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Darmkrebs




 Die Inhaltsübersicht

- Darmkrebsreport: Erkrankungsrisiko für Männer höher
-
Genügt eine Darmspiegelung alle 20 Jahre zur Krebsvorsorge?
- Kaugummi hilft nach Darmoperation
- Familiäres Darmkrebsrisiko und die Chancen der Früherkennung
- Darmkrebs: Neuartiger Screening-Test unterstreicht Anspruch auf neuen Standard in der Darmkrebs-Vorsorge
- Darmkrebs: Deutsche weitgehend unbesorgt - 60.000 Krebsfälle, aber nur 2 Prozent nutzen Vorsorge-Darmspiegelung
-
Darmkrebsmonat März - Deutsche Krebshilfe informiert
- Verbindung zwischen genetischer Veränderung und Darmkrebs belegt
- Durch regelmäßige Bewegung dem Darmkrebs vorbeugen
- Umfrage: Darmkrebsvorsorge für viele noch tabu
- Felix Burda Stiftung und Apotheker klären über Darmkrebsvorsorge auf
- Krebsrisiko variiert mit Geburtsgewicht
- Alkoholfreies Bier verringert DNA-Schäden
- Darm-Check am Arbeitsplatz
Verstärkte Prävention im Darmkrebsmonat März 2005
- Europameister im Wurstessen - Essverhalten deutscher Männer fördert Darmkrebsrisiko

- Darmkrebssuche erleichtert - Neuer Stuhltest findet spezielle
Enzyme von Tumoren
-
Sehr, sehr schnell - einzigartiger Computertomograph in München
- Neuer Stuhltest zum Screening von Darmkrebs
-
Neue Broschüre und Website informieren über Darmkrebs
- RUBIN 1/04: Auch mit Darmkrebs gut leben
- Warum aus einem gutartigen Polypen Darmkrebs wird
- Volkskrankheit Darmkrebs: Arbeitgeber verstärken Prävention in Betrieben / Jährlich 30.000 Opfer / Massenscreenings erforderlich
- Gastroenterologie und Endokrinologie
- Selbsthilfegruppe Darmkrebs
- Wird der Darmkrebs frühzeitig erkannt, ist er heilbar
- Aktiv gegen Darmkrebs – durch richtige Ernährung vorbeugen!


 

Darmkrebsreport: Erkrankungsrisiko für Männer höher

Hamburg - 20.03.2006 (ots) - Fast 70 000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Darmkrebs, der zweithäufigsten Krebserkrankung. Für fast 30 000 Patienten verläuft die Krankheit tödlich. Für Männer ist das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Darmkrebs zu erkranken, mit 5,3 Prozent deutlich höher als für Frauen mit 3,3 Prozent. Auffällig sind auch die regionalen Unterschiede: In Hamburg liegt die Rate für Neuerkrankungen fast 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, Nordrhein-Westfalen und das Saarland liegen neun beziehungsweise 39 Prozent darüber. Dies geht aus dem Darmkrebsreport hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute anlässlich des Darmkrebsmonats veröffentlicht hat.

Dr. Christoph Straub, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Die Heilungschancen für Darmkrebs sind, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird, sehr gut. Der Darmkrebsreport, dem die Daten von über 5,4 Millionen Versicherten zu Grunde liegen, liefert uns umfangreiche Informationen, die wir nutzen, um die Vorsorge, Früherkennung und medizinische Behandlung der Patienten zu verbessern.

"Um mehr Darmkrebs-Erkrankungen früher zu erkennen und heilen zu können, fördert die TK die Darmkrebs-Früherkennung mit zwei Angeboten. "Wir wollen alle Versicherten motivierten, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig an der Vorsorgeuntersuchung teilzunehmen," so der TK-Vorstand. "Fast 25 Prozent aller Darmkrebsfälle gehen auf eine familiäre Vorbelastung zurück, diese Patienten erkranken deutlich früher und benötigen deshalb ein Früherkennungsangebot, das früher greift als es die bisherige Früherkennungsrichtlinie vorsieht." Die TK hat deshalb als erste Kasse das Projekt "Familien vor Darmkrebs schützen" ins Leben gerufen. Es bietet speziell den Versicherten, bei denen aufgrund einer familiären Vorbelastung ein erhöhtes Darmkrebsrisiko besteht, eine verbesserte Diagnostik und medizinische Betreuung.

Für die Patienten, bei denen Darmkrebs festgestellt wird, setzt sich die TK für eine bessere medizinische Versorgung ein. Die Krankenkasse hat sich mit spezialisierten Kliniken zu einer Qualitätsoffensive in der Darmkrebstherapie zusammengeschlossen. Dabei werden Diagnostik, Klinikaufenthalt, Rehabilitation und Nachsorge miteinander verzahnt. Die beteiligten Kliniken vergleichen ihre Behandlungsergebnisse miteinander, um flächendeckend an allen Standorten höchste Behandlungsstandards sicherzustellen. Die Berichte werden im Internet veröffentlicht, so dass die Informationen für den Patienten transparent sind und er selbst entscheiden kann, in welcher Klinik er sich am besten aufgehoben fühlt. Straub dazu: "Studien zeigen, dass die Überlebenschancen der Patienten entscheidend davon abhängen, wie gut Klinik und Operateur sind. Mit unserer Qualitätsoffensive möchten wir unseren betroffenen Versicherten die beste Behandlung bieten, die es in Deutschland gibt. Ziel der Qulitätsoffensive ist die Fünf-Jahres-Rezidivrate, d. h. das Wiederauftreten des Darmkrebses innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Ersterkrankung auf unter acht Prozent zu senken."

Quelle: TK Techniker Krankenkasse

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Genügt eine Darmspiegelung alle 20 Jahre zur Krebsvorsorge?

08.03.2006 - Experten raten im Rahmen der Krebsfrüherkennung alle zehn Jahre zu einer Darmspiegelung, vorausgesetzt, es werden keine Krebsvorstufen festgestellt. Ergebnisse einer Studie von Professor Hermann Brenner aus der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zeigen, dass möglicherweise deutlich längere Intervalle ausreichen.

Personen, deren Darm sich bei einer erstmaligen Spiegelung als frei von Krebsvorstufen erweist, tragen noch 20 Jahre später ein deutlich geringeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken als Menschen, die auf eine Darmspiegelung (Koloskopie) verzichten. Professor Hermann Brenner und seine Kollegen halten in diesem Fall eine Wiederholung der Koloskopie nach 20 Jahren für ausreichend. Dies bedeutet eine Kostensenkung für das Gesundheitssystem und eine geringere Belastung der Patienten. Die Wissenschaftler hoffen, dass dadurch ein bevölkerungsweiter Zugang zu dieser Untersuchung auch in Ländern mit begrenzten Ressourcen möglich wird.


Brenner untersuchte, welche Intervalle zur Wiederholung der Koloskopie sinnvoll sind. Mit der Unterstützung von 22 Kliniken in der Rhein-Neckar-Region wertete er Daten von 865 Personen aus. Von diesen waren 380 an Darmkrebs erkrankt, 485 wurden zufällig ausgewählt und bildeten die Kontrollgruppe. Brenner prüfte die Entwicklung des Darmkrebsrisikos in den Jahren nach einer Darmspiegelung. Die Studie schloss Personen ein, die älter als 30 Jahre waren und bei denen bei einer Koloskopie keine Vorstufen festgestellt wurden. Der Wissenschaftler fand heraus, dass dieser Personenkreis noch bis zu 20 Jahre später zu circa 70 Prozent seltener an Darmkrebs erkrankte als die Vergleichsgruppe ohne Koloskopie. Bei diesen Personen genügt laut Brenner eine Wiederholung der Darmspiegelung nach 20 Jahren. Bei einer erstmaligen Darmspiegelung im höheren Lebensalter könnte ein negativer Befund eine weitere Spiegelung sogar überflüssig machen. Werden Darmkrebsvorstufen gefunden, ist eine frühere Nachuntersuchung, in der Regel schon nach drei Jahren, unbedingt notwendig.

Die Spiegelung des Dickdarms ist seit Oktober 2002 Bestandteil des Krebsfrüherkennungsprogramms zur Vorbeugung von Darmkrebs. Ärzte können bei der Koloskopie Tumoren feststellen, aber auch Polypen, mögliche Vorstufen von Darmkrebs, erkennen und entfernen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Versicherten ab einem Alter von 55 Jahren diese Untersuchung einmal alle zehn Jahre.

Der Artikel wurde im Journal Gut online veröffentlicht / DOI: 10.1136/gut.2005.087130
Quelle: Deutsche Krebshilfe
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Kaugummi hilft nach Darmoperation

22.02.2006 - Nach einer Dickdarmoperation kann Kaugummi-Kauen helfen, die Verdauungsorgane wieder in Schwung zu bringen. Darauf deuten Resultate einer kleinen Studie hin, die amerikanische Chirurgen im Fachblatt "Annals of Surgery" vorstellen. Auf relativ einfache und sichere Weise könne so die Genesung beschleunigt und die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzt werden.

Die Mediziner um Rob Schuster vom kalifornischen Santa Barbara Cottage Hospital verfolgten den Werdegang von 34 Patienten. Allen hatte aufgrund von Krebs oder entzündeter Darmwand-Ausstülpungen ein Teil des Dickdarms entfernt werden müssen. Siebzehn von ihnen kauten nach dem offenen Eingriff dreimal täglich eine Stunde lang einen zuckerfreien Kaugummi.

Bei diesen Patienten nahm der Darm seine normale Funktion deutlich rascher wieder auf, berichten Schuster und Kollegen. Die ersten Darmbewegungen stellten sich bei ihnen 63 Stunden nach der Operation wieder ein und kurz darauf produzierten sie auch die ersten Darmwinde. In der Kontrollgruppe dauerte dies 80 bzw. 89 Stunden. Obwohl in beiden Gruppen keine schweren Komplikationen auftraten, konnten die Kaugummi-Kauer nach 4,3 Tagen entlassen werden, während die Kontrollpatienten 6,8 Tage im Krankenhaus bleiben mussten.

Die Darmaktivität könne auch durch frühe Zufuhr von Flüssigkeit oder leichter Kost aktiviert werden, so Schuster und Kollegen. Viele Patienten vertrügen dies jedoch nicht. Das Kaugummi-Kauen biete sich als Alternative an, da es vermutlich die gleiche Nerven- und damit Darmstimulation wie das Essen bewirke.

Quelle: scienceticker

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Familiäres Darmkrebsrisiko und die Chancen der Früherkennung

München (ots) - 21.02.2006 - Das Top-Thema des von der Felix Burda Stiftung initiierten Darmkrebsmonat März(R) ist in diesem Jahr das familiäre Darmkrebsrisiko.

Darmkrebs ist vererbbar. Experten schätzen, dass bis zu 30 % der 66.000 Menschen, die jährlich in Deutschland an Darmkrebs erkranken, eine familiäre Disposition für diese Krankheit haben. Das heißt, über 20.000 Menschen sind davon betroffen und nur wenige sind sich dieses Risikos bewusst. Deshalb haben die Felix Burda Stiftung und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. das familiäre Darmkrebsrisiko zum Top-Thema des diesjährigen Aktionsmonats März erklärt. Durch gezielte Information und intensive Öffentlichkeitsarbeit soll das Bewusstsein in den Familien geschärft, die Betroffenen informiert, sensibilisiert und zur Vorsorge motiviert werden. Im Falle einer familiären Disposition tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung (Koloskopie) unabhängig vom Alter des Patienten.

In der Regel steigt das Darmkrebsrisiko ab einem Alter von 45 Jahren proportional an. Bei Personen mit einer familiären Disposition gilt diese Regel jedoch nicht. "Gibt es Fälle von Darmkrebs in der Familie, sollten die direkten Verwandten sich frühzeitig ärztlich beraten lassen. Darmkrebs ist kein Schicksal, sondern durch Früherkennung zu fast 100% vermeidbar", sagt Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Vorsorge bei Erkrankungen von Familienangehörigen ersten Grades, d.h. Eltern, Geschwister, Kinder. Diese haben, wenn bei ihrem direkten Verwandten Vorstufen von Darmkrebs, so genannte Polypen (Adenome) bzw. Darmkrebs diagnostiziert wurde, laut Expertenaussage ein bis zu doppelt so hohes Risiko und sollten daher unbedingt ihren Darm regelmäßig untersuchen lassen. Eine Koloskopie bietet die bestmögliche Sicherheit und ist im Regelfall, je nach Risiko und bei negativem Befund, nur alle 6-10 Jahre erforderlich.

Die noch weit verbreitete Angst vor einer Darmspiegelung ist unbegründet. Durch neue Diagnosetechniken und die hohen Qualitätsstandards ist eine schmerzfreie Untersuchung bei einem erfahrenen Spezialisten (Gastroenterologen) gesichert. In Familien, bei denen eine genetische Disposition vorliegt, müssen die Betroffenen bereits in jungen Jahren regelmäßig zur Koloskopie. Dies gilt z.B. bei der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP) oder bei HNPCC (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Carcinoma).

Bei familiärer Veranlagung bzw. erblicher Disposition und bei Symptomen wie unspezifischen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Blut im Stuhl o. ä. übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchungskosten unabhängig vom Alter des Patienten. Grundsätzlich wird der Okkultbluttest ab dem 50. Lebensjahr jährlich und die präventive Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten kostenfrei angeboten. Die Kosten für eine virtuelle Koloskopie werden nur in Ausnahmefällen bei einer speziellen Indikation von den GKVen erstattet.

Quelle: Felix Burda Stiftung

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Darmkrebs: Neuartiger Screening-Test unterstreicht Anspruch auf neuen Standard in der Darmkrebs-Vorsorge

Gießen - 29.06.2005 (ots) - Jüngst erschienene Studien von Wissenschaftlern aus Irland,England und Deutschland bestätigen dem Tumor M2-PK-Test eine hohe Sensitivität und Spezifität in der Erkennung von Polypen und Darmkrebs / Erkennung von blutenden und nicht blutenden Polypen und Darmtumoren / Großes Potenzial zur Ablösung der derzeitig eingesetzten Methode zur Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl Bei veränderten Polypen und im Frühstadium des Darmkrebses finden sich im menschlichen Stuhl Zellen, welche die dimere Form eines Isoenzyms der Pyruvat-Kinase (M2-PK) enthalten. Dieses Enzym des Glukosestoffwechsels wird in entarteten Zellen verstärkt gebildet. In gesunden Zellen kommt es vorwiegend als Tetramer vor, für entarteten Zellen ist dagegen die dimere Form charakteristisch. Die Bestimmung der Tumor M2-PK ist unabhängig von okkultem Blut, daher können blutende und nicht blutende Polypen oder Darmtumoren erkannt werden.

Im Rahmen einer Studie aus Irland, die im Mai 2005 bei der Digestive Disease Week (DDW) in Chicago vorgestellt wurde, wurden 120 Männer und Frauen komplett koloskopiert und zugleich der Wert der Tumor M2-PK bestimmt. 65 von ihnen wiesen einen unauffälligen Befund auf, 30 hatten ein Adenom und 25 einen kolorektalen Tumor. Bei einem Cut-off von 4 U/ml lag die Sensitivität des Tumor M2-PK-Tests für Darmkrebs bei 92 Prozent und die Spezifität bei 95 Prozent. Die Adenom-Patienten identifizierte der M2-PK-Test mit einer Sensitivität von 63 Prozent und einer Spezifität von 92 Prozent. Fazit der Autoren: "Tumour M2-PK, a simple ELISA test, has a high sensitivity and specificity for colorectal cancer and an acceptable sensitivity and high specificity for adenomas, in comparison with current accepted methods."

Eine weitere Studie aus England wurde mit 49 Patienten (28 Männer und 17 Frauen) im Alter zwischen 24 und 86 Jahren durchgeführt. Alle Teilnehmer erhielten eine Darmspiegelung und eine Tumor M2-PK-Bestimmung. Bei 24 Teilnehmern wurde ein malignes Karzinom festgestellt. Es ergab sich eine Sensitivität des Tumor M2-PK-Tests für Darmkrebs von 92 Prozent, für Polypen > 1 Zentimeter von 60 Prozent und für Polypen < 1 Zentimeter von 25 Prozent. Zum Vergleich:
Der Okkultbluttest wies für Darmkrebs eine Sensitivität von 19 Prozent auf, für Polypen > 1 Zentimeter 10 Prozent und für Polypen < 1 Zentimeter 0 Prozent auf ( Spezifität Tumor M2-PK: 92 Prozent). Fazit der Autoren: "The fecal Tumor M2-PK assay has a high sensitivity and specificity for detecting colorectal cancer und large (> 10 mm) polyps."

An der Universität Gießen wurden 338 Patienten koloskopiert und die Tumor M2-PK gemessen. Die Ergebnisse wurden bei der American Society of Clinical Oncology (ASCO) Annual Meeting im Mai 2005 in Orlando vorgestellt. Von dem Patientenkollektiv waren 147 pathologisch und 191 unauffällig. Aus dieser Studie leitet sich eine Sensitivität des Tumor M2-PK-Tests von 80 Prozent und eine Spezifität von 79 Prozent ab.

Den Tumor M2-PK-Test gibt es beim Hausarzt über dessen Labor oder in jeder Apotheke (ScheBo (R) Tumor (TM) M2-PK, PZN 100 570 3).

Quelle: presseportal

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Darmkrebs: Deutsche weitgehend unbesorgt - 60.000 Krebsfälle, aber nur 2 Prozent nutzen Vorsorge-Darmspiegelung

Baierbrunn - 18.05.2005 (ots) - Deutschland ist einmal ganz vorn – aber die Menschen machen nicht mit: Mit 55 Jahren steht jedem Kassenpatienten eine kostenlose Darmspiegelung zur Krebs-Vorsorge zu, doch nur zwei Prozent haben die Chance bisher genutzt, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Wir haben jetzt wohl das beste Darmkrebs-Frühwarnsystem der Welt“, sagt Prof. Wolf Schmiegel von der Bochumer Ruhr-Universität. „Damit könnten wir der Krankheit ihren Schrecken vollständig nehmen – wären die Deutschen nicht solche Vorsorgemuffel.“

Quelle: Wort und Bild - Senioren Ratgeber

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Darmkrebsmonat März - Deutsche Krebshilfe informiert

11.03.2005 - Jedes Jahr werden in der Bundesrepublik 66.000 Menschen mit der Diagnose Dickdarmkrebs konfrontiert, und etwa 30.000 Menschen sterben an dieser Krankheit. Die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind noch nicht eindeutig geklärt. Bestimmte Einflussfaktoren erhöhen das Erkrankungs-Risiko: Erbliche Belastung, chronisch-entzündliche Darmkrankheiten, das Vorliegen von Dickdarmpolypen sowie ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung. Der Darmkrebsmonat März hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass das Thema Darmkrebs kein Tabu mehr ist. Dennoch lassen immer noch zu wenig Menschen ihren Darm regelmäßig untersuchen.



Wie jüngste Studienergebnisse eindrucksvoll belegt haben, kann eine gesunde Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung einen wesentlichen Beitrag zur Vorbeugung von Darmkrebs leisten. "Natürlich ist die Sekundärprävention, das heisst die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Arzt, unerlässlich aber darüber hinaus kann auch jeder Einzelne durch einen gesunden Lebensstil wesentlich dazu beitragen sein Krebsrisiko zu senken", sagt Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung. Neben dem Alter und familiären Vorbelastungen hat insbesondere der individuelle Lebensstil erheblichen Einfluss auf die Gesundheit des Darms.

Die Deutsche Krebshilfe ruft anlässlich des Darmkrebsmonats März dazu auf, regelmäßig an der Darmkrebs-Früherkennung teilzunehmen. Angesprochen sind vor allem Menschen ab 50 Jahren, eine Altersgruppe, die von dieser Krankheit besonders betroffen ist. Das Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen bietet folgende Untersuchungen an: vom 50. bis 55. Lebensjahr ein jährlicher Stuhlblut-Test, im 56. Lebensjahr eine kostenlose Darmspiegelung, die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer sich gegen die Darmspiegelung entscheidet, kann alle zwei Jahre den Stuhlblut-Test machen lassen.

Darmkrebs entsteht zumeist auf dem Boden von gutartigen Schleimhautwucherungen, den Polypen. Werden die Vor- oder Frühformen des Darmkrebses entdeckt und entfernt, können bis zu 90 Prozent der Patienten vollständig geheilt werden. Jedes Jahr sterben jedoch immer noch etwa 30.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. "Das ist so, als würde jedes Jahr eine Kleinstadt von der Landkarte gestrichen", betont Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Die Deutsche Krebshilfe hat sich das Ziel gesetzt, die Sterberate in den nächsten Jahren deutlich zu senken. Sie will die Bevölkerung motivieren, regelmäßig zur Darmkrebs-Früherkennung zu gehen.

Kostenlose Informationsmaterialien der Deutschen Krebshilfe zum Darmkrebsmonat wie Broschüren, Flyer und Plakate machen unter dem Motto "Durch und durch gesund" auf das Thema Darmkrebs aufmerksam. Die gewünschten Materialien können Sie sich unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 2265255 bestellen.


Quelle: Deutsche Krebshilfe
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Verbindung zwischen genetischer Veränderung und Darmkrebs belegt

10.03.2005 - Australische Wissenschaftler haben eine genetisch bedingte Anfälligkeit für Darmkrebs aufgedeckt. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Studie legen nahe, dass ein Großteil der Patienten, in deren Familien es eine Vorgeschichte von Darmkrebs gibt, eine Veränderung in ihrem MYH Gen aufweist.

Laut Professor Rodney Scott, Studiengangsleiter für Medical Genetics and der Faculty of Health der University of Newcastle, ist das MYH Gen in jedem Menschen vorhanden. Allerdings sind Personen, die eine Mutation dieses Gens aufweisen, einer deutlich größeren Gefahr ausgesetzt, an Darmkrebs zu erkranken. "Noch gibt es viele unbeantwortete Fragen zu diesem Gen", so Professor Scott. "Die Ergebnisse der Studie erlauben es uns aber erstmals, die Personen zu bestimmen, die sich einer regelmäßigen Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung unterziehen sollten."

Das MYH Gen steht laut Professor Scott mit einem speziellen DNA Ausbesserungsprozess in Verbindung. Dieser reduziert die Auswirkungen von umweltbedingten schadhaften Veränderungen der DNA, wie sie beispielsweise durch Karzinogene ausgelöst werden.

Die Studie hat auch gezeigt, dass keine andere Krebsart überproportional bei den Patienten vertreten war, die die MYH Genmutation aufwiesen. Dies bedeutet, dass Methoden der Krebsvorsorge nun auch gezielt für Darmkrebs eingesetzt werden können.

"Veränderungen am MYH Gen wurden bereits in der Vergangenheit mit der Bildung multipler Adenoma im Dickdarm und damit einem erhöhten Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht", erläutert Professor Scott. "Durch die genauere Untersuchung des MYH Gens und seiner Verbindung zu Darmkrebs und anderen Krankheiten können wir nun den gefährdeten Personenkreis besser bestimmen."


Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann


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Durch regelmäßige Bewegung dem Darmkrebs vorbeugen

München - 10.03.2005 (ots) - Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung sind wesentliche Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Neben der Aufklärung und Motivation über die Chancen der Darmkrebsfrüherkennung wird deshalb die Primärprävention von Darmkrebs durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung ein weiterer Themenschwerpunkt des Aktionsmonats März sein. Mit "Running for Life" wird eine standortunabhängige virtuelle Lauf-Community erstmals Wirklichkeit. Dieses Angebot soll vor allem Schulen, Unternehmen und Freizeitläufer motivieren, ihr läuferisches Können zu messen.

Laufen in verschiedenen Variationen - vom Marathon bis zu Nordic Walking - hat sich in den letzten Jahren zum Breitensport entwickelt. Doch häufig fehlt eine Community, die den Einzelläufer zum kontinuierlichen Weitermachen motiviert. "Running for life" bietet dem individuellen Läufer über das Medium Internet eine Plattform an. Ausgewählte Laufstrecken in verschiedenen deutschen Städten werden mit Mess-Stationen ausgestattet. Alle "Running for Life" Interessierte können einen Transponder-Chip erwerben und sind per GPS über die Internetplattform www.runningforlife.de , die in einer Startversion ab Anfang März online ist, vernetzt. Läufer in unterschiedlichen Orten können somit virtuell gegeneinander antreten, ihre Daten ausgewählten Usern zur Verfügung stellen und somit Teil der überregionalen "Runners Community" sein.

Mit gutem Beispiel voran geht die Bundeshauptstadt Berlin. Hier wird im Tiergarten ein 5 km langer Rundkurs installiert. Leipzig stellt den Clara-Zetkin-Park zur Verfügung und weitere 30 Städte haben bereits Interesse zur Teilnahme bekundet.

Den Teilnehmenden werden über das Portal zahlreiche Zusatzdienste angeboten. So können z.B. individuelle Laufleistungen, sowie die Herzfrequenz und andere Parameter dokumentiert und z.B. an den behandelnden Arzt weitergeleitet werden. Gleichzeitig können den Nutzern aktuelle sportmedizinische Informationen auf der Plattform zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang zum persönlichen Laufkonto erfolgt über einen PIN-Code, der Anwender entscheidet individuell, welche Daten er für wen zugängig machen möchte. Das Projekt wird medizinisch betreut und evaluiert von Prof. Martin Halle, Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, TU München. Studien haben belegt, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Darmkrebsrisiko um 40-50% herabsetzen kann. Bei keiner anderen Krebsart konnte eine derart starke primärpräventive Wirkung festgestellt werden. "Der Vorsorgecheck beim Arzt ist für alle Menschen mit einem Familienrisiko und Menschen über 50 Jahren unerlässlich.

Dennoch tragen regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung nachweislich zur Darmkrebsvorsorge bei.", erläutert Dr. Christa Maar, Präsidentin der Felix Burda Stiftung, die Bewegungsoffensive der Stiftung im Darmkrebsmonat März 2005.

Quelle: Felix Burda Stiftung


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Umfrage: Darmkrebsvorsorge für viele noch tabu

07.03.2005 - Hamburg (ots) - Die Deutschen wissen inzwischen gut über den Darmkrebs und seine Risiken Bescheid, tun aber selbst noch zu wenig. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des TNS-Emnid-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Nur rund jeder Dritte (36 Prozent) gab an, selbst schon einmal bei einer Vorsorge-Untersuchung gewesen zu sein, obwohl praktisch alle (97 Prozent) davon überzeugt sind, dass rechtzeitige Vorsorge wichtig ist. Die Meinungsforscher hatten Ende Februar rund 1.000 Deutsche befragt, 800 davon waren 30 Jahre und älter. Dabei hat sich gezeigt: Darmkrebs ist quer durch alle Altersgruppen ein Thema. Rund 43 Prozent der Befragten zählen Darmkrebs neben Brust- und Lungenkrebs zu den drei häufigsten Krebsformen bei Menschen. Beinahe ebensoviele (40 Prozent) haben Angst davor, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Mit der Angst geht das Bewusstsein einher, dass Darmkrebs ein unabwendbares Schicksal ist.

Rund 41 Prozent befürchten, dass die Diagnose einem Todesurteil gleichkommt. Der überwiegende Teil der Bevölkerung meint, dass jeder selbst etwas dazu beitragen kann, das Darmkrebsrisiko oder aber die Folgen der Erkrankung zu minimieren. So schätzten neun von zehn Befragten die Rolle der Ernährung beim Darmkrebs richtig ein: Wer auf ballaststoffreiche Nahrung setzt, verringert dadurch sein Darmkrebsrisiko, gaben 91 Prozent an. Immer noch unterschätzt wird hingegen die Rolle von Alkohol und Nikotin in Bezug auf den Darmkrebs: Etwa jeder fünfte (18 Prozent) hält es für unwichtig, wenig Alkohol zu trinken, um das Darmkrebsrisiko zu senken. 22 Prozent meinen, das Rauchen hätte keinen Einfluss auf die Entstehung oder die Folgen der Krankheit. Mehr Bedeutung messen die Umfrage-Teilnehmer der Vorsorge (97 Prozent), der Bewegung (83 Prozent) und dem richtigen Körpergewicht (82 Prozent) zu. Zu allen gestellten Fragen hatten 97 Prozent und mehr eine Meinung.

Doch viel über Darmkrebs zu wissen und selbst etwas dagegen zu tun ist zweierlei: Rund 80 Prozent der 36- bis 45jährigen haben noch nie an einer Darmkrebsfrüherkennung (wie zum Beispiel einem Test auf Blut im Stuhl) teilgenommen. Bei den älteren Jahrgängen sieht die Bilanz etwas besser aus: Schon 64 Prozent oder fast zwei Drittel der über 55jährigen waren schon einmal bei der Darmkrebsvorsorge. Ab diesem Lebensalter zahlen alle Krankenkassen auch die vorsorgliche Darmspiegelung (Koloskopie). Um zusätzliche Anreize zu bieten, selbst etwas gegen den Krebs zu tun, bieten einige Krankenkassen Bonusprogramme an, die gesundheitsförderndes Verhalten belohnen. Bei der Techniker Krankenkasse gibt es für die Teilnahme an einer Krebsfrüherkennung 1.000 Punkte. Diese können gesammelt und gegen Prämien eingetauscht werden - vom Entsafter bis zum Fahrrad. Bundesweit nehmen rund 350.000 Menschen am Bonusprogramm der TK (5,7 Millionen Versicherte) teil.

Quelle: Techniker Krankenkasse

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Felix Burda Stiftung und Apotheker klären über Darmkrebsvorsorge auf

München - 23.03.2005 (ots) - Nach dem großen Erfolg der Kooperation der vergangenen zwei Jahre werden die Felix Burda Stiftung und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) im Darmkrebsmonat März ihre Kampagne für Darmkrebsfrüherkennung fortführen.

Für die Fortführung der Kampagne hat die Felix Burda Stiftung eine neue Kampagne mit dem Slogan "Abwarten und Teetrinken? Nicht immer das beste Rezept - Bleiben Sie gesund! Gehen Sie zur Darmkrebsvorsorge" entwickelt. Das ansprechende Teetassenmotiv ist speziell auf die Zielgruppe der Apothekenkunden ausgerichtet. Es wurde eigens für diese Kampagne entwickelt und schmückt sowohl die Plakate als auch die Flyer, die im Aktionsmonat ab Mitte März mit Hilfe der ABDA allen Apothekern Deutschlands zur Verfügung gestellt werden. Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr neben den Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung auch das Thema Primärprävention durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Die ABDA wird vorab alle deutschen Apotheken schriftlich über die gemeinsame Aktion und darüber, dass jeder Apotheker die Flyer und Plakate kostenlos über den Apothekengroßhandel bestellen kann, informieren. Die Belieferungen über den Großhandel erfolgen in der Regel zwei Mal täglich, so dass eine optimale und schnelle Belieferung der Apotheken gewährleistet werden kann. Die Flyer stehen, dank der freundlichen Unterstützung der Partner und Unterstützer, in einer Auflage von knapp 1,2 Mio. Stück zur Verfügung. Die Plakate werden in einer Auflage von 23.000 Stück produziert.

"Seit zwei Jahren sind Tests zur Darmkrebsfrüherkennung auch in der Apotheke erhältlich, daher sind die Apotheker neben dem Hausarzt eine wichtige Anlaufstelle für den vorsorgebewussten Bürger", bekräftigt Dr. Christa Maar, Präsidentin der Felix Burda Stiftung, die erneute Zusammenarbeit mit der ABDA. In Fragen der Gesundheit ist die Apotheke in der Tat sogar oftmals die erste Anlaufstelle für den vorsorgebewussten Bürger. Der durchschnittliche Apothekenkunde ist 58 Jahre alt und somit berechtigt, die Darmkrebsvorsorge als gesetzliche Kassenleistung in Anspruch zu nehmen.

Der Flyer der Felix Burda Stiftung informiert den Leser über die verschiedenen Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge und warum diese so wichtig ist. Bislang haben nur durchschnittlich 2% der Vorsorgeberechtigten über 55 Jahren diese Chancen wahrgenommen. Mit dieser Kampagne soll genau diese wichtige Zielgruppe angesprochen, informiert und zur Vorsorge motiviert werden. Die in den Apotheken erhältlichen Stuhltests unterschiedlicher Hersteller sind eine Möglichkeit der gezielten Darmkebsvorsorge. Dennoch ist die Darmspiegelung und die regelmäßige ärztliche Kontrolle nach wie vor die effektivste Methode der Darmkrebsfrüherkennung.

Quelle: Felix Burda Stiftung

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Krebsrisiko variiert mit Geburtsgewicht

07.02.2005 - Ein hohes Geburtsgewicht geht mit einem erhöhten Risiko einher, im Erwachsenenalter an Darmkrebs zu erkranken. Entsprechende Befunde präsentiert eine britisch-schwedische Forschergruppe im "International Journal of Cancer". Die genaue Art des Zusammenhangs ist allerdings unklar - zumal das Risiko für einige Krebsarten bei besonders "strammen" Kindern sogar niedriger ausfällt.

Valerie McCormick von der London School of Hygiene & Tropical Medicine und ihre Kolleginnen analysierten Daten über knapp 11.200 Personen, die zwischen 1915 und 1929 in Uppsala geboren worden waren. Dabei waren unter anderem das Alter der Mutter, die Schwangerschaftsdauer sowie Körpergröße und Kopfumfang des Kindes vermerkt worden. Bei 2.685 dieser Personen wurde in den Jahren 1960 bis 2001 Krebs festgestellt.

Mit jedem Anstieg des Geburtsgewichts um 450 Gramm stieg das Risiko für Krebs des Lymphsystems um 17 Prozent, ermittelten die Epidemiologinnen. Das Risiko für Krebs des Verdauungssystems, etwa Magen-, Enddarm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, stieg um 13 Prozent. Frauen mit mindestens vier Kilogramm Geburtgewicht wiesen ein viermal höheres Brustkrebsrisiko auf als jene mit weniger als drei Kilogramm. Umgekehrt erkrankten sie nur halb so oft an Krebs der Gebärmutterschleimhaut.

Für eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern, den Prostatakrebs, fanden McCormick und Kolleginnen dagegen keinen Zusammenhang zwischen Erkrankungsrisiko und Geburtsgewicht. Dennoch sprächen die Daten für die Annahme, das Risiko für einige Krebsarten hänge von der vorgeburtlichen Entwicklung oder etwa der Zahl entartungsgefährdeter Zellen ab, so die Forscherinnen.

Forschung: Valerie A. McCormack und Isabel dos Santos Silva, Department of Epidemiology and Population Health, London School of Hygiene and Tropical Medicine; und andere

Online-Veröffentlichung International Journal of Cancer, 7. Februar 2005, DOI 10.1002/ijc.20915

Quelle: Scienceticker
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Alkoholfreies Bier verringert DNA-Schäden:
Entscheidende Bestandteile noch nicht erforscht


Okayama - 20. Jan 2005 - Wissenschafter der Okayama University http://www.okayama-u.ac.jp/index_e.html haben in Tests mit Mäusen nachgewiesen, dass alkoholfreies Bier DNA-Schäden an Leber, Lunge und Niere um bis zu 85 Prozent verringern kann. Einige Krebsarten werden durch heterozyklische Amine verursacht. Dabei handelt es sich um DNA-schädigende Chemikalien, die in gekochtem Fleisch und Fisch vorkommen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Agricultural and Food Chemistry http://pubs.acs.org/journals/jafcau veröffentlicht.


Foto: pixelquelle.de

Sakae Arimoto-Kobayashi geht davon aus, dass bisher nicht identifizierte Bestandteile von hellem und dunklem Bier verhindern, dass die Amine sich anbinden. Sind die entscheidenden Bestandteile erst identifiziert, können Brauereien entsprechende Biere herstellen. Zusätzlich ist die Herstellung von Nahrungsmittelzusätzen denkbar. Schwerer Alkoholkonsum wird laut NewScientist für rund sechs Prozent aller Krebserkrankungen der westlichen Welt verantwortlich gemacht. Ein moderater Konsum verringert das Risiko einer Herzerkrankung. Da die Mäuse alkoholfreies Bier zu sich nahmen, ist nicht bekannt, ob das Trinken von normalem Bier die gleiche Wirkung hat. Die Vorteile und Risiken von alkoholhältigem Bier werden laut Arimoto-Kobayashi derzeit erforscht.

Quelle: pressetext.austria

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Darm-Check am Arbeitsplatz
Verstärkte Prävention im Darmkrebsmonat März 2005

20.12.04 - Bei der Betrieblichen Vorsorgeuntersuchung zur Darmkrebs-Früherkennung im Darmkrebsmonat März 2005 zeichnet sich eine massive Beteiligung ab. Nach mehr als 100.000 erfolgten Darmkrebstests 2004 wird für März des kommenden Jahres erwartet, dass diese Zahl sich mindestens verdoppelt.

Die Betriebliche Vorsorgeuntersuchung zur Darmkrebs-Früherkennung etabliert sich immer mehr in deutschen Unternehmen. Eine stetig wachsende Anzahl von Betrieben bietet ihren Mitarbeitern intern eine Darmkrebsvorsorge an, meldet die Gießener ScheBo(R) Biotech AG, die mit ScheBo(R) Tumor M2-PK(TM) den führenden Enzymtest zur Früherkennung vertreibt.

Zum Startschuss anläßlich der Anmeldung zur bundesweiten Vorsorge-Kampagne "Darm-Check am Arbeitsplatz" im Darmkrebsmonat März 2005 teilt das Unternehmen mit, daß die Beteiligung der Unternehmen, die diesen Stuhltest ihren Mitarbeitern im nächsten Jahr anbieten werden, sich gegenüber der vom Unternehmen bereits im Jahr 2004 mit mehr als 100.000 Testungen durchgeführten Aktion um "mindestens 100 Prozent" erhöhen werde.

Ein wesentliches Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen in Deutschland für diese Aktion zu begeistern. Inklusive kostenloser Aktions-Flyer, Poster, Infobroschüren sowie Video- und Textmaterial wurde diese kürzlich von der ScheBo(R) Biotech AG in einer groß angelegten Mailing-Aktion mehr als 4.000 Unternehmen angeboten. Dies mit der Bitte, diese Aktion durchzuführen und als festen Bestandteil in den betrieblichen Vorsorgekatalog zu integrieren.

ScheBo Biotech-Vorstand Dr. René Kröger: "Nur mit Massenscreenings kann der Darmkrebs wirkungsvoll bekämpft werden". Deshalb sei der ScheBo(R) Tumor M2-PK(TM)-Test unverzichtbar, wenn es um die als notwendig erachtete Untersuchung aller Menschen über 45 Jahren geht. Kröger: "Der Test entdeckt Darmkrebs nicht nur deutlich genauer als sogenannte 'Blut-im-Stuhl-Tests' sondern er reagiert auch auf nicht blutende Tumoren. Erkannt werden auch Darmpolypen oder akut- und/oder chronisch-entzündliche Erkrankungen im Verdauungstrakt, die ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs darstellen." Eine erbsengroße Stuhlprobe ist bei dem Test ausreichend für die Untersuchung, der Patient wird nicht zusätzlich belastet.

Die "Volkskrankheit" Darmkrebs fordert jährlich etwa 30.000 Menschenleben in Deutschland, zusätzlich werden Jahr für Jahr etwa 60.000 Neuerkrankungen verzeichnet. Bei entsprechender Vorsorge könnten jedoch die meisten Patienten geheilt werden, wenn der Krebs im Frühstadium erkannt wird.

Der in Betrieben angebotene und auch über Arzt und Apotheker erhältliche Test entdeckt das Enzym Tumor M2-PK in Stuhlproben, das vermehrt von Tumorzellen produziert wird. Mit dieser neuen Methode ist es möglich, den "Aggressor" frühzeitig aufzuspüren und zu behandeln.

Unternehmen, die an der Aktion teilnehmen möchten, können sich noch bis spätestens Ende Februar an die ScheBo(R) Biotech AG, Netanyastr. 3-5, 35394 Gießen, Tel. 0641-49960 wenden.


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Europameister im Wurstessen - Essverhalten deutscher Männer fördert Darmkrebsrisiko

Baierbrunn (ots) 13.12.2004 - Die deutschen Männer sind Weltmeister im Wurstessen. Leider ist dies keine ganz harmlose Leidenschaft: Je mehr verarbeitete Fleischwaren gegessen werden, um so höher ist das Darmkrebsrisiko, warnt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Wurstverbrauch auf etwa 30 Gramm pro Tag zu begrenzen. Deutsche Frauen halten dies im Durchschnitt ein. Die Hälfte der Männer überzieht jedoch um mehr als das Doppelte: 64 Gramm Wurst verspeisen sie täglich. Bei Fleischwaren gilt: Je höher der Verarbeitungsgrad, umso größer das Darmkrebsrisiko.

Quelle: Wort und Bild - Apothekenumschau

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Darmkrebssuche erleichtert - Neuer Stuhltest findet spezielle Enzyme von Tumoren

01.10.2004 - Ein neuer Stuhltest erweitert die Möglichkeiten, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Bisher suchte ein entsprechender Stuhltest nach kleinen Blutmengen, die von Darmtumoren stammen könnten, aber genauso gut etwa auch von einem Magengeschwür.

Der neue Test weist ein Enzym nach, das in großer Menge von Krebsknoten in den Stuhl abgegeben wird. Hundertprozentige Sicherheit garantiert aber auch dieser Test nicht. „Etwa 90 Prozent der Patienten, bei denen der neue Test anschlägt, haben tatsächlich Darmkrebs“, beziffert Prof. Hans-Ulrich Klör von der Universität Giessen die Trefferquote. Zusammen mit anderen Untersuchungen, zum Beispiel einer Darmspiegelung, wird sich die Sicherheit, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen, mit dem neuen Test aber deutlich erhöhen.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Sehr, sehr schnell - einzigartiger Computertomograph in München

08.09.04 - In Großhadern wurde jetzt eine neue Generation von Computertomographen erstmals in einer Klinik installiert. Mit dem Produkt der Firma Siemens können gleichzeitig 64 Einzelschichten untersucht werden. Dazu wurde die Umlaufzeit der Röhre auf 330 Millisekunden verkürzt. Damit wurde aber nicht der Drang nach technischen Superlativen befriedigt. Vielmehr ergeben sich weitreichende Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung. In kürzester Zeit (10 bis 15 Sekunden) können lückenlose, dünne Schichten (0,5 mm) großer Körperabschnitte angefertigt werden, die dann zu genauen dreidimensionalen Bilder aufgebaut werden. Auch schwerstkranke und schwerverletzte Patienten können diese Untersuchung ohne Probleme tolerieren.

1998 wurde mit der ersten klinischen Installation eines 4-Zeilen-Computertomographen im Institut für Klinische Radiologie des Klinikum der Universität, Großhadern weltweit die Ära der Mehrzeilen-CT eingeleitet. Bereits mit dieser Technologie konnten die diagnostischen Möglichkeiten erheblich verbessert werden. Die schnelle Untersuchung großer Körperregionen stellt einen Quantensprung in der bildgebenden Diagnostik dar, von dem viele Patienten unmittelbar profitieren. So kann bei Patienten mit Tumor- Erkrankungen der ganze Körper in einem Untersuchungsgang genauestens dargestellt werden, so dass eine belastende, zeitaufwändige und kostspielige Kaskade von Einzeluntersuchungen überflüssig wird. Auch bei schwerverletzten Patienten hat sich dieses Verfahren innerhalb kurzer Zeit durchgesetzt. Bei diesen Patienten ist die Zeit ein besonders kritischer Faktor: Je schneller und genauer die Diagnostik ist, umso früher kann eine gezielte Behandlung eingeleitet werden - entscheidend für das Überleben und die Heilungsaussichten.

Besonders interessant sind auch neue und verbesserte Möglichkeiten der nicht- invasiven Diagnostik. Bei der virtuellen Koloskopie, die zusammen mit den Chirurgen (Professor Jauch) und den Internisten (Professor Göke) optimiert wird, kann im ganzen Dickdarm nach Polypen und bösartigen Tumoren gefahndet werden - ohne dass ein optisches Endoskop eingeführt wird. Zusammen mit den Kardiologen (Professor Steinbeck), Herzchirurgen (Professor Reichart) und den Kinderkardiologen (Professor Netz) arbeiten die Radiologen von Großhadern an der nicht- invasiven Diagnostik des Herzens und der Herzkranz- Gefäße. Gerade auf diesem Gebiet werden von dem neuen Gerät nachhaltige Fortschritte erwartet. Die ersten Ergebnisse sind überaus ermutigend und überzeugend. Ähnlich wie mit dem Herzkatheter konnten auch kleine Seitenäste der Koronararterien dargestellt werden. Selbst die mit einem Stent versorgten Gefäße werden genau abgebildet. Ein interessantes Forschungsgebiet ist die frühzeitige Erfassung arteriosklerotischer Veränderungen der Koronararterien, die für das Risiko eines Herzinfarktes maßgeblich sind.

Quelle: Klinikum der Universität München

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Neuer Stuhltest zum Screening von Darmkrebs

03.08.04 - Veröffentlichung über Nachweis von Krebszellen anhand des Enzyms "Tumor M2-PK" im renommierten "British Journal of Cancer"

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Gießen haben im renommierten Fachmagazin "British Journal of Cancer" einen zukunftsweisenden neuen Test vorgestellt, der in Stuhlproben Krebszellen anhand des Enzyms Tumor M2-PK (Tumor M2-Pyruvatkinase) aufspürt. Das "British Journal of Cancer" gehört zu der berühmten "Nature Publishing Group" und gilt auf dem Gebiet der Onkologie als eine der weltweit führenden Fachzeitschriften für die Krebsdiagnostik und -therapie. Die Untersuchung von Stuhlproben auf Tumor M2-PK-Veränderungen stelle eine neue, exakte und nicht-invasive Methode zum Screening von Patienten auf Darmkrebs dar, so die Autoren des Artikels aus der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Hans-Ulrich Klör und Dr. Philip Hardt vom Zentrum für Innere Medizin des Universitätsklinikums Gießen.

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Industrienationen. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 57.000 Menschen, von denen mehr als die Hälfte sterben. Dabei sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose sehr gut, und die rechtzeitige Entdeckung der Erkrankung kann das Sterberisiko deutlich reduzieren. Zur Diagnose von Darmkrebs stehen derzeit verschiedene Methoden bereit. Diese sind jedoch, wie die Dickdarmspiegelung, entweder unangenehm für den Patienten oder nicht genau bzw. nicht empfindlich genug, wie die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl, so dass Bedarf an verbesserten Möglichkeiten besteht.

Die Arbeitsgruppe um den kürzlich verstorbenen Prof. Dr. Erich Eigenbrodt und Priv.-Doz. Dr. Sybille Mazurek, beide aus dem Institut für Biochemie am Fachbereich Veterinärmedizin der Universität Gießen, hatte in grundlegenden Arbeiten bereits gezeigt, dass Tumorzellen im Rahmen der Entwicklung von Darmkrebs die normale Regulation der Zellteilung verlieren. Charakteristisch für die Tumorzellen ist ein extrem ausgeprägtes Bestreben, sich schnell und unkontrolliert zu vermehren. Damit diese Teilung möglichst effektiv und energiesparend abläuft, ist der Energie-Stoffwechselschalter dieser Zellen - vergleichbar mit einem Dimm-Lichtschalter - in Richtung "Schalterstellung Tumor/vermehrte Zellteilung" reguliert. Diese "Schalterstellung Tumor" bzw. die geänderte Energieversorgung der Zellen lässt sich anhand des Enzyms Tumor M2-PK nachweisen und in Stuhlproben quantifizieren.

Prof. Klör, Dr. Hardt und deren Mit-Autoren von der Universität Gießen untersuchten in ihrer Arbeit den Tumor M2-PK-Marker bei einer Patientengruppe mit Darmkrebs und einer gesunden Kontrollgruppe, insgesamt an 204 Personen. Bei allen Teilnehmern wurde eine Darmspiegelung durchgeführt. Die Sensitivität des neuen Tests, also die Wahrscheinlichkeit, den Tumor mit dem Test zu erkennen, lag dabei zwischen 60% und 90%, je nach Tumorstadium. Die bisher verfügbaren Tests (Blut-im-Stuhl-Tests) besitzen eine deutlich schlechtere Sensitivität (ca. 24-50%).

"Im Gegensatz zu den Blut-im-Stuhl-Tests entdeckt dieser Test auch Tumoren, die nicht bluten," so Prof. Hans-Ulrich Klör, der Leiter der Studie. "Der Stuhlmarker Tumor M2-PK hat mit seiner einfachen Analytik sowohl hinsichtlich der Durchführbarkeit als auch der Testcharakteristika sehr gute Voraussetzungen für ein bevölkerungsweites Screening. Zusammen mit der bei nicht
invasiven Verfahren generell höheren Teilnahmebereitschaft stellt dieser Stuhltest in Kombination mit der koloskopischen Abklärung positiver Befunde ein viel versprechendes Mittel zur Verbesserung der Früherkennung kolorektaler Karzinome dar."

Dr. Philip Hardt erklärt zu dem Verfahren: "Die Tumor M2-PK kann mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Labortests in jedem Labor gemessen werden. Mit dem neuen Verfahren lassen sich Karzinome des Dickdarms deutlich besser erkennen als mit den bisher zur Verfügung stehenden Nachweismethoden für okkultes Blut und genetische Veränderungen. Die Koloskopie ist nach wie vor der Goldstandard, jedoch scheuen viele Menschen leider davor zurück, diese Untersuchung durchführen zu lassen. Zudem würden die derzeitigen Kapazitäten für ein bevölkerungsweites Screening mit Koloskopien bei weitem nicht aus reichen."

Quelle: idw Informationsdienst Wissenschaft

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Neue Broschüre und Website informieren über Darmkrebs

Berlin (ots) – 02.08.04 - In den letzten Jahren hat sich in Deutschland
der Darmkrebs bei Erwachsenen zur zweithäufigsten Tumorart entwickelt - Tendenz steigend. Jährlich erkranken über 57.000 Menschen neu, 30.000 sterben jährlich an dieser Erkrankung. Nach jahrzehntelanger Stagnation in der Darmkrebs-Behandlung hat die Entwicklung der Therapie seit kurzem erheblich an Dynamik gewonnen: Neue Wirkstoffe verlängern die krankheitsfreie Zeit und verringern das Rückfallrisiko der Patienten.
  
Mit der Diagnose Darmkrebs bricht für die Betroffenen zunächst eine Welt zusammen. Sie fühlen sich oft allein gelassen und sehen sich plötzlich einer Vielzahl an Fragen gegenübergestellt: Welche Untersuchungen kommen auf mich zu? Welcher Therapie muss ich mich unterziehen? Wo erhalte ich Rat und Hilfe?
  
Antworten auf diese Fragen erhalten Patienten in der neuen Broschüre "Diagnose Darmkrebs - Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige". Hier können sie sich über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten informieren. Vorgestellt werden die einzelnen Untersuchungsmethoden sowie Therapiemöglichkeiten, denn eine Darmkrebserkrankung verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich und genauso individuell ist auch die Behandlung. Die Broschüre bietet zudem einen Leitfaden für ein Gespräch beim Arzt.
  
Weiterführende Informationen sowie zahlreiche Links mit Adressen von medizinischen Einrichtungen bietet die Website www.darmkrebstherapie.de.
  
Die Broschüre kann kostenlos angefordert werden bei:
  
   medical relations GmbH
   Eszter Viragh
   Hans-Böckler-Str. 46
   40764 Langenfeld

ots Originaltext: Sanofi-Synthelabo

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RUBIN 1/04: Auch mit Darmkrebs gut leben

Auch mit Darmkrebs gut leben
Hormon eröffnet Alternativen zur Chemotherapie
RUBIN 1/2004 ist erschienen

Bochum – 12.07.2004 - Wenn der Darmkrebs sich für den Patienten bemerkbar macht, ist es häufig zu spät für eine Heilung. Um das Wachstum des Tumors und seiner Metastasen dann möglichst lange aufzuhalten und dem Patienten so Lebenszeit und -qualität zu verschaffen, konzentrieren sich Forscher auf das Hormon Gastrin: Es regt nicht nur die Magen- und Darmschleimhaut, sondern auch Krebszellen zum Wachsen an. Diesen Prozess zu unterbrechen versuchen RUB-Mediziner um PD Dr. Frank Schmitz und Prof. Dr. Wolfgang Schmidt (Medizinische Klinik I der RUB, St. Josef Hospital). Über ihre Arbeit berichten sie in der aktuellen Ausgabe von RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität.

Gastrin erhöht das Darmkrebsrisiko

Früh erkannt, ist Darmkrebs gut heilbar, aber je länger er unbemerkt wächst, desto schlechter wird die Prognose. Hat der Krebs schon Tochtergeschwüre abgesiedelt, ist er meist nicht mehr operativ zu beseitigen. Chemotherapeutika können das Wachstum nur verlangsamen und verursachen zudem Übelkeit, Erbrechen und Immunschwäche, weil sie auch gesunde Zellen des Organismus abtöten. Auf der Suche nach Alternativen, die gezielt auf den Tumor wirken, stieß die Forschung auf das Hormon Gastrin. Es wird bei der Nahrungsaufnahme von Zellen in der Magenschleimhaut freigesetzt und regt die Säurebildung und das Wachstum der Magen- und Darmschleimhaut an - und es wirkt wachstumsfördernd auf Darmtumore. Erhöhte Gastrinspiegel, die z. B. bei Mageninfektionen mit Helicobacter Pylori vorkommen können, gehen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher. Manche Tumore produzieren das Hormon sogar selbst und unterhalten damit ihr eigenes Wachstum.

Mutierter Rezeptor beschleunigt das Tumorwachstum

Der Rezeptor für voll ausgereiftes Gastrin ist seit einiger Zeit bekannt. Da das Hormon aber auch in verschiedenen Vorstufen im Körper zirkuliert und in dieser Form ebenfalls wachstumsfördernd wirkt, muss es weitere Rezeptoren geben. Auf einen mutierten Rezeptor stießen die Bochumer Mediziner bei Untersuchungen an Tumorgewebe aus ihrer Tumordatenbank: Nur ein einziger Baustein des Rezeptors war verändert, und doch wuchs der Krebs mit diesem Rezeptor 200 Prozent schneller als andere - vielleicht ein Ansatzpunkt für neue Strategien gegen das Tumorwachstum. Und noch etwas macht Gastrin zu einem guten Ansatzpunkt für neue Therapien: Es hilft dem Tumor, neue Gefäße zu bilden, die ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Blockierte man das Gastrin oder seine Rezeptoren, könnte man den Tumor "aushungern".

Themen in RUBIN 1/2004

Weitere Themen in RUBIN: Naturwissenschaften: Mit Bienen im Gespräch (Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie), Zeolithe erobern den Alltag: Das Spiel mit den Strukturen (Mineralogie-Kristallographie), Geisteswissenschaften: Das Zurückweichen des Himmels (Neuere Geschichte I), Gerechtigkeit für behinderte Menschen - behinderte Gerechtigkeit ? (Systematische Theologie/Ethik, Sozialpolitik und Sozialökonomik), Ingenieurwissenschaften: Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser (Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik), Vakuumdämmung: schlanke Wände - warme Zimmer (Baukonstruktion und Bauphysik), Medizin: Viren für die Gentherapie: Ein Taxi zum Kern, bitte! (Molekulare und Medizinische Virologie); News. RUBIN ist in der Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum zum Preis von 2,50 Euro erhältlich. Tel. 0234/32-22830, Internet: http://www.rub.de/rubin/rbin1_04

Quelle: Ruhr-Universität Bochum

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Warum aus einem gutartigen Polypen Darmkrebs wird

Leipzig - 25.05.2004 - Mit DNA-Microarrays wies eine Leipziger Forschergruppe nach, warum sich aus gutartigen Darmpolypen nicht schneller bösartige Tumore entwickeln. Die Ursache liegt in der Ausschaltung des Onkogens Tcf-4 durch den Tumorsuppressor p53.


Ein Darmpolyp

Ein Darmkarzinom
Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Kurt Engeland von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II der Universität Leipzig klärte jetzt mit Unterstützung des Interdisziplinären Zentrums für
Klinische Forschung (IZKF) Leipzig und der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen wesentlichen Schritt der Verwandlung eines harmlosen Adenoms in einen bösartigen Tumor, das Kolonkarzinom auf. Adenome sind kleine Ausstülpungen an der Darmwand, die wegen ihrer Form auch als Polypen bezeichnet werden. Mit Hilfe einer neuen Methode, der DNA-Microarray-Analyse, konnten die Wissenschaftler die Ursache für die Verwandlung des Polypen in ein Karzinom aufklären. Die Micro-array-Technologie erlaubt die simultane Analyse einer Vielzahl von DNA-Sequenzen. In einem einzigen Experiment lässt sich gleichzeitig die Synthese-Aktivität von vielen tausend Genen verfolgen.

Die Adenome sind wie alle Zellveränderungen zurückzuführen auf Veränderungen in den Genen einer Zelle. Dass diese Verän-derungen nicht gleich zu bösartigen Wucherungen werden, verhindern sogenannte Tumorsuppressoren. Das sind Eiweiße oder Proteine, die dafür sorgen, dass eine so geschädigte Zelle sich nicht teilen und den Gendefekt an eine Tochterzelle weitergeben kann. Der bekannteste und wohl auch wichtigste Tumorsuppressor ist ein Molekül namens p53. Dieses Protein wirkt wie eine Bremse für die Zellteilung. Sie wird immer dann eingeschaltet, wenn Gene in einer Zelle geschädigt sind. Die Gegenspieler der Tumorsuppressoren
sind die Onkogene, Moleküle, die das Gewebewachstum stimulieren. Ein solches Onkogen ist der Genregulator Tcf-4.

In einem Krebsgewebe sind diese Wachstumsmoleküle fälschlicherweise aktiviert, z. B in den länger bestehenden Adenomen des Darmes. Das Ergebnis ist, dass aus den gutartigen Adenomen bösartige Karzinome werden. Auf der Suche nach den Bremsmechanismen für das bösartige Wachstum stießen die Wissenschaftlerin Dr. Karen Rother und ihre Kollegen aus der Arbeitsgruppe um Prof. Engeland mit Hilfe der DNA-Microarray-Technologie auf die Verbindung zwischen dem Tumorsuppressor p53 und Tcf-4. p53 hemmt die Synthese von Tcf-4. Erst wenn p53 selbst durch Mutation geschädigt wird, geht seine Bremsfunktion verloren. Es entsteht ein bösartiger Tumor. Damit ist eine Erklärung gefunden, warum sich Adenome nicht viel schneller zu Karzinomen entwickeln.

Häufig liegen zwischen der frühen Veränderung wie der Aktivierung von Tcf-4 bis zur Entstehung eines bösartigen Tumors nach dem Verlust von p53 mehrere Jahre. Der Gastroenterologe Professor Dr. Joachim Mössner, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, hat unlängst darauf hingewiesen, dass Vorsorgeuntersuchungen wegen der langsamen Entwicklung von Kolonkarzinomen von großer Bedeutung sind. Die Sterblichkeitsrate bei dieser Erkrankung ließe sich deutlich verringern, wenn Patienten mehr die einfachen Blut-Stuhl-Tests durchführen würden und von Darmspiegelungen, Koloskopien, ab dem 56. Lebensjahr Gebrauch machen würden. Bei einer Koloskopie lassen sich die frühen Formen des Darmkrebs problemlos entfernen. Die Wahrscheinlichkeit, keinen tödlichen Krebs zu entwickeln, ist dann sehr hoch.

Die Forschergruppe veröffentlichte ihre Erkenntnisse kürzlich in der Zeitschrift "Oncogene".

Quelle: Universität Leipzig

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Volkskrankheit Darmkrebs: Arbeitgeber verstärken Prävention in Betrieben / Jährlich 30.000 Opfer / Massenscreenings erforderlich

Düsseldorf (ots) 20.04.2004 - Eine zunehmende Zahl von Unternehmen bietet ihren Mitarbeitern betriebsintern eine Darmkrebsvorsorge an, meldet die Giessener ScheBo Biotech AG, die mit ScheBo Tumor M2-PK den führenden Enzymtest gegen Darmkrebs vertreibt. Nach Ablauf des
"Darmkrebsmonats März" teilt das Unternehmen mit, dass die Zahl der Mitarbeiter, denen dieser Stuhltest in Betrieben angeboten wird, sich gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent auf mehr als 100.000 erhöht habe.

ScheBo-Biotech-Vorstand Dr. René Kröger: "Nur mit Massenscreenings kann der Darmkrebs wirkungsvoll bekämpft werden. Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist zwar nach wie vor der Goldstandard, jedoch scheuen viele Menschen leider davor zurück, außerdem reichen die Kapazitäten bei weitem nicht aus, um alle gefährdeten Menschen zu untersuchen". Deshalb sei der ScheBo Tumor M2-PK-Test unverzichtbar, wenn es um die als notwendig erachtete Untersuchung aller Menschen über 45 Jahren geht. Kröger: "Der Test entdeckt Darmkrebs mit mehr als 80prozentiger Sicherheit und ist damit weit wirksamer als die so genannten 'Blut-im-Stuhl-Tests'".

Die "Volkskrankheit" Darmkrebs fordert jährlich etwa 30.000 Menschenleben in Deutschland, zusätzlich werden Jahr für Jahr etwa 60.000 Neuerkrankungen verzeichnet. Bei entsprechender Vorsorge könnten jedoch die meisten Patienten geheilt werden, wenn der Krebs im Frühstadium erkannt wird.

Der in Betrieben angebotene und auch über Arzt und Apotheker erhältliche Test entdeckt das tumorspezifische Enzym Tumor M2-PK in Stuhlproben. Mit dieser neuen Methode ist es möglich, den "Aggressor" frühzeitig aufzuspüren und zu behandeln. Sogar Vorstufen von Darmkrebs - sogenannte Adenome - können ab einer bestimmten Größe erfasst werden. Eine erbsengroße Stuhlprobe ist ausreichend für die Untersuchung, der Patient wird nicht zusätzlich belastet. Der Test, der in medizinischen Fachlabors ausgewertet wird, wurde bereits über 150.000 mal eingesetzt.

ots Originaltext: ScheBo Biotech AG

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(bitte auf das Bild klicken)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. med. Dr. h.c. G. Ramadori


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Selbsthilfegruppe Darmkrebs


05.12.03 - Als bundesweiter Zusammenschluß von Patienten mit Darmkrebs und deren Angehörigen soll jetzt die Deutsche Patientenvereinigung Leben mit Darmkrebs (DPD) gegründet werden.

In dem Forum sollen sich Patienten mit Gleichbetroffenen über Erfahrungen und Therapiemöglichkeiten austauschen können. Auch Informationstage für Patienten und Ärzte und eine telefonische Information sind geplant.

Mit den Informationen sollen Patienten befähigt werden, ihre Belange gegenüber Ärzten und Gesundheitsinstitutionen zu vertreten.

Weitere Infos: www.leben-mit-darmkrebs.de, Tel.: 07 61 / 20 72 00

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Wird der Darmkrebs frühzeitig erkannt, ist er heilbar

Dickdarmkrebs gehört in der Bundesrepublik zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. 1997 wurde bei 32.400 Einwohnern die Diagnose „Kolonkrebs“ und bei 19.300 Einwohnern die Diagnose „Rektumkrebs“ neu gestellt. Schon wegen dieser Häufigkeit und weil Dickdarmkrebs, wenn er frühzeitig erkannt wird, heilbar ist wurde vom Gesetz für über 45jährige die Möglichkeit zur kostenlosen Früherkennungsuntersuchung geschaffen.
Ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Kost erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken  
Früherkennungsuntersuchungen sollten vor allem in Anspruch genommen werden, wenn Risikofaktoren für die Entstehung von Darmkrebs vorliegen. Wie sich gezeigt hat, spielt hier sowohl eine gewisse Veranlagung eine Rolle (in manchen Familien sind mehrere Mitglieder betroffen) als auch einer Ballaststoffarme; fett- und fleischreiche Ernährung. Letztere ist deshalb so schädlich, weil die Verweildauer der Nahrung im Darm ungleich länger ist als bei faserreicher und fettarmer Kost und weil bei der Verdauung Stoffe entstehen, die Krebs auslösen können. Wichtig ist auch zu wissen, dass Darmkrebs im Alter häufiger auftritt.  
Für sie besteht ein Risiko an Darmkrebs zu erkranken,
· wenn sie an einer langwierigen und schweren Entzündung der   Dickdarmschleimhaut (Colitis ulcerosa) erkrankt sind;
· wenn sie Darmpolypen hatten oder haben. Denn bestimmte Formen dieser   Krankheit (adenomatöse Polypen)
· werden als Vorstufe von Darmkrebs angesehen.
· wenn in ihrer Familie Darmkrebs aufgetreten ist. Die Veranlagung zu dieser   Krebsart kann vererbt werden;
· wenn sie wegen andere Krebsarten (z.B. Brust- oder Eierstockkrebs)   behandelt wurden;
· wenn ihre Ernährung ballaststoffarm und zudem fett- und fleischreich ist
   
Die Zeichen, die für das Vorliegen eines Darmkarzinoms sprechen, lassen sich der Funktion des Dickdarms ableiten. So kann eine Geschwulst (= Tumor) den Darm „verstopfen“ und damit die Passage des Darminhaltes behindern bzw. den Darm komplett verschließen. Es kommt zu zum Teil erheblichen Schmerzen.
Blut im Stuhl ist nicht immer sichtbar  
Die entzündete Darmschleimhaut blutet leicht. Die entsprechende Blutbeimengung im Stuhl kann jedoch manchmal nur im Labor bzw. durch den sogenannten Hämocculttest entdeckt werden.
Um den Kot weiter zu transportieren, produziert die Darmschleimhaut sozusagen als Gleitmittel Schleim, der als Ablagerung auf abgesetztem Stuhl sichtbar ist. Zusätzlich bilden manche Karzinome, die aus schleimbildenden Zellen des Darmepithels entstanden sind, vermehrt Schleim.
Alle Symptome können auch eine harmlose Ursache haben  
Natürlich treten derartige Symptome auch bei anderen, gutartigen Darmerkrankungen auf. Solange sie jedoch nicht eindeutig auf eine harmlose Ursache zurückgeführt werden können, legen sie den verdacht auf eine bösartige Erkrankung nahe.  
Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
· Veränderte Stuhlgewohnheiten: Tritt plötzlich Durchfall auf oder   Verstopfung oder wechseln beide, ist dies als Irritation des Darmes zu   bewerten, die auch von Darmtumoren herrühren kann.
· Krampfartige Bauchschmerzen sind unter anderem für einen beginnenden   Darmverschluss typisch, der, wie erwähnt durch einen Tumor verursacht   werden kann
· Blässe und Blutarmut (Anämie) sind Hinweise darauf, dass der Darm längere   Zeit unbemerkt leicht geblutet hat. Solche Sickerblutungen sind vor allem   für Darmkarzinome typisch.
· Gewichtsverlust und Kräfteverfall deuten darauf hin, dass sich eine   Krebserkrankung bereits weiter ausgedehnt hat. Ein wachsender Tumor   raubt dem Patienten Energie: eine drastische Abmagerung kann die Folge   sein
  
Bei diesen Anzeichen die Hände in den Schoß zu legen und das Schicksal in Kauf zu nehmen, da man „sowieso nichts mehr tun kann“, ist falsch. Ärztliche Hilfe kann in frühen Stadien heilen und bei fortgeschrittenem Tumor dazu beitragen, die verbleibende Lebensspanne möglichst erträglich und lebenswert zu gestalten. Werden die Warnzeichen beim Darmkrebs rechtzeitig beachtet, können heute bis zu 85 Prozent der auftretenden Fälle geheilt werden.
Gehen sie zur Krebsfrüherkennung 
Zu der für alle (gesetzlich) Versicherten durch die Krankenkassen finanzierten Krebsfrüh-erkennungsuntersuchung gehört auch eine Fingertastuntersuchung (Palpation) des Mastdarmes. Immerhin werden durch diese Untersuchung 60 Prozent aller Mastdarmtumore entdeckt. Durch Testbriefchen (Hämocculttest) wird zusätzlich festgestellt, ob sich Blut im Stuhl befindet. Allerdings sollten sie wissen, dass nicht nur Blut zu einer Färbung des Testfeldes führen kann, sondern sie müssen auch bestimmte Ernährungsvorschriften einhalten auf die in der Anleitung hingewiesen wird. Sollte ihr Hämocculttest positiv ausfallen, wird ihr Arzt eine genaue Untersuchung des Darms vornehmen (Rektoskopie).  
 
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In Kooperation der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung des Landratsamtes Augsburg werden auf diesen Seiten unter den Rubriken "Darmkrebs" und "Osteoporose" monatliche Ernährungstipps veröffentlicht. Ein herzliches Dankeschön an Frau Oswald, die uns diese wertvollen Tipps zur Verfügung stellt.

Aktiv gegen Darmkrebs – durch richtige Ernährung vorbeugen!

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung

Die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Da Darmkrebserkrankungen aber besonders häufig in den westlichen Industrieländern auftreten, in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern, macht man neben erblichen Faktoren unsere Form der Ernährung und Lebensweise dafür verantwortlich. Durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten kann folglich jeder Einzelne sein persönliches Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, verringern.

Mögliche Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs
Zahlreiche Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit dem Zusammenhang Krebs
und Ernährung. Es ist heute erwiesen, dass es sowohl hemmende als auch fördernde Ernährungsfaktoren gibt, welche die Krebsentstehung beeinflussen können.
Krebsfördernde Faktoren:
- überhöhte Energiezufuhr und daraus resultierendes Übergewicht
- zu hohe Fettzufuhr, hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren
- Nitrosamine (Stoffe, die aus Eiweißstoffen und Nitrit im Nahrungsmittel oder im Körper entstehen können)
- Aflatoxine (Schimmelpilzgifte)
- Benzpyrene (Stoffe, die beim Grillen entstehen können, wenn Fett in die Glut tropft und verbrennt)
- heterozyclische aromatische Amine (Stoffe, die durch starkes Erhitzen von Lebensmitteln entstehen können)
- Alkoholmissbrauch
Krebshemmende Faktoren:
- Ballaststoffe
- komplexe Kohlenhydrate (z. B. Stärke)
- Omega-3-Fettsäuren
- Vitamine A, E, C und Carotinoide
- sekundäre Pflanzenstoffe

Richtig essen kann vor Darmkrebs schützen

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand kommt bei der Beeinflussung des Erkrankungsrisikos der Nahrungsmittelauswahl, -zubereitung und der -menge eine tragende Bedeutung zu. Nicht nur zur Vorbeugung von Darmkrebs, sondern weil es schmeckt und gut tut, sollten Sie folgende Ernährungsempfehlungen beachten:
- Übergewicht vermeiden bzw. bestehendes Übergewicht mit einer fettarmen Mischkost Schritt für Schritt abbauen.
- Fettbewusst ernähren - Sie sollten täglich nicht mehr als 60 – 80 g Fett auf- nehmen. Dies ist zu erreichen, wenn Sie Koch- und Streichfette sparsam ver- wenden bzw. genau abmessen und fettarme Zubereitungsarten, wie z. B. Dünsten, Dämpfen, Garen im Tontopf und beschichteter Pfanne, bevorzugen. Beim Einkauf sollten Sie bewusst fettarme Lebensmittel, z. B. fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch, fettarme Wurst- und Käsesorten, auswählen. Doch nicht nur die Fettmenge ist entscheidend, sondern auch die Art des Fettes. Reduzieren Sie den Verzehr gesättigter Fettsäuren, die vor allem in tierischen Fetten/Produkten vorkommen, zugunsten ungehärteter Pflanzenfette/-öle, z. B. Oliven- und Rapsöl. Mit 2 Portionen Seefisch pro Woche erhöhen Sie Ihre Aufnahme an den mehrfach ungesättigten Omega-3- Fettsäuren.

- Maßvoller Verzehr von Fleisch/Fleischwaren und Eiern - Genießen Sie Fleisch und Wurst in kleinen Portionen, d. h. max. 3 Portionen Fleisch (á 150 g) und 3 Portionen Wurst (á 50 g) pro Woche, und gestalten Sie Ihre Auswahl abwechslungsreich. Aufgrund des hohen Cholesteringehaltes sollten Sie Ihren Eierkonsum auf max. 3 Eier pro Woche beschränken.

- Krebserregende Stoffe in Lebensmitteln reduzieren, z. B. keine ver- schimmelten Lebensmittel essen, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren (z. B. Fleischwurst, Schinkenspeck, Kasseler) nicht grillen, einen Grill mit seitlicher Feuerstelle verwenden, Garen bei niedrigen Temperaturen (z. B. Dünsten statt Braten).

- Alkoholische Getränke in Maßen, d. h. nicht täglich und dann auch nur in kleinen Mengen (z. B. Männer 0,5 l Bier oder 0,25 l Wein; Frauen nur die Hälfte davon).

- Ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen. Eine abwechslungsreiche Ernährung, die 5-mal täglich eine Portion Gemüse und Obst (d. h. 400 g Gemüse gegart, roh und als Blattsalat sowie 250 - 300 g Obst; 1 Portion kann durch einen Obst- bzw. Gemüsesaft ersetzt werden), Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte enthält, sorgt für eine ausreichende Zufuhr dieser Substanzen.

- Reichlich komplexe Kohlenhydrate, d. h. ballaststoff- und stärkereiche Lebensmittel wie z. B. Vollkornbrot, Vollkorngetreide/-flocken, Naturreis, Vollkornnudeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Beerenfrüchte möglichst oft verzehren. Mit einfachen Kohlenhydraten, wie z. B. Zucker, möglichst sparsam umgehen.

Es gibt überzeugende Befunde, dass eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst zur Verminderung des Krebsrisikos beitragen kann. Zudem ist eine Senkung des Risikos durch regelmäßige körperliche Aktivität möglich. Stärken Sie Ihre Gesundheit und erhöhen Sie Ihre Lebensfreude mit gesunden Genüssen und regelmäßiger Bewegung!

Augsburger Gemüseauflauf für 4 Personen

Grundmasse:
50 g Hirse in
100 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei niedriger Tempe-
ratur ca. 30 Minuten quellen lassen; mit
200 g Magerquark,
3 Eigelb,
80 g Käse gerieben (30 % F. i. Tr.) vermengen und mit
Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat würzen.

100 g Spinat gehackt,
150 g Brokkoli in Röschen, blanchiert, zur Hälfte der Grundmasse geben.

200 g Blumenkohl wie Brokkoli vorbereitet, mit der restlichen Grundmasse vermengen.

3 Eischnee jeweils zur Hälfte unterheben.
Zunächst die „grüne Masse“ in die Auflaufform füllen, darauf die Masse mit dem Blumenkohl geben;
mit 10 g Sesam bestreuen.

Bei 180°C ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Pro Portion etwa: kcal 234 kJ 984 EW 21,7 F 10,1 KH 13,4

Für die Beantwortung von Fragen stehen wir Ihnen gerne
am Verbrauchertelefon zur Verfügung:
0821/3102-692 (Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr)
In der Infothek der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung, Bismarckstr. 62, 86391 Stadtbergen finden Sie interessante Literatur zu diesem und weiteren Themen der Ernährung (Dienstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung).


Bismarckstr. 62
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FAX: 0821/3102-14690

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Ernährungstipp mit Rezept im Mai

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung


Folsäure – ein unterschätztes Vitamin

Nach der Entdeckung der Folsäure in den 40er Jahren war sich die Wissenschaft der großen Bedeutung für die Gesundheit lange nicht bewusst. Jüngere Untersuchungen zeigen jedoch, dass gerade Folsäure nicht nur ein kritisches Vitamin hinsichtlich der Versorgung darstellt, sondern unentbehrlich ist in der Schwangerschaft und im Zusammenhang mit der Entstehung von Arteriosklerose.

Mangel problematisch in der Schwangerschaft
Der Körper benötigt Folsäure für die Zellteilung und Zellneubildung. Internationale Studien belegen, dass eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin das Risiko von Fehlgeburten und schweren Missbildungen beim Kind, wie dem offenen Rücken (Neuralrohrdefekt), verringern kann. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch schon vor Beginn der Schwangerschaft und besonders während dieser neun Monate und in der Stillzeit auf eine ausreichende Folsäureversorgung achten.

Schutzfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Das Vitamin mindert nachweislich das Risiko für Arteriosklerose und senkt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bei Arteriosklerose nicht nur zu viel Cholesterin, sondern auch zu viel der Aminosäure Homocystein im Blut ist. Folsäure fördert den Abbau unerwünscht hoher Homocysteinmengen und kann so das Arteriosklerose-Risiko senken. Zudem schützt Folsäure möglicherweise vor bestimmten Krebsarten, wie z. B. Dickdarm-, Brust- und Pankreaskrebs. Die Empfehlungen für die Zufuhr von Folsäure wurden nicht zuletzt deshalb auf 400 µg (ab 10 Jahren/ 600 µg Schwangere und Stillende) pro Tag erhöht.

Bevölkerung nur mäßig versorgt
Im Ernährungsbericht 2000 weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung darauf hin, dass die Versorgung mit Folsäure in Deutschland generell unzureichend ist. Dieses Defizit hat vor allem zwei Ursachen: erstens essen wir zu wenig gute Folsäurelieferanten. Zweitens können durch Lagerung oder Zubereitung bis zu 80 % des Vitamins zerstört werden.
Um Versorgungsdefiziten zu begegnen empfiehlt Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung:
- Essen Sie viel Gemüse - besonders Blattgemüse und Blattsalate, wie z. B. Spinat, Mangold oder Feldsalat. Auch andere Gemüse wie z.B. Kohlgemüse, Spargel, Tomaten, Gurken und Kartoffeln sind gute Folsäurelieferanten.
- Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Nüsse, einige Obstsorten (z. B. Erdbeeren, Kirschen), Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch, Milch/-produkte, Weichkäse und Eier weisen ebenfalls nennenswerte Mengen des Vitamins auf.
- Innereien wie Leber und Niere liefern zwar sehr große Mengen an Fol-säure, sind aber wegen der gleichzeitig enthaltenen Schadstoffe nur eingeschränkt zu empfehlen.
- Je frischer und naturbelassener die Lebensmittel sind, desto höher ist ihr Gehalt an Folsäure. Denn das Vitamin ist sehr hitze- und sauerstoff-empfindlich sowie wasserlöslich. Daher sollten folsäurereiche Lebens-mittel weder lange gelagert noch stark erhitzt oder lange gekocht werden. Das Kochwasser sollte wenn möglich mitverarbeitet werden.
- Geeignete Zubereitungsverfahren, wie Dünsten in wenig Wasser oder Garen im Wasserdampf bzw. Dampfdrucktopf, können dazu beitragen, die Vitaminverluste bei der Zubereitung zu verringern.
- Vermeiden Sie außerdem zu starkes Zerkleinern bei der Zubereitung und längeres Warmhalten der Speisen.
Eine ausgewogene Ernährung, die häufig frisches, möglichst unerhitztes Gemüse, Obst, Salate und Vollkornprodukte beinhaltet, trägt zu einer guten Folsäureversorgung bei. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich bereits frühzeitig mit einer bewussten Ernährung optimal versorgen und in Absprache mit ihrem Arzt zusätzlich Folsäure über geeignete Präparate aufnehmen.

Spinatsalat mit Radieschen
für 4 Personen

350 g Blattspinat waschen, evtl. zerkleinern
150 g Radieschen waschen und raspeln
1 Schalotte würfeln
1 Bund Salatkräuter hacken
2 EL Balsamicoessig mit
4 EL Oliven- oder Rapsöl
Salz, Pfeffer gut verrühren und den Salat anmachen.
20 g Erdnüsse und
1 gekochtes Ei grob hacken und darüber streuen

Beilage:
Dazu schmeckt ein Vollkornbaguette mit Weichkäse.
Pro Portion etwa: kcal 165 kJ 689 EW 6,4 g F 14 g KH 3 g Folsäure 158 µg

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Acrylamid in Lebensmitteln –
Welche Ernährungsempfehlungen können nach heutigem Kenntnisstand gegeben werden?

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung

Im April diesen Jahres machten die Schwedischen Behörden auf ein bislang nicht bekanntes Risiko aufmerksam. Mit einer neuen Analysemethode hatten schwedische Wissenschaftler zum Teil hohe Mengen von Acrylamid in Lebensmitteln nachgewiesen. Aufgrund von Tierversuchen stuft das Bundesinstitut für Risikobewertung Acrylamid als wahrscheinlich krebserregend ein. Um die krebserregende Wirkung beim Menschen eindeutig nachzuweisen, sind jedoch wissenschaftliche Langzeitstudien notwendig.

Wie entsteht Acrylamid in Lebensmitteln?
Acrylamid entsteht unter bestimmten Bedingungen bei der Herstellung von Lebensmitteln im gewerblichen und privaten Bereich. Soweit wir heute wissen, entsteht Acrylamid, wenn Zucker mit dem Eiweißbaustein Asparagin bei hohen Temperaturen reagieren. Dieser Vorgang findet bei der trockenen Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel ab etwa 120°C statt, also beim Backen, Braten, Grillen und Frittieren und lässt die typische braune Farbe, den Geruch und den Geschmack von Gebratenem und Gebackenem entstehen. Große Mengen Asparagin und auch reichlich Stärke, aus der Traubenzucker gebildet werden kann, enthalten Kartoffeln und Getreide. Dies erklärt auch, dass Pommes frites und Kartoffelchips zu den am höchsten belasteten Produktgruppen gehören. Acrylamid wurde aber auch in Keksen, Kräcker, Popcorn, Gebäck, einigen Sorten Knäckebrot, Cornflakes, in vorgerösteten Frühstückscerealien sowie weiteren stärkehaltigen und unter hohen Temperaturen hergestellten Lebensmitteln nachgewiesen. Die Werte schwanken zum Teil erheblich zwischen den Chargen und zwischen Produkten verschiedener Hersteller.

Welche Lebensmittel enthalten kein bzw. kaum Acrylamid?
Alle unerhitzten Lebensmittel und solche, die gedünstet oder gekocht werden, sind nach heutigem Kenntnisstand frei von Acrylamid. Auch beim Garen von Kartoffeln im Schnellkochtopf bei Schonstufe wird die kritische Temperatur von 120°C nicht erreicht. In gebratenem oder gegrilltem Fleisch und Fisch wurde bisher kein bzw. nur sehr wenig Acrylamid nachgewiesen.

Möglichst abwechslungsreich ernähren und schonend garen
Um das gesundheitliche Risiko gering zu halten, empfiehlt die Staatliche Beratungsstelle für Ernährung, sich abwechslungsreich - mit reichlich Gemüse und Obst – zu ernähren und Lebensmittel mit hohen Acrylamidgehalten nur selten zu verzehren. Dies gilt insbesondere für Pommes frites und Kartoffelchips sowie sehr dunkel gebackene Backwaren. Angebrannte und stark gebräunte Pommes frites und Chips sollte man nicht mehr verzehren.
Auch in der Kinderernährung sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass Kinder sich abwechslungsreich ernähren und acrylamidreiche Lebensmittel nur selten verzehren. Ein Verbot allein genügt aber nicht, sondern es sollten Alternativen gesucht werden, die den Kindern ebenfalls schmecken, z. B. Pfannkuchen statt Pommes frites, Haferflocken statt Cornflakes, Tortilla-Chips statt Kartoffelchips oder Zwieback statt Kekse.
Auch eine nährstoffschonende Zubereitung, wie Dünsten und Dämpfen, ist zu empfehlen. Hier bleibt der natürliche Geschmack der Lebensmittel erhalten, die empfindlichen Wirkstoffe werden geschont und die Bildung von schädlichen Stoffen vermieden.

Vergolden statt verkohlen
Im Haushalt sollten die betroffenen Lebensmittel nur so lange wie nötig und so niedrig wie möglich erhitzt werden. Als Faustregel für die Zubereitungsarten Backen, Braten, Grillen und Frittieren kann man sich bei der Zubereitung von stärkehaltigen Lebensmitteln merken: besser nur vergolden statt verkohlen!

Beachten sie dabei die folgenden Empfehlungen:
- Beim Frittieren sollten Sie die Temperatur von 175°C nicht überschreiten. Die Temperatur sollte mit einem Fett-Thermometer bzw. mit der Temperaturanzeige des Gerätes geprüft werden. Das Frittiergut sollte in kleinen Portionen - Mindestmenge 100 g – frittiert werden, so dass die Frittierzeit möglichst kurz ist.
- Im Backofen sollte bei der Zubereitung von Lebensmitteln wie Pommes frites, Backofenkartoffeln oder Rösti eine Temperatur von 200°C (180°C bei Umluft) nicht überschritten werden. Die Produkte sollten auch hier so kurz wie möglich erhitzt werden, eine zu starke Bräunung ist zu vermeiden. Die Verwendung von Backpapier verhindert eine zu starke Kontaktbräune und mindert daher die Acrylamidbildung.
- Da sich Acrylamid an der Außenfläche bildet, spielt auch das Verhältnis von Außen- zu Innenfläche des Lebensmittels eine Rolle. Also besser größere statt kleinere Pommes frites verwenden.
- Beim Backen und Braten von Kartoffeln kann die Acrylamidbildung vermutlich verringert werden, wenn die Kartoffeln vorgegart werden.

Von seiten des Gesetzgebers werden Firmen, deren untersuchte Produkte erhöhte Acrylamidgehalte aufweisen, auf die Belastung hingewiesen und aufgefordert, ihre Produktionsverfahren zu überprüfen und abzuändern.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Internet unter
www.vis.bayern.de

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Blauer Ratgeber - Darmkrebs

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe

Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Darmkrebs" hier downloaden:

Darmkrebs.pdf - 694 kb

Quelle: www.krebshilfe.de

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