nicht gesundheitsgefährdende Menge von 21 Alkoholeinheiten.

Das so genannte Binge drinking (extremer Alkoholkonsum) bei speziellen Anlässen wird von 40 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen praktiziert. Rasant ist auch der Alkoholkonsum bei jüngeren Menschen angestiegen: In den vergangenen Jahren ist er bei der Gruppe der elf bis 15-Jährigen von 21 Prozent auf 27 Prozent gestiegen.

Der Bericht ermittelt, dass jährlich 780.000 bis 1,3 Mio. Kinder unter dem Alkoholkonsum eines Familienmitglieds leiden. Jeder dritte Gewaltfall in der Familie geschieht unter Alkoholeinfluss. Weitere 85.000 Personen wurden unter Alkoholeinfluss am Steuer ertappt. Alkohol wird auch mit jährlich 1.000 Selbstmorden und 1,2 Mio. Verbrechen in Verbindung gebracht.

Der HDA-Report erhebt jährlich die Trinkgewohn-heiten der Briten und gibt in diesem Jahr erstmals Richtlinien heraus, um auf die schädlichen Effekte von Alkohol aufmerksam zu machen und mit einem Maßnahmenplan dagegen vorzugehen. "Es besteht ein dringender Handlungsbedarf um gegen den Alkoholmissbrauch zu intervenieren. Jährlich werden mehr als 22.000 Todesfälle auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückgeführt. 17 Mio. Arbeitstage gehen jährlich durch Alkohol bedingte Absenz vom Arbeitsplatz verloren und wir schätzen die Kosten, die durch den Alkoholkonsum im Gesundheitswesen entstehen, auf 20 Mrd. Pfund (29,1 Mrd. Euro)", erklärte Mike Kelly von der HDA.

Die Richtlinien sollen vor allem durch die Einrichtung spezieller Beratungsstellen in den Gesundheitszentren durchgesetzt werden. Davon erhofft sich die HDA eine Reduzierung des wöchentlichen Alkoholkonsums um bis zu 34 Prozent, was durchschnittlich neun Drinks weniger entspricht.


Quelle: pressetext.austria



Hautalterung: Forscher finden Jungbrunnen


New York - pte 24.03.2005 - Alternde und faltige Haut wird bald der Vergangenheit angehören, denn US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, die Schlüsselfaktoren für die Verjüngung der Haut und das Verlangsamen des Hautalterungsprozesses zu finden. Ein Forscherteam der New York's Clarkson University http://www.clarkson.edu fand heraus, dass der Alterungsprozess nicht nur wie bisher angenommen auf den Elastizitätsverlust der Haut zurückzuführen ist, sondern wesentlich durch die zunehmende Erstarrung der Epithel-Zellen ausgelöst wird, berichtet BBC.


Bild: photoCase

Bisher wurde angenommen, dass mit zunehmendem Alter das epithele Bindegewebe der Haut an Elastizität verliert. Dieser Prozess soll auch eine wesentliche Rolle bei anderen fortschreitenden Alterskrankheiten einnehmen, wie beispielsweise bei der Verhärtung von Arterien, bei Gelenkssteifheit, grauem Star, Alzheimer und Demenz. Der Grund für diesen Verfallsprozess wurde bis dato einzig im Abbau einer Verbindungssubstanz, die das Epithel-Gewebe versiegelt - den so genannten extra zellulären Proteinen - vermutet. Und auf diesem Wissen bauten die meisten Behandlungsmethoden auf.

Doch nun konnten die Forscher beweisen, dass die Ursache in den Zellen selbst zu suchen ist. Denn nach vielen Generationen der Zellteilung werden die epithelen Zellen selbst zwei bis zehnmal so starr wie junge Zellen. Die Forscher glauben, dass dies auf eine Verdichtung des zellinternen Proteingerüsts - des Cytoskeletons - zurückzuführen ist.

Die Forscher geben an, dass es bereits Medikamente gibt, die möglicherweise die Versteifung des Cytoskeletons blockieren und so den Alterungsprozess verlangsamen. Derzeit testet das Forscherteam die Effizienz einer Anti-Aging-Hautcreme, welche eine niedrige Dosis dieser Medikamente enthält, in einer Versuchsreihe an Mäusen. "Die Haut ist ein Organ, das während des gesamten Lebens den Strapazen der Umwelt ausgesetzt ist. Darum ist der beste Weg um dem Hautalterungsprozess wirksam zu verlangsamen noch immer der, den Schaden durch ultraviolette Strahlung möglichst gering zu halten. Denn diese Strahlung ist der Hauptfaktor bei der Beschleunigung der Hautalterung", resümierte Stuart Parker vom Forscherteam.

Quelle: pressetext.deutschland




Gutartige Prostatavergrößerung: Neue OP-Methode mit grünem Laser löst Probleme beim Wasserlassen sehr schonend

24.03.2005 - In Deutschland leiden zehn Millionen Männer unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie oder Adenom) und haben Probleme beim Wasserlassen. Die bisher etablierte Operationsmethode, die sog. transurethrale Resektion (TURP), ist zwar sehr wirksam, aber mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Mit einer elektrisch gespeisten Schlinge wird das störende Gewebe abgehobelt. Die Nachteile sind Blutungen und schwere Störungen des Salzhaushalts durch das Einschwemmen von Spülflüssigkeit.

"Diese Nachteile gehören der Vergangenheit an", so Privatdozent Dr. med. Gralf Popken, Chefarzt der Urologischen Klinik des HELIOS Klinikums Berlin-Buch, der seit einigen Wochen den Laser im grünen Lichtbereich (Greelight-Laser) einsetzt und bisher 20 Patienten operiert hat. "Das Verfahren entfernt das störende Gewebe effektiv, aber wesentlich schonender", hebt Dr. Popken hervor. Mit der Spitze des Greenlight-Lasers wird das überflüssige Gewebe stark erhitzt und verdampft fast blutungsfrei. Schon kurz nach dem Eingriff können die Patienten wieder beschwerdefrei Wasser lassen. Nach dem Eingriff ist nur noch für wenige Tage etwas Blut im Urin; das Brennen beim Wasserlassen verschwindet mit der Wundheilung. Auf Sexualität und Potenz hat das neue Verfahren keine negativen Auswirkungen.

Die Patienten können die Klinik nach drei bis vier Tagen verlassen. Bei der transurethralen Resektion hingegen mussten die Patienten acht Tage in der Klinik bleiben. Zum Skalpell müssen die Urologen nicht greifen. Der Zugang mit den enkoskopischen Operationsgeräten und einer Videokamera zur Prostata erfolgt über die Harnröhre. Die Kamera überträgt Bilder auf einen Monitor, so dass die Urologen ein sehr übersichtliches Operationsfeld besitzen.

In Deutschland müssen sich jährlich 61.000 Männer einer Prostataoperation unterziehen, nach der Einschätzung von Dr. Popken kann bei jedem zweiten Patient das neue Gerät eingesetzt werden. Allerdings nicht zur Behandlung von Prostatakrebs. Beim Verdampfen kann kein Gewebe zur histologischen Untersuchung entnommen werden. Daher muss sicher sein, dass die Prostata-Veränderung auf jeden Fall gutartig ist. Die Kosten werden wie bei dem bisher etablierten Verfahren (transurethrale Resektion) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


Quelle: Helios Research Center



Kariesbakterien steigern Risiko für Frühgeburt


24.03.2005 - Amerikanische Wissenschaftler haben neue Belege für einen Zusammenhang zwischen Schwangerschaftsverlauf und Mundflora gefunden. Wie die Forscher im "Journal of Periodontology" berichten, verkürzt bzw. verlängert sich die Schwangerschaftsdauer mit der Menge zweier Bakterienarten im Speichel. Gleichzeitig sinkt bzw. steigt das Geburtsgewicht des Kindes.


Bild: photoCase

Frühere Studien hatten bereits einen Einfluss typischer Erreger von Zahnfleischentzündungen auf die Schwangerschaft nachgewiesen. Ananda Dasanayake von der New York University und seine Kollegen fanden nun, dass auch Karieserreger und andere Bewohner der Mundhöhle einen merklichen Effekt haben.

Für ihre Studie untersuchten der Zahnmediziner und sein Team Speichelproben von 297 Frauen. die mit ihrem ersten Kind schwanger waren. Mit jeder Verzehnfachung der Konzentration von Actinomyces naeslundii sanken die Schwangerschaftsdauer im Schnitt um 1,2 Tage und das Geburtsgewicht um durchschnittlich 60 Gramm. Ganz anders im Falle des Milchsäurebakteriums Lactobacillus casei: Eine Verzehnfachung der Konzentration im Speichel ging hier mit einer 0,9 Tage längeren Schwangerschaft und einem 42 Gramm höheren Geburtsgewicht einher.

Die Gründe für diesen Zusammenhang seien unklar, räumt Dasanayake ein. Möglicherweise könnten die Bakterien mit dem Blutstrom in die Gebärmutter gelangen, spekuliert der Zahnmediziner. Von den Bakterien selbst und vom Körper als Reaktion auf ihre Anwesenheit produzierte, entzündungsfördernde Substanzen lösten dann vielleicht Kontraktionen der Gebärmutter und eine Erweiterung des Gebärmutterhalses aus. Dies könnte einerseits weiteren Mikroben das Eindringen erleichtern und andererseits das Platzen der Fruchtblase begünstigen. Nach Ansicht des Forschers und seiner Kollegen liefern die neuen Resultate einen Ansatz zur Identifizierung von Risikoschwangerschaften und zur Vermeidung von Frühgeburten.


Forschung: Ananda P. Dasanayake, Yihong Li und Men-Jean Lee, College of Dentistry und College of Medicine, New York University; und andere

Veröffentlicht in Journal of Periodontology, Vol. 76(2), pp 171-7, DOI 10.1902/jop.2005.76.2.171


Quelle: Scienceticker



Alkoholkonsum liegt in den Genen

17.03.2005 - Laut einer aktuellen britischen Studie ist das genetische Profil eines Menschen ausschlaggebend für die Menge Alkohol, die konsumiert wird. Denn die Trinkgewohnheiten und generell die Neigung einer Person zu suchartigen Verhaltensweisen werden in den Genen festgelegt, berichtet die BBC. Ein Forscherteam der University of Bristol http://www.bris.ac.uk konnte in Zusammenarbeit mit der University of Oxford http://www.ox.ac.uk feststellen, dass das so genannte DRD2-Gen eine zentrale Rolle beim Konsum von Alkohol einnimmt. "Das Ermitteln des genetischen Einflusses auf das Trink- und Suchtverhalten ist wichtig, um zu verstehen, warum manche Menschen ein höheres Suchtrisiko haben", erklärte ein Sprecher der Universität.


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Das Forscherteam analysierte die Daten von 1.000 Untersuchungsteilnehmern, die ausführliche Auskunft über ihre Trinkgewohnheiten gaben. Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Arbeit auf die Beobachtung eines bestimmten Schlüsselgens, welches für die Ausschüttung von chemischen Signalen im Gehirn verantwortlich ist. Ihre Annahme war dabei, dass verschiedene Versionen dieses Gens möglicherweise die Balance und den Effekt der Signalmoleküle beeinflussen und so in weiterer Folge Einfluss nehmen auf die individuellen Trinkgewohnheiten. Warum gewisse Gene Auswirkungen auf das Verhalten haben, darüber haben die Wissenschafter noch keine detaillierten Erkenntnisse.

Doch nun konnte nachgewiesen werden, dass das DRD2-Gen den Alkoholkonsum beeinflusst, denn das Gen bestimmt, wie "high" die jeweilige Person durch Drogen wie beispielsweise Alkohol wird. Die Untersuchung zeigte weiters, dass jener Teil des Untersuchungssamples, der nicht über diese genetische Variation verfügte, beim Trinken von Alkohol einen geringeren Genuss empfand und aus diesem Grund auch weniger trank, so die Experten.

Quelle: pressetext.austria




Sauna gegen den Frühjahrsblues - Temperaturschwankungen machen müde, Sauna trainiert den Kreislauf

17.03.2005 - Regelmäßig in die Sauna gehen, kann dem Frühjahrsblues vorbeugen.


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Müdigkeit, mangelnder Antrieb und Abgeschlagenheit haben in dieser Jahreszeit häufig etwas mit den stark schwankenden Temperaturen zu tun. „In den frühen Morgenstunden ist es oft noch frostig. Gegen Mittag können dann schon relativ hohe Temperaturen auftreten“, sagt Dr. Klaus Bucher vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Diese Wechsel seien eine Herausforderung für das Herz-Kreislauf- und Gefäßsystem. Fleißiges Saunabaden trainiert die Fähigkeit, damit umzugehen. Wer dazu nicht die Möglichkeit hat, kann sich auch gut mit Wechselduschen helfen. Wichtig: Immer mit kalten Wasser abschließen.


Quelle: Wort und Bild - ApothekenUmschau



Schlafentzug aktiviert Selbstschutzprozesse im Körper

17.03.2005 - Zu wenig Schlaf wird vom Körper als bedrohliche Situation eingestuft und aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte. Dies ist dieselbe Reaktion, die den Körper vor Bakterien und Viren sowie vor Stress schützt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der University of Helsinki http://www.helsinki.fi/university , berichtet der Wissenschaftsdienst Alpha Galileo http://www.alphagalileo.org . Verantwortlich für diesen Prozess ist das iNOS-Enzym, welches bei der Initiierung von Schutzmaßnahmen im Körper eine wesentliche Rolle einnimmt.


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Die Forscher untersuchten die Auswirkungen von Extra-Schlaf auf den zellularen Level des Gehirns von Tieren, um festzustellen, welcher Bereich des Gehirns die Information über die Länge des Wachzustandes speichert und gegebenenfalls den Schlafbedarf erhöht. Während eines ausgedehnten Wachzustandes registriert das basale Vorhirn eine Anhäufung von Adenosin, einem Indikator für Stoffwechselzustände, der eine wesentliche Rolle bei der Initiierung des Erholungsschlafes einnimmt, so die Forscher. "Gemäß unserer letzten Untersuchungen erhöhte sich die Konzentration von Stickstoffoxid genau in diesem Bereich des Gehirns und führte zur Einleitung des Erholungsschlafes", erklärte Tarja Stenberg, die Leiterin der Studie.

"Überraschend war für uns die Erkenntnis, dass die Steigerung des Stickstoffgehalts durch das so genannte iNOS-Enzym ausgelöst wird, welches eigentlich im Gehirn überhaupt nicht präsent ist, außer bei der Abwehr von Entzündungen", sagte Stenberg. Denn die Präsenz des iNOS-Enzyms indiziert eigentlich eine Schutzmaßnahme des Körpers, um sich gegen Viren und Bakterien sowie gegen Stress zu verteidigen. "Dass dieses Enzym nun aber auch bei der Absenz von Schlaf im Gehirn nachgewiesen werden konnte ist besorgniserregend. Denn es bedeutet, dass zu wenig Schlaf vom Körper als Bedrohung eingestuft wird", erklärte die Expertin.

Quelle: pressetext.austria



Ganzheitliche Methode in der Milbenbekämpfung

Leimen - 10.03.2005 (ots) - 4,5 Millionen Menschen sind wegen Hausstaubmilbenallergie stark in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Tendenz steigend.


Bild: photoCase

Während Bettwäsche regelmäßig gereinigt wird, erfährt die Matratze, auf der man jede Nacht schläft, oft keine entsprechende Pflege. Eine ideale Grundlage für Hausstaubmilben, Schimmel und Bakterien. Das hat überhaupt nichts mit Unsauberkeit zu tun. Diese unangenehmen Bewohner befinden sich in allen ungereinigten Matratzen. Die Folgen von ca. 4000 Milben in einem Gramm Bettstaub und deren Kotablagerungen sind nicht nur rote Augen, sondern auch Atemnot und Asthma, Niesattacken und verstopfte Nasen, chronische Migräne sowie Verschlimmerung von Neurodermitis.

Diesen chronisch Kranken kann nun geholfen werden. Das speziell gegen Milben, Schimmel und sonstige Umweltschädlinge entwickelte "Matrixan" hilft nicht nur Schlafräume und Matratzen sauber zu halten, sondern auch Teppichböden, Polstermöbel, Plüschtiere und vieles mehr. Das Produkt basiert auf rein mineralischer Basis und ist geruch- und geschmacklos, um Allergien durch Anwendung dieses Mittels vorzubeugen.

Das Antimilbenmittel wurde erfolgreich im Labor für Milbenforschung an der Universität Paderborn getestet. In der letzten Ausgabe 2004 des Allergo Journals war Matrixan das einzige Produkt, welches definitiv die Milbenpopulation stoppt. Ist die Matratze bereits benutzt worden, so empfiehlt sich vor dem Einsatz des Sprays eine gründliche Reinigung durch Fachleute der Milbenbekämpfung. Auf Wunsch kommt ein speziell ausgerüsteter LKW zum Kunden nach Hause. In diesem wird die Matratze in drei Phasen behandelt und durch Injektion des Antimilbenmittels imprägniert. Nur so ist eine Tiefenwirkung garantiert. Danach wird das Antimilbenspray als Oberflächenschutz alle 6 bis 8 Wochen aufgesprüht.

Im privaten Bereich sollte eine derartige Pflegemaßnahme so selbstverständlich werden wie die eigene Körperpflege oder das Reinigen der Wäsche. Anzustreben ist, daß alle, die Betten für wechselnde Benutzer zur Verfügung stellen, diese Hygienemaßnahme anwenden.


Quelle: holl products




Nach der Gesundheitsreform: Bürger passen Gesundheitsverhalten an

Berlin 03.03.2005 (ots) - Ein erstes Ziel der Gesundheitsreform ist erreicht: Die gesetzlichen Krankenversicherungen wurden laut Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung um neun bis zehn Milliarden Euro entlastet. Rund 20 Prozent dieser Einsparungen tragen die gesetzlich Versicherten durch höhere Ausgaben für Gesundheit: Jeder dritte Deutsche spürte im ersten Jahr der Gesundheitsreform im Durchschnitt eine finanzielle Mehrbelastung von 150 Euro. Nimmt man an, dass die Betroffenen diesen Verlust durch Konsumverzicht kompensieren, entspricht dies einem Rückgang der privaten Nachfrage um circa 1,9 Milliarden Euro. Vor allem an Freizeitaktivitäten, Urlaub und Kleidung wurde gespart. Das geht aus dem ratiopharm Gesundheitskosten-Monitor 2005 hervor, einer repräsentativen Befragung von über tausend gesetzlich Versicherten, die das Unternehmen heute in Berlin veröffentlichte.

Quelle: ratiopharm GmbH
Top 3-Sparabsichten: So wollen die Deutschen im Jahr 2005 ihre Gesundheitsausgaben senken.

Der Konsumverzicht wäre nicht unbedingt nötig, denn es könnte an anderer Stelle gespart werden. "Das Bewusstsein der Patienten wächst, dass sie ohne Qualitätsverlust bei den Gesundheitsausgaben sparen können", meint Dagmar Siebert, Mitglied der Geschäftsleitung von ratiopharm. Zum Beispiel bei Medikamenten: Das Reformwerk staffelt die Zuzahlung bei Arzneimitteln. Wer auf preiswertere Präparate mit gleicher Wirkung zurückgreift, muss teilweise weniger zuzahlen. Mit günstigen Arzneimitteln zu sparen, nehmen sich auch über 70 Prozent der Befragten für dieses Jahr vor.

Noch etwas hat sich mit der Gesundheitsreform geändert: Die Gesundheitsvorsorge hat sich deutlich in den Köpfen der Menschen verankert. Fast alle Befragten geben an, sich verstärkt darum zu kümmern, gesund zu bleiben. Die Hälfte sieht Prävention als wirksames Rezept, um auf längere Sicht die eigenen Ausgaben zu reduzieren. Zwei Drittel aller Kassenpatienten begrüßen das geplante Präventionsgesetz, das Krankenkassen und Sozialversicherungsträger in Zukunft bei der Finanzierung von Vorsorgeprogrammen stärker in die Pflicht nehmen will.

Quelle: ratiopharm GmbH

Spartipps für die Gesundheit

Berlin 03.03.2005 (ots) - Gesundheit wird teurer. Jeder dritte gesetzlich Versicherte hat 2004 im Schnitt 150 Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor, stellt der Arzneimittelhersteller ratiopharm in seiner Studie "Gesundheitskosten-Monitor 2005" fest. Bei Freizeitvergnügen, beim Urlaub und bei Luxusgütern schnallt deshalb jeder sechste Bundesbürger heute schon den Gürtel enger. Das muss nicht sein. Denn auch an den Gesundheitsausgaben selbst lässt sich kräftig sparen. Die wichtigsten Tricks, die das Budget schonen:


Bild: photoCase

Spartipp 1: Nach preiswerten Medikamenten fragen

Die Zuzahlung zu verschriebenen Medikamenten hängt davon ab, wie teuer das Präparat ist. Man zahlt mindestens fünf, höchstens zehn Euro. Es lohnt sich daher, zu den finanziellen Nebenwirkungen Arzt oder Apotheker zu fragen, also um preiswerte Medikamente mit gleicher Wirkung zu bitten.

Spartipp 2: Preisvergleich in der Apotheke

Rezeptfreie Arzneimittel müssen vom Patienten komplett aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Preisunterschiede sind oft erheblich. Preisvergleich lohnt sich also auf jeden Fall. Umso mehr, da die die Apotheken seit Januar 2004 die Preise frei gestalten können.

Spartipp 3: Praxisgebühr

Wer in einem Quartal mehrere Ärzte aufsucht, spart sich die erneute Praxisgebühr von zehn Euro, indem er sich von Arzt zu Arzt überweisen lässt. Die meisten Vorsorgeuntersuchungen sind übrigens von der Praxisgebühr befreit. Bei nicht akuten Anliegen am besten gleich zu Beginn des Quartals zum Arzt gehen. Aber Vorsicht: Nicht an der falschen Stelle geizen. Keinen Arztbesuch, der unbedingt nötig ist, wegen der Praxisgebühr verschieben. Brauchen Sie regelmäßig Medikamente? Dann in der Praxis nachfragen, ob nicht gleich die Menge für zwei Quartale verschrieben werden kann.

Spartipp 4: Passenden Kassentarif auswählen

Auch bei den Krankenkassen bzw. Versicherungen lohnt der Vergleich. Neben den Tarifen sollte man das Leistungsspektrum bei der Vorsorge und die Bonusprogramme genau unter die Lupe nehmen. Außerdem wichtig: Wer übernimmt am meisten von den Leistungen, die man persönlich braucht?

Spartipp 5: Fit bleiben durch Prävention

Wer gesund bleibt, gibt weniger aus. Jeder Zweite ist bereits davon überzeugt, durch Sport, gesunde Ernährung und regelmäßige Vorsorge-Checks die Kosten für die eigene Gesundheit dauerhaft zu senken. Die stets wachsende Zahl an Herz- und Zuckerkranken in Deutschland sollte allein Grund genug sein, seine eigene Gesundheit etwas ernster zu nehmen. Das zahlt sich später aus.

Quelle: ratiopharm GmbH



Gesundheitliche Versorgung älterer Menschen langfristig bedroht

Berlin/Gütersloh, 3. März 2005. Ohne eine grundlegende Reform der Sozialversicherung mit einer Stärkung des Präventionsgedankens bedroht der demographische Wandel massiv die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen. Zu diesem Besorgnis erregenden Befund kommt die von der Bertelsmann Stiftung eingesetzte Expertenkommission "Ziele in der Altenpolitik" unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundestagspräsidentin Professor Rita Süssmuth.


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"Bereits heute entfallen 43 Prozent der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenver-sicherung auf die älteren Menschen ab 65 Jahren", sagte der wissenschaftliche Leiter der Kommis­sion, Professor Andreas Kruse von der Universität Heidelberg. Während die durch-schnittlichen medizinischen Gesundheitsausgaben pro Jahr in der Gruppe der 40-Jährigen derzeit noch bei 2.200 Euro lägen, stiegen sie bei den 60-Jährigen auf 3.850 Euro und in der Gruppe der 80-Jährigen sogar auf 6.800 Euro an. Heute seien lediglich 4 Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre. Im Jahr 2050 würden mit knapp acht Millionen Bundesbürgern bereits 11 Pro­zent zu den Hochbetagten gehören. "Diese Zahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf der Politik", sagte Kruse.

Nach Auffassung der Kommission müssten die Anstrengungen in der Gesundheitsförderung und Prävention erheblich verstärkt werden. Damit könnten viele Erkrankungen im hohen Le­bensalter vermieden oder in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden. Der mit sieben Prozent geringe Anteil für Prävention an den Gesamtausgaben für die Gesundheit müsse dringend erhöht werden. Ohne mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen der Prävention würden gerade die ausgabenintensiven Erkrankungen erheblich zunehmen. Der Versorgungsbedarf ohne Prävention steige bis 2020 bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 44 Prozent, bei gefäßbedingter Demenz um 74 Prozent und beim Oberschenkelhalsbruch um 63 Prozent.

Durch bessere Prävention könnten jährlich Milliardensummen eingespart werden, so Kruse. Zu den wirksamen Maßnahmen gehörten vor allem Kraft-, Ausdauer- und Bewegungstraining bei älteren Menschen sowie eine ausgewogene Ernährung. Zahlreiche Studien zeigten, dass sich die körperliche "Flexibilität" auch im Alter noch um etwa 60 Prozent steigern lasse. Auch die Pflegeleistungen, die sich heute oft auf die so genannte Grundpflege beschränke, müssten nach Einschätzung der Expertenkommission erheblich verbessert werden. Der präventive Aspekt der Pflege, die so genannte Gesundheitspflege, komme viel zu kurz. Insgesamt gäbe es gravierende Schnittstellenprobleme zwischen der Kranken- und der Pflegeversi­cherung, sagte Kruse.


Eine von der Gesundheitspolitik besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppe sind nach Auffassung der Kommission vor allem hoch betagte Frauen, die im Alter eine deutlich schlechtere körperliche und psychische Gesundheit aufwiesen. Auch für Menschen aus unteren sozialen Schichten und für Migranten müssten die Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention deutlich ausgebaut werden.

Quelle: Bertelsmann Stiftung



Krankenakte: Patient hat Einsichtsrecht - Ausgenommen sind Notizen persönlicher Eindrücke des Arztes

Baierbrunn - 03.03.2005 (ots) - Jeder Patient hat ein Einsichtsrecht in seine eigene Krankenakte. Dies bezieht sich jedoch nur auf alle „objektiven Feststellungen“, heißt es im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Ergebnisse von Laboruntersuchungen, Röntgenbilder, Verlaufsdokumentation der Behandlung oder verordnete Arzneimittel sind Beispiele dafür.


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Aufzeichnungen des Arztes, in denen er persönliche Eindrücke, besonders der psychischen Situation, wiedergibt, muss er dem Patienten nicht offen legen. Bei psychiatrischen Erkrankungen kommt es auch vor, dass Angehörige befragt werden. Auch deren Angaben darf der Arzt in den Unterlagen unkenntlich machen.


Quelle: Wort und Bild - Senioren Ratgeber



Fußballer riskieren Muskelschwund

24.02.2005 - Profifußballer weisen ein erhöhtes Risiko auf, an amyotropher Lateralsklerose (ALS) zu

erkranken. Entsprechende Vermutungen hat nun eine Studie italienischer Neurologen bestätigt. Die Art des Zusammenhangs ist rätselhaft, berichtet das Magazin "New Scientist" in seiner neuen Ausgabe.


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Auch die Ursachen der ALS sind unklar. Bei der Krankheit kommt es zum Untergang jener Nervenzellen, die Gehirnsignale durch das Rückenmark zur Muskulatur leiten. Folge sind Kraftlosigkeit und Lähmungen, die schließlich auch auf die Atemmuskulatur übergreifen. Die meisten Betroffenen sterben wenige Jahre nach Ausbruch der Krankheit.

Adriano Chiò von der Universität Turin und seine Kollegen gingen nun früheren Berichten über häufige ALS-Fälle bei Fußballern nach. Dazu analysierten sie Daten über 7.325 Männer, die im Zeitraum 1970 bis 2001 in der ersten bzw. zweiten italienischen Fußballliga gespielt hatten. Unter normalen Umständen hätten unter diesen Männern 0,77 Erkrankungsfälle auftreten sollen. Tatsächlich erkrankten jedoch fünf Fußballspieler, berichten die Forscher im Fachblatt "Brain".

Die Krankheit trat bei den Fußballern im Durchschnittsalter von 41 Jahren auf - gut 20 Jahre früher als in der Allgemeinbevölkerung. Vielleicht steigerten bestimmte Eigenschaften der motorischen Nerven nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit, sondern auch die Anfälligkeit für ALS, so Ammar Al-Chalabi vom Londoner Institute of Psychiatry gegenüber dem Magazin. Andererseits fanden Chiò und Kollegen, dass das Erkrankungsrisiko mit der Karrieredauer stieg. Daher sei auch denkbar, dass typische Sportverletzungen, Infektionen oder Medikamente den Ausbruch der Krankheit begünstigten.

Forschung: Adriano Chiò und Roberto Mutani, Divisione di Neurologia, Dipartimento di Neuroscienze, Università di Torino; und andere

Veröffentlicht in Brain, Vol. 128(3), pp 472-6, DOI 10.1093/brain/awh373


Quelle: Scienceticker


Paste statt Bohrer in der Dentalmedizin:
Kleine Karieslöcher mit synthetischem Zahnschmelz behandelbar


Tokio (pte, 24. Feb 2005 11:13) - Der von allen Zahnarztpatienten so "heiß geliebte Bohrer" könnte bei kleinen Löchern schon bald verschwinden: japanische Forscher des FAP Dental Institute haben nämlich einen artifiziellen Zahnschmelz entwickelt, der in diesem Fall zur Verwendung kommen könnte, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com . Ein gewichtiger Vorteil wäre dabei nämlich auch die Tatsache, dass der Zahn damit besser erhalten bliebe, da beim Bohren immer auch gesunde Zahnteile entfernt werden müssen, um die Füllung haltbar zu machen.


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Die Paste besteht aus modifiziertem Hydroxyapatit, einem Hauptbestandteil des menschlichen Zahnschmelzes. Wird Hydroxyapatit mit fluoridhaltigen Stoffen behandelt, wie etwa Fluoridzahncremes, so entsteht das schwerer lösliche Fluorapatit. Nach dem Auftragen verbindet sich dieser Stoff offensichtlich mit dem natürlichen Zahnschmelz. Das macht das Bohren anschließend unnotwendig. Die japanischen Forscher um Kazue Yamagishi sind derzeit aber nicht die einzigen Wissenschaftler, die nach Alternativen zum Bohren suchen. Im Vergleich zur sauren Phosphat-Fluorid-Lösung, die Bohren ebenso unnötig macht, bietet diese neue Paste allerdings wesentliche Vorteile, da sie sich besser mit dem Zahnschmelz verbindet, während bei der Phosphat-Fluorid-Lösung Zwischenräume bleiben.

Einen Nachteil hat die Paste allerdings schon: Eine Berührung des Zahnfleisches ist unbedingt zu vermeiden, da es zu Entzündungen kommen kann. Liz Kay von der British Dental Association findet die Entdeckung der japanischen Forscher als nicht wirklich neu. "Im Prinzip reicht es aus, zweimal täglich mit einer Fluorzahnpaste die Zähne zu reinigen, um gegen Karies vorzubeugen", meint die Medizinerin.

Quelle: pressetext.austria


Fatale Langzeitschäden durch rückenmarknahe Katheter - DGSS-Schmerzspezialisten warnen schon länger

Bochum, 10.02.2005 Von einer Häufung schwerer Nebenwirkungen bis hin zur bleibenden Querschnittlähmung bei Patienten mit chronischen Schmerzen durch einen speziellen Katheter ("Racz-Katheter") berichtet die Zeitschrift "Der Spiegel" in seiner Ausgabe 5/2005. Diese Nachricht kommt für Schmerzspezialisten nicht überraschend: Sie warnen seit langem vor den Risiken dieser Therapie. Die Schmerzspezialisten Dr. Doris Kindler, Prof. Dr. Christoph Maier und Prof. Dr. Michael Zenz hatten bereits im Mai 2004 in "Der Schmerz", dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) drei alarmierende Fallberichte publiziert, um auf die extremen Gefahren auch bei der rückenmarknahen Morphintherapie hinzuweisen. Sie fordern einen verantwortungsvollen Umfang mit dieser Therapiemethode und die Behandlung besonders schwerer Fälle in spezialisierten Zentren.

Fatale Fehler bei der Behandlung

Im Schmerzzentrum der BG-Kliniken Bergmannsheil, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum wurden in den letzten Jahren 18 Patienten behandelt, bei denen ernste Probleme nach rückenmarknaher Schmerztherapie aufgetreten waren. Die Patienten erhielten hochwirksame Medikamente über einen Katheter direkt in die Rückenmarkflüssigkeit. "Dieses Therapieprinzip kann bei schwersten Schmerzzuständen helfen, etwa bei Krebsschmerzen", so Prof. Maier, "aber es ist nur sehr selten und nur bei wenigen Patienten indiziert." Fatal kann sich vor allem die unsachgemäße Durchführung der Therapie auswirken: Die Bochumer Autoren hatten anhand von Fällen aus ihrer Klinik demonstriert, dass allgemein anerkannte Regeln der Schmerztherapie bei der Anwendung der Methode oft nicht eingehalten werden.

Hilflosigkeit der Therapeuten

Zudem stellten sie fest, dass die Therapie mitunter unbegründet angewendet wurde: In einem Fall hatte ein Patient nach wiederholter Behandlung mittels Katheter eine Rückenmarksschädigung erlitten, obwohl er lediglich an einem einfachen und gut krankengymnastisch therapierbaren Krankheitsbild litt. "Die voreilige Etikettierung solcher Patienten als 'nicht behandelbar' ist oft nur Ausdruck der therapeutischen Hilflosigkeit der primär beteiligten Therapeuten", mussten die Spezialisten feststellen. Sie berichten auch über den Fall eines Patienten, der wegen angeblich unbeeinflussbarer Schmerzen sogar einen Katheter ins Gehirn gelegt bekam, unter dem er jedoch eher mehr als weniger Schmerzen hatte und lebendbedrohliche Zwischenfälle auftraten. In der Bochumer Klinik gelang es später, diesen Patienten auf eine ganz einfache Schmerztherapie mit Tabletten umzustellen. Er ist seit zwei Jahren ohne den Katheter im Kopf gut eingestellt.

Patienten gehören in spezialisierte Zentren

Die DGSS-Spezialisten weisen darauf hin, dass weder der Racz- Katheter oder noch vergleichbare Verfahren immer falsch sein müssen. "Aber sie gehören in spezialisierte Zentren, die interdisziplinäre Therapiemodelle, also medizinische, krankengymnastische und psychotherapeutische Ansätze gemeinsam realisieren", unterstreicht Prof. Maier. Dies sei in Bochum und einigen anderen Zentren in Deutschland seit Jahren realisiert. "Auch hier wird invasive Schmerztherapie durchgeführt, aber nur bei einem Bruchteil der Patienten." Die Bochumer Ärzte äußern ihre Befürchtung, dass derartige Exzesse, wie auch im Spiegel beschrieben, dazu führen müssen, die Verdienste der Schmerztherapie in Misskredit zu bringen. Diese Erfahrung unterstreicht jedoch erneut die Forderung der DGSS, dass in die Interprofessionalität der Schmerztherapie mehr investiert werden muss. Eine Forderung die von der Politik leider behindert wird. "Auch die neue Gebührenordnung für Ärzte begünstigt Monotherapien mit Spritzen oder Kathetern und begünstigt daher "Exzesse" wie jetzt beschrieben", bedauern die Experten.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christoph Maier, Zentrum für Schmerztherapie, Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannsheil, Klinikum de Ruhr-Universität Bochum, Bürkle-de-la-Camp Platz 1, 44789 Bochum, Tel. 0234/302-6366, E-Mail: christoph.maier@rub.de



Jazz als Schlafmittel
45 Minuten sanfte Musik für bessere Nachtruhe

Taipeh – 03.02.2005 - Schlafstörungen lassen sich am besten durch entspannte Musik beheben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Taiwan im Fachmagazin Journal of Advanced Nursing http://www.journalofadvancednursing.com. Das beste Rezept entspannt zu schlummern war, so die Forscher, der Genuss von Jazz, Folkmusik und orchestralen Stücken. 45 Minuten Musik vor dem Zubettgehen waren ausreichend, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk .

Hui-Ling Lai vom Buddhist Tzu-Chi General Hospital und der University of Taiwan erklärte, dass die Technik sich mit dieser Methode zur Ruhe zu begeben einfach zu erlernen sei. Am besten eigneten sich Musikstücke, die etwa 60 bis 80 Beats pro Minute hatten. Das Musikhören führte auch zu physischen Veränderungen der Probanden: So verlangsamten sich Herz und Atemrhythmus und halfen dadurch beim Schlafen. Der Forscher hatte 60 ältere Patienten mit Schlafstörungen genau untersucht und einen Teil mit Musiktherapie behandelt, den anderen Teil gar nicht.

Unter den Musiktherapierten konnten 35 Prozent über einen besseren Schlaf berichten. Dazu zählten das leichtere Einschlafen, längere Schlafperioden und weniger Dysfunktionen tagsüber. "Bereits nach einer Woche Musiktherapie berichteten die Probanden über eine deutliche Verbesserung der Schlafgewohnheiten", so Lai.

Quelle: pressetext.austria


Digitaler Spiegel lässt auf Knopfdruck altern
Dorian Gray wird Wirklichkeit

London - 03.02.2005  - Die Accenture Technology Labs http://www.accenture.com haben einen digitalen Spiegel entwickelt, der zeigt, wie man in fünf Jahren aussehen wird, wenn man keinen Sport betreibt, zuviel ungesundes Essen in sich hineinstopft und zu viel Alkohol trinkt. Die Forscher verbanden einen flachen LCD-Fernsehbildschirm mit einer Reihe von Kameras und einem leistungsstarken bildverarbeitenden Computer. Zu Beginn funktioniert das System wie ein sehr guter Spiegel, der das aufgenommene Bild wiedergibt. Sein Hauptzweck ist jedoch, laut dem leitenden Wissenschafter Martin Illsey, ein computergeneriertes Bild der Auswirkungen von übermäßigem Genuss auf Knopfdruck sichtbar zu machen.

Der Computer erstellt mittels einer Vielzahl von hoch auflösenden Kameras, die im Haus angebracht werden, ein Profil des Lebensstils. Diese Webcams geben Bilder aus dem täglichen Leben an eine Computersoftware weiter, die verschiedene Verhaltensmuster erkennen kann. Sie kann zum Beispiel erkennen, ob man den Großteil des Tages auf dem Sofa verbracht hat anstatt auf den Hometrainer. Besuche am Kühlschrank für Getränke und Zwischenmahlzeiten werden ebenfalls erhoben. Der Computer fragt in diesem Fall nach, was konsumiert wird. Die Ehrlichkeit der Antworten bleibt dabei allerdings dem Benutzer überlassen.

Hat der Computer das Profil erstellt, ermittelt eine andere Software, wie dieses Verhalten das Gewicht auf lange Sicht beeinflussen wird. Ist der Rechner der Meinung, dass zuviel gegessen wird, berechnet er, wie viel Kilos er dem Bild des Betrachters vor dem Spiegel hinzufügen muss. Ein weiteres Programm konzentriert sich auf das Gesicht. Zuviel Alkohol führt zu frühen Falten und einer fleckigen Haut. Die Technik kann laut Illsey ziemlich überzeugende Bilder liefern. "Es gibt mehrere Optionen für das visuelle Feedback, das der User bekommt. Die Palette reicht von mehr Gewicht über Veränderungen des Hauttons bis zur Vertiefung der Ringe unter den Augen." Er hofft laut NewScientist, dass ein Prototyp des Spiegels bis zur Mitte dieses Jahres fertig gestellt werden kann. Ziel ist eine Darstellung in Echtzeit, um dem Betrachter den Eindruck eines wirklichen Blicks in einen Spiegel zu ermöglichen. Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" scheint damit Wirklichkeit zu werden.

Quelle: pressetext.austria



Verpflanzter Muskel kann Menschen mit Armlähmung helfen

03.02.2005 - Eine verbesserte Operationstechnik beim so genannten Trapezius-Transfer sorgt dafür, dass das Schultergelenk stabilisiert wird und Patienten mit einer Armlähmung Hand und Ellenbogen besser koordinieren können. Dieses Ergebnis eines Teams um Privatdozent Dr. Oliver Rühmann, Abteilung Orthopädie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Annastift, wird jetzt im angesehenen Fachmagazin "Journal of Bone and Joint Surgery" veröffentlicht. "Muskelverlagerungen an der Schulter, aber auch an Ellbogen und Hand, führen wir in Hannover seit 1994 durch und sind in Deutschland eines der wenigen Zentren für diese Eingriffe", sagt Dr. Rühmann.

Bei den zumeist jungen Patienten handelt es sich häufig um Motorradfahrer: Durch einen Unfall kann bei ihnen das Nervengeflecht für Arm und Schulter (Armplexus) zerreißen. Die Folge: Die Muskeln verkümmern, es kommt zur Teilverrenkung im Schultergelenk, der Arm hängt schlaff herunter und kann nicht mehr kontrolliert werden.

Hier hilft eine spezielle Operation: der Trapezius-Transfer. Dabei lösen Ärzte zunächst den Muskel der Schulterkappe ab, den Deltamuskel (M. deltoideus), anschließend den Kapuzenmuskel (M. trapezius) am körperfernen Ende. Der Kapuzenmuskel, der zwischen Hals und Schulter liegt, wird danach auf den Oberarmknochen verpflanzt und schließlich mit dem Deltamuskel vernäht. Spannen die Patienten nach dem Eingriff den Kapuzenmuskel an, wird auch der Arm bewegt.

Der Deltamuskel wurde bisher mehr oder weniger locker auf den Kapuzenmuskel genäht. Die neue OP-Technik erleichtert später den Alltag der Patienten: Der Deltamuskel wird zur Übertragung von Kraft benutzt und deshalb unter besonders starkem Zug soweit wie möglich halswärts wieder angenäht. Das führt dazu, dass der intakte Kapuzenmuskel zusätzlich Kraft über den Deltamuskel auf den Oberarmknochen überträgt.

"Patienten können so den Arm besser bewegen und das Schultergelenk wird stabiler als bei der herkömmlichen OP-Technik", sagt Dr. Rühmann. "Vor allem ist es den Betroffenen wieder möglich, den Arm zu kontrollieren und im Raum zu positionieren. Das hohe Maß an Zufriedenheit bei den Patienten lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass selbst kleinste Verbesserungen bei diesen schwerwiegenden Behinderungen das alltägliche Leben verbessern." Zwischen März 1994 und Juni 2003 erhielten insgesamt 80 Patienten in Hannover einen Trapezius-Transfer. Dabei handelt es sich um die weltweit höchste veröffentlichte Anzahl. Das Durchschnittsalter der elf Frauen und 69 Männer lag bei 31.

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover


Frostige Zeiten für die Haut: TK gibt Pflege-Tipps

Hamburg (ots) 20.01.2005 - Drinnen warme und trockene Heizungsluft, draußen eisiger Wind und frostige Temperaturen ( die Haut ist im Winter extremen Bedingungen ausgesetzt. Damit sie nicht spannt, juckt und rissig wird, gibt die Techniker Krankenkasse (TK) Tipps, worauf man bei der Hautpflege achten sollte:


Foto: pixelquelle.de

- Das Gesicht: Das Gesicht ist der Witterung am stärksten ausgesetzt. Gleichzeitig fährt die Haut in der Kälte die Fettproduktion zurück. Zum Ausgleich sollte man eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme benutzen. Empfehlenswert sind gehaltvolle Nachtcremes, die tagsüber aufgetragen werden können. Fetthaltiger Lippenstift verhindert, dass die Lippen spannen und rissig werden. Zur Reinigung ist ein Schonprogramm angesagt: Am besten mit einer sanften Reinigungsmilch säubern. Gesichtsbürsten und Peelingprodukte sind jetzt zu aggressiv.

- Die Hände: Kälte und trockene Luft entziehen der Haut Fett. Folge: Rote und rissige Hände. Der beste Schutz sind Handschuhe und häufiges Eincremen. Intensive Pflege bietet eine Handpackung über Nacht: Fetthaltige Creme auftragen, Baumwoll-Handschuhe darüber und einwirken lassen.

- Der Körper: Warm eingepackt ist der Körper zwar gut vor Kälte geschützt, aber die Haut leidet an Sauerstoff- und Feuchtigkeitsmangel. Hier hilft eine Bodylotion für trockene Haut oder ein regenerierendes Pflanzenöl. Ansonsten sollte die Haut geschont werden: Einmal pro Tag kurz und nicht zu heiß duschen. Dabei sparsam milde Waschlotionen oder Duschöle verwenden. Baden höchstens zweimal pro Woche bei maximal 35 Grad Celsius und längstens 15 Minuten. Gut sind Ölzusätze anstelle von Schaumbädern.

- Kinderhaut: Auch Kinderhaut braucht im Winter mehr Pflege als sonst. Vor allem die Partien, die direkt mit Luft in Berührung kommen. Darum auf Gesicht und Hände eine fetthaltige Creme speziell für Kinder auftragen. Neben der gezielten Pflege sollte für ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Räumen gesorgt sein. Am besten dreimal am Tag bei weit geöffnetem Fenster für etwa fünf Minuten lüften. Wichtig ist auch eine angemessene Flüssigkeitszufuhr von rund zwei Litern pro Tag. Gut sind Wasser und andere kalorienarme Getränke. Weitere Informationen enthält die TK-Broschüre "Die Sinne", die kostenlos in jeder TK-Geschäftsstelle erhältlich ist oder unter www.tk-online.de heruntergeladen werden kann.

Quelle: Techniker Krankenkasse



Krebs gezielt bekämpfen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen integriert therapieren: Neue Broschüren über die Pharmaforschung bei Merck

13.01.2005 - Zwei neue Broschüren aus der Reihe "TopTopics" erläutern die Kerngebiete der Pharmaforschung der Merck KGaA in Darmstadt, des ältesten pharmazeutisch-chemischen Unternehmens der Welt. Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Krebs gehören weltweit zu den großen Volkskrankheiten und sind in den westlichen Industrienationen die beiden häufigsten Todesursachen. Der medizinische Bedarf für neue, innovative Therapien auf diesen Gebieten ist daher hoch: Die Merck KGaA in Darmstadt forscht nach Arzneimitteln, die die Lebensqualität der Patienten verbessern, indem sie diese Erkrankungen heilen oder das Leiden der Patienten verringern.

Merck entwickelt zielgerichtete Krebstherapien, die für viele Patienten neue Hoffnung bedeuten. Die Broschüre "Onkologie - Merck geht neue Wege in der Krebstherapie" stellt die neuartigen Ansätze vor: Der Leser wird über Ausmaß, Ursachen und Entstehung von Krebserkrankungen, die bekannten Risikofaktoren und Möglichkeiten der Krebsvorbeugung sowie die konventionellen Behandlungsmöglichkeiten informiert und über die Bedeutung psychosozialer Aspekte bei der Krebsbehandlung aufgeklärt. Ein Service-Teil mit nützlichen Adressen bietet dem Leser weitere Hilfe.

Im neu geschaffenen Geschäftsfeld "CardioMetabolic Care" fasst Merck Arzneimittel zur Behandlung der Volkskrankheiten Diabetes, Herz-Kreislauf- und Schilddrüsen-Erkrankungen in einem integrativen Ansatz zusammen. Die gleichnamige Broschüre "CardioMetabolic Care - Integrative Therapien für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen" stellt diese Themen vor, die schon seit langem zu den wichtigsten Arbeitsgebieten von Merck gehören. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen diesen Erkrankungen und die innovativen Therapieoptionen von Merck. Darüber hinaus erhält der Leser einen Überblick über die einzelnen Erkrankungen mit ihren klinischen Symptomen sowie über ihre Verbreitung.

Beide Broschüren sind allgemein verständlich geschrieben und mit Fotos und Grafiken reichhaltig bebildert (38 bzw. 30 Seiten). Sie können in deutscher oder englischer Sprache bestellt werden bei:

Merck KGaA
Corporate Communications
64271 Darmstadt
E-Mail: TopTopics@merck.de




Baby mit Segelohren: Abwarten - Oft wachsen sich die abstehenden Lauscher aus

Baierbrunn (ots) 30.12.2004 - Selbst extreme Segelohren können sich noch auswachsen, erklärt der Kinderarzt Dr. Andreas Busse im Apo-thekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre". Die Ohrmuscheln von Babys sind noch sehr weich und können auch unterschiedlich geformt sein. Ihr endgültiges Bild lässt sich in den ersten Lebens-monaten nicht vorhersagen. Von Versuchen, die Form zu beeinflussen, rät Busse ab: „Es bringt gar nichts, die Ohrmuscheln mit Pflaster oder Ähnlichem zu fixieren.“ Erst im Schulalter ist der Ohrknorpel so stabil, dass die Form festliegt und die Ohren unter
Umständen dauerhaft korrigiert werden können.


Quelle: Wort und Bild - Baby und die ersten Lebensjahre


Gentherapie gegen schwache Herzen

16.12.04 - Information für muskelstärkendes Protein in Rattenherzen eingeschleust / Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg mehrfach ausgezeichnet

Heidelberger Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Patrick Most ist es gelungen, eine wirksame Gentherapie gegen Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) im Tiermodell zu entwickeln. Ihre wegweisenden Ergebnisse wurden in der aktuellen Dezemberausgabe der renommierten Fachzeitschrift "The Journal of Clinical Investigation" veröffentlicht.

Die Forscher benutzten ein Virus, um die genetische Information für das muskelstärkende Protein S100A1 über die Blutgefäße des Herzens erfolgreich in die geschwächten Herzmuskelzellen einzuschleusen. Der insuffiziente Herzmuskel bildet zu wenig S100A1 und durch die verminderte Pumpleistung ist das Organ nicht mehr in der Lage, den Organismus herzkranker Menschen und Tiere ausreichend mit Blut und somit Sauerstoff zu versorgen. Nach dem Gentransfer bildeten die Herzmuskelzellen der Tiere jedoch das muskelstärkende Protein S100A1 wieder in ausreichender Menge und die Schlagkraft der geschwächten Herzen normalisierte sich.

Die Herzmuskelschwäche gehört zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. So sind in Deutschland etwa drei Prozent der Bevölkerung betroffen, bei den über 70-Jähringen sind es zehn Prozent. Ohne Behandlung führt Herzinsuffizienz zum Tod. Etwa 50 Prozent der Patienten erleiden einen plötzlichen Herztod ausgelöst durch Herzrhythmusstörungen.

Dr. Patrick Most - wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Medizinischen Universitätsklinik (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Hugo A. Katus) - leitet das Labor für kardiale Stammzell- und Gentherapie am Otto-Meyerhof Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg. Für seine wegweisende Studie wurde er in diesem Jahr bereits mehrfach mit national und international renommierten Preisen ausgezeichnet. "Hervorzuheben", so sagt Dr. Most, "ist die ausgezeichnete Arbeit von Herrn cand. med. Mirko Völkers, der im Rahmen seiner Dissertation maßgeblich zum Gelingen dieser Studie beigetragen hat."

So erhielt das Forscherteam den Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen, den Wilhelm P. Winterstein Förderpreis der Deutschen Herzstiftung sowie den Young Investigator Award der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Darüber hinaus wurden die Wissenschaftler für ihre Arbeit mit weiteren renommierten Preisen der European Society of Cardiology und der American Heart Association ausgezeichnet.

Bei Herzmuskelschwäche zu wenig "Kraftstoff" / Protein S100A1 stärkt Herzmuskel durch Normalisierung des gestörten Kalziumstoffwechsels

Im Mittelpunkt der Arbeit steht der universelle "Herzmuskeltreibstoff": Das Protein S100A1 erhöht die Schlagkraft und somit die Pumpleistung des Herzens. Das "Kraftprotein" und seine Funktion untersuchten die Forscher sowohl im Herz- als auch im Skelettmuskel. Sie fanden heraus, dass es die Kalziumströme steigert, die notwendig sind, damit der Muskel sich zusammenziehen kann. Die Wissenschaftler entdeckten, dass selbst größere Mengen von S100A1 in Mäuseherzen keine schädlichen Auswirkungen auf den Herzmuskel und das Überleben der Tiere haben. Im Gegenteil: Eine deutliche Leistungssteigerung in der Schlagkraft ihrer Herzen ist die Folge.

Dagegen findet sich in insuffizienten Herzen von Menschen und Tieren zu wenig von diesem "Kraftstoff". Deshalb versuchten die Forscher den Mangel an S100A1 im geschwächten Herzmuskel zu beheben. Hierfür "verpackten" sie das menschliche Gen für S100A1 in ein genetisch verändertes Virus und verabreichten dieses über einen Katheter in den Herzmuskel von Ratten, die nach einem Herzinfarkt eine Herzmuskelschwäche entwickelten.

Bereits eine Woche nach dem Gentransfer normalisierte sich die Funktion des Herzmuskels wieder. "Dies ist eine der ersten Studien, die die therapeutische Wirkung eines Gentransfers in ein insuffizientes Herz erprobt", sagt Dr. Most. "Die meisten Studien waren präventiv angelegt und untersuchten lediglich, ob ein bestimmtes Gen die Ausbildung einer Herzinsuffizienz abschwächen kann. Unsere Studie belegt jedoch zum ersten Mal, dass S100A1 in der Lage ist, wirksam das Vollbild der Herzmuskelschwäche in einem klinisch relevanten Tiermodell zu behandeln."

Die Wissenschaftler sind davon überzeugt, einen bisher einzigartig therapeutisch wirksamen Faktor gefunden zu haben. An isolierten Herzmuskelzellen konnten sie zeigen, dass der therapeutische Effekt von S100A1 hauptsächlich auf einer Wiederherstellung der gestörten Kalziumströme im insuffizienten Herzmuskel beruht. Die Identifikation Zielproteine von S100A1 innerhalb der Zelle belege, dass S100A1 an verschiedenen Stellen gleichzeitig regulatorisch eingreift. Durch seine vielseitige Wirkung stellt es die empfindliche Balance des Kalziumgehaltes im Herzen wieder her.

S100A1 stabilisiert zusätzlich den gestörten Natriumhaushalt sowie die defekte Energieproduktion des insuffizienten Herzmuskels

Zusätzlich wird der gestörte Natriumhaushaltes durch S100A1 wieder ausgeglichen. Beide Defekte werden ursächlich mit tödlichen Herzrhythmusstörungen in Verbindung gebracht wird. Neben der kraftsteigernden Wirkung wird deshalb auch vermutet, dass das Molekül den Herzrhythmus stabilisieren kann. "Zusätzlich konnten wir beobachten, dass die verminderte Konzentration der Energieträger im insuffizienten Herzmuskel durch einen S100A1 Gentransfer normalisiert wurde. Da wir S100A1 auch an den Mitochondrien - den Kraftwerken der Herzmuskelzellen - gefunden haben, scheint sich seine Wirkung auch in die Regulation des Energiehaushaltes auszudehnen", sagt Dr. Most. Zur Zeit analysiert das Heidelberger Team gemeinsam mit Frau Dr. Melanie Börries vom Biozentrum der Universität Basel die Bedeutung dieser aktuellen Daten.

Wirkstoff und Gentherapie für Herzinsuffizienz-Patienten in Vorbereitung

Aufgrund ihrer Studie setzen die Wissenschaftler nun große Hoffnungen auf das muskelstärkende S100A1. Sie verfolgen dabei vorrangig zwei Therapiestrategien: Einerseits fließen Erkenntnisse über wichtige Struktur- und Funktionsmerkmale des Proteins in die Entwicklung eines pharmakologischen Wirkstoffs. Er soll die Pumpleistung bei Herzschwäche-Patienten steigern. Andererseits arbeiten die Forscher mit Hochdruck an der Entwicklung eines für Menschen geeigneten S100A1-Gentransfers in den Herzmuskel.

Bevor eine klinische Erprobung der Gentherapie anlaufen kann, müssen die Wissenschaftler die Gentransfer-Strategien noch optimieren. So wirken die bisher verwendeten Adenoviren nur zeitlich begrenzt, da sie vom Immunsystem erkannt und ausgeschaltet werden können. So genannte adeno-assoziierte Viren hingegen können ihre genetische Information dauerhaft in die Zielzelle integrieren. Diese Virus-Boten könnten in naher Zukunft über einen Herzkatheter die genetische Information für den "Herzmuskeltreibstoff" übertragen. Die Forscher hoffen, so die Herzleistung von Herzinsuffizienz-Patienten nachhaltig zu verbessern und eine neuartige und innovative klinische Therapieform anbieten zu können.

Literatur:
Most et al. (2004): Cardiac adenoviral S100A1 gene delivery rescues failing myocardium. The Journal of Clinical Investigation, 114; 1550-63

Quelle: Uni-Heidelberg


Chronisch krank durch fehlgeleitete Helfer

16.12.04 - Immunzellen können schwere Lungenentzündungen auslösen

Fehlgesteuerte Immunzellen können die Ursache schwerer Lungenentzündungen sein. Das haben Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig jetzt nachgewiesen. In der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (AJRCCM) beschreiben sie ihre Untersuchungen an Mäusen, die zu chronischen Entzündungen der Lungenschleimhaut neigen. Ergebnis: Immunzellen vom Typ der so genannten CD 4+ T-Zellen lösen eine solche Krankheit aus, wenn sie - irrtümlich - gegen das eigene Körpergewebe vorgehen statt gegen eingedrungene Erreger.

Als "Interstitial Lung Disease", kurz ILD, bezeichnen Mediziner eine Klasse verschiedenartiger Störungen und Erkrankungen der Lungenbläschen sowie des Binde-, Lymph- und Gefäßgewebes der Atemorgane. Auch verschiedene Formen der Lungenentzündung werden unter dem Oberbegriff ILD zusammengefasst. Nicht nur Menschen, sondern auch Mäuse können ILD entwickeln. An solchen Tieren konnte die GBF-Arbeitsgruppe von Professor Jan Buer jetzt - gemeinsam mit Kollegen von der Yale University in den USA - zeigen, was Wissenschaftler schon länger vermutet, aber bislang noch nicht nachgewiesen haben: Die aktive Rolle von außer Kontrolle geratenen CD 4+ T-Zellen bei der Entstehung mancher Formen von ILD.

Immunreaktionen in der Lunge besser verstehen

"Für unsere Forschungen haben wir zwei Mäuse-Zuchtlinien gekreuzt", erklärt die GBF-Wissenschaftlerin Dr. Dunja Bruder, "der erste Mäusetyp trug ein besonderes Proteinmolekül auf den Zellen der Lungenschleimhaut - ein so genanntes Antigen. Der zweite Stamm produziert gegen genau dieses Antigen aggressive Immunzellen. Das Ergebnis sind Mäuse, deren Abwehrsystem das eigene Lungengewebe angreift." Diese Tiere entwickelten dann Symptome der ILD.

Kurz nach der fehlgeleiteten Immunreaktion löst das Nebeneinander von Antigen und dagegen gerichteten Abwehrzellen auch Mechanismen der Immuntoleranz aus: Entzündungshemmende Botenstoffe werden freigesetzt, Abwehrreaktionen gedämpft und abgebremst. "Nach einem schweren akuten Ausbruch der Krankheit lassen die Symptome schlagartig nach, und die Krankheit geht in eine chronische Form über", sagt Dunja Bruder.

Die Untersuchung dieses chronischen Krankheitsverlaufs, so hoffen die Wissenschaftler, wird zu einem umfassenderen Verständnis von Immunreaktionen in der Lunge führen. "Nicht nur bei ILD, sondern auch bei vielen anderen Lungenerkrankungen wie etwa allergischem Asthma spielen Fehlsteuerungen von Immunzellen eine Rolle", erklärt Jan Buer. "In den Zellen von kranken Mäusen sind dabei weitgehend dieselben Gene angeschaltet wie bei kranken Menschen. Wenn wir diese Prozesse besser verstehen, lassen sich daraus auch neue mögliche Heilungsansätze entwickeln."


"Friendly fire" im Lungengewebe:
Eine T-Zelle (blau) greift eine Epithelzelle
der Lungenschleimhaut an (rot).
Braun eingefärbt ist eine Stützzelle des Lungengewebes.
Foto: Yale University, USA / Richard Enelow


Hinweis

Ausführliche Informationen bietet der Originalartikel: Bruder, D., Westendorf, A.M., Geffers, R., Gruber, A.D., Gereke, M., Enelow, R.I., and Buer, J. CD 4 T Cell Mediated Lung Disease: Steady State between Pathological and Tolerogenic Immune Reactions. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, 2004 Dec 1;170(11):1145-52.


Klinikum Nord: "Behandlungsverabredung" fördert Vertrauen - Neues Instrument für die Zusammenarbeit von Arzt, Patient und Angehörigen

16.12.04 - Eine neuartige "Behandlungsverabredung" soll im Klinikum Nord die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Therapeuten und Patienten in der Behandlung unter anderem von Schizophrenie-Patienten weiter verbessern. Das Klinikum Nord des LBK Hamburg ist die erste Hamburger Klinik, die dieses auf Initiative der Wertekommission entwickelte Instrument anwendet.

Die schriftlich festgehaltenen Absprachen zwischen Arzt und Patient über bestimmte Bereiche der Versorgung beinhalten wichtige Hinweise für eine individuell angemessene Behandlung der Patienten, Angaben über Kontakte zum persönlichen Umfeld und zur sozialen Situation, über die Verträglichkeit von Medikamenten und den Umgang in Krisensituationen. Die Behandlungsverabredung soll im Rahmen der patientennahen Versorgung dazu beitragen, den Patienten mehr Verantwortung für ihre psychische Entwicklung zu übertragen und den Therapieverlauf zu verbessern.

"Eine Behandlung muss von Vertrauen und einer Haltung gegenseitiger Achtung und Wertschätzung getragen werden, die auch über die Klinikzeit hinaus Bestand haben soll", erklärte Dr. Dietrich Eck, Oberarzt der IV. Psychiatrie im Klinikum Nord, auf der heutigen Pressekonferenz. Er ist Ärztlicher Leiter der Behandlungseinheit Schizophrenie (BES), die die Behandlungsverabredung bereits einsetzt: "Patienten und Behandler verpflichten sich gleichermaßen, die in der Vereinbarung festgehaltenen Absprachen einzuhalten."

Die acht Seiten umfassende Behandlungsverabredung wurde innerhalb der Wertekommission im Klinikum Nord mit dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Hamburg e.V. und dem Landesverband der Angehörigen Psychisch-Kranker Hamburg e.V. entwickelt. "Wir haben in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, um die Bedürfnisse der Patienten in der Psychiatrie durchzusetzen", sagte Wolfgang Heuer vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener: "Mit der Behandlungsverabredung ist es in Hamburg erstmals gelungen, die Interessen von Psychiatrie-Erfahrenen auf vorbildliche Weise zu integrieren."

Auch die Angehörigen von Patienten profitieren von der neuen Vereinbarung: "Sie ist ein wichtiger Baustein im integrierten Behandlungsprozess", betonte Gerhard Heß vom Landesverband der Angehörigen Psychisch-Kranker: "Sie schafft Vertrauen und Transparenz auch über den Klinikaufenthalt hinaus."

Weitere Informationen:

http://www.klinikum-nord.lbk-hh.de


Ein neuer Schritt bei der Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes

16.12.04 - Forschern des Pasteur-Institutes und des CNRS (Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung), unter der Leitung von Ara Hovanessian, ist es im Labor bei Kaninchen gelungen, Antikörper herzustellen, die fähig sind menschliche Immunzellen vor einer HIV-Infizierung zu schützen. Dieses Ergebnis stellt einen weiteren Schritt zur Herstellung eines HIV-Impfstoffes dar, der fähig ist, eine Antwort des Immunsystems hervorzurufen, die zur Produktion neutralisierender Antikörper gegenüber dem HIV führen.

Diese Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift "Immunity" veröffentlicht wurden, eröffnen neue Perspektiven in der Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes. Es ist das erste Mal, dass Antikörper auf getestete Viren reagieren.

Das AIDS-Virus ist sehr vielgestaltig. Bisher konnten die Wissenschaftler nur Antikörper produzieren, die sich gegen eine bestimmte Region des Virus, von Virusstamm zu Virusstamm unterschiedlich, richten. Es handelte sich dabei um Antikörper, die für bestimmte Virusstämme spezifisch waren.

Nun ist es dem französischen Team gelungen Peptide zu synthetisieren, die einer Region der Membran entsprechen, die bei allen Stämme gleich ist. Bei Kaninchen stimulieren diese Proteine die Produktion von Antikörpern, die verschiedene Stämme des HIV hemmen. Um so mehr können diese Proteine Viren, die dem Blut von Kranken entnommen wurden, hemmen.

Dieser Fortschritt ebnet den Weg zur Herstellung eines Impfstoffes, dessen Funktion unter anderem in der Stimulation der "Killerzellen" des Immunsystems besteht.

Kontakt: Ara Hovanessian ara.hovanessian@univ-paris5.fr
Quelle: Pressemitteilung der AFP, 16.11.2004
Redakteurin: Antoinette Serban, antoinette.serban@diplomatie.gouv.fr


Gesunde Kindheit – langes Leben - Chronische Erkrankungen im Kindesalter sind Keime der Altersleiden

09.12.2004 - Häufige Erkrankungen im Kindesalter mit chronischen Infekten legen bereits den Keim für früh einsetzende Altersleiden, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das
Apothekenmagazin „BABY und die ersten Lebensjahre“ berichtet über eine Studie amerikanischer Forscher, welche Daten zur Gesundheit und Sterblichkeit von Menschen ausgewertet haben, die zwischen 1751 und
1940 in Schweden geboren worden waren. Dabei stellten die Forscher fest, dass Angehörige der Jahrgänge mit geringer Kindersterblichkeit
auch insgesamt älter wurden. Sie führen das auf einen Rückgang chronischer Entzündungen im Blut dieser Kinder zurück. „Diese chronischen Erkrankungen von Kindheit an beschleunigten Gefäß- und andere Erkrankungen“, erklärt Caleb Finch von der Forschergruppe an der Universität Los Angeles.

Quelle: Wort und Bild - Baby und die ersten Lebensjahre


Neugier ist schuld - Warum ein Handygespräch den Nachbarn so nervt

02.12.2004 - Wenn wir uns über Handygespräche anderer in der Öffentlichkeit ärgern, dann steckt dahinter eine gehörige Portion
unbefriedigte Neugier. Das haben, einem Bericht der "Apotheken Umschau" zufolge, britische Forscher herausgefunden. Sie testeten Zugpassagiere, die zunächst unfreiwillig Handygespräche mitanhören
mussten, Unterhaltungen von zwei sichtbar sich gegenüber sitzenden Personen und von einem Paar, von dem nur ein Partner zu sehen war. Danach wurden die Fahrgäste befragt. Ergebnis: Die einseitige Konversation am Handy störte mehr. Der Grund ist, dass dem Mithörer eine Hälfte des Gesprächs fehlt. Den Rest möchte er unbewusst
ergänzen. Das erfordert mehr unfreiwillige Aufmerksamkeit, die als sehr unangenehm empfunden wird.

Quelltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Knochen-Nagel verlängert Bein besonders schonend

18.11.04 - MHH-Unfallchirurgie blickt auf zweijährige Erfahrung mit neuem Implantat zurück

Eine Beinverkürzung durch einen Unfall, einen Tumor oder eine Entzündung muss häufig chirurgisch korrigiert werden. Ist ein Ober- oder Unterschenkel um mehr als zwei Zentimeter verkürzt, raten Ärzte dazu, das betroffene Bein operativ zu verlängern. Geschieht das nicht, droht ein Verschleiß der Wirbelsäule, des Beckens oder der Gelenke, weil diese falsch belastet werden. Bislang wurde der Knochen meistens durch ein oft umfangreiches und optisch wenig schönes Gestänge mit Drähten und Schrauben verlängert. Eine ganz neue Methode haben Unfallchirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in den vergangenen zwei Jahren getestet. Dabei wird den Patienten ein Verlängerungsnagel mit der Bezeichnung Intramedullary Skeletal Kinetic Distractor (ISKD) eingesetzt. "Die europaweit erste Implantation dieses in den USA entwickelten Implantates erfolgte im Sommer 2002 in der Unfallchirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover", sagt Professor Dr. Christian Krettek, Direktor der MHH-Unfallchirurgie. Innerhalb weniger Wochen wurde das neuartige Implantat bei vier Patienten in der MHH eingesetzt. Zwei Jahre lang betreute Professor Krettek gemeinsam mit Dr. Stefan Hankemeier, MHH-Unfallchirurgie, diese Patienten. "Nach den heute vorliegenden Ergebnissen war der Einsatz des Verlängerungsnagels in allen vier Fällen erfolgreich", so Professor Krettek.

Der serienmäßig gefertigte Verlängerungsnagel ISKD "wächst" rein mechanisch bei jeder Drehbewegung (ab 3 Grad) des ganz natürlichen Bewegungsablaufes in winzigen Proportionen. Pro Tag ist ein Längenzuwachs von etwa einem Millimeter möglich. Der Nagel wird vor jeder Operation auf die zu erreichende Länge eingestellt (maximal acht Zentimeter). Über einen kleinen Hautschnitt setzen Chirurgen das Implantat in den verkürzten Knochen ein und verschrauben ihn. Mit einem weiteren Schnitt durchtrennen sie den anliegenden Knochen, damit dieser nachwachsen kann. Zur Kontrolle können Ärzte und Patienten das Wachstum des Nagels und des Knochens mit Hilfe eines Magnetsensors durch die Haut genau verfolgen. Ist das Ziel erreicht, bleibt der Nagel im Bein, wenn er nicht stört. "Knochenverlängerungen können so wesentlich schonender vorgenommen werden. Die Patienten haben im Vergleich zur herkömmlichen Technik weniger Schmerzen, das Risiko von Infektionen und Beweglichkeitseinschränkungen ist erheblich geringer", beschreibt Professor Dr. Christian Krettek die Vorteile dieser neuen Operationsmethode. Die Behandlungsdauer konnte im Vergleich zu den anderen Verfahren erheblich verkürzt werden. Alle Patienten seien mit der Behandlung und dem Ergebnis sehr zufrieden. Einen Nachteil gebe es: In der Regel werden die Kosten durch die Krankenkassen nicht übernommen, es muss von Fall zu Fall neu verhandelt werden.

Weitere Informationen gibt Ihnen gern Professor Dr. Christian Krettek, Direktor der MHH- Unfallchirurgie, Telefon: (0511) 532-2050, E-Mail: Krettek.Christian@mh-hannover.de.
Quelle: Medizinische Hochschule Hannover


Spitzenforschung zum Nutzen des Patienten

18.11.04 - Auf der internationalen Fachmesse MEDICA, die vom 24. bis 27. November in Düsseldorf stattfindet, ist das Forschungszentrum Karlsruhe gemeinsam mit zwei Partnern, der joimax GmbH und dem Medizintechnik Rhein-Neckar-Dreieck e. V., vertreten. In Halle 14, Stand A36, werden Neuheiten aus der Medizintechnik präsentiert. Das Angebot reicht von einer bionischen Hand-Prothese, einem virtuellen Auge und einem fluidisch angetriebenen Koloskop bis zu einem resorbierbaren OP-Clip. Komplettiert wird der Auftritt des Forschungszentrums von modernen diagnostischen Geräten wie einem Ultraschall-Computertomographen und einem patientenschonenden Assistenzsystem für die Radiologie. Die Hand-Prothese wird am 25. November von Patienten und projektbegleitenden Sanitätshäusern live auf dem Messestand des Forschungszentrums Karlsruhe präsentiert.

Unter dem Motto "Spitzenforschung nutzbar machen" zeigt das Forschungszentrum Karlsruhe in der Halle 14, Stand A36, Innovationen aus dem Bereich der Medizintechnik:

o "Natürliche" Hand-Prothese: Auf den ersten Blick ist die bionische Hand nicht von ihrem biologischen Vorbild zu unterscheiden. Sie kann viele komplexe Griffmuster wie den Pinzetten- oder Zylindergriff ausführen und fühlt sich beim Anfassen dank eines speziellen Oberflächenmaterials natürlich an. Über myoelektrische Sensoren können Muskelsignale aufgenommen und mit speziell entwickelten Algorithmen ausgewertet werden. Mit Hilfe so genannter Mikro-Fluidaktoren werden diese Signale in Bewegungsmuster umgesetzt. Am 25. November wird die Hand-Prothese von Patienten live präsentiert.


Foto: Forschungszentrum Karlsruhe
Das Innenleben der künstlichen Hand aus dem Forschungszentrum Karlsruhe: Mikrofluidische Aktoren lassen auch komplexe Griffmuster zu
.

o Schmerzfreie Darmspiegelung: Flexible Fluidaktoren können auch im Bereich der Endoskopie erfolgreich eingesetzt werden. Ein fluidisch angetriebenes Koloskop kann sich durch eigenen Antrieb, über einen Joystick vom Arzt gesteuert, durch den Darm bewegen. Aufgrund seiner Flexibilität und Elastizität passt sich das Gerät beim Verschieben den Krümmungen des Darms an. Auf diese Weise lässt sich die Gefahr einer schmerzhaften Schlingenbildung minimieren.


Foto: Forschungszentrum Karlsruhe
Ein fluidisch angetriebenes Koloskop kann sich durch eigenen Antrieb, vom Arzt über einen Joystick gesteuert, durch den Darm bewegen.


o Resorbierbarer OP-Clip: Der wie ein Tigerzahn aussehende resorbierbare OP-Clip TIGRIP aus Kunststoff kann schneller als jede Naht gesetzt werden und löst sich im Gegensatz zu bisher verwendeten metallischen Klammern innerhalb weniger Monate vollständig im Körper auf. Geplante Anwendungsgebiete sind der Wundverschluss bei konventionellen Operationen und die endoskopische Netzfixation bei Leisten- und Narbenhernien.

o Rechtzeitige Brustkrebserkennung: Der in Entwicklung befindliche Ultraschall-Computertomograph (USCT) könnte einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs bereits vor der Metastasenbildung liefern - damit wäre Brustkrebs in vielen Fällen heilbar. Bei der Diagnose liefert Ultraschall wichtige Informationen über Gewebeveränderungen der Brust. Jedoch sind die konventionellen Ultraschallbilder derzeit noch stark verrauscht. Mit dem USCT lassen sich mit intelligent angeordneten Ultraschallwandler-Arrays 3D-Bilder mit deutlich gesteigerter Auflösung erzeugen. Damit können Tumore schon in einem frühen Stadium erkannt werden.

o Patientenschonender Eingriff: Mit dem Assistenzsystem MIRA (Manipulator für die interventionelle Radiologie) ist es möglich, am Patienten während einer Untersuchung im Röntgen- oder Magnetresonanztomographen zielgenau eine minimal invasive Intervention, wie z. B. Biopsie oder Medikation, durchzuführen. Dies scheiterte bisher an der technischen Machbarkeit. Mit MIRA können nun manuelle oder auch vollautomatische Eingriffe störungsfrei innerhalb der Strahlungs- und Magnetfelder der Tomographen durchgeführt werden.

o Optimale Augen-OP: Das internetbasierte Simulationssystem "Virtuelles Auge für die Refraktive Chirurgie" ermittelt die postoperative Sehqualität bereits im Vorfeld eines Eingriffs. Die Korrektur von Fehlsichtigkeiten erfordert häufig irreversible chirurgische Eingriffe am menschlichen Auge. Die in Folge der Operation eintretende Veränderung des Sehvermögens ist aufgrund des komplexen Augengewebes jedoch nur schwer abzuschätzen. Hier kann das Simulationsmodell zur optimalen Planung der Operation beitragen.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien

Quelle: Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft


Spektakuläre Filmaufnahmen beweisen gesteigerte Mikrozirkulation durch mobile G-ogo(R) Magnetfeldtherapiesysteme!

18.11.04 - Erstmals ist es gelungen, die Wirkung von bestimmten pulsierenden
Magnetfeldern auf die Mikrozirkulation in spektakulären Filmaufnahmen
nachzuweisen. Die Bewegung in den Blutgefäßen wird signifikant gesteigert, wodurch die Mikrozirkulation besser an die lokalen physiologischen Bedürfnisse angepasst wird.

In der Abbildung sind Untersuchungsergebnisse einer neuen Studie (Vitalmikroskopische und reflexionsspektrometrische Untersuchungen an Patienten mit chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen zur therapeutischen Wirkung bestimmter pulsierender Magnetfelder. Klopp R. Sonderausgabe der Orthopädischen Praxis. 2004, S. 192) dargestellt.

Klar und deutlich können wir auf dieser Abbildung erkennen, dass die Blutzellen nach 21 Tagen Behandlung mit bestimmten pulsierenden Magnetfeldern wieder richtig fließen - es "rauscht" regelrecht in den Blutgefäßen. Die daraus resultierende Besserung der Durchblutung und der Nährstoffversorgung speziell mit Sauerstoff ist für schmerzhafte, chronisch entzündliche Gelenkerkrankungen z. B. Arthrosen von elementarer Bedeutung.

Tragbares G-ogo(R) head Magnetfeldtherapiesystem jetzt auch für den Kopfbereich!

Mit G-ogo(R) head, der neu entwickelten Kopfspule, wird das patentierte* Therapiesystem mit spezifischen pulsierenden Magnetfeldern jetzt auch im Kopfbereich erfolgreich eingesetzt (*International patent pending). Bequeme Applikation, hohe Mobilität und durchdachtes Design des G-ogo(R) head machen dieses Verfahren höchst attraktiv für Ärzte und Patienten. Die umfassenden Wirkungen auf den Zellstoffwechsel ermöglichen einen weiten Einsatzbereich: Migräne- / Kopfschmerzen, Tinnitus, schnellerer Knochenaufbau zur Verkürzung der Einheilzeit bei Keramikzahnimplantaten, beschleunigte
Wundheilung nach Operationen im Gesichtsbereich.

Die vom Strom unabhängigen G-ogo(R) Systeme werden direkt am Körper getragen. Sie werden in der Praxis und für unterwegs eingesetzt.  Entwickelt und produziert werden diese innovativen Therapiesysteme von dem kleinen Mittelstandsunternehmen Dr. Goettfert Systems, das seit 20 Jahren erfolgreich auf diesem Markt tätig ist.


Quelle: Dr. Goettfert Systems GmbH
Bildunterschrift/Caption:
Die Gelenke werden besser versorgt. Gleiche Mikrogefäßregion zu verschiedenen Beobachtungszeitpunkten ( links unbehandelt, rechts nach 21 Tagen ).

Quelle: Dr. Goettfert Systems GmbH


Hautkrankheiten führen weiterhin Liste der Berufskrankheiten an

18.11.04 - Mehr als 8.400 Fälle von Hauterkrankungen, bei denen sich der Zusammenhang zwischen Beruf und Hauterkrankung bestätigt hat, verzeichneten die Berufsgenossenschaften im Jahr 2003. Damit ist die Zahl der Hauterkrankungen zum ersten Mal seit Jahrenm leicht gesunken. Trotz eines Rückgangs um knapp vier Prozent machen Hauterkrankungen auch heute noch deutlich mehr als ein Drittel aller bestätigten Berufskrankheiten in der gewerblichen Wirtschaft aus.

Die hohe Zahl der Krankheitsfälle führte bei den Berufsgenossenschaften im Jahr 2003 zu Aufwendungen für Heilbehandlung und Rehabilitation von 86,4 Millionen Euro. Zu den am häufigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören seit Jahren der Gesundheitsdienst, die Nahrungs- und Genussmittel Industrie, das Baugewerbe und die Metallindustrie. Im Gesundheitswesen und im Friseurhandwerk wurden jedoch erhebliche Erfolge erzielt: Die zuständige Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege konnte gerade berichten, dass in ihrem Bereich die Meldungen auf Verdacht einer Hauterkrankung in den letzten fünf Jahren um mehr als 25 Prozent zurückgegangen sind.

Richtiger Hautschutz kann die Beschäftigten vor Hauterkrankungen schützen und beugt den möglichen Schäden vor. Besonders die in diesen Berufsgruppen häufig auftretenden Handekzeme können durch Hautschutzmittel vor der Arbeit, dem Einsatz richtiger Handschuhe und Hautpflegecremes nach der Arbeit vermieden werden. Wichtig ist hier vor allem, dass der Hautschutz auf die jeweiligen Arbeitsstoffe abgestimmt wird. Die besonders gefährdeten Berufsgruppen können bei ihrer Berufsgenossenschaft oder gegebenenfalls beim Arbeitsmedizinischen Dienst einen Hautschutzplan anfordern. Der Plan beschreibt die einzelnen Tätigkeiten und verwendeten Arbeitsstoffe und hilft bei der Auswahl geeigneter Hautschutzmittel und Pflegecremes.



Bandscheibenleiden: Mit Ozon endlich schmerzfrei

18.11.04 - Neue Behandlungsmethode am Uniklinikum Frankfurt eingeführt

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die auf einen Bandscheibenvorfall oder degenerative Veränderungen in diesem Bereich zurückzuführen sind, können bei erfolgloser medikamentöser und physikalischer Therapie mit einer neuen minimalinvasiven Behandlungsmethode schmerzfrei gemacht werden. Sie verwendet Ozon - es wandelt sich im Körper in reinen Sauerstoff um - und wird seit ein paar Wochen am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie unter der Leitung von Professor Dr. Thomas J. Vogl angewandt.

Bei der sogenannten 'Chemonukleolyse mit Ozon' wird mit einer dünnen Nadel eine Bandscheibenpunktion durchgeführt und ein Ozon-Sauerstoffgemisch injiziert. Es verbreitet sich sehr rasch im erkrankten Bereich, fördert die Sauerstoffzufuhr sowie die Durchblutung und vermindert Entzündungen. Ozon blockiert über mehrere Monate vor allem jene Schmerzreize, die von den Nerven in den beschädigten Bandscheiben ausgehen. Der Eingriff wird bei lokaler Betäubung durchgeführt, dauert etwa 20 Minuten und ist nur mit einem ambulanten Krankenhausaufenthalt verbunden.

"Gegenüber operativen Methoden hat die Chemonukleolyse mit Ozon den eminenten und entscheidenden Vorteil, dass der Spinalkanal nicht beeinträchtigt wird. Es gibt praktisch keine postoperativen Narben, die sonst häufig Hauptursache für Rückenschmerzen sind", sagt Professor Vogl. Ein weiterer ganz wesentlicher Vorteil dieser Behandlungsmethode liege darin, dass sie auch mehrmals ohne irgendwelche Beeinträchtigungen für den Patienten wiederholt werden kann. Nutzen und Risiko stehen bei dieser Methode in einem ungewohnt optimalen Verhältnis, da durch das Ozon keine Komplikationen zu erwarten sind.

Wissenschaftliche Untersuchungen weisen eine Erfolgsquote von 75 Prozent schmerzfreier Patienten in einem Zeitraum von mindestens drei Monaten auf. "Die Prognosen sind aber durchaus optimistischer. Patienten können auch sechs Monate und darüber hinaus schmerzfrei bleiben. Voraussetzung hierfür ist sowohl eine disziplinierte, physikalisch korrekte Belastung der Wirbelsäule als auch eine moderate sportliche Betätigung", bestätigt Dr. Thomas Lehnert von der Universität Frankfurt.

Normalerweise hält ein fester Faserring (Annulus fibrosus) die Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern. Bei zu starker oder einseitiger Belastung kann der Faserring spröde werden, der gallertartige Kern (Nucleus pulposus) kann in den Wirbelkanal austreten. Dies wird als Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung bezeichnet. Diese ausgedrückte Masse kann die benachbarten Nervenwurzeln bedrängen und dabei die typischen, akut ausstrahlenden Schmerzen (Lumbo-Ischialgie) hervorrufen, welche sich bei einem Vorfall in der Lendenwirbelsäule bis in die hintere Wade ausbreiten oder den klassischen Kreuzschmerz verursachen kann. Dieser Vorfall kann schließlich zur totalen Blockade der Wirbelsäule führen (Hexenschuss), in dieser Phase rufen bereits geringste Bewegungen heftigste Schmerzen hervor. In schweren Fällen können sich durch den Druck auf die Nervenwurzeln auch Gefühlsstörungen, Kraftminderung bis hin zur Lähmung entwickeln.

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet http://www.kgu.de


Strategiepapier der Weltgesundheits-organisation unterstützt Naturheilkunde

28.10.2004 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) misst traditioneller und alternativer Medizin große Bedeutung zu. Weltweit hat ein Drittel der Bevölkerung ausschließlich Zugang zu traditionellen Heilweisen.

Während in vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt traditionelle Heilweisen die medizinische Grundversorgung sichern, nimmt die Zuwendung zu alternativen Therapiearten in den Industrieländern beständig zu.

Zahlreiche naturheilkundliche Methoden wurden über lange Zeiträume von Heilpraktikern bewahrt und erfolgreich angewandt. Dies hat die Bevölkerung überzeugt, auf Naturheilkunde zu setzen. Über 80 % der Menschen in unserem Land bevorzugen pflanzliche und homöopathische Arzneimittel. Akupunktur, Ayurveda, Yoga und Thai-Chi erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Therapien der Heilpraktiker bieten oftmals überzeugende Alternativen zu chemischen Arzneimitteln. Dem kranken Menschen und seiner Erkrankung angepasst bringen sie Hilfe bei akuten und chronischen Beschwerden.


Winterzeitumstellung: Licht und Sushi gegen die Depression

28.10.2004 - Same procedure as every year.... Ab diesem Wochenende gehen die Uhren wieder anders: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Die '25.' Stunde sorgt dafür, dass die Tage wieder kürzer werden. Für viele Menschen beginnt jetzt der Herbstblues. Das jahreszeitlich bedingte Phänomen - von Experten auch 'Saisonal abhängige Depression', kurz SAD, genannt - betrifft fast ausschließlich Erwachsene, in der Mehrzahl Frauen. Die Techniker Krankenkasse (TK) informiert über Ursachen von SAD und wie man vorbeugen kann.
  
Zu den Symptomen der saisonal abhängigen Depression gehören neben einem hohen Schlafbedarf auch fehlender Antrieb, häufige Stimmungswechsel, Konzentrationsprobleme und der Heißhunger nach Süßem.
  
Die Hauptursache des Herbstblues: Lichtmangel. Licht wird über die Augen aufgenommen und direkt ins Gehirn transportiert. Dort wird die Produktion von stimmungsaufhellenden Endorphinen und des Botenstoffs 'Serotonin' angeregt. Fehlt uns Licht, arbeitet auch die 'Glücks-Produktion' im Gehirn nicht. In der Dunkelheit wird stattdessen verstärkt 'Melatonin' produziert, ein Stoff, der eigentlich den Schlaf mitsteuert. Er sorgt für dafür, dass man sich müde und schlapp fühlt.
  
Die TK rät daher, jeden Tag mindestens eine Viertelstunde rauszugehen, um Tageslicht und frische Luft zu genießen. Das bringt das Verhältnis zwischen Serotonin und Melatonin  - und damit auch unseren Gemütszustand - wieder ins Gleichgewicht.
  
Der Gang ins Solarium hilft über den Herbstblues übrigens nicht hinweg: Auf der Sonnenbank werden lediglich die ultravioletten Strahlen des Lichts über die Haut aufgenommen. Die Endorphin-Produktion startet aber nur, wenn Licht über die Augen direkt ins 'Gute-Laune-Zentrum' im Gehirn transportiert wird. Die Augen müssen aber unbedingt vor der UV-Strahlung des Solariums geschützt werden.
  
Auch die richtige Ernährung kann fit gegen den Herbstblues machen. Gesundes, magnesiumhaltiges Essen regt das Nervensystem an und beugt Stress vor. Vor allem Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel sind Magnesium-Riesen. Auch die Jod-Bombe Sushi kann für gute Laune sorgen: Jod mobilisiert die Schilddrüsenfunktion und regt den Zellstoffwechsel an - ein Energieschub für den Körper. In Maßen genossen kann auch Schokolade -'glücksseelig' machen: Sie stimuliert die Serotonin-Produktion im Gehirn.
  
Die TK empfiehlt zudem Farben in den tristen Alltag zu bringen. Farbige Kleidung, Raumdekoration oder ein bunter Blumenstrauß heben die Laune und fördern die Kreativität.
  
Weitere Informationen zum Thema 'Fit durch den Herbst' gibt es auf der Internetseite der TK unter www.tk-online.de in der Rubrik 'Aktuell'.


Lungenfunktion variiert mit Tageszeit

28.10.2004 - Auch die Lunge steht unter dem Einfluss einer inneren Uhr, hat ein amerikanischer Mediziner ermittelt. Gegen Mittag setzen die Atemwege dem Luftstrom demnach einen besonders hohen Widerstand entgegen. Besonders frei atmet es sich dagegen ab 16 Uhr, berichtete der Forscher auf einer Fachtagung in Seattle.

"Diese Studie zeigt, dass die Lungenfunktion einen eigenen Rhythmus besitzt", erläutert Boris Medarov vom Long Island Jewish Medical Center in New Hyde Park, New York. "Möglicherweise wird dadurch bestimmt, wie viel Energie wir im Laufe des Tages umsetzen und welche Zeiten am besten für bestimmte Aktivitäten geeignet sind."

Seit langem weiß man, dass der Körper einem Rhythmus von ungefähr 24 Stunden folgt, der durch die Sonne täglich neu getaktet wird. Medarov analysierte nun Daten von über 4.800 Lungenfunktionsprüfungen, die in seinem Krankenhaus im Laufe von fünf Jahren durchgeführt worden waren. Dabei teilte er die Messwerte je nach Tageszeit der Untersuchung in neun Gruppen ein, von 8 bis 17 Uhr.

Als Maß für den Widerstand der Atemwege berechnete der Mediziner das Verhältnis von forciertem Einsekundenvolumen und forcierter Vitalkapazität, jenen Volumina, die ein Patient binnen einer Sekunde bzw. insgesamt ausstoßen kann. Am niedrigsten war dieser Wert bei Untersuchungen zwischen 12 und 13 Uhr, am höchsten dagegen nach 16 Uhr. Die Resultate könnten durchaus praktischen Wert haben, so Medarov. Asthmapatienten könnten ihre Medikamenteneinnahme entsprechend anpassen, und vielleicht sollte auch das Entfernen eines Beatmungsschlauches bei Intensivpatienten möglichst nachmittags erfolgen.


Forschung: Boris I. Medarov, Long Island Jewish Medical Center, New Hyde Park, New York

Präsentation auf der Konferenz Chest 2004 des American College of Chest Physicians, Seattle


Schlaflos: Verhaltenstherapie effektiver als Medikamente

30.09.2004 - Wer häufig mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, sollte es mit einer Verhaltenstherapie statt mit Schlafmitteln versuchen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem systematischen Vergleich der beiden Behandlungsmöglichkeiten. Ihrer Ansicht nach sollte beispielsweise das Erlernen von Entspannungsübungen oder das Einhalten eines festen Schlaf-Wach-Zyklus bei Schlafstörungen die Therapie der Wahl sein.

"Zur Behandlung der Schlaflosigkeit werden meist Schlaftabletten eingesetzt", so Gregg Jacobs von der Harvard University in Boston. Verglichen mit der kognitiven Verhaltenstherapie "waren die Tabletten jedoch nur mäßig effektiv und verloren an Wirkung, sobald sie nicht mehr eingenommen wurden." Laut Jacobs hat etwa ein Drittel der US-Bevölkerung regelmäßig Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

Der Mediziner und seine Kollegen führten nun eine Studie mit 63 Erwachsenen durch, die an chronischen Einschlafproblemen litten. Die Teilnehmer erhielten Tabletten mit dem Wirkstoff Zolpidem, eine kognitive Verhaltenstherapie bzw. beides oder aber ein Placebo. Die Auswertung von Schlafprotokollen in der Mitte des achtwöchigen Behandlungszeitraums ergab, dass die Verhaltens- und die Kombinationstherapie die Dauer bis zum Einschlafen um 44 Prozent reduzierte. Tabletten und Scheintherapie erzielten eine Reduktion um 29 bzw. 10 Prozent.

Nach dem Absetzen der Tabletten stellten sich bei den Patienten die alten Schlafprobleme wieder ein. Die Verhaltenstherapie bewirkte dagegen eine dauerhafte Besserung, berichten Jacobs und Kollegen. Die Kombination von Pharmako- und Verhaltenstherapie schien keinen zusätzlichen Nutzen zu bringen.


Forschung: Gregg D. Jacobs, Sleep Disorders Center, Beth Israel Deaconess Medical Center und Laboratory of Neurophysiology, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts; und andere

Veröffentlicht in Archives of Internal Medicine, Vol. 164(17), 27. September 2004, pp 1888-96

Quelle: Scienceticker


Urologen schlagen Alarm: Angebliche Wunderpräparate gefährden Gesundheit

23.09.04 - Mit großer Sorge beobachten die Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. die zunehmenden Aktivitäten von so genannten "Wissenschaftlern", die für Präparate zum Prostataschutz und zur Potenzsteigerung im Versandhandel werben. Vor allem ein "Dr. Zimmermann" und ein "Dr. Weissenberg" stellen sich als wundersame Heiler dar und überschwemmen bundesweit Männer mit Schreiben, in denen sie vor den "Schulmedizinern" warnen und ein beschwerdefreies Leben versprechen, das der Kauf ihrer Präparate über den VitaminShop Direct Inc. garantieren soll.
  
In diesen Schreiben werden in perfider Weise Patientenängste geschürt. "Schützen Sie Ihre Manneskraft und Würde, indem Sie alles tun, um eine Operation zu vermeiden. Sie würden sich verstümmeln und erniedrigen lassen", heißt es dort unter anderem.
  
Eine derartige Darstellung ist nicht nur falsch, sondern in höchstem Maße verzerrend", betonte Professor Dr. Wolfgang Weidner heute auf der DGU-Pressekonferenz, zu der im Rahmen des 56. DGU-Kongresses in Wiesbaden eingeladen wurde.
  
Scharlatane und Geschäftemacher, die auf diese Weise Männer vom Gang zum Arzt oder von notwendigen Behandlungen abhielten, riskierten das Leben von Patienten mit Prostatabeschwerden. Nur durch eine ärztliche Untersuchung kann festgestellt werden, ob es sich um eine gutartige Prostatavergrößerung handele, und welche Therapie in Frage kommt. "Die genannten Herren erwecken in ihren Schreiben den Eindruck, als seien sie verantwortungsbewusste Ärzte, tatsächlich aber sind sie keine Ärzte; sie sind verantwortungslose Abzocker, die an das Geld gutgläubiger Männer wollen. Wir warnen dringend vor solchen unseriösen Angeboten", erklärt Dr. Klaus Schalkhäuser, Präsident des BDU.

ots Originaltext: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V
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2:0 für Sägepalme und Brennnessel
Leichter leben ohne Harndrang

16.09.04 - Quälender Harndrang - für sechs Millionen deutsche Männer ein Dauerproblem. Noch immer hält ein Großteil der Betroffenen die Blase für den Verursacher der Beschwerden.

Dabei sitzt der wahre Übeltäter meist nur ein paar Millimeter tiefer: die Prostata. Ein von zwanzig auf bis zu hundert Gramm angewachsener Winzling - das ist das Leichtgewicht, das für das "drängendes Problem" verantwortlich ist und rund sechs Millionen deutsche Männer über 50 zu geplagten Dauergästen auf der Toilette macht: Häufiger Harndrang ist das Hauptproblem, meist verbunden mit einem Gefühl der mangelhaften Blasenentleerung. Durchschlafen wird zur Seltenheit, und auch tagsüber muss sich der Betroffene in der Nähe einer Toilette aufhalten.

Eine Einschränkung, die die Lebensqualität massiv beeinträchtigt - vom verpatzten Urlaub über das ständig unterbrochene Europapokalspiel im Fernsehen bis hin zur gestörten Zweisamkeit. Trotz dieser Beeinträchtigungen zögern viele Betroffene die richtige Therapie hinaus.

Einer "Männerkrankheit" auf der Spur
  
Fachärzte wissen heute, dass bereits Männer ab 45 Jahren betroffen sein können, auch wenn die Symptome bei ihnen weniger stark ausgeprägt sind. Die Ursachen der gutartigen Prostatavergrößerung sind noch weitgehend unbekannt. Veränderungen im Hormonhaushalt spielen eine Rolle bei der Ausbildung von Prostatabeschwerden, und wenn es einmal soweit ist, sollte niemand das Problem verdrängen. Mann kann sich selbst das "Leben leichter machen" und die Lebensqualität mit einem Mittel seiner Wahl beeinflussen. Denn es ist wirklich so: Man(n) muss nicht dauernd müssen - stattdessen kann Man(n) mal unbeschwert Gas geben und die Liebste im Cabriolet zum Urlaubsort fahren, ohne auf jeder Autobahnraststätte anhalten zu müssen, nur weil's mal wieder pressiert.
  
Pflanzliche Prostata-Profis im Einsatz
  
Zur Behandlung von ersten Beschwerden stehen hochwertige pflanzliche Präparate zur Verfügung. Die einzigartige Wirkstoffkombination aus Sägepalmen-Früchten und Brennnessel-Wurzeln (enthalten in Prostagutt(R) forte, nur in der Apotheke) ist speziell für den Mann und die Prostata konzipiert. Der Unterschied zu anderen pflanzlichen Präparaten mit nur einem Wirkstoff: Die beiden Pflanzenextrakte haben unterschiedliche Wirkprinzipien, die sich positiv ergänzen und gegenseitig verstärken. 2:0 für Sägepalme (Sabal) und Brennnessel (Urtica). Der Harndrang lässt nach, die Blasenentleerung verbessert sich, die subjektiven Beschwerden gehen deutlich zurück. Grund genug, die Behandlung frühzeitig zu beginnen. Am besten schon dann, wenn sich die ersten Beschwerden bemerkbar machen. Denn ohne Harndrang lebt's sich leichter!
  
ots Originaltext: Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel


Hibiskus gegen Atherosklerose

16.09.04 - Malventee könnte einen ähnlich günstigen Effekt auf die Blutgefäße haben wie Rotwein oder grüner Tee. Darauf deuten Versuchsresultate taiwanischer Biochemiker hin. Aus Hibiskusblüten gewonnene Extrakte wirken demnach zu hohen Blutfettspiegeln und der Oxidation von Blutfetten entgegen - wichtigen Faktoren bei der Entwicklung einer Atherosklerose.

Für zahlreiche aus Pflanzen gewonnene Lebens- und Genussmittel gibt es Hinweise auf einen gewissen Schutz vor der Bildung von Gefäßplaques. Als verantwortliche Inhaltsstoffe gelten insbesondere Flavonoide und Polyphenole. Diese Antioxidantien können verhindern, dass in die Wandung der Blutgefäße eingelagerte Fette oxidiert und so zu potenziellen Entzündungsauslösern werden. "Dies ist die erste Studie, die einen solchen Effekt für Hibiskusextrakte nachweist", so Chau-Jong Wang von der Chung Shan Medical University in Taichung.

Blütenblätter des Hibiskus (Hibiscus sabdariffa) werden vor allem zur Zubereitung von Malventee und Erfrischungsgetränken genutzt. Mitunter würden entsprechende Extrakte aber auch gegen Erkältungen, Bluthochdruck oder Lebererkrankungen eingesetzt, schreiben Wang und Kollegen im "Journal of the Science of Food and Agriculture". Für ihre Studie untersuchten die Forscher Ratten, die zwölf Wochen lang unterschiedlich fettreiche Nahrung und zusätzlich unterschiedliche Dosen Hibiskusextrakt erhalten hatten.

Blutuntersuchungen zeigten, dass der Extrakt den Cholesterolspiegel der Tiere deutlich gesenkt hatte. Das galt insbesondere für den Spiegel des "schlechten" LDL-Cholesterols. Zudem fanden Wang und Kollegen, dass der Extrakt die Oxidation der Blutfette und den Abbau der zugehörigen Trägerproteine bremsen konnte. Ihrer Ansicht nach lohnen daher weitere Untersuchungen zum medizinischen Einsatz von Hibiskus.

Quelle: scienceticker


Gesundheits-Check: Selbstverantwortung ist gefragt

16.09.04 - Wer sich nicht krank fühlt, geht auch nicht zum Arzt. Das kann ein Fehler sein. Gerade schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigen anfangs keine oder nur harmlose Beschwerden. Auch die bestehenden Vorsorgeuntersuchungen werden selten genutzt. Und das, obwohl eine rechtzeitige Diagnose die Heilungschancen der Patienten verbessert, schreibt die »Neue Apotheken illustrierte/Gesundheit« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. September, und hat neben Fragebögen einen kleinen Vorsorge-Plan erstellt.
  
Oft genügen zunächst einfache Teststreifen, um die wichtigsten Organe und Blutwerte diskret zu Hause zu überprüfen. Solchen Mini-Heimlabors genügt ein Blutstropfen oder ein Gläschen Urin, um beispielsweise gefährliche Magenbakterien aufzuspüren, die Nieren zu testen oder Diabetes zu erkennen. Auf Fernreisen lässt sich mittels Teststreifen eine harmlose fieberhafte Erkältung von der gefährlichen Malaria unterscheiden. Und Frauen in den mittleren Jahren können mittels Urintest feststellen, ob sie bereits in den Wechseljahren sind. Alle diese Test-Kits kann jedermann in der Apotheke kaufen.
  
Und wer sein persönliches Risiko, an Gicht zu erkranken, besser einschätzen oder wissen möchte, ob die Veranlagung für die Zuckerkrankheit in ihm schlummert, für den hat die »Neue Apotheken illustrierte/Gesundheit« in der Ausgabe vom 15. September einen Fragenbogen zum Ausfüllen erstellt.
  
ots Originaltext: Neue Apotheken Illustrierte


Mütter sind nicht schuld an Neurodermitis
Intensiver Hautkontakt ist wichtig

16.09.04 - Die Ursache der weit verbreiteten Hautkrankheit Neurodermitis ist nicht auf eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung zurückzuführen. In der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift ELTERN räumt der bekannte Münchner Hautarzt Prof. Dietrich Abeck im Rahmen der neuen ELTERN-Medizinserie "Mein Kind und sein Körper" mit dieser, auch in Fachkreisen noch immer weit verbreiteten Meinung auf. "Dieser Unsinn konnte zum Glück widerlegt werden. Bindungsprobleme kommen bei Müttern mit einem neurodermitischen Kind nicht häufiger oder seltener vor als bei Müttern mit gesunden Kindern."

Nicht als Ursache, aber infolge der Krankheit entstünden häufig bestimmte Beziehungsmuster. Viele Mütter mit Neurodermitis-Kind neigten zum Überbehüten und versuchten, ihrem Kind möglichst viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Professor Abeck: "Das ist zwar verständlich. Besser wäre es jedoch, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken." Außerdem sollten sich Eltern viel Zeit für die Pflege nehmen, ihr Kind sanft und ausgiebig eincremen, möglichst in einer schönen Atmosphäre und einem warmen Raum. "Intensiver Hautkontakt bessert die Neurodermitis-Symptome deutlich, das ist inzwischen erwiesen."

Neurodermitis sei keine psychische Krankheit, aber die seelische Verfassung des Patienten gehöre zu den wichtigsten Faktoren im Krankheitsverlauf. "Stress im Kindergarten, Krach in der Familie - so etwas kann einen Neurodermitis-Schub auslösen", so Abeck.

ots Originaltext: Eltern


Hilfe für Männer mit Erektionsstörung

MHH-Abteilung Klinische Pharmakologie sucht Teilnehmer für neue Studie

09.09.04 - Lange Zeit gingen Ärzte davon aus, dass eine Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) überwiegend psychische Gründe hat. In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Ursachen dieses Problems gewonnen und entdeckt, dass andere Krankheiten diese Störung begünstigen können. Aktuell vermuten Ärzte, dass auch eine mangelnde Durchblutung der Schwellkörper zu einer Erektionsstörung führen kann.

Um diesen Zusammenhang genauer zu untersuchen, bietet die Abteilung Klinische Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Kooperation mit der MHH-Abteilung Urologie eine neue Studie mit dem Wirkstoff L-Arginin an. Es handelt sich dabei um einen Eiweißbaustein, der eine durchblutungsfördernde und gefäßerweiternde Wirkung hat. Die Studie wird von Privatdozent Dr. Dirk Stichtenoth, kommissarischer Leiter der MHH-Abteilung Klinische Pharmakologie, Dr. Norbert Schlote, MHH-Urologie, und Christian von Hein, Doktorand der MHH-Abteilung Klinische Pharmakologie, betreut.

Die Teilnehmer erhalten die Aminosäure L-Arginin in Form von Tabletten. Der Mensch nimmt L-Arginin als Nahrungsbestandteil in Mengen von täglich bis zu fünf Gramm zu sich. Er ist in Hülsenfrüchten, Sojabohnen und Nüssen enthalten. Gehemmt wird die gefäßerweiternde Wirkung durch den körpereigenen Stoff ADMA (Asymmetrisches Dimethylarginin), der beim Abbau bestimmter Eiweiße entsteht. Die Idee der Forscher: Durch die Gabe der fast dreifachen Menge des Tagesbedarfs von L-Arginin ein Übergewicht des L-Arginin zu dem ADMA zu schaffen und so die Durchblutung zu verbessern. Die Studie soll zeigen, ob die zusätzliche Gabe von L-Arginin zu einer verbesserten erektilen Funktion führt.

Dazu nimmt die Hälfte der Patienten vier Wochen lang täglich zwölf Gramm L-Arginin zu sich, die andere Hälfte erhält über denselben Zeitraum ein Scheinmedikament (Placebo). Es folgt eine einnahmefreie Zeit von sechs Wochen. Danach nehmen die Studienteilnehmer vier Wochen lang das jeweils andere Studienmedikament ein. Das heißt, wer zuerst L-Arginin bekam, erhält nun das Scheinmedikament und umgekehrt. Nach jeder Phase erfolgt eine Kontrolluntersuchung und eine schriftliche Befragung der Patienten über ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Patienten, die an der Studie teilnehmen oder sich darüber informieren wollen, können sich an die Studienambulanz der Klinischen Pharmakologie der MHH, Telefon: (0511) 532-3351 wenden.

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover


Hochdruck, Zucker, Rückenschäden - Falsche Ernährung macht aus Kindern Alterskranke

Baierbrunn (ots) – 09.09.04 - Kaum jemand bringt zu hohe Blutdruckwerte mit Jugendlichen in Verbindung. „Selbst manche Ärzte nicht“, sagt Dr. Jörg Dötsch von der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universität Erlangen- Nürnberg im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Seit Ende der achtziger Jahre ist der durchschnittliche Blutdruckwert von Jugendlichen um 5,4 Prozent gestiegen. Ähnliches gilt für Rückenbeschwerden. Vierzig Prozent der Schüler geben an, schon Wirbelsäulenbeschwerden gehabt zu haben, weiß Prof. Fritz Uwe Niethardt, Orthopäde an der Uniklinik Aachen. Früher war dies bei Kindern nahezu unbekannt. Ein 40 Kilogramm schwerer Fünfjähriger aus Leipzig ist der weltweit jüngste Patient mit Typ-2-Diabetes. Diese Form der Zuckerkrankheit hieß früher „Altersdiabetes“, weil sie nur im höheren Lebensalter vorkam. Alle diese „Kinderkrankheiten“ haben eine gemeinsame Ursache: Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und daraus resultierend Übergewicht.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2004 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Muskelkater: Massage tabu - Auch Zähne zusammenbeißen schadet

Baierbrunn (ots) – 09.09.04 - Wer sich mit einer ungewohnten sportlichen Belastung einen Muskelkater eingehandelt hat, sollte nicht versuchen, die Folgen mit Massage zu beheben. Hartes Kneten kann zusätzliche Schäden im Muskel verursachen, warnt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Besser ist, eineTrainingspause einzulegen und die Belastung langsam wieder zu steigern.

Empfehlenswert: Spazieren gehen und Fahrradfahren. Kein guter Rat ist die Macho-Tour: Zähne zusammenbeißen und weitertrainieren. Man riskiert schmerzhafte Muskel- und Sehnenverletzungen.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2004 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau



 
 

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